Christoph38 24-06-2013 13:45 - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
offenbar wird in Schlachthöfen massiv Billigpersonal aus Rumänien und Polen eingesetzt, denen keine deutschen Löhne bezahlt werden:
http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/topthemen/art27636,4832765
Die Lernfähigkeit der Personalverleiher muss bezweifelt werden, da es bereits 2010 Fälle gab.


Da kann man nur hoffen, dass auf österr. Bauernhöfen keine Razzia durchgeführt wird, und schonungslos aufgedeckt wird, dass die Bauern zuwenig verdienen und durch Lohnverzicht Preisdumping betreiben. ;-)


freidenker antwortet um 24-06-2013 14:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
@Christoph38

servus, habs auch interessant gefunden wie bei der letzten blick ins land das mit dem lohndumping in deutschlands schlachthöfen angeprangert worden ist und andererseits bei vielen österr. familienbetrieben der stundenlohn nicht höher sein wird.

mfg



Muuh antwortet um 24-06-2013 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
24. Juni, ARD, 22:45, Die Story: Lohnsklaven in Deutschland
Der Drang osteuropäischer Arbeiter nach Deutschland ist ungebrochen. Auf den ersten drei Plätzen der Zuzüge in 2012 stehen Polen, Rumänen und Bulgaren; oftmals verzweifelte Menschen, die zu harter Arbeit bereit sind. Dies nutzen deutsche Fleischbetriebe und dubiose Vermittlungsfirmen gnadenlos aus, wie die beiden NDR-Autoren Marius Meyer und Michael Nieberg in ihrer 45-minütigen Reportage belegen. Stundenlöhne von fünf Euro brutto, ungeregelte Einsatzzeiten und Arbeit ohne Krankenversicherung sind keine Seltenheit im hart umkämpften Fleischmarkt.
Das NDR-Team hat sich vor allem im Landkreis Vechta bei Bremen umgesehen und stieß auf dramatische Schicksale. Menschen, die mit den immer gleichen Versprechungen nach Deutschland gelockt wurden: hoher Lohn, Sozialversicherung, eine gute Unterkunft. Die Realität sieht aber oft anders aus.

Die Arbeiter bekommen deutlich weniger Lohn als versprochen. Nach einem Monat harter Arbeit bekommen sie nur wenige hundert Euro ausgezahlt. Sie werden mit vielen anderen Arbeitern in heruntergekommenen Häusern eingepfercht und müssen ständig auf Abruf bereit sein. Wer sich verletzt oder krank wird, muss fürchten, gefeuert und in sein Heimatland zurückgeschickt zu werden. Wer diese Zustände kritisiert oder nur nach einem schriftlichen Arbeitsvertrag fragt, wird bedroht.

Ein Film von Michael Nieberg aus der Reihe "Die Story im Ersten".



helmar antwortet um 24-06-2013 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
So neu ist das leider nicht.......es kommen immer wieder Berichte dass es so läuft, und dem Konsumenten ist es wurscht.
Mfg, Helga


Josefjosef antwortet um 24-06-2013 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
richtig helmar

diese Art des Lohndumpings ist schon seit Jahren bekannt, und anscheinend von der hohen Politik so gewollt.
Ansonsten hätten sie dem gesetzlich einen ordentlichen Riegel vorschieben können.
Auch strenge Kontrollen mit entspr. Strafhöhe. ( So wie die AMA es bei den Almbauern machen möchte)
Egal, ob in Schlachthöfen, besten Hotels die Reinigungskräfte, bei Paketdiensten die Zusteller,
usw.
Alle Politiker laufen mit Scheuklappen herum, um das nicht sehen zu müssen.
So läuft das eben.
gruß
Josef



Christoph38 antwortet um 24-06-2013 19:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
dass die Politik nichts tut kann man ihr nicht vorwerfen, da das Lohndumping eh gesetzlich verboten ist

aber vielleicht sollte man auch ein paar wirtschaftliche Zusammenhänge bedenken:
Wer Fleisch zum Dumpingtarif im Supermarkt will/kauft, sollte nicht unbedingt erwarten dass in der Produktionskette überall beste Bedingungen vorherrschen was die selbständigen oder unselbständigen Arbeiter betrifft oder Umwelt etc.

Umgekehrt wo Dienstleister zB in der EDV dem Kunden ab € 100,-/Stunde verlangen, dürfte es einfacher fallen für die Mitarbeiter gute Löhne und angenehmes Betriebsklima zu bieten und womögliche Auflagen zu erfüllen.

Wenn beim Textildiskonter eine Hose € 8,99 kostet, wird es auch wenig realistisch sein anzunehmen, dass die Textilarbeiterinnen sehr gut verdienen usw.

Die Politik dürfte es großteils mit breiten Bevölkerungskreisen halten, wonach die unselbständig Beschäftigten gut verdienen sollen und das Endprodukt billig sein soll.


tristan antwortet um 24-06-2013 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
@Christoph38
Das Lohndumping ist in deutschen Schlachthöfen NICHT verboten und somit könnte die Politik/EU schon was machen.
Wer als Konsument in einem zivilisierten Land wie DE zu Dumpingtarifen einkauft, sollte schon erwarten können, daß alles legal abläuft.
Bei uns in AT ist das wieder anders, wo doch die Mehrheit der Österreicher für Zwangsarbeit ist
;-(


jacky65 antwortet um 25-06-2013 17:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lohndumping in dt. Schlachthöfen
hmm, da muss man aufpassen.

bei südfleisch in waldkraiburg handelt es sich nicht um lohndumping sondern um billiglohn.
es ist dort eine rumänische firma eingestiegen, die nur mit rumänischen mitarbeitern arbeitet und daher den rumänischen kollektiv von 176€/Monat anwenden kann.

dass natürlich die mitarbeiter der anderen beteiligten firma unter druck stehen, versteht sich allerdings von selbst ...



Bewerten Sie jetzt: Lohndumping in dt. Schlachthöfen
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;405598




Landwirt.com Händler Landwirt.com User