Claas Qualität made in Russia
Russland hat im Dezember des Vorjahres die Einfuhrzölle für Landmaschinen auf etwa das 10-fache erhöht. Claas sieht sich mit dem Bau einer eigenen Produktionsstätte in Russland in seiner Strategie bestätigt.
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Der russische Mähdrescher Markt
Der Bedarf an Landmaschinen in Russland ist groß. Die landwirtschaftliche Nutzfläche ist mit 85 Mio. ha größer als die der gesamten Europäischen Union mit 79 Mio. ha. Experten gehen davon aus, dass die russische Landwirtschaft derzeit nur über die Hälfte der tatsächlichen Erntekapazitäten verfügt. Zudem werden in den nächsten Jahren etwa 80 % der momentan genutzten Maschinen erneuert werden müssen. Claas schätzt das Marktpotential in den GUS-Staaten auf etwa 12.000 Stück pro Jahr. Im Jahr 2005 haben die beiden russischen Hersteller Agromashholding und Rostselmach gemeinsam etwa 8.000 Stück produziert. Auf vielen Betrieben sind die Mähdrescher zwischen 1.500 und 2.000 Stunden pro Saison im Einsatz. „Diese enorm hohen Anforderungen an die Kampagneleistungen führte uns zum Erfolg gegenüber der russischen Technik“, ist Ralf Bendisch, Generaldirektor Claas Krasnodar, überzeugt. Claas konnte von 1992 bis heute über 4.000 Mähdrescher in diesem Hoffnungsmarkt absetzen. Nach eigenen Angaben hat Claas heute von den westlichen Herstellern bei Mähdreschern etwa 38 % Marktanteile und bei Feldhäckslern sogar 78 % Marktanteile.
„Wenn wir in einen neuen Markt erfolgreich investieren möchten, müssen wir die Ersten sein“, lautete die Parole eines mittlerweile pensionierten Mähdrescherexperten, dem Helmut Claas in dieser strategischen Frage Glauben schenkte.
Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau
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