hans_meister 30-10-2013 08:34 - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Diese Frage stellte mir heuer ein oststeirischer Landwirt, während er bei herrlichem Sommerwetter seine kleine Wiese mähte. Opfern wir die Kleinen zugunsten der Großen?


helmar antwortet um 30-10-2013 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Haben sie diesen "kleinen" Landwirt auch gefragt wieviel Pachtfläche er hat? Denn die meisten Pachtflächen stammen von ehemals noch "Kleineren". Mir geht das ganze Gezeter inzwischen gehörig auf die Nerven. Entweder es geht oder es geht nicht............und wenn nicht zumindest eine Person am Hof ein einigermaßen Einkommen am Hof oder durch den Hof erzielen kann und seine Pensionsbeiträge bezahlt, dann finde ich sollte man es sich überlegen ob das dahin wurschteln Sinn macht. Unbedingt einen Hof zu halten weil man das 500 Jahr Jubiläum erreichen möchte ist zwar lieb und traditionell, ob es sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt.
Leider ist es so dass gerade die Werbung ein Bild vom lieben, kleinen Kleinbauern zeichnet und Kammern, BB und andere die Bauern vertreten wollende dieses nicht zurecht rücken können oder wollen.
Mfg, Helga


Grasschneider antwortet um 30-10-2013 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Helamar, das was du von dir Preis gibst ist leider gottes leichter gesagt als getan. Zum einen seine heimat aufgeben ist wohl sehr schwer, da rackert man lieber bis zum letzten Atemzug! Zum anderen wenn alle Kleinbauern den Hof aufgeben würden, weil es sich nicht bezahlt macht, dann möchte ich das Land in ein paar Jahren sehen. Es meldet sich sicher kein Großbauer ein kleines Stück Wiese am Steilhang zu mähen... und andererseits ist es für Kleinbauern meistens nicht rentabel größere Flächen die Wirtschaftlich mehr hergeben zu pachten, weil die dazugehörigen Maschienen fehlen! (Klar gibt es dann auch jene die sich übernehmen und diese Flächen pachten und den Maschienenpark dazukaufen ohne sich gedanken zu machen wie das abbezahlt werden kann)
Bei uns in Südtirol ist es halt vielfach so, dass viele kleine Bergbauern nebenbei einer geregelten Arbeitszeit nachgehen und sich so das Geld für den Hof verdienen. Dafür braucht es auch Arbeitgeber die Verstäntnis haben, dass diese Menschen im Sommer einige Tage fehlen weil sie das Heu ins trockene bringen müssen.
Meinen größten Respekt vor diesen Kleinbauern, die ihre letzte Freizeit fürs Landschaftsbild opfern!



Christoph38 antwortet um 30-10-2013 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Jeder Betrieb hat Kosten und Erlöse. Letztendlich scheitern Kleinbetrieb daran, dass sie die (hohen) Kosten einer notwendigen Mechanisierung nur unzureichend über die (relativ geringe) Produktion umlegen können.

Jede neue verbesserte Technik erfordert auch eine dazupassende Auslastung.
Die alte Kulturtechnik des Sensenmähens wird man auch bei 0,5 ha Grund auslasten können. Die Mähkombi mit 10m Breite wird man bei 0,5 ha Grund nicht auslasten können. Gleichzeitig wird sich der Produktpreis nach der effizienteren Arbeitsmethode richten.

Die üblichen bäuerlichen Kompensationsmöglichkeiten wie Geldzufuhr aus Nebenerwerb, Grundverkauf, bescheidene Eigenentlohnung etc erreicht immer irgendwann einen Endpunkt.


biolix antwortet um 30-10-2013 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Guten Morgen Herr Meister !

weil ich es letztens einen 70 ha Biobauern auch gesagt habe, wie er meinte "er kann fast nicht überleben.." udn ich ihm leider sagen musste, "hör bitte auf das Wort "überleben" in wirtschaftlicher Weise zu nennen, udn wo es uns gegenüber Anderen ( Besitzlosen, Arbeitslosen etc. ) noch sehr gut geht..."

Also darum hätte ich diese Überschrift von Ihnen Herr Meister nicht erwartet !! ;-((

mfg. biolix


unicorn antwortet um 30-10-2013 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Ja das ist der Lauf der Dinge. Bis in die 70er Jahren gab es ordentliche Produktpreise. Daher was es möglich von ein paar ha zu leben. In den letzten Jahren, hat sich aber viel geändert – nicht nur für die Landwirte.
Meiner Meinung nach ist die „Globalisierung ohne Auflagen“ schuld. Jeder muss mit dem Weltmarkt mithalten. Generell ist das ja nicht schlecht den Konkurrenz belebt das Geschäft.
Das Problem sind die unterschiedlichen Auflagen. Um das Problem zu Lösung, müssen meiner Meinung nach jene, welche mit weniger Auflagen produzieren einen Aufschlag auf den Preis bekommen damit der Wettbewerb nicht verzerrt wird. Mit dem Aufschlag können im ersten Schritt die Auflagen finanziert werden, bis es keinen Unterschied mehr gibt. Die bringt folgendes:
1. Die Standards werden sich nach oben angleichen, da billiger produzieren keine Vorteil bringt
2. Es wird nicht mehr alles rund um die Welt geschickt, da jeder Transport Zusatzkosten verursacht
3. Die Lebensqualität steigt für alle
Leider haben wir keine ordentlichen Politiker (mehr), den das wäre primär Ihre Aufgabe nicht zu entscheiden ob eine Gurke krumm oder gerade ist. Sind meiner Meinung nach alle lobbyistisch gesteuerte Opportunisten, welche kurz vor jeder Wahl munter werden - alles und jedes versprechen um weitere Jahre auf Ihrem Sessel kleben bleiben zu können.


Hans1900 antwortet um 30-10-2013 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Zuerst einmal die Frage: Was ist genau ein kleiner Landwirt? Für mich ist es einer bis zu 10ha. Wenn ich nur 10ha bewirtschaften würde, müsste ich mich selber fragen was tue ich dann den ganzen Tag?
Ich kann doch nicht erwarten dass ich davon leben kann und nur 20h/ Woche arbeiten.
Wer sollte die kleinen Betriebe opfern? Meines Wissens nach werden die meisten im Nebenerwerb geführt und verpachten irgend wann mal alles (freiwillig!!).
Noch etwas zu der Aussage zupachten geht nicht weil die Maschinen fehlen. Dann gibt es entweder mehr Auslastung für die vorhandenen Maschinen oder den MR, der aushilft, das Argument dass grössere Maschinen nicht leistbar sind, gilt somit nicht!
Kleine Landwirte können sehrwohl gut leben ( ich gehe von Acker aus) man muss sich nur eine Niesche suchen und dass ist oft nicht leicht!


Kriechbaum antwortet um 30-10-2013 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo

Mich wundert es nicht wenn die meisten kleinen Landwirte nicht überleben können !
1.Sind die meisten Landwirte sind übermechanisiert den wenn er nur 5 ha Grund hat jeder hat einen fetten Traktor der was aber die meiste Zeit dann herum steht . Oder besser gesagt die meisten Landwirte bringen sich gegenseitig um denn hat der Nachbar einen neuen Traktor und größeren haben muss der andere auch gleich einen Kaufen und der braucht dann noch einen größeren.

Meines achten muss es heutzutage alles nur mehr schnell schnell gehen keiner hat mehr zeit denn meisten muss er ja noch über denn Maschinenring ausfahren damit er seine Maschinen irgendwann mal abbezahlt hat . Da gleicht gilt für die Milchviehställe die gebaut werden . Ich glaube die teuren Maschinen und Michviehställe bringen die Landwirte um denn jeder kauft und baut aber die wenigsten nehmen einen Bleistift und einen Zettel in die Hand und rechnen sich das durch ob es sich rentiert oder lohnt .

mfg


179781 antwortet um 30-10-2013 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Neben der Frage, was ist klein, eine ganz provokante Frage:
Warum sollen kleine Landwirtschaften überleben? Wenn ein Betrieb z. B. mit 500 Arbeitsstunden im Jahr zu machen ist, kann der doch keinen Anspruch stellen, dass das im Vollerwerb gehen soll.

Gottfried


Alfamen antwortet um 30-10-2013 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Bitte um Erläuterrung!
Kleiner Bauer 20Ha, 10 Milchkühe wurschtelt dahin!!!!
beim "Durchrechnen" kommt auf dass sich die Landwirschaft nicht lohnt da die Ausgaben Die Einnahmen nicht Decken können,
Ich Spreche jetzt nicht von Über-Mechaniemisierung, sondern von Ausgaben die jeder zahlen muss!
Sozialabgaben,Versicherrung -Brand-Kranken-renten ect weis jeder selbst, dazu Diesel,Srom ect,....wir reden von einen Bauernhaus,Nicht von einen Einfamielien Wohnhaus,Investitionen Für Heizung,Dach,evtl neue Fenster da die alten schon 60 Jahre alt sind!!!
Was Macht der kleine Bauer? er geht zusätzlich arbeiten, was er muss um Überleben zu können!
zum Thema Hof Halten wg.500 Jahr jubiliäum sagst du Hof verkaufen?
und die Hälfte an Staat geben!? auserschießung der Landwirschaft?
Das Problem Sind die Preise unserer Erzeugnisse...die sinken und die Ausgaben Strom,Baustoffe ect alles wird teuerer!


colonus antwortet um 30-10-2013 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo,

aufgrund von Förderungerechtigkeiten werden die kleinen nicht überleben, ganz einfach!!!
Beweis gefällig??
Ich habe vor einem Jahr den landwirtschaftlichen Facharbeiter in Abendform gemacht, im Unterrichtsfach Stallbau wurden uns neue Ställe gezeigt welche gerade so in meiner umgebung gebaut und gerade in Betrieb gegangen sind. Was mir sofort ins Auge stach war, dass in den riesigen Ställen fast keine Tiere standen. Als Antwort bekamm ich zu hören, dass diese Ställe bereits ausgelegt seien für den Fall des Milchkontigents. In der Mitte des Stalls wurde ein sogenantes "Strohlager" geplant und natürlich auch voll gefördert von der EU und beim Fall des Kontigenst werden einfach Kuhboxen daraus.

