Jagdaufseher: Was kann, darf und muß er tun?

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Jagdaufseher dienen vor allem dem Schutz des Wildes. Sie haben den Status einer öffentlichen Wache und damit besondere Befugnisse.
Der Jagdaufseher hat den Status einer öffentlichen Wache.
Der Jagdaufseher hat den Status einer öffentlichen Wache.
Ein Jagdaufseher ist eine Person, die vom Jagdausübungsberechtigen bzw. der Jagdausübungsberechtigten der Behörde gegenüber als solche gemeldet wurde. Sie hat den Status einer öffentlichen Wache und als solche polizeiliche Aufgaben wahrzunehmen. Sie ist der verlängerte Arm der Behörde, wenn es um die Einhaltung der Bestimmungen des Jagdrechtes geht. Im Mittelpunkt steht aber nicht der Schutz der Jagd, sondern des Wildes.

Aufgaben und Pflichten

Jagdrecht ist in Österreich Ländersache, wobei sich im Kern die Vorschriften bezüglich Jagdaufsehern stark gleichen. Der Jagdaufseher bzw. die Jagdaufseherin hat folgende Aufgaben:

Überwachung der Einhaltung der Bestimmungen zum Schutz des Wildes
Überwachung der Einhaltung der Vorschriften und behördlichen Anordnungen
Überwachung der Einhaltung sonstiger einschlägiger, insbesondere strafrechtlicher Bestimmungen
Betreuung des Wildes
Schutz des Wildes vor Wilddieben und Raubzeug

Was darf der Jagdaufseher?

Durch die vermehrte Freizeitnutzung kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Jägern und Nichtjägern. Jagdaufseher bzw. Jagdaufseherinnen sind berechtigt und verpflichtet bei Übertretungen von Vorschriften Anzeigen zu erstatten. So haben sie z.B. Personen anzuzeigen, deren Hunde im Wald frei herumlaufen, da diese eine Gefährdung für das Wild darstellen. Sie haben - unter bestimmten Voraussetzungen - auch das Recht Personen, die gegen jagdrechtliche Bestimmungen verstoßen haben festzunehmen, um sie zur Feststellung von deren Identität der Polizei vorzuführen. Zur Überwachung der Einhaltung obiger Bestimmungen hat der Gesetzgeber dem Jagdschutzorgan polizeiliche Befugnisse eingeräumt. Er ist diesbezüglich – mit allen Rechten, vor allem jedoch mit allen Pflichten - Beamter im Sinne des § 74 Z 4 Strafgesetzbuch und hat das Recht, im Falle von Übertretungen der Vorschriften des Kärntner Jagdgesetzes den Betreffenden anzuhalten, ihn auf seine Identität zu überprüfen, zum Sachverhalt zu befragen und ihn unter Umständen auch festzunehmen. Er hat auch das Recht, im Verdachtsfall Fahrzeuge und Gepäcksstücke zu durchsuchen und verdächtige Gegenstände zu beschlagnahmen. Unter gewissen Voraussetzungen kann er auch wildernde Hunde und Katzen erlegen, etwa, wenn Hunde Wild hetzen. Der Jagdaufseher darf auch von der Waffe Gebrauch machen, wenn das Leben Dritter oder sein eigenes bedroht wird.

Wesentlich ist dabei zwischen Jäger und Jagdaufseher zu unterscheiden. Nur der Jagdaufseher hat obige Rechte und ist verpflichtet, sich durch Dienstabzeichen und Dienstausweis als Jagdaufseher auszuweisen. Dadurch soll Amtsanmassung vermieden werden.






Aktualisiert am: 05.11.2014 09:41

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