Frontlader und Frontkraftheber vollumfänglich in den Case IH Schlepper integriert


Mager & Wedemeyer entwickelt Lösung für Kunden.
Der norddeutsche Landmaschinenhändler mit Hauptsitz in Oyten entwickelt die erste Lösung einen Frontlader bei zusätzlichem Frontkraftheber in einen Case IH Schlepper integrieren. Unter der dem Namen „DLC 2.0“ (Direct Load Control) wird die elektrohydraulische Umschaltung zwischen Frontlader- und Frontkraftheber auf den Markt kommen.
Die Entwicklung ist das erste Produkt von „M&W Agritechnologies“, der Entwicklungssparte von Mager & Wedemeyer. Dort werden innovative und individuelle Lösungen für Landmaschinen konzipiert, die dem Bediener die tägliche Arbeit erleichtern sollen.

Die Frontladersteuerung von M&W Agritechnologies: DLC 2.0

Neben Design- und Komfortaspekten, stehen vor allem auch sicherheitsrelevante Themen im Vordergrund.

Mit einem eigenen Montage-Team werden die Schlepper vor ihrer Auslieferung an den Kunden nochmal durchgeprüft, aufbereitet und je nach Kundenwunsch auch mit zusätzlichen Ausstattungsoptionen aufgerüstet. Dazu gehört in den meisten Fällen der nachträgliche Einbau von Frontkraftheber, Frontzapfwelle und Frontlader.

Für viele Betriebe stellt der Frontladerschlepper eine Hybridmaschine dar, die für viele Einsätze in der Landwirtschaft geeignet sein muss, da sie unter Umständen auch täglich umgerüstet wird. Im eng getakteten und wetterabhängigen Arbeitstag von Landwirten und Lohnunternehmern kommt es häufig auf kurze Umbauzeiten an. Hierbei konnten durch die neue Steuerung große Schritte erreicht werden.

Bei der Montage eines Frontladers greift das Unternehmen auf die Komponenten des Herstellers Ålö mit deren Quicke-Schwinge zurück. Je nach Kundenwunsch könnten aber auch Konsolen und Schwingen anderer Hersteller montiert werden.

Wichtig sei es hierbei, ganz individuell auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen, um die optimale Lösung zu finden, den Frontlader in den Schlepper einzubauen und mit den weiteren Ausstattungsmerkmalen zu kombinieren. Dabei hat Mager & Wedemeyer auf die speziellen Anforderungen der Kunden reagiert und eine eigene Elektrobox entwickelt und produziert, die ganz einfach und unscheinbar an den Frontladerkonsolen befestigt wird. Diese Box, in denen sich die besondere Schaltelektronik befindet, wird dann mit einfachen Steckverbindungen (Plug In) an die entsprechenden Kabelbäume geknüpft. Im Gegensatz zu anderen Systemen, die zur Bedienung des Frontladers zusätzliche elektronische oder mechanische Bedienelemente in der Kabine benötigen, werden bei der M&W Lösung ausschließlich zwei Kippschalter in der Kabine installiert. Die Bedienung von Frontlader oder Frontkraftheber erfolgt dann über den traktoreigenen Armelehnen-Joystick. Zusätzlich kann die Schwingungsdämpfung und die hydraulische Geräteverriegelung im optionalen 4. Steuerkreis über einen solchen Schalter betätigt werden. Die Schwingungsdämpfung bleibt bei Umschaltung auf den Frontkraftheber bei Bedarf aktiv. Die Bedienung der Steuergeräte über den Steuerhebel auf der Armlehne ist für den Benutzer ergonomisch gut platziert und erzeugt dadurch einen hohen Bedienkomfort. Das erleichtert lange Arbeitstage. Durch den Verzicht auf zusätzliche Steuerhebel, bleibt daher die Kabine aufgeräumt und übersichtlich für den Fahrer.

Für das Unternehmen stehen aber besonders die sicherheitsrelevanten Themen im Vordergrund. Dazu zählt, dass die vorderen Außentaster nur reagieren, wenn die Frontkraftheber aktiv sind. „Unser Ziel war es, den Frontlader sicher und komfortabel in den Schlepper zu integrieren, um den Bediener maximal zu schützen“, berichtet Bastian Meyer, Bereichsleitung Service.

Die eigens entwickelte Lösung des Landmaschinenhändlers ist somit vollständig konform mit den Anforderungen der Berufsgenossenschaft und erfüllt auch die Anforderungen der TMR-Richtlinie (Tractor-Mother-Regulation), die unter anderem arbeitssicherheitsrechtliche Vorschriften bei der Konstruktion von Traktoren beinhaltet. Hinzukommt die Erhaltung der Hubhöheneinstellung und Anzeige des Fronthubwerkes, sowie die vollständige Diagnosefähigkeit des Schleppers.

Weitere Vorteile stellt die Steuerung dar, da sie keine Belegung von Hecksteuergeräten fordert, die unter Druck gekuppelt werden müssten. Außerdem bleiben alle werkseitig verfügbaren Steuergeräte erhalten. 

Die Montage übernimmt das Unternehmen mit dem Schlauchsatz Deluxe des Frontladerherstellers Ålö, sowie dem 12/2-Wege-Ventil.

„Durch diese Lösung bietet die Maschine die Vorteile eines Schleppers mit dem Bedienkomfort eines Radladers. Vorteile, die in vielen Einsätzen relevant sind. Sowas hat es in der Form noch nie gegeben.“, erläutert einer der Projektbeteiligten, Christian Ossowski.

Verfügbar ist das DLC 2.0 von Mager & Wedemeyer für die Case IH Maschinen Vestrum, Maxxum und Puma, sowie vergleichbare Modelle der Marken Steyr und New-Holland auf Anfrage. Wer an diesem Produkt interessiert ist, kann auf der Unternehmenshomepage von Mager & Wedemeyer Angebotsanfragen stellen.
Die Kabine bleibt, wie gewohnt, übersichtlich und aufgeräumt. Lediglich die zwei Kippschalter rechts neben der Armelehne (rot umkreist) sind für den Fahrer sichtbar. Die Bedienung von Frontlader und Frontkraftheber erfolgt dann über den traktoreigenen Armlehnen-Joystick (Grün).

Pressebericht:

MAGER & WEDEMEYER
Maschinenvertrieb GmbH & Co. KG
Industriestr. 35 – 39
28876 Oyten