In meinen Augen eine Sauerei!!!!

Ich als kleiner Landwirt mit 8 ha Grünland und 8 Milchkühen habe das Problem, dass der Stall veraltet ist und ein Neubau ca. 250 bis 300.000 Euro kosten würde, was betriebswirtschaftlich gesehen ein desaster ist.

Ich bin kein jammerer, ich stehe zu meiner Landwirtschaft und werde diese auch selber und so wie vorher ander generationen im Nebenerwerb weiterführen ich bin derzeit nur noch auf der Suche nach einer Nische für mich.

Wenn hier gesprochen wird von "hörts doch einfach auf" wenn`s nicht rentabel ist, finde ich unfair, denn die kleinen hören nicht zum Spaß auf sondern weil es eine Förderungerechtigkeit gibt.
Wenn zum einen mit Keinlandwirten in der Werbung viel Geld verdient und auf der anderen Seite keine Bereitschaft besteht diese auch dementsprechend zu Fördern werden die Kleinbauern immer weniger.

Zum Schluß noch einen Vorschlag zum Nachdenken: Wie wärs wenn die Kammerumlage nicht nach Einheitswert, sondern nach Anzahl der aktiven Landwirte bezaht würde.
Ganz einfach: Die Kammer würde sich mehr um die kleinen bemühen, die jetzt als Lästig erscheinen.

Gruß


Suedsteierer antwortet um 30-10-2013 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Na ja, es ist halt auch die Frage, wie "Überleben" definiert wird: Überleben schuldenfrei, Überleben mit gerade noch finanzierbaren Schulden, Überleben auf dem Niveau der 50er-Jahre (kein Urlaub, kein Auto, bescheidenes Wohnen, kaum Freizeit - daher auch hier kaum Kosten, wenig sozialer Druck in der Schule und der näheren Umgebung usw.) oder auf heute weit verbreitetem Niveau mit Frage nach dem Sinn der Tätigkeit, dem Verlangen nach Selbstverwirklichung und dem Bestreben, wie auch andere Berufsgruppen etwas Lebensqualität in jeder Richtung zu haben. Vielleicht geht es ja auch darum, unternehmerisch tätig zu sein und den Betrieb abzusichern, zu vergrößern, zu modernisieren und dafür auch (gesellschaftliche) Anerkennung zu haben? Ich glaube auch, dass viele kleinere Betriebe nur durch Querfinanzierung aus anderen Zusatzbeschäftigungen und viel Idealismus gehalten werden - manchmal auch nur so lange, bis Eltern und/oder Grosseltern nicht mehr sind, für die der Verkauf oder die Verpachtung des Betriebes eine Katastrophe wäre.


baerbauer antwortet um 30-10-2013 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
wegen des Wohlstandes wird die rentable Größe eines Betriebes immer steigen. Damit man in der LW ein äqualentes Einkommen eines Angestellten/Arbeiters erwirtschaftet bzw. die gl. Auslastung hat, muss man nach heutigen Standards einige ha haben.
Weiters ist der Verdienst bei uns mit 10euro/h wo in anderen REgionen der Erde um 1Euro/ Tag in der Landwirtschaft gearbeitet wird. Da müssen gleiche Produktionsvoraussetzungen geschaffen werden. Der Konsument will billiges Essen und gibt dafür nicht mal 11% aus!!!!!
Man sagt es soll ein Gradmesser der Industrialisierung sein, wie viele (wenige) Bauern es an der Erwerbsbevölkerung gibt bzw. wie viel (weinig) fürs Essen ausgegeben wird. Wenn wir wenig ausgeben, dann deshalb, weil a) Essen uns nix wert ist, b) viel direkt und indirekt importiert wird aus Regionen, wo die Arbeitskraft nix kostet bzw. die sozialen Standards niedrig sind.

 


ast99 antwortet um 30-10-2013 11:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Das hat wahrscheinlich mit dem Lauf des Lebens zu tun! Bei uns im Ort hat noch keiner überlebt, obwohl gerade ein Altbauer seinen 90iger überlebt hat!


Neuer antwortet um 30-10-2013 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Wo ist da die Sauerei, wenn jemand in weiser Voraussicht seien Stall so plant, dass er kurzfristig problemlos erweiterbar ist?


grassi antwortet um 30-10-2013 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Ganz einfach - weil unsere gewählten Volksvertreter KEINE gerechten Rahmenbedingungen schaffen. Ganz im Gegenteil wird es Klein-Grundbesitzern extrem erschwert, den Grund selbst zu bewirtschaften. Äußerst ungerechte Kranken-Sozialversicherung (Nebenerwerb), keine steuerlichen Vorteile nutzbar und ein ungerechtes Fördersystem, dass auch nur auf noch mehr Wachstum und auf größere Betriebe abzielt. Also alles nur Zufall?? Der politische Wille zu den kleinen, ehemaligen österreichischen Strukturen fehlt bei allen Parteien. Es wird mit gesunder Naharungsmittelproduktion medial geworben jedoch tatsächlich industrielle Landwirtschaft schon fast peinlich massiv gefördert.

Und deswegen können kleine landwirtschaftliche Betriebe nicht überleben - dass ist kein Zufall sondern absolut politisch erwünscht und auch so vollzogen,

Gruß grassi


Kriechbaum antwortet um 30-10-2013 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Das is klar wenn man einen Milchviehstall von zb.hörmann ,Haas usw bauen lässt das sich der Bau niemals reniert ab wie man sieht auch bei den kleinen betrieben ist jeder bequem umd lässt sich einen um 300000 bis 800000 euro teuren stall mit jeden schnig schnag bauen und dann hammer sich alle das sich nichts mehr ausgeht .von der lk oberösterreich gibs eine broschüre "Einfacher Laufstall für kleine und mittlere Milchviehbestände ! Wo gezeigt wie man billig bauen kann
Mfg


Gewessler antwortet um 30-10-2013 12:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@grassi: du hattest ja jetzt die Möglichkeit bei der Bürgerbeteiligung mitzumachen um eben dieses von Dir angeprangerte System zu ändern- Frage: hast Du Dich beteiligt? Wenn nein, dann bist Du mit der Situation zufrieden und darfst nicht sudern - gilt für alle hier nicht nur für grassi


Neuer antwortet um 30-10-2013 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Wenn man sich ansieht, wie manche Bauern (egal ob Haupt- oder Nebenerwerb) Selbstausbeutung betreiben, fragt man sich schon, wohin das führen soll.
Arbeiten beinahe rund um die Uhr, keine freien Tage, schon gar kein längerer Urlaub. Keine sonstigen Vergnügungen außer vielleicht ein Bier beim Frühschoppen nach der Sonntagsmesse.
Keine außerlandwirtschaftlichen Interessen, wie Hobbies, Kultur, etc.
Keine Aussicht auf Frau und Familie, erstens weil sowieso keine Zeit dafür ist und zweitens weil so einen eh keine will.

Man kann keinen zwingen aufzuhören, meist erledigt das ohnehin der Generationenwechsel. Dauert halt a bissl.
War und ist bei anderen "kleinen" Selbstständigen wie Fleischhauern, Bäckern, Greißlern, Viehhändlern etc. dasselbe.
Warum sollte es gerade in der Landwirtschaft anders sein?
Welchen volkswirtschaftlichen Vorteil bieten 10 unrentable Betriebe mit je 10 Milchkühen im Vergleich zu einem großen, lebensfähigen und investitionsfreudigen Betrieb mit 100 Milchkühen? Und es soll mir jetzt keiner mit "gesünder", "natürlicher", "tierfreundlicher" oder ähnlichen Lügen daherkommen...


colonus antwortet um 30-10-2013 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@sthuber:

die sauerei ist ganz einfach erklärt: Wenn zb. ein Landwirt 30ha Grünland besitzt und Milchvieh hält, kann er einen Stall planen und auch bauen der nur so groß ist was eben sein Grünland hergibt. In diesem Fall wäre das ein Stall mit je nach Lage 30 bis 50 Kühen, diesen Stall bekommt er auch gefördert.
Die Sauerei: Er baut einen wesentlich größeren Stall, was ja auch sein gutes Recht ist wenn er will, und bekommt durch Falschdeklaration auch noch alles gefördert.
Das ist auch ein wesentlicher Grund warum es seit Jahren nur mehr AIK Kredite gibt und keine Direktförderungen mehr.
Ein paar die immer größer werden kassieren alles ein, und für viele andere ist Jahre lang kein Geld mehr vorhanden.

NOCHMAL: Möchte ein Landwirt größer bauen weil er Futtermittel in Zukunft zukauft dann ist das sein gutes Recht, nur gefördert muss dieser Blödsinn nicht auch noch werden.


