Energieholz und Furnierstämme: geht das?

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Gastgeber des Praxistags, Rudi Klammler bei der Erklärung einer Hilfstechnik für die Seilarbeit
Gastgeber des Praxistags, Rudi Klammler bei der Erklärung einer Hilfstechnik für die Seilarbeit
Bei der diesjährigen Frühjahrs- Stammtischrunde der WWG Almenland konnte Obm. Hubert Klammler mehr als 250 Fachbesucher begrüßen. Die Thematik „Energieholzproduktion Almenland“ umfasste die Bereiche Waldbau, Erntetechnik, Wirtschaftlichkeit und Forstrecht. Das Projekt Vogelbeere wurde ebenfalls vorgestellt.
Landesobmann Paul Lang vom Waldverband betonte aus aktuellem Anlass die Sicherheit beim Holzverkauf. Der Schlussbriefpreis ist das Eine, der durchschnittliche Auszahlungspreis das Andere. Ständige Übernahmekontrollen des Waldverbandes garantieren eine faire Holzklassifizierung und den besseren Durchschnittspreis.

Energieholzprodzuktion
Neben der Holzmarktlage, welche immer ein fixer Bestandteil der Information an die Mitglieder darstellt war das diesjährige Fachthema die Energieholzproduktion in allen Facetten und mit ausführlicher ökologischer Aufbereitung. Dipl.- Ing. Josef Krogger und Förster Ing. Franz Schaffler von der BK Weiz informierten über passende Baumarten für die Energieholzproduktion für höchste Hackgutqualitäten und über die Bodenansprüche, das Wuchsverhalten und der Pflege dieser Baumarten.

rationelles Erntesystem für Energieholz
Die wirtschaftliche Nutzung und Ernte von Energieholz rundeten dieses Fachthema ab. Diese Thematik gehört zum fachlichen Kernbereich des Obmannes Hubert Klammler der dazu Berechnungen und Erntesysteme präsentierte. Durch rationelle Energieholzernte ist eine Kostenersparnis von bis zu € 15,00 je fm möglich. Die zusätzlichen Kosten für Lagerung, hacken und Transport der Hackschnitzel können durch die höhere Wertschöpfung bei Qualitätshackgut mehr als kompensiert werden.

in der Praxis
Der Praxistag fand bei Kaiserwetter am Fuße des Schwarzkogels, bei der Familie Rudi und Renate Klammler in Hohenau statt. Die rationelle Ernte von Energieholz, die Bewirtschaftung eines Staudenrains unter Berücksichtigung von einzelnen besonders wertvollen Bäumen wie Wildkirsche, Bergahorn und Esche wurden demonstriert. Das Gemeinschaftsprojekt Hackschnitzellager für 4 Landwirte begeisterte viele Fachbesucher und regte zur Nachahmung an. Der traditionelle gemütliche Abschluss durfte natürlich nicht fehlen und so klang eine forstfachliche Woche der Waldwirtschaftsgemeinschaft Almenland aus.

WWG-Almenland: Facts´
Mit 1.070 Mitgliedern, einer Flächenausdehnung von > 25.000 ha und einem Holzeinschlag von 60.- 100.000 fm gehört die Waldwirtschaftsgemeinschaft Almenland zu den forstlichen „big playern“ in der Branche. Das 1.000ste Mitglied, die Familie Maria und Alfred Planer stammt aus Puch bei Weiz und wurde im Jahr 2010 in der WWG Almenland begrüßt.
Die Waldwirtschaftsgemeinschaft Almenland ist ein Zusammenschluss von Waldbesitzern auf Vereinsbasis und widmet sich dem Aufgabengebiet der Information, Kommunikation und Weiterbildung. Die Basisarbeit mit den Mitgliedern steht dabei im Mittelpunkt. Die WWG ist dabei auf Bezirksebene in den Waldverband Weiz und auf Länderebene in den Waldverband Steiermark eingebettet.
Bei den zweimal jährlich stattfindenden Information- Stammtischen wird neben der aktuellen Holzmarktinformation jeweils ein aktuelles forstfachliches Thema behandelt.
Seit 2011 wird zusätzlich ein eigener Fort- Frauenstammtisch mit eigenem Thema, mit großem Erfolg veranstaltet. Hier haben speziell die Forst- Betriebsführerinnen die Möglichkeit ihre Themen mitzugestalten.
Nach der Windwurfkatastrophe 2008 war die Thematik „Sicheres Aufarbeiten von Windwurf“, 2009 „Gefahr und Bekämpfung durch Borkenkäfer“ und 2010 „Einfluss des Wildes auf die Schadholzflächen und der Aufforstung“.
Zu diesen Fachthemen wird jeweils ein Praxistag organisiert, bei dem sich die Teilnehmer im Wald hautnah mit dem jeweils aktuellen Thema beschäftigen und auch untereinander netzwerken können.

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Autor: Hans Flasch
veröffentlicht: 01.04.2012 09:18


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