hans_meister 12-03-2013 11:53 - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
Die erlaubte Täuschung von Konsumenten und Produzenten beginnt schon bei der Schlachtung von Tieren, die aus dem Ausland zugeliefert wurden, und im Schlachthof zu österreichischem Fleisch werden. Ganz abgesehen von allen anderen unappetitlichen Gaunereien in der Lebensmittelindustrie. Vieles was der Mensch isst, sind keine Lebensmittel, sondern ist nur Futter. Wollen wir nur viel und billig essen?


sturmi antwortet um 12-03-2013 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
"Wollen wir nur viel und billig essen?"
@meister
Ergänzung: inkl. max. Tierschutz, inkl. max. Kontrollen und keine Steuersubventionen mehr für die Landwirte!
MfG Sturmi


voecklamalus antwortet um 12-03-2013 14:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
Und denoch jammern die Arbeiterkämmerer noch, dass bei uns die Nahrungsmittel zu teuer sind. Ein Gutteil der Leute wollen billige Futtermittel kaufen um Geld für Auto, Reisen etc zu sparen. Das Krebsübel sind die Supermärkte mit ihren Lockangeboten und bis Ladenschluß vollständig gefüllten Regalen. Früher gab`s in den in den Kleinschlachtereien der Umgebung von Zeit zu Zeit Fleisch zu 10 kg Packeten. War immer von bester Qualität. Aber das haben die Ratten in Brüssel abgewürgt. Blutabscheider, Umkleideräume etc. haben diese A. gefordert.



Christoph38 antwortet um 12-03-2013 14:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
Ich glaube nicht, dass gerade bei Lebensmitteln extra viel geschwindelt und betrogen wird.


179781 antwortet um 12-03-2013 20:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
Im Lebensmittelbereich wurde immer schon geschwindelt und betrogen. Das fängt bei Wasser in der Milch an und hört beim Känguruh auf dem Teller auf.
Früher ist halt vieles nicht aufgeflogen, weil nicht so viel kontrolliert wurde. Und erfahren hat man auch nicht alles, weil mehr vertuscht wurde und die Medien nicht so effektiv waren wie heute.

Was noch dazu kommt, ist das die Betrüger, die in großem Umfang schwindeln nicht richtig bestraft werden. Wenn eine Firma z. B. durch Umwandlung von Gammelfleisch in Fertigprodukte in einem Jahr 500.000 Euro zusätzlich ergaunert, dann ist eine ev. drohende Geldstrafe von vielleicht 50.000 oder auch 100.000 zu verschmerzen.
Das heißt bei Betrügereien mit Lebensmitteln sollte es keine Geldstrafen mehr geben sondern ausschließlich Haftstrafen in einem der Größe des Betruges angepassten Ausmaß. Der Krämer, der im Standl mit "Wachauer Marillen" welche aus Ungarn verkauft, ein Tag ins Häfen, die Täter die LKW weise billlges Fleisch umwandeln für Jahre hinter Gitter und Berufsverbot im Lebensmittelbereich.

Gottfried


Spring antwortet um 13-03-2013 00:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
179781 - harte worte von, aber sie in tat umzusetzen würde wirkung zeigen. nur ob die vielen kontrollorgane die man dazu benötigt auch ohne korruption arbeiten, wäre das andere problem. man müsste mit den geldstrafen diese locker bezahlen können.


Gratzi antwortet um 13-03-2013 02:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
@Spring

der erste Betrug war schon viel früher:
Die Hochzeit zu Kana ist eine Erzählung aus der Bibel, die davon berichtet, wie Jesus auf einer Hochzeitsfeier Wasser in Wein verwandelt. ...auch damals hätte er schon das AMA Gütesiegel umgangen.

Das beste ist bei Lebensmittelbetrug, sofort Laden dicht machen, nur das zieht.....die Strafen sind ein Pappenstiel. Sind wie bei Regierung, was sind € 10 000,-- fuer Bestechung? ist ein Pinatz!!!
Von KHG hört mann auch schon lange nichts mehr...alles eingeschlafen, oder zu viel Mittäter?
Gilt die Unschuldvermutung.


JD6230 antwortet um 13-03-2013 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
@HANS_MEISTER: [...]bei der Schlachtung von Tieren, die aus dem Ausland zugeliefert wurden, und im Schlachthof zu österreichischem Fleisch werden.

Das kann und will ich so nicht stehen lassen: Nur weil ein österreichischer Tierarzt einen Stempel mit "AT" für Österreich draufgibt, ist es noch nicht österreichisches Fleisch - Dieser Stempel besagt nur, dass das Tier in Österreich geschlachtet wurde, von einem österr. Tierarzt für GENUSSTAUGLICH befunden wurde und somit für den menschlichen Verzehr freigegeben werden kann!

Wobei ich muss auch sagen, das es mich freut, wenn in österreichischen Betrieben auch "ausländisches" Fleisch verarbeitet wird - sind schließlich Arbeitsplätze und Wertschöpfung für Österreich!

ABer wie wollen wir den österreich ernähren? - Ich war gestern in Wieselburg bei der Kundgebung der Geflügelbranche: Eier - Selbstversorgung um 80 %, PUTE - Selbstversorgung um 45 % !!!!!!!! und so weiter!!!!! Der Handel fordert von den heimischen Bauern immer mehr Kontrollen und Auflagen - importiert aber gleichzeitig aus dem Ausland genau das Gegenteil was von den heimischen Produzenten gefordert wird! Österreich hat bereits jetzt schon die höchsten Tierschutzstandards der EU und somit Wettbewerbsnachteile für die heimische Landwirtschaft. Solange dies alles so weitergeht werden immer mehr Betriebe die Produktion einstellen und dann muss noch mehr aus dem Ausland importiert werden - und dort können wir nicht mehr kontrollieren, WIE und WAS produziert wird.



baerbauer antwortet um 13-03-2013 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
@sturmi + @gottfried.
zustimmung.

@JD: Betrieb zusperren bringt nix, der Übeltäter macht unter neuen Namen neue Firma auf und weiter geht es.
In der Eierbranche sind schon einige schon öfters wegen Falschdeklaration+Betrug (aus ungestempelten ausländ. Industrieei wurde nach längerer Lagerung ein gutes Frischei aus Ö) und wenn da beim 1. Mal eine Haftstrafe verhängt worden wäre, dann hätte er es nicht wieder gemacht. Aber sobald man max. weniger Strafe zahlt als man eingenommen hat, ist es wirtschaftlich.

Früher wurde auch der Konsument auch getäuscht, aber da hat sich keiner so extrem bereichert wie jetzt. Jetzt werden durch die gr. (teilweise marktbeherschenden) Strukturen Millionen Konsumenten betrogen und wenige kassieren. Früher hast eben den Fleischer gewechselt - war gleich nur im kleinen Rahmen.
Grundsätzlich stellt sich die Frage: was kostet die Produktion/Herstellung des Fleisches, was der gesamte Kontrollmechanismus, was die Verarbeitung und was kassiert der Handel. Und da glaube ich, dass der Bauer das gr. Risiko hat (meisten Geldeinsatz) verglichen mit dem was er in der Produktion verdient.
lg
lg



Gratzi antwortet um 13-03-2013 08:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
der Slogan war immer: Der Bauer hat die Arbeit und die Raiffeisen (Handel) den Gewinn!


nicotiana antwortet um 13-03-2013 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wird mit Lebensmitteln so viel geschwindelt und betrogen?
Möchte das Geld für die Notschlachtungen, welche nach dem Krieg genüßlich verzehrt wurden!


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