Fallkerbe antwortet um 30-10-2013 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@sthuber
volle zustimmung




freidenker antwortet um 30-10-2013 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo Hans

Generell glaub ich ist opfern zugunsten der Großen der falsche Ausdruck, weil es für die "größeren" in den Standardbetriebsformen auch nicht einfacher wird wenn die kleinen alles ausm Nebenerwerb in den Betrieb buttern.
Die "großen" Betriebe erwarten sich dieses Opfer sicher nicht. Würd eher sagen die Vor und nachgelagerten Betriebe, die ihre steigenden Lohnkosten unterbringen müssen sind drann angewiesen.
Milchviehbetriebe mit über 50 Stk im Nebenerweb, Stiermastställe mit über 80 Stk im Nebenerweb, Mastschweine mit über 800 Stk im Nebenerwerb ist halt dass was ich so in meinem Umfeld seh. Und solang die Seniorgeneration da mitmacht wird dieses Ausreizen nach oben weitergehn.


mfg


anderson antwortet um 30-10-2013 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo,
man darf in dieser Diskussion nicht alle Betriebe in einen Topf werfen. Hier in Tirol diente der klassische Kleinbetrieb der Versorgung der Familie mit Lebensmitteln und der Wald war Quelle für Brennstoff und Baumaterial. Wenn Erzeugnisse verkauft wurden, war das Sprichwörtlich vom Munde abgespart.
Den selben Erfolg habe ich ja immer noch mit der Kleinlandwirtschaft. Aber das macht eben nur noch knapp 20% der durchschnittlichen Ausgaben aus. Für den Rest muss ich halt den Betrieb vergrößern bzw einer Arbeit nachgehen.
Ich selbst suche die positive Seite: Durch meine Nebenerwerbslandwirtschaft erwirtschafte ich aus meinem Grund, meiner Freizeit und meinem Fleiß ein zusätzliches Einkommen. Das ist ein Privileg gegenüber Arbeitern, denn die haben ihren Lohn und fertig.
mfg
anderson


grassi antwortet um 30-10-2013 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ gewessler: Ich sah bei dieser Bürgerbeteiligung nicht die Möglichkeit, diese bestehenden Rahmenbedingungen zu ändern. Bin aber für Informationen offen. Möchte auch nicht sudern, sondern nur darauf hinweisen, dass unsere jetzigen Bedingungen bewußt durch politische Entscheidungen und Gesetze herbeigeführt worden sind. Es ist nicht von allein so gekommen. Und es sind die politischen Entscheidungen, die unsere Zukunft bestimmen. Oder glaubst du, dass es zB reiner Zufall ist, dass Reiche reicher werden und Armut in weiten Teilen der Bevölkerung steigt?
Gruß Grassi


mitmart antwortet um 30-10-2013 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
anderson so sehen es leider zu wenig, denn dann würden so einige aufhören zu sudern.
Schau mal die Jobs für Hackler Verkäufer, Kellner u. v. a. an da müssen viele froh sein 1300 rauszukriegen. Und sollte einer noch nen 2.Job machen um was dazuzuverdienen frisst das Finanzamt mehr als das wert ist


kolli antwortet um 30-10-2013 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Bin 1,79m und lebe noch.


Christoph38 antwortet um 30-10-2013 17:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
weil sie zuwenig Gewinn erwirtschaften


MF2435 antwortet um 30-10-2013 18:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo Grasschneider
du hast die richtigen worte gefunden ,bin auch ein klein landwirt ,aber es läuft trotzdem nicht schlecht mit meine 40 stk rinder ,man muss halt auch ein wenig am boden bleiben ,und gut wirtschaften können .und keine 100000 € teuren traktoren kaufen iss net so
Mfg



manu antwortet um 30-10-2013 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Es geht ! www.wienerwaldbeef.com
mfg


helmar antwortet um 30-10-2013 19:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Lieber Grasschneider, wer bitte gibt denn, wie du schreibst seine Heimat auf wenn er die Bewirtschaftung seiner Flächen einstellt oder seine Flächen verpachtet oder verkauft? Es sind noch die wenigsten welche ihren Hof nicht mehr bewirtschaften von diesem weg gezogen. Sei denn, sie mußten es weil er ihnen nicht mehr gehört... Sehr viele der aufgelassenen Höfe sind heute schöner und gepflegter als zu aktiven Zeiten, oft deshalb weil jetzt Zeit und Geld dafür da sind.
Im extremen Berggebiet mit viel Handarbeit steht und fällt die Bewirtschaftung mit der Anzahl der verfügbaren Personen welche z.B. beim händisch heuen mithelfen können. Und es ist nicht mehr so dass ein Nebenerwerbsbauer oder seine Angehörigen so mir nichts dir nichts "Heuurlaub" nehmen können, oft muß dieser wochenlang vorher angemeldet werden.
Ich habe unseren Hof 3 Jahrzehnte fast im Alleingang bewirtschaftet, die Tierhaltung und auch die kompletten sonstigen landwirtschaftlichen Arbeiten und auch die Waldarbeit. Oft genug hat mein Mann keinen Urlaub bekommen, wenn wir eine bestimmte gröbere Arbeit geplant haben.......und ich hatte alte, kranke Eltern zu betreuen und ein kleines Kind in dieser Zeit.....ich weiß wovon ich schreibe. Und als vor über 2 Jahren einige Investitionen angestanden sind, habe ich erst mal gerechnet, und dann mit der Bewirtschaftung der Grünlandflächen aufgehört und diese verpachtet. Den Wald bewirtschafte ich noch, denn ich gehe in 2 Jahren in Pension.
Im Nachhinein betrachtet war diese Entscheidung absolut richtig.......im Wald wird manches nachgeholt wofür ich früher nie Zeit hatte, und ich habe endlich auch Zeit manches zu manches das sich früher nicht ausgegangen ist, u.a. auch den Garten und Blumen rund ums Haus.
Mfg, Helga


rotfeder antwortet um 30-10-2013 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo!
Ja, das ist eine traurige Sache, das die Politik nur große Betriebe fördert, und Kleinbetriebe fast leer ausgehen. Dabei wäre gerade das Instrument der Ausgleichszahlungen und Förderungen dazu da,
um die Entwicklung positiv zu beeinflußen, sprich den kleinen Bauern mehr zu geben, als den Großbauern. Denn einen Punkt übersieht man immer wieder, das es nicht genügend Arbeitsplätze gibt, um alle als Dienstnehmer unterzubringen.
Man will uns immer einreden, später in Pension zu gehen, dabei ist es für einen 50 Jährigen schon fast nicht mehr möglich, einen vernünftigen Job aufzutreiben. Dazu kommen noch zwei unumkehrbare Faktoren: Frauen wollen auch immer mehr eigenes Erwerbseinkommen und weitere Technologie und Mechanisierung rationalisieren Arbeitsplätze weg.
Also deshalb wäre es durchaus vernünftig, möglichst viele Arbeitsplätze in der LW zu erhalten.
Eine kleine Wirtschaftskrise, und wir haben Massenarbeitslosigkeit.


falkandreas antwortet um 30-10-2013 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@colonus. Es gibt kein Unterrichtsfach Stahlbau . Das ein zukunftsorientierter Landwirt bei seiner Investition eine erweiterungsmöglichkeit einplant findest du als eine Sauerei ? Du solltest dich vorher informieren bevor du solchen Unsinn schreibst. Es gibt eine Höchstgrenze bei den anrechenbaren Investitionssummen , weiters werden nur tatsächliche Ausgaben angerechnet. Ich finde es ungerecht das jeder die gleiche jungübernehmerförderung bekommt, egal ob er einen hobbybetrieb oder einen zukunftsorientierten Betrieb übernimmt. Da werden Förderungen für Betriebe ausgegeben die sowieso keine Zukunftsaussichten haben und sobald der verpflichtungszeitraum erfüllt ist verpachtet werden.


ErwinBergbauer antwortet um 30-10-2013 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Ich habe auch eine kleine Landwirtschaft : 20 ha steiles Land ,Arbeit gibt das genug und Leben kann ich und meine Frau und Kinder auch davon . Wir haben für uns die richtige Nische gefunden indem wir die Milch von unseren 5-7 Kühen selber verarbeiten und selber vermarkten , ich weiss das ist nicht " Die Lösung " für jeden aber für uns war es das richtige. Wichtig ist auf jedem Betrieb dass nur die Maschinen, die es wirklich braucht anschafft werden . Mit Stallbau kann man auch günstig oder Luxuriös bauen , die Luxusvariante frisst einem einfach das Einkommen weg. Als Bauer sollte man auch mehr sehen dass es noch anderes gibt als nur das Einkommen , so ein Familienleben wie als Bauer hat auch ein wert der aber nicht in einem Geldbetrag ausgedrückt werden kann. Ich persönlich geniesse auch dass ich keinen Chef habe , dass ich die Arbeit selber einteilen kann und frei machen kann wenn ich will ist auch etwas wert. Ich habe keinen elterlichen Hof übernehmen können ( weil mein Bruder den elterlichen Hof übernommen hat. Was übrigens kein Problem ist ,mein Bruder und ich helfen uns überall aus wo es geht) Ich wollte also von mir aus Bauer werden und habe immer noch Freude daran .
unser Hof liegt auf 1500 Meter und liegt da wo andere Urlaub machen ...weils hier so schön ist ;-) und ich kann sogar das ganze Jahr hier sein und sogar hier arbeiten . Im Leben ist auch wichtig dass man einfach zufrieden ist und dankbar ist dass man gesund ist , alles nützt nicht wenn man todkrank ist .


