Einkommen der Landwirte in Österreich 2012 um 10 Prozent gesunken
Gemäß den ersten Schätzungen nahm das gesamte aus der Landwirtschaft erwirtschaftete Faktoreinkommen gegenüber 2011 um 10% ab. Der durch den fortgesetzten Strukturwandel bedingte Rückgang der bäuerlichen Arbeitskräfte wird auf 1,8% geschätzt.
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Hauptverantwortlich für die Verluste waren die teils schweren Ernteausfälle im Nordosten des Bundesgebietes sowie die weitere Verteuerung der Betriebsmittel. Gebremst wurde der Einkommensrückgang vom kräftigen Anstieg der Erzeugerpreise für Schweine, Rinder und pflanzliche Produkte.
Erzeugerpreise im Schnitt um 8,1% höher
Heuer fiel das landwirtschaftliche Produktionsvolumen deutlich hinter das gute Vorjahresergebnis zurück. Frostschäden und Trockenheit führten vor allem in der Ostregion zu Ertragsausfällen und Mindererträgen bei Getreide, Ölsaaten, Obst, Wein und anderen Kulturen. Dem stand ein deutlicher Anstieg der Erzeugerpreise (im Mittel: +8,1%) bei wichtigen Produktgruppen wie Getreide, Schweine und Rinder sowie eine Reihe weiterer pflanzlicher Erzeugnisse gegenüber. Eine Ausnahme bildeten unter anderem die Milchpreise, die im Vergleich zu 2011 sanken. In Summe führte dies zu einem Anstieg des landwirtschaftlichen Gesamtproduktionswerts um 1,3% auf rund EUR 7,3 Mrd. Die höchsten Beiträge dazu lieferten der Körnermaisbau, die Schweinehaltung sowie die Rinderproduktion. Sehr starke wertmäßige Einbußen verzeichneten hingegen etwa der Wein- und Obstbau.
Produktionskosten um 6,3% gestiegen
Gleichzeitig nahmen auch die Kosten für landwirtschaftliche Vorleistungen laut ersten Schätzungen um 6,3% weiter zu, insbesondere für Futter-, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie Treibstoffe. Die Abschreibungen für das Anlagevermögen erhöhten sich um 2,9%. Die im Rahmen der Einkommensberechnung berücksichtigten Förderungszahlungen lagen um 0,9% unter dem Vorjahresniveau und trugen 2012 zirka 71% zum landwirtschaftlichen Faktoreinkommen bei. Je Arbeitskraft betrug der durchschnittliche Einkommensrückgang daher nominell 8,3%. Deflationiert mit dem implizierten Preisindex des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ergab sich real eine Abnahme des Faktoreinkommens je Arbeitskraft um 10,2%, teilt die Statistik Austria mit. (AIZ)
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