hans_meister 31-10-2012 15:59 - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Den Satz "das ist ungerecht", hört man auch von Landwirten häufig. In einer Welt, die zunehmend ungleichgewichtig wird, ist der Ruf nach mehr Gerechtigkeit eine logische Folge.
Gibt es aber eine Förder-, Abgaben- oder Preisgerechtigkeit?


280563 antwortet um 31-10-2012 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Die Ungerechtigkeit gibt es nicht nur in diesen von Ihnen angeführten Punkten. Uns betrifft zur Zeit die seinerzeitige Teilung der Beitragsgrundlage zur Sozialversicherung. Mein Gatte (um 8 Jahre älter als ich) wird in den nächsten Wochen nach einem schweren Motorsägenunfall in Erwerbsunfähigkeitspension gehen. Durch die vor ca. 20 Jahren von ÖVP Mandataren initiierte Bäuerinnenpension erhält mein Mann die nächsten 11 Jahren bis zu meinem Pensionsantritt nur die halbe Pension und ich in 11 Jahren die 2. Hälfte. Bis zu diesem Datum muß ich die gleiche Sozialversicherungsbeiträge bezahlen wie bisher zu zweit, da sich ja die Hektar nicht verändern. Durch diesen seinerzeitigen Gesetzesantrag der Bauernbundmandatare im Parlament entsteht uns in den nächsten 10 Jahren ein Schaden von sage und schreibe 260.000,-- Euro.
Bei Kundwerdung dieser Gesetzesänderung damals in dem Bauernbundjubelblatt "Bauernbündler" sind mir schon die Grausbirnen aufgestiegen ob solch einer himmelschreienden Dummheit mancher Parlamentarier. (Meine Schwiegermutter ging noch gleichzeitig mit Schwiegervater in Erwerbsunfähigkeitspension) Sie war damals 48 Jahre!!!!!
Diese Ungerechtigkeit trifft uns im mittleren Alter befindlichen Bäuerinnen. Wir zahlen dreimal so viel wie unsere Altvorderen ein und erhalten die halbe Pension.
Eine sehr nachdenkliche
Silvia



Sperre_234 antwortet um 31-10-2012 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Gerecht oder Ungerecht ?

Heutzutag gilt "Jeder ist seines Glückes Schmied"

Gruß
Fragenstein



muk antwortet um 31-10-2012 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ 280563

wie kamen diese bauernbundmandatare überhaupt ins parlament ? ?


schellniesel antwortet um 31-10-2012 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Auch wenn ich es jetzt @tria gleich tue aber ich zitiere mal:

Das Leben ist nicht gerecht,
und für die meisten von uns ist das gut so!

Oscar Wilde

Mfg Andreas


HAFIBAUER antwortet um 01-11-2012 07:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Hr.Meister was ist gerecht u ungerecht.Die Dieselölrückvergütung schafft man ab und die Pendlerpauschale hebt man an.Wir fahren ja mit unseren Landmaschinen auf den Öffentlichen Strassen.Ich zum Beispiel frag mich schon seit 1995 wie dieses Fördersystem aufrecht erhalten werden soll.In der Bauernzeitung steht die Fleisigen werden bestraft und die fäulen ziehn den Nutzen, war es bisher nicht auch so. Ebene Brachflächen wurden still gelegt und wir mussten für einen Nasenrahmen däfür die Steilflächen bearbeiten.Ich glaub das die Liebe Politik am zug ist, anscheinend will sie das Bergebiet Verwalden.Aber macht ja nichts es gibt ja die Mindestsicherung in Österreich und da werden wir uns in Zukunft anhalten.


3211096 antwortet um 01-11-2012 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Bitte, wo bleibt der Aufschrei unserer Bauernvertreter?
Wenn man den letzten Landwirt etwas durchliest, müssten bei jedem Bauernvertreter die Alarmglochen beinahe übergehen. Die Pauschalierung wird überdenkt bzw. angeglichen(dh. angehoben), sowie die Einkommen für der Landwirte geschmälert. Die größten Verlierer sind wiedereinmal die Grünland und Rinderbetriebe. Und wenn man sich überlegt, dass die Arbeitskräfte im Grünland um mehr als 100% hinter dem Ackerland zurückliegen, dann fragt man sich wozu das alles. Wieso wird hier alles hingenommen? Sollen sich wieder ein paar Agrarrebellen zusammentun, wie damals bei der Milch, damit sich etwas ändert? Wozu brauchen wir denn all unsere Vertretungen, wenn sich wieder die aufständischen Bauern auf die Füße stellen müssen. Ich würde mir wünschen, dass wir Bauern nur annähernd eine solche Interessensvetretung wie die Lehrer hätten.
Bauern schreit laut auf, denn es geht um jede einzelne Existenz!


walterst antwortet um 01-11-2012 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?

Eine konkrete Antwort auf die Ausgangsfrage ist für mich recht einfach.

1. Welche Gerechtigkeit: Bei der Auswahl der Gerechtigkeitssorte bevorzuge ich die Absolute.
2. Menge: MIndestens zwei 30-Liter-Kübel Pro Jahr. Meistens gibt es eh eine Dosierpumpe gratis dazu.