Hirschfarm antwortet um 30-10-2013 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Warum?
Weil die Jungen sehen daß sich die Alten für ein Butterbrot abrackern und der Weg des Verpachtens lukrativer ist weil erstens nicht nach Arbeit riechend und zweitens mehr Gewinn abwirft.

Zur völlig sinnentleerten Groß- Klein Diskussion:
Kleine Betriebe werden in Österreich massiv bevorzugt!

Warum?
Keine Modulation bis 5000€
Pauschalierte Gewinnermittlung
Möglichkeit zur Option bei der SV
Größendegression bei Öpulpraemien
Obergrenzen bei Investitionsförderung

Die Lage im Staate Österreich sieht im Jahre 2013 vielmehr so aus daß größere Betriebe von allen möglichen Seiten sekkiert werden.
Motto: Na wos dea fia an großn Traktoa hot. Na dea muas a Marie hom. Do kema wos hoin.

mfg
p.s.: @ Hans Meister: Der FORTSCHRITTLICHE Landwirt: Aufgrund des Wissensfortschrittes den sich der geneigte Leser ihres Mediums unwillkürlich aneignet ist es Ihm möglich mehr Menge effektiver zu produzieren und somit dazu beizutragen daß sich Kleinstlandwirtschaft nicht mehr rechnet. Das heißt der fortschrittliche Landwirt ist Schuld daran daß sich Kleinstlandwirtschaften nicht mehr rechnen!


Hirschfarm antwortet um 30-10-2013 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@Erwinbergbauer: Recht hast! Aber der Mainstream geht in die von mir oben beschriebene Richtung.
mfg


soamist2 antwortet um 30-10-2013 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ meister

eine blöde frage verdient auch eine entsprechende antwort - speziell für dich gegoogelt:



 


ErwinBergbauer antwortet um 30-10-2013 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
das weiss ich . Aber wenn ich sehe wie Bauern ihren Hof aufgeben müssen obwohl sie ein paar mal so grosse Höfe haben wie ich , spätestens dann müsste man ja sehen das Grösse allein nicht die Rettung ist. Das müssten die Betriebsberater endlich auch einmal sehen .



Drauhexe antwortet um 30-10-2013 22:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ErwinBergbauer: vielen Dank für diesen Beitrag! Es ist klar zu erkennen, dass Du Deine Arbeit liebst.

Die Liebe zum Beruf wird sicherlich auch der Schlüssel zum Erfolg sein. Wenn das nicht vorhanden ist, ist es gescheiter den Hof zu verkaufen!


schellniesel antwortet um 30-10-2013 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Is eben eine nie endende Diskussion!!

Fängt bei der Definition der Betriebsgrößen an bis hin in Verbindung welcher Produktion....

Wo ich hirschfarm recht geben muss sieht die neue Novelle zumindest so aus als würden die Kleinbetriebe wenigstens auch bürokratische Erleichterung erhalten...
Wies wirklich wird werden wir sehen...


Wo ich wiedersprechen muss is das kleine Betriebe die so gut wie immer im Nebenerwerb geführt werden bei SV PV und vorallem UV die volle Wäsche zählen dürfen obwohl so wie in meinem fall 50 Wochenstunden eine andere Versicherung dafür zuständig ist und auch da die vollen Bezüge zu bezahlen sind...

Nur eins weiß ich gewiss die die Wachstum in kürzester zeit erzwingen wollen die dablattelt es erst recht...

Oft genug schon davon gehört und vor nicht allzu zu länger zeit auch in nächstem umfekd mit tragisch traurigen Schicksal...
16 jährigen Sohn steht mit über 80 jährigen Großmutter alleine da!! Vor dem nichts!!
Hof weg!Haus weg!

Den wahren Grund warum warum kleine Betriebe aufgeben ist schlichtweg auch oft fehlende Perspektiven für die Zukunft... So sagt der altbauer noch vor der Pension adieu weil investieren geht der nicht mehr ein weil auch oft Kein wirklicher Nachfolger vorhanden oder verständlicherweise gewillt ist, weil wie schon gesagt die Pacht ohne Arbeit auch Gewinn abwirft und das dank großer Konkurrenz und preistreiberei nicht ganz schlecht..
Also auch schon für den vermeinelich scheiterden altbauern Einkommen so ganz nebenher das auch dem übernehmer dann winkt...

MfG Andreas



edde antwortet um 30-10-2013 23:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
oh diese Frage ist aber wirklich nicht schwer zu beantworten :

weil sie zu klein sind.


lacusfelix antwortet um 31-10-2013 07:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Gegenfrage: Wie kann man als Redakteur bei einem Verlag überleben, wenn man man nichts anderes macht als alle 2 Woche eine sinnlose Frage in den Raum zu werfen.....


Fendt312V antwortet um 31-10-2013 08:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ErwinBergbauer, endlich einer der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Genau so ist es.
Kann fast nicht mehr zuschauen wie sich die von den Banken anketten lassen. Aber eines ist ganz wichtig, die Banken sind nicht schuld, der Kreditnehmer ist der Depp!


krähwinkler antwortet um 31-10-2013 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Eine der dümmsten Bemerkungen in diesem Zusammenhang ist: Jeder ist seines Glückes Schmied!


Hans1900 antwortet um 31-10-2013 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@lacusfelix: Es ist nicht die Fragestellung sondern die Argumente dazu!

Warum schimpfen hier soviele über die achso hohe SV bei den Kleinbauern? Meiner Meinung nach wird ein Kleinbauer genauso leicht krank wie ein Grosser verursacht allso gleiche Krankenkosten. Unfallkosten das gleiche und er will auch eine Pension haben.
Also wieso sollen Kleinbauern soviel weniger SV zahlen? oder sollen die Grossbauern mitzahlen?

PS: ich bin kein Grossbauer!


krähwinkler antwortet um 31-10-2013 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Bin auch kein Grossbauer.
Jeder soll den gleichen Anteil seines Einkommes zum Gemeinwohl und damit zur Gesunderhaltung beitragen. Nähere Detailsdazu in dem 2-bändigen Buch, von dem es einen Neuen und eine Alten Teil gibt.
Aber im Erfinden von Rechtfertigungen für Privilegien werden wir dann kreativ, wenn wir welche zu verteidigen haben, da nehm ich mich nicht aus.


Christoph38 antwortet um 31-10-2013 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Als Kleinbauer bin ich eigentlich froh, dass wir durch das Einzahlen des Mindestbeitrages für meine Frau die Versicherungszeiten erwerben können.
Wo jetzt meine Diskriminierung als Kleinbauer sein soll, wo ich sowieso weniger zahle als grössere Bauern, ist mir nicht nachvollziehbar.

Wenn ein Kleinbauer das Geld für die SV nicht mehr hat, sollte er am besten sofort zusperren u. verpachten.


Peter06 antwortet um 31-10-2013 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Ich behaupte einmal, die österreichische Landwirtschaft braucht
- Grossbetriebe
- Familienbetriebe im Vollerwerb
- Nebenerwerbsbetriebe, die einen Teil ihres Gesamteinkommens aus landwirtschaftlicher Tätigkeit erzielen

Jede einzelne Sparte für sich hat ihre Berechtigung, weil die Leistungen unserer heimischen Landwirtschaft für die Gesellschaft eben auch sehr breit gefächert sind.

Was am Ende zählt, ist:
- das, was "unterm Strich" übrigbleibt
- die Befriedigung der persönlichen Neigungen ("ich mache meine Arbeit gern")
- und die Leistungen für die Gesellschaft (Erhalt der Kulturlandschaft und der ländlichen Regionen, Erzeugung regionaler Produkte, Sicherung der Lebensmittelproduktion im Krisenfall)


helmar antwortet um 31-10-2013 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo Christoph...hier stimme ich dir zu. Warum wohl gibt es denn verhältnismäßig viele Betriebsführerinnen? Nicht zuletzt auch aus diesem Grund. Und ich sehe was die Zahlung der Beiträge betrifft, auch keine Diskriminierung. Maß der Dinge ist der Einheitswert und wenn sagen wir mal in den meisten Fällen der Mann, einem Hauptberuf nachgeht, und die Frau, "daheim" ist und den Haushalt und die Kinder betreut, ist sie versichert. Denn es gibt schon (leider) Betriebsführerinnen welche halt den Betrieb, wenn sie müßten, eher nicht führen könnten. Leider...
Mfg, Helga


Tyrolens antwortet um 31-10-2013 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Zu wenig Umsatz, zu wenig Umsatz, zu wenig Umsatz. Das ist der größte Problem.


mitmart antwortet um 31-10-2013 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Unsinn, das ist der Grund für die meisten Pleiten. Es bringt nix immer mehr Umsatz, mit immer mehr Pachtflächen, immer größeren Maschinen, immer mehr Viechern, immer mehr Arbeit zu generieren wenn dabei kein Gewinn rausschaut.
Mehr Umsatz heißt nicht zwangsläufig mehr Gewinn!!


misches antwortet um 31-10-2013 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Ich glaube überleben ist der falsche ausdruck. Es geht darum geld zu erwirtschafen.

Viele Junge Hoferben sehen einfach nicht ein, dass sie ihr ausserlandwirtschaftliches Einkommen in den Betrieb investieren sollten und ihnen unterm Strich nicht mehr Geld übrig bleibt.

