Schweinemast: Tierverluste steigen mit der Gruppengröße

Hat die Gruppengröße einen Einfluss auf die Verlustrate in der Schweinemast? Dieser Frage wurde in einer Praxisstudie der Fachhochschule Soest in Koopertion mit der GFS Ascheberg nachgegangen.
In Mastbuchten mit geringerer Tieranzahl fallen beeinträchtigte Tiere schnell auf. Bei Großgruppen gestaltet sich die Tierkontrolle für den Tierhalte sicherlich schwieriger.
In Mastbuchten mit geringerer Tieranzahl fallen beeinträchtigte Tiere schnell auf. Bei Großgruppen gestaltet sich die Tierkontrolle für den Tierhalte sicherlich schwieriger.
Im Fokus der Praxisstudie von der Fachhochschule Soest (D) und GFS Ascheberg (D) standen die unterschiedlichen Haltungs- und Managementbedingungen auf den Betrieben. Anhand einer Fragebogenaktion wurden Schlachtleistungsdaten von 13 Betrieben ausgewertet.

  • Die Größe der befragten Betriebe schwankte stark zwischen 240 und 1800 Mastplätzen.
  • Die Gruppengröße in der Mast betrug bei knapp der Hälfte der befragten Betriebe zwischen 20 und 30 Tieren oder 90 bis 210 Tiere je Gruppe. Nur wenige Gruppen waren kleiner, ein Betrieb setzte auf die Megagruppe mit Sortierschleuse.
  • Rein-Raus-System, Vollspaltenboden, Breiautomaten- und Flüssigfütterung, dabei ad libitum und dreiphasigem Fütterungskonzept war bei der Mehrzahl der Betriebe kennzeichnend.
  • Beim Sortieren verlassen sich die meisten Schweinemäster nach wie vor auf das Augenmaß. 40% wiegen Einzeltiere, 5% wiegen Stichproben.


Tierverluste steigen mit zunehmender Gruppengröße

Mit zunehmender Gruppengröße steigen die Verluste: Insgesamt liegen sie zwar niedrig, im Durchschnitt nur bei 2,4% bei einer Spanne von 1 bis 4,4%. Doch sie steigen kontinuierlich und deutlich, je größer die Gruppe ist. Bei den Betrieben, die weniger als 20 Tiere pro Gruppe halten, lag die Verlustrate im Schnitt bei 2%, bei Gruppen mit mehr als 90 Tieren bei 2,6% (Quelle: GFS Ascheberg).


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Aktualisiert am: 11.05.2011 15:10
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