HAFIBAUER antwortet um 01-11-2012 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@3211096 wer soll den Schrein,im Nationalrat alles mitbestimmen und dan in der Öffentlichkeit und in den Bauernbundgrämien schrein da ist zuspät.Wenn man so eine Palarmentssitzung verfolgt da Glaube ich schon sehr oft das unsere Bauernvertretung sehr Desinteressiert ist.Hat man ja gesehn mit dem Führerscheingesetz.


Christoph38 antwortet um 01-11-2012 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Ja es gibt sie die Gerechtigkeit.

Als Kleinbetrieb bin ich der Meinung, dass ich viel mehr Förderungen erhalten sollte, damit ich ein passables Einkommen erziele, dann könnte ich meinen Nebenerwerbsarbeitsplatz jemand anderem zur Verfügung stellen.

Den Betrag bei meiner Förderung wurde ich so lassen, nur eine null anhängen, aber vor dem Komma, bevor mir ein Witzbold die null nach der zweiten Kommastelle anhängt. ;-)

Neben der höheren Förderung wäre es noch gerecht, mich von der Steuer zu befreien.
Ja und die Preise könnten höher sein.

Das wärs dann auch schon, wie ein gerechtes System ausschauen könnte. ;-)


riener antwortet um 01-11-2012 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ 280563

bei soviel jammerei wie in deinem beitrag mache ich mir auch ein paar gedanken

- warum soll dein gatte eine pension für etwas erhalten wofür er nicht selbst einbezahlt hat ??? oder ist der betrieb nur auf den nahmen deines gatten gelaufen - welchen beruf hattest du bisher ??? - wenn du " nur " hausfrau und mutter warst dann hätte die landwirtschaft nur auf denn nahmen deines gatten betrieben werden sollen - wenn du aber auch in der landwirtschaft gearbeitet hast passt die aufteilung ja - oder bist du der meinung deine arbeit war wertlos.

- 260 000 € verlust in 10 jahren ist schon recht viel - macht im monat ca. 1800 € - aber mit dem rest ( 1800 € und das 14 mal im jahr ) wird er schon auskommen, du hast ja auch noch ein einkommen

- es ist doch nur logisch das die beiträge zur sozialversicherung gleich hoch bleiben wenn der EHW gleich bleibt


280563 antwortet um 01-11-2012 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Lieber Muk!
In meinem gesamten Leben habe ich diese Fraktion (Bauernbund) noch nieeeeee gewählt. Für wie blöd hältst Du mich eigentlich. Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber!!!!!
Herzlich Deine
Silvia


280563 antwortet um 01-11-2012 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Lieber Fragenstein!
Mit Deiner sehr neoliberalen Ansicht ist uns kleinen auch nicht geholfen. Wenn die Einkommensschere immer mehr aufgeht ist es wichtig diese Ansichten, die Du anscheinend vertrittst, durch soziale Netze abzusichern. Wir hätten sonst bald solche Verhältnisse wie in den USA(Working Poor, keine Krankenversicherung, überhaupt keine Sozialleistungen für Arme). Wohin das führt hat uns seinerzeit Maggie Thatcher in England vorgeführt. In meiner Schulzeit im Gegenstand Volkswirtschaft wurde dieser Liberalismus immer negativ b ewertet. Heute stehen wir vor einem Scherbenhaufen im Bankwesen, die Wirtschaft geht bergab (fast kein Wachstum).
Denk einmal darüber nach.


280563 antwortet um 01-11-2012 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Riener:
Mein Beitrag ist keine Jammerei sondern eine Darstellung, wie sich das Sozialversicherungswesen in den letzten 30 Jahren gewandelt hat. Du kannst sicher sein, daß ich nicht nur Hausfrau war sondern mit meiner Direktvermarktung einen wesentlichen Teil zu unserem Einkommen geleistet habe. Daneben war und bin ich auch noch für Schweinezucht, Haushalt verantwortlich.
Wie kommst Du auf einen derartigen Blödsinn von 1800,-- Pension? Bei meiner Rechnung waren meine zukünftigen Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von ca. 130.000,-- und der halbe fehlende Teil der Pension in dergleichen Höhe. (14 mal 800,--).
Ich würde Dir vorschlagen, bevor Du schreibst einmal kühl nachzudenken und nicht so einen Unsinn zu verzapfen.
Tschüß Silvia


riener antwortet um 01-11-2012 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ 280563

1. du schreibst selbst das du immer in der landwirtschaft gearbeitet hast - das bedeutet also das die hälfte eures betriebs zu recht auf deinen nahmen gelaufen ist und dein mann nicht die ganze arbeit am betrieb erledigt hat - also hat er auch nicht den anspruch auf die ganze pension die von so einem betrieb möglich wäre - kannst du das bitte verstehen.