Die Junge generation hat es einfach eingesehen, dass man arbeitet um zu leben und nicht lebt um zu arbeiten.


Tyrolens antwortet um 31-10-2013 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Mitmart, es geht hier um kleine Betriebe mit, sagen wir mal 10 Milchkühen und nicht um Wachstumsbetriebe die 100 Milchkühen und 80% Pachtanteil.


fgh antwortet um 31-10-2013 17:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Also ohne jetzt alle Beiträge gelesen zu haben, meine Meinung zu dem Thema:
1. Wie groß ist ein kleiner Landwirt?
Ich zähle mich mal zu den Kleinlandwirten, habe 9 ha Nutzfläche, davon 4,5 ha Spezialkultur Holunder, der Rest Grünland Muku. 14,5 ha Wald. Durch den Nebenerwerb wird der Wald ein wenig vernachlässigt - alles geht nicht. Eine 40 Std. Woche würde ich zu Hause wenn ich mich um den Forst auch mit vollem Elan kümmere leicht schaffen. Ich erwirtschafte auch ein nicht so schlechtes Zusatzeinkommen - habe auch einen dementsprechenden Einsatz - bei Investitionen heißt mit der Wirtschaft lange nichts verdienen und "Privat" vorfinanzieren". Am Fleck treten funktioniert heutzutage nicht und irgendwann muss man dann mit der Zeit gehen, ob man will oder nicht und genau dann stehen Kleinlandwirte vor hohen Investitionssummen die sich irgendwann in ferner Zukunft rechnen und dafür noch Tag und Nacht arbeiten....? Die Leute haben heute ein Leben und können sich mit einem normalen Beruf Urlaube udgl leisten - wozu soviel arbeiten und dann keine Zeit für das wirkliche Leben haben und nur geringfügig mehr verdienen? Da schmeißen viele das Handtuch. Auch der Mut zur Umstellung fehlt teilweise, Umstellung nicht auf exotische neue Kulturen, sondern einfach auf kleiner Fläche wirtschaftlicheren Kulturen.



mitmart antwortet um 31-10-2013 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Warum kann man mit nem 25Std bauhaus job nicht überleben?
Wäre im Prinzip die gleiche Frage


schellniesel antwortet um 31-10-2013 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@mitmart

Da is schon was dran und ist ein guter vergleich nur als lw is man selbständiger Unternehmer mit all den Risiken...






Woodster antwortet um 31-10-2013 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Es wurde eh bereits beschrieben und ich glaube auch, dass diejenigen, die die Politik an der Leine haben, einfach große Strukturen haben wollen.
Diese werden u.a. von Raiffeisen und Co der Politik diktiert. Je größer die Strukturen werden, desto mehr Menschen werden von diesen Strukturen abhängig gemacht. Vorschriften, Reglementierungen, Überbürokratie, etc. sind probate Mittel.

Denke auch, dass den Menschen nicht bewußt sind, was dieser jahrzehntelange Aderlass der kleinen Strukturen im Ernstfall bedeuten kann. Denn bei einem großen Crash sind große Strukturen im Nu am Ende.

In Russland hat man von den Kleinstbauern einen Versorgungsgrad von rund 70 - 80%.
Und Putin hat betont diesen Versorgungsgrand durch die Kleinstbauern noch ausbauen zu wollen...

Große Öllager stehen in Österreich für den Krisenfall bereit.
Und die Nahrungsmittelversorgung? Wie lange reicht die?
Idiotisch. Wir haben Öl, aber schon lang nix mehr zum Beissen...
Die Vernichtung der kleinen Strukturen bedeutet im Ernstfall auch, dass in kürzester Zeit ein Bürgerkrieg ums reine Überleben hereinbrechen wird...

Aber die Leute haben eh erst gewählt, und anscheinend genau das erhalten, was ihnen gebührt...
So long!


Gewessler antwortet um 31-10-2013 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Ich bin 194 cm groß und kenne viele LandwirtInnen die kleiner sind als ich, aber trotzdem eine Lebenserwartung von > 80 Jahren haben. Oder hab i hiatz die Frag falsch vastandn?

Oder moant a kleine Betriebe?
wos is kloa?
Gumpoldskirchen 5 ha Weinbau= Vollerwerb
Südtirol: 2 ha Beerenbau + 7 Milchkühe und Sennerei im Martelltal = Vollerwerb
Ö: Milchproduktion: 34650 Betriebe mit 526.993 Kühen ergibt einen Schnitt von 15 Kühen groß oder klein?
611 Betriebe mit mehr als 50 Kühen haben 41720 Kühe
bereinigt mit den Betrieben > 50 Kühen hat der Ö Landwirt 14 Milchkühe im Stall
Österreich hat die geringste Verschuldungsrate auf ha gerechnet weltweit, Kanada und die Schweiz stehen ganz am Schluß in dem Ranking auch Dänemark, Holland, England etc. und dort sind die Betriebsgrößen doch um einiges über denen Österreichs- und jetzt kommt das Beste, die LandwirtInnen ham dort einen Schnitt von 171 cm in Ö 167cm und gerade die sind sehr liqid! Die Japaner ham super Zahlen gehören zu den wohlhabendsten Landwirten weltweit und ham a Größ vo weniger als 155cm und a Lebenserwatung von > 90 Jahr- somit ist glaub i widerlegt, dass Größe wos mit Überleben z tun hot - eher das Kloane, überschaubare.


Schaf_1608 antwortet um 31-10-2013 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Wieso kleine Betriebe nicht überleben können?
Weil ein kleiner Betrieb die kalkulatorischen Lohnkosten einer Vollzeitarbeitskraft schwer erwirtschaften kann, so einfach und doch so kompliziert....
Die Maschinen für einen 10 ha und einen 25 ha Betrieb sind nahezu die selben, 10 Kühe machen nahezu die selbe Arbeit wie 25 usw usw nur die nur die kleinen müssen die Kosten halt mit weniger Einnahmen decken... Wachsender Wohlstand führt zu wachsenden Betrieben...

Und all dem zum Trotz gibt es Betriebe die mit sehr wenigen ha mehrere Arbeitskräfte beschäftigen... Als herausragendes Beispiel dient ein Nachbarbetrieb von mir: 13,5 ha 3 Vollzeitarbeitskräft (Schafmilch Käserei Direktvermarktung und Freilandschweine)



soamist2 antwortet um 31-10-2013 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ gewessler

zit: Ö: Milchproduktion: 34650 Betriebe mit 526.993 Kühen ergibt einen Schnitt von 15 Kühen groß oder klein?
611 Betriebe mit mehr als 50 Kühen haben 41720 Kühe
bereinigt mit den Betrieben > 50 Kühen hat der Ö Landwirt 14 Milchkühe im Stall
Österreich hat die geringste Verschuldungsrate auf ha gerechnet weltweit, Kanada und die Schweiz stehen ganz am Schluß in dem Ranking auch Dänemark, Holland, England etc. und dort sind die Betriebsgrößen doch um einiges über denen Österreichs

deine vergleichsdaten in ehren - dich hab ich bisher als zu klug eingeschätzt um daten von eurostat als grundlage deiner argumentation zu ge (miss)brauchen.



Gewessler antwortet um 31-10-2013 23:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@soamist: ich hab gar nix argumentiert und scho gar nix mißbraucht , hab lediglich die AMA Tierdaten angeführt, dass im Milchkuhbereich 611 Betriebe mit mehr als 50 Kühen in Ö existieren und das sind keine Großbetriebe.
Wir betreuen 4 Betriebe in Bayern und Ö mit > 100 Kühen und die haben max. 3-4 Vollarbeitsplätze sind also genauso wie meine Praxis mit 5 Arbeitsplätzen Mikymausunternehmen, oder kleine mittelständische Unternehmen, weil in der gewissen Umsatzgrenze liegend!
Die Frage ist ja deppert, so was kann man doch nicht verallgemeinern! Seinen Betrieb zu entwickeln ist doch eine unternehmerische Herausforderung, der sich jeder selbst stellen muß und für mich ist es keine Frage der Betriebsgröße, um Gewinn zu machen, sondern eine Frage der unternehmerischen Fähigkeit -basta.
Aber der Herr Meister ist halt auch mit dem Brevier "small is beautiful" so wie ich groß geworden und ob der Herr Schumacher mit seinen Thesen immer recht hat, ich weiß nicht, aber wenn einer die Rückkehr zum menschlichen Maß - wie der deutsche Titel heißt schafft, dann kann er ja als "kleiner" bestens überleben, meint der große (lange) fast zwei Meter Mann.
franz


fgh antwortet um 01-11-2013 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Wie gesagt der Mut zur Umstellung fehlt halt auch oft - Alternative Kulturen wo man auch mit kleinen Flächen ein Einkommen mit wenig Mechanisierung erwirtschaften kann, gibt es genug und eben zweiter großer Knackpunkt der Bereitschaft nebenberuflich voll reinhackeln für wenig Zusatzeinkommen, wenn es so auch geht.
Eines muss halt auch klar sein, ein Kleinbauern der Hausnummer max. 20 Std/Woche an Arbeit an seinem Betrieb hat, so in die Höhe zu subventionieren, dass er gut davon leben kann, wäre Verarsche an der restlichen Bevölkerung und auch den restlichen Bauern. Aber wir brauchen hier über Arbeitsleistung / Woche nicht lange diskutieren, mit einer 38,5 Std / Woche und 5 Wochen Urlaub, Wochenende frei, könnte derzeit nahezu kein Bauer im Vollerwerb ein anständiges Einkommen erwirtschaften und das sollte aber nicht so sein...
Ich habe übrigens auf andere Kulturen umgestellt um meinen Betrieb im Nebenerwerb interessanter zu machen.


