Vermarktungsplattform sucht Bio-Rinder und -Lämmer

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Die Onlineplattform nahgenuss.at für Bio-Fleisch erweitert ihr Sortiment auf Rind und Lammfleisch und sucht nach neuen Produzenten. Der Vorteil: ganze Tiere zu eigenen Preisen direkt vermarkten.
nahgenuss.at sucht nach Bio-Rindfleischerzeugern für die online-Vermarktung. (Foto: Sauseng)
nahgenuss.at sucht nach Bio-Rindfleischerzeugern für die online-Vermarktung. (Foto: Sauseng)
Seit Mai 2016 bringen die Grazer Gebrüder Lukas und Micha Beiglböck auf nahgenuss.at Fleischliebhaber, Ernährungsbewusste, Familien und Hobbyköche mit Bio-Bauern zusammen. Bisher konnten sich bis zu 4 Kunden gemeinsam ein ganzes Schwein teilen. Erst wenn alle Teile verkauft sind, wird das Tier geschlachtet. Der Kunde bekommt am Ende ein küchenfertiges Fleischpaket direkt vom Bio-Bauern seiner Wahl. Durch den Direktverkauf und den ganzheitlichen Ansatz, wo alles von der Nase bis zum Schwanz verwertet wird, bleibt mehr Geld beim Bauern und der Kunde bekommt frisches Bio-Fleisch zu günstigeren Preisen.

Online-Verkauf jetzt auch für Lamm und Rind
Begonnen haben die Brüder mit der größten Herausforderung am Bio-Fleischmarkt: Dem Handel mit Bio-Schweinefleisch: “Der Bio-Anteil beträgt beim Schwein magere 2 Prozent, bei Rindfleisch sind es schon 17 Prozent”, erklärt Micha Beiglböck. Nun ist es soweit: Ab sofort können Kunden Lamm- und Rindfleisch direkt vom Bio-Bauern erwerben. Die Kunden können zwischen Paketen von 5 bis 15 Kilogramm wählen. Das mag nach viel klingen - aber 10 Kilogramm Fleisch füllen maximal ein Fach im Tiefkühlschrank.
Die Brüder Lukas und Micha Beiglböck haben die Vermarktungsplattform im Mai 2016 gegründet. (Foto: Sauseng)
Die Brüder Lukas und Micha Beiglböck haben die Vermarktungsplattform im Mai 2016 gegründet. (Foto: Sauseng)

Bio-Bauern gesucht
Das Team von nahgenuss ist deshalb jetzt auch auf der Suche nach Bio-Bauern, die ihre Rinder und Lämmer direkt über die Plattform vermarkten. Den Preis bestimmen die Bauern selbst - auch wann sie Fleisch anbieten möchten. Neben den Mehreinnahmen, die am Hof und nicht bei einem Zwischenhändler landen, gibt’s auch zusätzlich die persönliche Wertschätzung der Kunden. Die Kunden wiederum sehen, woher ihr Fleisch kommt und wer hinter der Produktion steht. Zufriedenheit gibt es nicht nur bei den Bauern: “98% der Kunden vergeben Bestnoten und freuen sich über den Genuss von Produkten, die im Handel oft so nicht zu finden sind”, so Beiglböck weiter.
Neben der persönlichen Abholung durch den Kunden, bieten immer mehr Bauern auch den österreichweiten Kühlversand an - was immer mehr Familien schätzen. „Der Online-Versand von Lebensmitteln ist auch für uns ein wichtiges Thema: Ziel dabei ist es, Systeme und Produkte zu entwickeln, von denen auch die heimischen Bauern profitieren können“, skizziert der Jungunternehmer die kommenden Herausforderungen für nahgenuss abschließend.

Autor: Birgit Lang
Aktualisiert am: 04.12.2017 16:12
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