2. das du die nach austehenden SVB zahlungen der nachsten 10 jahre in höhe von 130 000€ ( für die hälfte eures hofes ) als ungerechten verlust rechnest ist schon ein wenig pervers. DU bewirtschaftest in zukunft aleine den betrieb - dein persönlicher EHW verdoppelt sich.
wenn du die SVB beiträge die bisher für deinen gatten bezahlt wurden nicht übernehmen willst dann darst du die hälfte eures hofs von deinem mann nicht übernehmen ( oder pachten ).
wenn ich einen hof von jemanden pachte der in pension geht muß ich auch dessen SVB beiträge übernehmen !!!!

haben manche menschen ein brett vorm kopf oder wollen sie es einfach nicht verstehen


HAFIBAUER antwortet um 01-11-2012 11:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@riener hast schon mal nachgedacht,das dieses System zum Himmel stinkt.


may antwortet um 01-11-2012 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ 280..
wenn du die nächsten 10 jahre für dich mehr einzahlst wird dies bei deiner Pensionsauszahlung auch berücksichtigt, d.h. du erhälts dann eine höhere pension.
in unserer Gegend gab es fälle, in denen vor der Beitragsgrundlagenteilung nur auf 1 person eingezahlt wurde und dadurch die bäurin keine eigene pension erhielt (z.b.nach einer trennung, ..).
so sinnlos ist also diese regelung nicht.


may antwortet um 01-11-2012 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ christoph 38
eine andere Gerechtigkeit wäre, dass ein nebenerwerbler keine förderung erhält, da er die landwirtschaft ja nur als hobby betreibt und damit dem vollerwerbler die produktionsgrundlagen vorenthält ;-)
(ps: bin auch im Nebenerwerb)

es kommt immer sehr auf die sichtweise an was man als gerecht empfindet
mfg
Hans


Christoph38 antwortet um 01-11-2012 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ may

Da hast du sicher recht, es gibt wohl genausoviele Gerechtigkeiten wie Menschen.


280563 antwortet um 01-11-2012 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
riener:Du verstehst meinen Denkansatz sowieso nicht. Mit Dir kann man diskutieren und du checkst nicht um was es geht. Da mir wirklich die Zeit und die Nerven fehlen, Dich über die Unterschiede zwischen der Bauernpension und der geteilten Bauern- und Bäuerinnenpension aufzuklären gebe ich auf und gehe in meine Backstube, denn am Samstag ist wieder Bauernmarkt und meine Kundschaften rufen den ganzen Tag an und bestellen meine Köstlichkeiten.

Übrigens "Nahmen" ist falsch - Namen ist besser.
Servus


riener antwortet um 01-11-2012 14:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
ja die rechtschreibung ist nicht meins - aber ich kann damit leben.

bist du dir deiner sache nicht mehr gans sicher weil du so schnell die unterhaltung beenden willst.

so wie ich die sache sehe möchtest du ( und dein gatte) folgendes:

- volle pension für deinen gatten ( soviel wie vom gesamten EHW des hofs möglich)
- befreiung des hofs von den SVB zahlungen (die 130 000 € die du nicht mehr zahlen möchtest)
-der betrieb soll aber im vollen umfang auf deinem NAMEN weitergeführt werden.

das möchtest du also.

solche wünsche kann dir nur das christkind erfüllen




rbrb131235 antwortet um 01-11-2012 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Hallo Christoph38, ich war letzt Woche bei meinem Chef und habe ihm gesagt, er kann meinen Gehalt so lassen wie er ist, nur eine Null soll er vor dem Koma anhängen.
Er hat se abgelehnt und gemeint, so viel Gerechtigkeit würde ich nicht brauchen.
Ich gehe nun aber davon aus, dass du deinen Beitrag ironisch gemeint hast.

Grüße rbrb13


280563 antwortet um 01-11-2012 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Riener: Vorerst - "gans" gibt es bei uns am Martinstag. Du meinst sicher "ganz".
Schnell zwischen Mohnguglhupf und Kokoskuppel: Ich möchte wie seinerzeit meine Schwiegermutter gemeinsam mit meinem Gatten in die Pension gehen. Daß anscheinend die meisten Bauern nicht die Verschlechterung der Situation der Bäuerinnen durch die vom Bauernbund als gro0en Riss gepriesene Bäuerinnenpension sehen, kann ich auch nichts. Natürlich kann ich den Betrieb nicht allein weiterführen, weil dieses nur kurzfristig geht. Jetzt habe ich jeden Tag 16 Stunden Arbeit. Wenn bei Dir Deine Gattin ausfällt, möchte ich nicht sehen, wie schnell Du nach einer Dorfhelferin schreist. Ich stemme zur Zeit bis auf technische Sachen wie Hammer und Nagel alles fast selbst. Nach altem Recht könnten wir den Betrieb verpachten und mein Mann ginge allein mit der GESAMTEN PENSION in Erwerbsunfähigkeitspension. Da man derzeit nicht absehen kann, wie es mit seinem Bein weitergeht, kann ich auch nicht sagen, ob ich 11 Jahre allein den Betrieb mit Direktvermarktung weiterführen kann, denn mein Tag hat auch nur 24 Stunden. Früher wäre ich mit ihm in Pension gegangen und wir hätten den Betrieb auch aufgeben können. Jetzt bin ich durch die Dummheit einiger Bauernbundmandatare zu einem Arbeitsmarathon gezwungen, den Du auch sicher nicht die ganze Zeit schaffen würdest.
Denk mal darüber nach und schreib dann erst zurück.
Jetzt gehe ich wieder zu meinen Kokoskuppeln.


rbrb131235 antwortet um 01-11-2012 15:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Hallo280563
Du beklagst in deinem Beitrag die ungerechte Beitragslage und schreibst, dass dein Mann nun in die Erwebsunfähigkeitspension gehen muß, was sehr bedauerlich ist. Du schreibst aber auch, dass deine Schwiegereltern auch mit 48 Jahren in die Erwerbsunfähigkeitspension gingen.
Hast du auch schon einmal darüber nachgedacht dass diese vielen Frühpensionen finanziert werden müssen ?
Einen Schreiber wegen seiner Rechtschreibung zu kritisieren finde ich nicht fair !