springsa antwortet um 01-11-2013 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Rechne Mal Einkommenm : Förderung Milchgeld Holzverkauf Getreidegeld (112 Euro TO )Kuh und Stierverkauf Kartoffelgeld minus Szialversicherung Feuerversicherung Stromgeld Autoversicherung ,Traktorversicherungen ,Telefon,Rundfunkgebühr, Tierarzt,Tierfutter Mineralstoffmischungen Silofolien oder Gleich Ballenwickeln ,Diesel Traktor ,Diesel Auto ,Künstdünger,Hyperkorn ,Traktorservice ,Autoservice , Pickerl für Traktore und Auto ,Mähdreschen lassen, Finanzamt ,Rauchfangkehrer, Spritzmittel, Kirchensteuer ,Pachtgeld ,Saatgut kartoffel Saatgut Getreide usw was bleibt da noch rein zum Leben übrig


Fürs Milchgeld kannst 365 Tage im Jahr in den Satll gehen Da sagt keiner was wegen 38,5 StundenWoche Sonntagsarbeit feiertagsarbeit urlaub Beim Holzverauf kannst auch wieder Diesel und zeit rechnen und dann wirds Holz auch schon wieder Billiger und das meiste dann als c bloche gerechnet Getreidegeld Teures Saatgut sollst Kaufen und bei der Ernte bekommt mann nicht viel Und mußt noch das Mähdreschen und Spritzen auch noch rechnen,Kuh und Stiergeld da kannst auch lange in den Stall gehen und Futterkosten Silokosten Heu rechnen, kartoffel Saatgut abkaufen setzen und dann 10 mal Spritzen dann Graben und für einen 5.5 to Kipper bekommst dann 220 Euro

Wer was arbeitet dem wird fest weggenommen ,wer nichts tut dem wird das Geld in den Arxxx gesteckt und braucht kein Gewand bei der Arbeit schmutzig machen

Der Bauer wird von den konzernen ausgenuzt

Aber das verstehen die Politiker nicht und machen nichts dagegen Hauptsache sie sind beim Ursch und sagen ohne sie wäre es noch viel schlimmer gekommen

um 100 Euro bekommst eh nicht mehr viel

mfg Springsa


josefderzweite antwortet um 01-11-2013 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
ich kenne einige "kleinere" Betriebe die wesentlich besser wirtschaften als die großen Brüder.

Umsatz ist nicht alles im Leben!


may antwortet um 01-11-2013 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
interessant
keiner kann davon leben und jeder jammert dahin (ausser ...)

@ schaf..: Das ist eigentlich ein Hauptproblem: Der sogenannte "MAN" braucht auch größere Maschinen, wenn es geht neu und sagt nicht, da kann mir der Nachbar / MR helfen oder da reicht mein altes "greibi".
- hab vor kurzem innerlich gelacht, weil mein Grubber, den wir uns 1983 gebaut haben jetzt wieder modern ist

Es ist natürlich leicht, höhere Preise usw. zu fordern, aber davon profitieren dann natürlich nicht nur die, die wenig produzieren.
Wo es oft hapert ist beim Zufriedensein - brauch ich das wirklich, brigt's das oder mach ich das nur, weil ES modern ist. -Diese Einstellung ist natürlich wirtschaftsschädigend.
(War eine interessante Erfahrung beim letzten Traktorkauf - keine Zusatzausstattung - kann man dorch nicht machen, ...)

@meister:
Wie oben schon oft erwähnt: was ist klein?
Gegenfrage: Warum kann ein kleiner Verlag noch überleben?


ThomasE antwortet um 01-11-2013 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Zuerst möchte ich einmal die Frage stellen: Wie groß ist klein? Auf diese Frage habe ich noch nie eine Antwort bekommen. Kein Politiker und Funktionär kann oder will mir darauf eine Antwort geben. Mittlerweile hören schon viele Betriebe in den Größenordnungen bis 30 ha auf. Es gibt viele Ungerechtigkeiten die, die Bauern zum Aufgeben zwingen.
1. Die Sozialversicherung: Wenn ein Betrieb mit 20 ha einige Flächen dazupachtet, dann zahlt er dafür auch zusätzlich Sozialversicherung. Wenn ein Betrieb mit 150ha wéitere 150ha dazu pachtet, dann fallen dafür keine Sozialversichrungsbeiträge mehr an, da er sowieso schon über der Höchstbeitragsgrundlage liegt.
2. Die Ausgleichszahlungen: Diese gehen rein nach der Fläche. Das heißt der erhöhte Arbeitsaufwand der kleineren Betriebe werden absichtlich nicht berücksichtigt, damit diese möglichst bald den Hut nehmen um für die Großbetriebe Platz zu schaffen.
3. Der Neoliberale Freihandel: Hier zählt nur der billigste Preis. Kleinere Betreibe könne hier nicht mithalten. Vor allem wenn sie auch noch österreichische Produktionsstandards einhalten müssen.
4.Es ist politisch gewollt: Denn Leuten die nichts mehr mit der Landwirtschaft zu tun haben, kann man einfach viel mehr Schwachsinn rund um die Landwirtschaft einreden.

Dazu muß man Feststellen, daß laut einem Bericht der Lagerhauszeitung "Unser Land" zufolge, für einen Kilogramm Milch in Österreich weniger CO2 ausgestoßen wird als in den Länder mit großen Betrieben. Nur Zypern mit seinen vielen ganz kleinen Betrieben liegt schlechter als Deutschland, Frankreich, Niederlande und Ungarn. Um den Klimawandel hintan zu halten, die Landschaft ordentlich zu pflegen, wirklich alle landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in der Produktion zu halten und die Arbeitsplätze zu schaffen bzw. zu halten, die uns der Vizekanzler versprochen hat, sind KOSTENDECKENDE Mindestpreise ein politisches muß! Damit alle noch existierenden Betriebe überleben können und es wieder mehr Vollerwerbsbetriebe gibt.

MfG
Thomas


falkandreas antwortet um 02-11-2013 06:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ThomasE. Die Frage würde ich so beantworten. Jeder Betrieb der nicht mindestens eine vollarbeitskraft benötigt ist als klein zu bezeichnen. Und somit beantwortet sich die Frage warum kleine Betriebe nicht überleben können von selbst, oder kann der Mechaniker leben wenn er halbtags arbeiten geht? Das mit der Sozialversicherung kannst du sehr schnell lösen. Machst auch eine teilpauschalierung wie der 150 ha betrieb, dann kannst du bei der sv optieren und zahlst die sv Beiträge nach deinem tatsächlichen Gewinn. Auf deinen 2. Punkt. Gerechter wäre es sicher die Ausgleichszahlungen nach dem arbeitskraftbedarf am Betrieb zu bemessen, wie übrigens von den SPÖ Bauern einmal gefordert wurde. Aber da würde es für die Kleinbauern sehr schlecht aussehen.


edde antwortet um 02-11-2013 08:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@thomasE

"die Arbeitsplätze, die uns der Vizekanzler versprochen hat"

das hast du aber sicher nicht ernst gemeint bzw du wirst ja wissen,wie sich die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt auch dank eines solchen Vizekanzlers entwickelt hat.

mfg


helmar antwortet um 02-11-2013 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo Edde...Zustimmung. Die ehrlichste Landwirtschaftsförderung wäre, wenn die Politik schon etwas fördern will, um gut dazustehen, die Refundierung der SV-Beiträge des Betriebsführers. Aber das wäre ja zu einfach und man könnte so manchen Posten in der Agrarverwaltung abbauen. Nur, wohin dann mit Verwandten von (Agrar) Politikern? Denn so mancher bekannte Name taucht da auf.....auch u.a. bei der SVB.
Man könnte schon bei den Verwaltungskosten sehr sparen und diese auf die Beiträge zum Teil durchreichen, indem man die Sozialversicherungen zusammenlegt, aber dann siehe oben. Da ist es einfacher medienwirksam den "Tod der kleinen Bauern" zu beklagen und jenen welche es glauben die drohende "rote", schon ein bisserl weniger die "blaue" und "grüne " Gefahr vor den Wahlen einzureden.
Mfg, Helga


falkandreas antwortet um 02-11-2013 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@helmar. Das halte ich für einen Schwachsinn . Wie sollte das funktionieren wenn für die betriebsführer verschiedene pensionshöhen herauskommen und die Beiträge sind von der Öffentlichkeit einbezahlt worden. Diese Diskussionen wurde die Landwirtschaft nicht durchstehen. Dann wurden sicher die Landwirte die einen niedrigen Einheitswert haben und jetzt sehr wenig einzahlen, über ihren niedrigen Einheitswert jammern.


helmar antwortet um 02-11-2013 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo Falkandreas......warum nicht? Streichung der ganzen "Programme" welche manchmal derart willkürlich mitten in der Verpflichtungszeit verändert werden und statt dessen eben diese Art von Förderung der Arbeitskraft welche in der Landwirtschaft gebunden ist. Es werden ja sonst auch Arbeitsplätze in verschiedener Art und Weise gefördert. Und solange es kein besseres System gibt, muß halt der Einheitswert als maßgebliche Berechnungsgröße gelten.
Mfg, Helga


helmar antwortet um 02-11-2013 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Und Sonderprogramme wie die AZ/benachteiligte Gebiete könnten ja bleiben.
Mfg, Helga


Hans1900 antwortet um 02-11-2013 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ThomasE: zu 1.: Bauern mit 150ha haben zwar den Vorteil dass sie keine zusätzliche SV bezahlen aber dann dafür Länge x Breite Einkommenssteuer, ob das besser ist?
2.: Wieso sollen kleine Bauern mehr Prämie für weniger Fläche bekommen?
Ich sehe das so wie Gottfried, wenn man keine Vollzeitbeschäftigung hat, warum soll man dann durchgefüttert werden?