Grüße rbrb13


tch antwortet um 01-11-2012 16:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@280563

gro0en...... das Wort kennt der Duden nicht...:-)
Du bist nicht durch die Dummheit einiger Bauerbundmandatare gezwungen..... der Arbeitsunfall Deines Mannes ist der Auslöser für die von Dir zu leistende Mehrarbeit!

Um mit Deinem Mann in die Erwerbsunfähigkeitspension zu gehen musst Du nur ein bisschen kreativ sein.
Technische Möglichkeiten gibts genug dafür..... schmerzhaft sind sie alle!


tch


riener antwortet um 01-11-2012 16:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
als erstes wünsche ich deinem gatten gute besserung und einen schönen ruhestand nach einen langen erwerbsleben.

aber zurück zum thema.
du schreibst .....Nach altem Recht könnten wir den Betrieb verpachten und mein Mann ginge allein mit der GESAMTEN PENSION in Erwerbsunfähigkeitspension.......und was würde dann aus dir ?????
du bist noch keine 50 jahre ( und hoffentlich gesund ) und willst schon in pension gehen - alles was recht ist aber das kannst du doch nicht erst meinen.

wollen eure kinder den betrieb nicht pachten oder übernehmen - damit würde euer "schaden" um 130 000€ geringer.


50plus antwortet um 01-11-2012 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Ich verstehe, was Silvia meint, wenn man darüber nachdenkt, hat sie eindeutig recht.
Siehe ihre Schwiegermutter, mit 48 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann in Pension.

Gewiss wird die Pension von Silvia höher als die Hälfte ausfallen, wenn sie noch 11 Jahre voll einzahlen muß.

Das Zuckerl mit der eigenen Pension, das man uns Bäuerinnen gegeben hat, müssen wir natürlich auch selber bezahlen. Man hat uns die Vorteile schmackhaft gemacht und die Nachteile wissentlich verschwiegen, wie das eben bei jeder Versicherung ist.

Das Pensionssystem ist ein Buch mit 7 Siegeln und es wäre notwendig, die Einzahlenden alle so aufzuklären, dass sie sich auch auskennen.


50plus antwortet um 01-11-2012 17:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@riener

Wie halten es die Eisenbahner aus, wenn sie mit 50 in Pension gehen?
Oder die vielen Lehrer, die vor einigen Jahren alle knapp über 50 in Pension gingen?

Ich hab noch keinen einzigen drüber jammern gehört, dass sie es nicht aushalten.


riener antwortet um 01-11-2012 18:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
leider wurde da bei den eisenbahner und anderen beamten solche pensionierungen gemacht.
darüber können wir jetzt ewig jammern - das hilft nichts mehr.

weißt du auch was für eine pension diese leute erhalten - viele von denen würden gerne noch arbeiten um später mehr pension zu bekommen.
so gut gehts diesen leuten nicht.


50plus antwortet um 01-11-2012 18:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Jetzt aber zum tatsächlichen Thema:

Nachdem die Landwirtschaft so vielseitig ist und kein Betrieb dem anderen gleicht, wäre es gerecht, wenn unsere Vertreter sich einmal die Sorgen des jeweils praktizierenden Bauern anhören würden, bevor sie bei diversen Abstimmungen ihre Hand heben.
Wirklich ein offenes Ohr für die Probleme der Bauern hat doch kein Vertreter mehr. Mir scheint, dass es ihre einzige Arbeit ist, sich bei diversen Veranstaltungen mit ein paar Bauern oder Bäuerinnen in Trachtenkleidung fotografieren zu lassen und die Bilder in den Zeitungen zu veröffentlichen.

Sollte man die Ausgleichszahlungen der Bauern wieder transparent machen, dann wäre es auch gerecht, wenn man sämtliche Zahlungen an Beamte, Politiker und Staatsbedienstete, etc. namentlich veröffentlicht.

Anstatt die Dieselölrückvergütung für die Landwirtschaft zu streichen, wäre eine deutliche Erhöhung gerechtfertigt, wenn auch die Pendler eine solche beziehen.



50plus antwortet um 01-11-2012 18:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@riener

Ich denke, dass sie mehr als 800 € im Monat Pension erhalten und die Abfertigungen darfst auch nicht vergessen!
Ich kann zwar damit leben, aber gerecht ist es sicher nicht!


golfrabbit antwortet um 01-11-2012 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Das frühere System war nur durch die niedrigen Renten an sich und das bessere Einzahler/Nutznießer - Verhältnis finanzierbar, außerdem würde uns dieses Privileg heute jeden Tag um die Ohren geschlagen werden, da es das sonst ja auch nirgends gibt.
Gibt schon auch Frauen die von der getrennten Pension profitieren, zumindest sind sie nicht mehr so abhängig wie früher.
Deinem Mann wünsche ich weitestgehende Genesung und dir den Nerv solche Dinge ohne allzugroße Verbitterung abzuhaken. Ein guter Kaffee mit frischgebackenen Mehlspeisen kann da schon viel bewirken.
Hannes
Ps.: Gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten werden.


50plus antwortet um 01-11-2012 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@golfrabbit:

Da finde ich schon wieder eine Ungerechtigkeit:
Wir Bauern werden förmlich ausgerottet, dass da das Einzahler/Nutznießersystem nicht mehr funktionieren kann, liegt auf der Hand. Es wäre nur gerecht, dass die anderen Pensionsversicherungsanstalten in dem Prozentsatz, in dem wir Bauern wegrationalisiert werden, zu unseren Pensionen zuzahlen.



280563 antwortet um 01-11-2012 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
50plus, golfrabbit: Danke für Eure einfühlenden Gedanken. Gerade wenn man so wie wir aus unserem Leben von einer Minute auf die andere herausgerissen wurde, und nicht weiß wie man die Herausforderung bewältigen soll sind Eure Postings Balsam für die Seele. Von anderen Forumsteilnehmern wird man ja sofort zum Sozialschmarotzer abgestempelt ohne auf die Situation einzugehen. Da unsere kleine Landwirtschaft nur in Kombination mit Direktvermarktung lebens- und ertragsfähig ist kann ich nur so weiter machen und hoffen, daß die Schäden , die meinem Mann bleiben werden, sich doch mit der Zeit bessern werden, damit er wenigstens ein selbstständiges Leben zu führen in der Lage ist.
Wenn man von Riener zum Schmarotzer degradiert wird, kann man auch einmal auf diverse Rechtschreibfehler hinweisen.
Also dankeschön, liebe 50plus für die lieben aufmunternden Worte für mich.
Einen schönen Feiertagabend wünsche ich Dir.
Silvia


riener antwortet um 01-11-2012 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
eigentlich wollte ich dir helfen damit du verstehst das deine wünsche und forderungen an die pensionsversicherungen und krankenkassen nicht zu rechtfertigen sind...was solls

...manche brauchen hier im forum eigentlich nur ein paar nette zeilen übers kaffeetrinken und kuchenessen...
aber deswegen schalte ich den PC nicht ein.




baerbauer antwortet um 02-11-2012 07:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Absolute Gerechtigkeit wird es nie geben, denn jeder sieht es von seiner Seite. Wir haben einen überzüchteten Sozialstaat mit Steuern und Förderungen die keiner mehr Durchblickt bzw. nur wenige und man Spezialisten zukaufen muss damit man alles ausnutzen kann. Die kleineren wollen/können es sich nicht leisten bzw. es rentiert sich nict.
Es gehört eine Vereinfachung des Systems her, aber leider machen unsere Volksvertreter (Rechts bis Links, BB, NR, AK, WK etc.) nur neue Regeln mit wieder xx Ausnahmen für ein Klientel.
Wenn man die Förderungen offenlegt, dann gleiches Recht für alle, dh. auch Arbeistlose, Wohnbauförderung, Kindergartenzuschüsse etc. die Liste ist ewig lang.
Nur wollen wir dies wirklich? Der Neid wird noch mehr steigen.
Ich bin für freie liberale Märkte, wo aber die Sozial- und Umweltaspekte auch einbzogen gehören - dies funktioniert aber eben nur weltweit.
lg
Christian


golfrabbit antwortet um 02-11-2012 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@riener
Der Ton macht bekanntlich die Musik und wenn man dir auch innhaltlich eindeutig recht geben muß, bringt es nichts, den Anderen in einer schwierigen Situation noch zusätzlich aufzuheizen.
Bez. des Kaffeetrinkens hast du aber völlig recht, dazu eignet sich eine Kaffeemaschine eindeutig besser als der PC.



Fallkerbe antwortet um 02-11-2012 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?

Ob man es jetzt für besonders einfühlend oder besonders nett hält ist doch nicht relevant, @ riener hat in der Sache vollkommen recht.
Und wenn es ums geld geht, dann helfen halt keine unverbindlichen nettigkeiten, da geht es um fakten.








sisu antwortet um 02-11-2012 17:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
50plus!
Wieviel Abfetigung bekommt ein ÖBBler?
Dieselrückvergütung:
Da bei einem Landwirt immer vom Betrieb gesprochen wird und sich der Landwirt immer als Unternehmer sieht frage ich mich warum vergleichst Du jetzt die Rückvergütung mit der Pendlerpauschale des Hacklers?
Es ist gut so das die Rückvergütung endlich abgeschaft wurde den kein anderer Unternehmer kommt in den Genuß dieser Dieselrückvergütung.
Selber schimpfen über 50 Jährige die in Pension gehen, aber selbst mit dem Privileg als Bauernweibi mit 48 Jahren in pension gehen wollen.
Wenn ich heute weiß das ich durch die Erwerbsunfähigkeits Pension meines Ehepartners bei gleichzeitiger Weiterführung des Betriebes in den nächsten 10 Jahren einen zu erwartenden Verlust von 260.000 € habe würde ich nicht lange Nachdenken und verpachten.
Am besten eine Arbeitsstelle suchen und 1000€ im Monat verdienen, dann hättest nach 10 Jahren ein Einkommensplus von 144.000 € und kein Defezit von 260.000 €.