Gewessler antwortet um 02-11-2013 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@Hans1900: wenn ich viel EK Steuer zahlen muß ist das zwar nicht angenehm, aber es zeigt mir dass ich ordentlich verdient habe!
Warum sollte das beim Landwirt anders sein? Kein Gewinn - keine Steuer und die SV wird auch nach dem Gewinn berechnet - oder?


biolix antwortet um 02-11-2013 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Nabend !

genau gewessler... weniger einzusehen sind eben die umgekehrt degressiven SVB Beiträge, d.h. die ersten 10 000 EHW zahlst das meiste an die SVB dann wirds immer weniger.. ;-(

lg biolix




schellniesel antwortet um 02-11-2013 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Also wärs als kleiner Nebenerwerbs betrieb quasi a muss zu optieren weil die dadurch geringe Beiträge in die Pensionsversicherung wirken sich kaum aus weil eine echte Pension darf man sich davon eh nicht erwarten?!?

Und kranken und Unfallversicherung is man auch mit geringen Beiträgen!!

Is der Aufwand das aber Wert?

MfG Andreas


gg7 antwortet um 03-11-2013 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Habe bei der Sozialversicherung nachgefragt, wollte in Option gehen.
Der Herr beim Sprechtage hat mir erklärt, daß ich in Option mehr bezahlen würde als jetzt,

denn dann wird aufgeteilt in Pensionsversicherungsbeitrag den Mindestbeitrag, in der Kranken- und in der
Unfallversicherung der Mindestbeitrag, und alles zusammengerechnet WÜRDE ICH NOCH MEHR ZAHLEN ALS JETZT SCHON.

bezahle SV-Beiträge für ca. nicht ganz 6ha Ackerfläche und 1,6ha Wiesen und ca. 3ha Wald, VIERTELJÄHRLICH 1100EURO - GESAMT IM JAHR 4400EURO,

und das bei einer Betriebsprämie von ca.2500EURO
Einheitswert von ca.7500Euro
Derzeit sieht es auch so aus, daß ich mehr Fläche bewirtschafte als ich Zahlungsansprüche habe,
deswegen auch nicht mehr Betriebsprämie erhalte.
Für das derzeitige Fördersystem mit ihren Auflagen (die immer mehr werden, auch immer mehr Trotteln daran arbeiten, die sonst keine arbeit haben), muß man ja auch schon fast studieren, das im Nebenerwerb ist schon schwer.

Mein Vater hat von dem Betrieb gelebt, und ein neues Haus gebaut, und auch einen neuen (derzeit schon sehr veralteten) Stall.

Ich selbst bin ein Idealist und denke nicht ans aufhören, ich denke die Zeiten werden wieder schlechter und man wird sicher mal wieder froh sein, wenn man einen LW Betrieb hat.

Derzeit sieht es halt so aus, dass man rund um die Uhr arbeitet, nebenbei Althaussanierung betreibt (auch ohne Förderung- denn das wird ja auch einem schon zu dumm gemacht), und daneben noch etwas Familienleben (3Kinder)

Ich selbst hoffe nur dass diese Sch.... EU bald krachen geht!!!!!!!!!
Und dass sich diese all zu hoch studierten sch.... Politiker, irgend wann mal sebst in den A... verkriechen.
Und die Interessensvertretung (oder sollte man sagen Interessensverdrehung der Bauern) ist ja auch eine LACHnummer!!

P.S: habt ihr eh keine Staubsauger die zuviel Leistung (WATT) haben???? :-)
habt ihr eh keine Glühbirnen mehr????
habt ihr eh überall schon Wassersparamaturen????
und ist im Gebäck eh nicht zuviel Salz????


naturbauer antwortet um 03-11-2013 11:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hab mir jetzt nur die Einträge von den "alten" Hasen hier angeschaut die ich schon länger kenne.
Es ist immer, wie es noch lange sein wird.
Denn solange die "alten Haudegen" das Zepter in der, eigentlich in ihrer Hand halten läuft es weiter wie bisher.
Jetzt hat Österreich schon einen Hans Meister der sein Maul aufmacht, dann macht er auch schon gleich einen grundsätzlichen Kardinalfehler!

Die "alten Haudegen" geben natürlich ihr System nie auf, koste es was es wolle. Der Grundsatz nach mir die Sintflut ist in der derzeit herrschenden Generation fest verwachsen. So fest verwachsen, daß sie lieber selber im hohen Alter ihrer eigenen Entscheidungen zum Opfer fallen. Was mit ihren Nächsten geschieht ist denen komplett wurscht. Wenn dann die Nachkommenden nichts mehr reparieren können geben sie kurzerhand denen die Schuld.

Die Kleinen können wegen der Großen nicht überleben, weil das System so ausgerichtet ist, daß durch die Flächenausstattung der Großbetrieb faktisch keine Erzeugerpreise mehr braucht, weil er das Geld über die Hektar durch Förderung bekommt.



biolix antwortet um 03-11-2013 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hallo !

ja gg7 das ist traurig... wie sollst du die SVB Beiträge erwirtschaften.. wir zahlen knapp über 10 000 im Jahr mit ca. 70 ha...

Und da immer mehr kleine Betriebe aufhören, braucht die SVB inkl. Pensionskasse der Bauern immer mehr Steuergeld..

tg biolix




50plus antwortet um 03-11-2013 12:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@biolix
Genau darum brauchen wir nur eine Sozialversicherungsanstalt und eine gemeinsame Pensionskasse!

Was stimmt jetzt? Zahlen wir unsere Beiträge für uns selber ein? Oder ist es ein Generationsvertrag?
In beiden Fällen müßte das Geld für die Pensionen vorhanden sein.
Den Schmarren, dass kein Geld da ist, weil immer mehr Betriebe aufhören, kann ich nicht mehr hören, die Kinder der Bauern zahlen eben woanders ein, dort müßten ja dann Überschüsse vorhanden sein.
Auch in diesem Punkt werden die Bauern besch.....


biolix antwortet um 03-11-2013 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
ach so dann plötzlich das 50 plus ?

Du schmipfst doch oft über Eisenbahner etc . Warum, was ist bei denen anders oder schlechter ?
Wer möchte die SVB nicht zusammen legen oder wer hat dieses System das die kleinen Einheitswerte mehr zahlen als die hohen "Erfunden" bzw. führt es seit Jahrzehnten weiter ?
Welcher "Generationenvertrag" ? wenn immer mehr Geld horten, das aber nicht besteuert wie normale Arbeit.. komisch 50 lus, ich hab dich letztens gefragt welche Partei die wählst.. kann es sein das genau diese all das zu verantworten hat ?


50plus antwortet um 03-11-2013 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@biolix
Ich schimpfe nicht über Eisenbahner, etc...... ich finde nur manches ungerecht.
Ich bin für die Zusammenlegung der SVB, weil es gerecht wäre, dass alle ihre Pensionen aus einem Topf bekommen würden.
Ich habe jene Partei gewählt, die meiner Überzeugung am meisten gerecht wird. Ich sag dir ehrlich, die Qual der Wahl wird zunehmend schwieriger, es gibt aber einige Parteien, die würde ich niemals wählen!


Hans1900 antwortet um 03-11-2013 14:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@naturbauer: Glaubst du den Schmarrn den du da schreibst? Grossbauern leben auch bei niedrigen Erzeugerpreisen? Grossbauern haben meist viel Pacht und meist zu hohen Preisen genau die brauchen hohe Erzeugerpreise um zu leben! Die paar hundert Euro Prämie reichen ja nicht mal um den Pachtzins zu zahlen!
Ich sage jetzt ganz provokant wer leben will muss arbeiten! Warum sollen Betriebe für welche ein halbe AK ausreicht lebn?
Genauso wer von der SV was haben will muss auch einzahlen, darum ist es ganz fair dass man hoch anfängt und pro zusätzlichem ha weniger zahlt.


biolix antwortet um 03-11-2013 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
komisch Hans, der zahlt ja bei der anderen auch ein und will gar nicht bzw. hätte dort seine Leistung !!