Hausruckviertler antwortet um 02-11-2012 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Ich hab erst jetzt diese Beiträge von der Gerechtigkeit gelesen. Wirkliche Gerechtigkeit wird es fast nirgends geben. Ist natürlich furchtbar wenn sowas passiert, wenn von einem auf den anderen Tag und noch dazu für einen nicht absehbaren Zeitraum, eine Vollarbeitskraft wegfällt.
Was ich aus den Beiträgen nicht entnehmen konnte (veilleicht hab ich`s übersehen), hat dein Mann mit der Pensionierung seinen Teil an dich verpachtet? Ich nehme an, dass ihr ja durch die Pensionsreform auch eine Gütertrennung eingehen habt müssen. In so einem Fall ist die Regelung, wie sie bei dir erfolgt ist, eine ganz natürliche. Dass du jetzt zwar den vollen Beitrag zu bezahlen hast, was ja auch selbstverständlich ist, da sich ja der Einheitswert nicht halbiert hat, erscheint dir ungerecht, kommt dir aber wenn du in Pension gehst, zugute, da sich ja deine Beitragsgrundlage wesentlich verbessert.
Das Gesetz kann und wird auf persönliche Befindlichkeiten keine Rücksicht nehmen. Ungerecht würde ich diese Regelung deshalb nicht nennen.
Ich sehe bei dir weniger das finanzielle Problem, das du ja als ungerecht empfindest, sondern viel mehr, das Problem, wie du die Arbeit jetzt schaffen sollst.

In einem Punkt muß ich dir bezüglich der Ungerechtigkeit rechtgeben, dass die Ackerbauern gegenüber den Grünlandbauern, bevorzugt sind. die Ackerbauern haben viel mehr Zeit sich in der Politik zu engagieren und das drückt sich in den meisten Regelungen aus, die von der Politik für oder gegen die Bauern gemacht werden.
Eine Ungerechtigkeit empfinde ich z.B.: Dass wir Grünlandbauern zur Grünlanderhaltung gezwungen werden, wenn man beim ÖPUL mitmacht. Dadurch wird uns die Chance genommen das Kraftfutter für die Rinder selbst zu produzieren. Trifft vor allem BIO-Betriebe. Die 5% Umbruchfläche in 7 Jahren, die erlaubt ist, ist nur ein Tropfen auf einem heißen Stein. Diese Regelung wurde von den Ackerbauern gemacht um sich den Absastz ihrer Produkte zu sichern.
Grünlanderhaltung ist okay und dass es dafür Förderungen gibt. Wer die Verpflichtung eingehen will soll es machen, aber sie soll nicht an das ÖPUL gebunden sein.
Eine Ungerechtigkeit ist auch der Blühstreifen,der angeblich für die Bienen gut sein soll. In reinen Ackergebieten mag das seinen Sinn haben, aber nicht im Grünland wo es Blüten für die Bienen genug gibt.


biojoe325 antwortet um 03-11-2012 09:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Gerecht oder Ungerecht , dass ist immer die Sicht des Betrachters. So wird das "normale" Bauern-Pensionistenehepaar seine Pensionshöhe immer als zu niedrig erachten als das des, z.B. Lehrers nebenan. Der wiederum wird sich gegenüber einem Politikerpensionisten als Ungerecht behandelt fühlen, usw.
Da liegt es im Aufgabenbereich eines Staates solche Ungerechtigkeiten zu beseitigen!!! Politiker sind die Steuermänner eines Staates und haben die Aufgabe sich der Sorgen und Ängste der Bürger anzunehmen und Lösungen zu finden. Mit Steuermänner meine ich, bildlich gesprochen, am Ruder eines Schiffes zu stehen und jederzeit wenn ein Hinderniss auftritt , den Kurs zu ändern.
Momentan haben wir aber, wieder bildlich, Lokführer die eine gewisse Richtung bei einer Weiche auswählen und dann Jahre in eine Richtung fahren auch wenn sie die Falsche ist. Als Ausrede sagen sie dann, die Richtung wurde ihnen von Aussen ( sprich EU) vorgegeben.
Wir stehen wieder vor so einer Weiche (GAB 2014 - irgendwann) und da setzen sich 26 Regierungschefs (alles Kenner der Materie) zusammen unt entscheiden über zig Tausende Existenzen!!!
Momentan sehen alle im wirtschatlichem Wachstum eine Chance für die Zukunft und freuen sich über Steigerungen zum Vorjahr, dabei gehen aber Menschlichkeit und Gerechtigkeit immer mehr verloren. Die sogenannte "Elbogentechnik" kommt immer mehr zum Einsatz, auch in der Landwirtschaft.
SVB: Wie will die Sozialversicherung mit dem momentanen System die nächsten 30 Jahre überleben
und dann auch noch meine Pension bezahlen. Immer weniger kleine Betriebe die Beiträge bezahlen und dann nur mehr ein paar Große, wo sich durch die Degression die Beiträge nicht mehr erhöhen!
Mögliche Lösung? Ein Sockelbeitrag je Betrieb sowie ein gleicher Beitrag je ha. Ungerecht oder??

Förderungen: Geld nur für Flächen, ja aber was haben die Bergbauern, die Tierhalter und die Veredler davon. Wo ist ein Ausgleich für Benachteiligungen wie Klima und Arbeitskraftbedarf? Zugegeben alle sind am Limit, auch die Großbauern im Osten, wegen ihrer teuren Maschinen.
Lösung? 4 Teilbereiche der Förderung, ein Sockelbetrag je Betrieb, ein Betrag je Arbeitskraft, ein Ausgleich der Klima und Betriebsstruktur sowie ein Betrag je ha und GVE. Ungerecht oder?

Eine mögliche Lösung alle Einkommensunterschiede zu lösen wäre eine verpflichtende Einkommenssteuererklärung für alle, mit echten Daten und einem Höchst und einem Mindesteinkommen für alle (siehe negative Einkommenssteuer). Ungerecht oder Gerecht oder etwa Marxismus??
LG Biojoe


G007 antwortet um 03-11-2012 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Es gibr nur eine Gerechtigkeit und das ist der Tod!


baerbauer antwortet um 03-11-2012 18:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@biojoe
meiner Meinung gehören die SVs zusammengelegt und vereinfacht.
Ich bezahl für 14ha Ackerland (+3ha Wald, 1ha Gstetten) über 9000.- SV Beiträge, wenn ich als Angestellter soviel SB-Beiträge bezahle, dann verdient man ca. 14x2180.- netto (31.800/Jahr), heißt auf ha umgerechnet müsste ich 1766.- netto erwirtschaften. Wie soll dies gehen mit normalen Ackerbau? Hier funktioniert das System nicht. Daher kann ich der verpflichteten Ein/Ausgabenrechnung bzw. der Buchführung schon was abgewinnen, wenn diese Gewinnermittlung dann auch zur SV und Einkommenssteuer herangezogen wird nach den gleichen Grundsätzen wie bei den Angestellten. Nach der Leistung soll man die Beiträge bezahlen.
Nur leider würde dann die Finanzministerin sehr viel Geld verlieren bzw. die SVB ist morgen pleite.
Und die SVB kann langfristig nicht gut laufen, wenn es immer weniger und dafür größere Bauern gibt - weniger zahlen ein und bei den großen zieht die Höchstbemessung.
lg
Christian


biojoe325 antwortet um 03-11-2012 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Das ist ja das Problem des Einheitswertes, er ist irgend ein eine Zahl auf dessen Höhe mein Einkommen berrechnet wird. In meinen Fall so ca 1400.- im Monat, also bin ich ein "Besserverdiener". Nebenbei zahle ich für gut 3ha mehr Beiträge als ich von der Ama Förderung bekomme. Auf meine Anfrage bei der SVB hieß es nur, diese Wege,Gräben und sonstiges brauche ich ja auch zur Bewirtschaftung des Betriebes. Die Ama sieht das anders.
Ich mache jährlich eine Einkommenssteuererklärung und da kommt eine andere Zahl heraus, sie liegt weit unter dem Existenzminimum, also bin ich ein "Armer Schlucker".
Das reale Einkommen liegt irgend wo dazwischen.
Gehe ich jetzt zB. zur Kirchenbeitragsstelle mit meinem Einheitswert so bezahle ich jenen Betrag. Gehe ich jedoch mit meinem Einkommenssteuerbescheid hin so zahle ich mehr da ich ja Einkommenssteuerpflichtig bin.Verrückt oder?
Die SVB geht so und so in Zukunft zugrunde. Bei uns im Ort warten 4 von 6 Betrieben nur mehr auf die Zahlen der nächsten Förderperiode, um sich dann zu entscheiden ob sie zusperren oder im Nebenerwerb weiterdümpeln. Alle Vorkehrungen wurden schon getroffen. Vieh und Kontingent verkauft, Kartoffelbau aufgegeben und auf Bio umgestellt. Gegen eine Kiste Bier darf man ein ha Wiese abernten. Es wartet auch schon ein großer Bauer aus der Gegend auf die "schönsten" Flächen, der Rest wird halt zugesetzt. Nur die SVB bekommt kein zusätzliches Geld, da dieser Betrieb über der Höchstbeitragsgrundlage liegt.



rbrb131235 antwortet um 03-11-2012 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Hallo baerbauer, wenn das stimmt, dass du bei 14 ha Ackerland u. 3 ha Wald € 9000.- an SV Beiträgen zu zahlen sind, dann sind das schon ordentliche Summen, im Verhältnis zum möglichen Einkommen.
Aber nun eine Frage, du stellst dich als Nebenerwerbslandwirt vor, dann hat du ja auch noch einen zweiten SV-Träger, warum bezahlt du dann € 9000.- jährlich an Beiträgen ?