Und bei allen anderen Sozialversicherungen zahlst du bist zur Höchstbemessung immer mehr linear umso mehr du verdienst, nur bei den Bauern nicht, sehr gerecht.. ;-((


Hans1900 antwortet um 03-11-2013 17:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Wenn er den Betrieb im Nebenerwerb führt braucht er ja nicht jammern dass er nicht lebn kann?
Es ist in dem Sinner gerecht, da die Bauernpension eine Grenze hat andere Pensionen nicht.


asterix antwortet um 03-11-2013 18:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ biolix

Mit 70 ha so wenig SVB Beiträge, sei froh.
Ich zahle für die gleiche Fläche fast 36000,- € pro Jahr.
lg asterix


falkandreas antwortet um 03-11-2013 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@asterix. Du zahlst sicher nicht für eine Person 36000 € pro Jahr an die SVB. Die Höchstbemessung liegt bei ca 5000 pro Vierteljahr . Ich nehme an du hast den Betrieb geteilt und rechnest 2 Personen zusammen.


falkandreas antwortet um 03-11-2013 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@gg7. Der mindestbeitrag in der Option beträgt ca 750 € für eine Person . Optiere selbst seit 13 Jahren .


gg7 antwortet um 03-11-2013 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Dann kommt noch der MindestBeitrag für die Unfall- und der für die Krankenversicherung dazu.
Mfg


colonus antwortet um 04-11-2013 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@falkandreas:

Es scheint so als hätte ich dich gekränkt, voll verständlich dass du nicht meiner Meinung bist, du hast ja auch 50ha und arbeitest im Vollerwerb und kannst somit mit Nebenerwerbslandwirten nicht viel anfangen die dir auch noch die ganzen Förderungen wegnehmen. Voll verständlich!!! Für dich sind Kleinbauern nur lästig!!!
Wenn du schon so klug bist müsstest du auch wissen das nicht jeder die gleiche jungübernehmerförderung bezieht. Die ist nämlich gestaffelt in 6000 oder 12000 Euro und richtet sich nach der AK Berechnung.

Gruß


naturbauer antwortet um 04-11-2013 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Hans 1900,
mit der Wahrheit zwickt man die Leute auf.



colonus antwortet um 05-11-2013 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@naturbauer:

100% zustimmung!!!! Genau so ist es!!!

Gruß


falkandreas antwortet um 05-11-2013 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@colonus. Ich weiß natürlich schon das die jungübernehmerförderung gestaffelt nach ak bedarf ist , jedoch weiß ich wie leicht man diese Grenze erreichen kann. Laut betriebskonzept der LWK benötige ich 7 AK jedoch kann mir keiner sagen wie ich 7 Leute bezahlen soll. Die bewirtschaftung eines Betriebes im Nebenerwerb ist eine Eigenart die es nur in der Landwirtschaft gibt,und die halte ich nicht für sinnvoll. Oder kennst du einen Bäcker oder Mechaniker oder Tischler oder Fleischhauer usw. der den Betrieb der Eltern übernimmt und arbeiten geht weil er seinen Betrieb nicht so aufstellen will das er davon leben kann.


colonus antwortet um 05-11-2013 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@falkandreas:

Achso? Wie leicht kann man den die Grenze leicht erreichen?? Ich komme aus Salzburg bei mir war die Grenze nicht so einfach erreichbar, obwohl mir nur 200h gefehlt hätten. Dazu möchte ich auch anmerken, dass ich nicht übermechanisiert bin, ich habe halt mit meine 7 ha noch eine händische Entmistung, gemolken wird mit Standeimer und das Heu bringen wir mit einem Gebläse ein. Und genau das ist wieder das typische am System, die die eh von Haus aus schon viel Förderung beziehen erhalten zb. die große Jungübernehmerförderung von Haus aus. Und jene die Klein sind und wo Investitionsbedarf besteht können sich ärgern weil ihnen ein paar läbische Stunden abgehen.
Ich weiß schon im vergleich zu einem 50ha Betrieb bin ich winzig, dennoch produziere auch ich Lebensmittel mit welchen die Werbung gerne arbeitet.

Des weiteren kenne ich einige die Arbeiten gehen und Nebenbei noch eine Firma angemeldet haben.
Zb: kenne ich einen Tischler der Vollzeit arbeiten geht und nebenbei das Tischlergewerbe angemeldet hat und in seinem Keller die Maschinen stehen hat wo er Wochenends Balkone oder sonst was herstellt.

Ich kenne auch einige die Arbeiten gehen und Nebenbei Fenstervertreter sind und die Fenster auch einbauen. Es gibt auch Polizisten die Nebenbei eine Securityfirma haben. usw.....


Außerdem würde ich gerne meinen Betrieb so aufstellen das ich davon Leben kann, nur geht das leider nicht, weil ich im Gebirge zuhause bin und nicht die möglichkeit habe die Nebenbauern aufzukaufen. Desweiteren wird in meiner Nähe auch nichts verpachtet.

Sei mir nicht böse aber eine Frage hätte ich an dich. Da du ja der Meinung bist Kleinlandwirte hätten nichts verloren, würde mich interessieren was mit dir passiert wenn die gestützten Lebensmittelpreise fallen, und die Förderungen massiv gestrichen werden???


Hans1900 antwortet um 05-11-2013 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@colonus: dann würde das Pachtniveau wieder sinken! Kurzfristig können die Preise fallen. Ich bin mir aber sicher dass sie langerfristig steigen!


schellniesel antwortet um 05-11-2013 18:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ falkandreas

Schon mal was von Kleingewerbe gehört???
Glaubst diejenigen können von ihrem Gewerbe alleine leben? 30000€ Jahresumsatz!

Ich kenne genug die neben ihrer unselbstständigen Arbeit auch ein Kleingewerbe haben!
Zahl steigt!!

Also sicher keine Besonderheit der Landwirtschaft!
MfG Andreas


Cirsium antwortet um 05-11-2013 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@ colonus

hast € 6000,- bekommen ??? oder gar nicht ?


falkandreas antwortet um 05-11-2013 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@schnellniesel. Wieviele dieser kleingewerbebetriebe haben diesen Betrieb von ihren Eltern übernommen und jammern jetzt darüber das man davon nicht leben kann. Es wird sie geben die ein kleingewerbe neben einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit ausüben,ich kenne keinen, oder meinst du die Pfuscher , da kenne ich auch einige.


falkandreas antwortet um 05-11-2013 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@schnellniessl. Übrigens eine kluge Feststellung das man mit 30000 € Umsatz nicht leben kann, wäre das allen Landwirten bewußt , wäre das jammern auch vorbei. 80000 l Milch oder 180000 kg Getreide usw.


schellniesel antwortet um 05-11-2013 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@falkandreas

Nein meine keine Pfuscher sondern angemeldete Gewerbe mir fallen jetzt auf die schnelle Grünraumpflege/winterdienst, Auto Servicestation,Erdbewegungen/Gartengestaltung, innenausbauer,Holzschlägerungunternehmen, landwirtschaftliche Dienstleistungen,...

Und bei dennen is es dir kein Dorn im Auge wenn diese ihr Einkommen aus mehreren Standbeinen erzielen?

Bei nebenerwerbslandwirten schon?

Ich glaub's dir auch das du keinen kennst sonst würdest du ja nicht solche Behauptungen einfach aus der Luft greifen!

Ich bin mir ziemlich sicher das es in ö weit mehr Kleingewerbe mit unselbständigen zweitberuf gibt als Nebenerwerbsbauern!

MfG Andreas


falkandreas antwortet um 05-11-2013 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@colonus. Dann werde ich es so wie du machen. Mit einer unselbstständigen Tätigkeit mein Geld verdienen,jammern wenn die jährliche Lohnerhöhung unter 3% liegt und am Wochenende meinem Hobby nachgehen. ( vielleicht Landwirtschaft)


colonus antwortet um 06-11-2013 10:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
@falkandreas:

1) Kennst du mich nicht, allso unterstell mir nichts wovon du keine Ahnung hast!! (Auch wenns einfach ist sich im Internet hinter einem Webblog zu verstecken)

2) Gehe ich Vollerwerbs arbeiten und arbeite nach der Vollerwerbsarbeit und am Wochenende in meiner Landwirtschaft.

3) Jammere ich nicht, sondern schreibe nur meine Meinung, wie du auch, und ich bin eben der Meinung dass es eine Förderungerechtigkeit gibt.




jannik123 antwortet um 14-03-2015 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
MF2435: da stimm ich dir zu! mann muss micht mit 200000 euro teuren traktoren fahren.


jannik123 antwortet um 14-03-2015 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
kann mir mal einer sagen ob bauern noch ne zukunft haben? oder ob es sich noch lohnt heutzutage bauer zu werden???


Axelfere antwortet um 19-02-2016 10:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Wie kommt man heute noch zu einem Hof ohne das man einen erbt als normaler Arbeiter?


Mogwai antwortet um 19-02-2016 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Glaube kaum das man als normal Verdiener sich einen Hof kaufen kann von dem man leben kann.


Kennt eigtl jemand den unterschied von Nebenerwerb und Zuerwerb?


G007 antwortet um 19-02-2016 14:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Nebenerwerb = fixer Job als Unselbstständiger
Zuerwerb = Fleischzertifizierer, Hagelschätzer, Holzarkkordant ......


peter.s(9f519) antwortet um 10-03-2016 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?
Warum können kleine Landwirte nicht überleben?

weil sie die industrielle Landwirtschaft nachahmen, ohne die notwendigen Flächen zu haben. Kleine sollten nicht einmal daran denken, an Supermärkte zu verkaufen, einen eigenen Fuhrpark zu finanzieren oder Getreide anzubauen.
Direktvermarktung (am besten Bio), Obst und Gemüse, Kräuter, Urlaub/Therapie/Pflanz & Lern/Gastwirtschaft am Bauernhof, Upsale (Käse statt Milch, Obstler statt Obst, Wein statt Weintrauben,...).
Leicht wird's nie werden, aber es gibt viele sehr kreative Kleinbauern. Familieneinkommen vn außen schadet natürlich auch nicht.


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