Grüße rbrb13


Fallkerbe antwortet um 03-11-2012 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ biojoe325
zumindest das problem mit der kirchenbeitragsstelle ist recht schnell zu lösen- vereinsmitglidschaft kündigen.


helmar antwortet um 04-11-2012 07:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Und wer in dieser Reihe bist du?
Mfg, Helga


rbrb131235 antwortet um 04-11-2012 08:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Hallo Helga, ich schließe mich deiner Frage an Hammy an, aber vom Gefühl her reiht er sich ziemlich weit vorne ein.

@Hammy, ja du hast recht, die Natur hat ihre Gesetze und da kommt Gerechtigkeit nicht vor.
Aber die Evolution hat den Menschen nicht nur mit mit Instinkt, sondern auch mit Verstand ausgestattet. Leider wird er aber für Gerechtigkeit viel zu wenig eingesetzt, warum auch immer.
Ich persönlich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Menschen die überwiegende Mehrheit sein werden , die wie du sagst, Gnade und Gerechtigkeit aufrecht erhalten .Wiewohl ich aber auch der Meinung bin, dass es die" Absolute "nicht geben wird.

Grüße rbrb13


baerbauer antwortet um 04-11-2012 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@rbrb13
Weil ich in Summe grad nicht über die Höchstbemessung komme. Und obwohl ich mit weniger SV-Beiträgen ausserhalb der LW mehr verdiene.
lg Christian


svoboda12 antwortet um 04-11-2012 10:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
@ Sisu!!!

Ich wundere mich daß kein anderer auf deinen Beitrag über die Dieselölvergütung geschrieben hat. Bist du Landwirt oder nicht?

Denn du schreibst daß kein anderes Unternehmen in den Genuß kommt von der Dieselölrückvergütung!!!
Was ist denn daß für ein Blödsinn, weist du auch warum es die Dieselölrückvergütung gibt? Anscheinend nicht!

Zur Erklärung: Ein Landwirt ist meist Pauschaliert (sie werden aber immer weniger, mit der neuen Verordnung fallen wieder viel weniger in die Pauschalierungsrtegelung), d.h. er zahlt keine Einkommensteuer und auch keine Vorsteuer.

Die Dieselölrückvergütung ist die Rückzahlung der Vorsteuer - Mehrwertsteuer (d. h. du bekommst Dieselöl, hast eine Mwst. in Ö 20% darauf ;was eig die Vorsteuer ist; die du beim Finanzamt nicht geltent machen kannst; dann bearbeitest du mit dem Dieselöl deine Felder, Betrieb usw und verkauftst den Erlös davon z.b Mais, Silage, Fleisch usw. an deinen Konsumenten bzw. Händler mit der Mehrwertsteuer die 12% beträgt.

Und die Dieselölrückvergütung ist der Betrag Vorsteuer 20% - Mehrwertsteuer 12% = 8%, d.h. der Landwirt bekommt 8% des Wertes beim Dieselölkauf zurück, damit hat er auch die 20% Mwst. des Dieselöleinkaufes zurückbekommt wie jeder andere Unterehmer (der sich Vorsteuer vom Finanzamt holt und Mehrwertsteuer zahlen muß) auch. Dadurch ist die Abschaffung UNGERECHT.
Auch andere Unterehmen haben die Dieselölrückvergütung, wie zb. Öbb, Busunterehmen usw. (weiß aber nicht ob dies bei diesen Unternehmen auch abgeschafft wurde - daß währe dann natürlich auch GERECHT.

Aber nicht nachrechnen, da die meisten Landwirte es pauschal berechnet bekommen haben, nach Fläche.

So sisu, ich hoffe du hast mir Folgen können und behaupte nicht, daß kein anderes Unternehmen die Dieselölrückvergütung bekommen, die bekommen es automatisch mit der Berechnung der Vor-bzw. Mwst.

lg


tch antwortet um 04-11-2012 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Hammy ist der Mann mit der Faust..... ganz klar hinter dem Bettelmann
tch


ThomasE antwortet um 13-11-2012 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Wenn man die Gebäude anschaut, die so mancher Bergbauer in den letzten Jahren hingestellt hat, dann kann man nicht von einer schlechter stellung sprechen. Ja die Flächenprämie ist ungerechterweise um vieles geringer als bei den reinen Ackerbaubetrieben, dieses wird aber durch die gute Bergbauernförderung aber wieder ausgeglichen. Die meisten Bauern hören in den Übergangslagen mit der bewirtschaftung ihrer Flächen auf. Sie bekommen keine Bergbauernförderung mehr, weil sie nicht mehr ins benachteiligte Gebiet fallen und durch ihre relativ geringe Flächenausstattung und den erheblichen Anteil an Grünland ist nicht nur die Flächenprämie geringer, sondern dadurch auch die Gesamtprämie.

Hochachtungsvoll
Thomas


ThomasE antwortet um 13-11-2012 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
Die Marktwirtschaft braucht wieder klare Regeln. Es kann nicht sein, daß die, die nur damit Handel sich auf dem Rücken der Produzenten und Handelsangestellten eine goldene Nase verdienen. Der total lberalisierte Martk ist immer ungerecht.
LG
Thomas


may antwortet um 11-12-2012 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Welche (wie viel) Gerechtigkeit braucht die Landwirtschaft?
hallo baerbauer
mach doch eine teilpauschalierung - option in der SV und zahle nach Einkommen


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