mp12 antwortet um 27-05-2012 23:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermastfütterung
Hallo!

Bezüglich einfachen Rationsberechnungen für Mastrinder fragst am besten google!
Mit der Suchanfrage: "online rationsrechner rind" findest einiges. Kannst dann das passende für dich aussuchen.

Würde zuerst Silage, dann Schrot (Mineralstoffe..) drüber streuen und anschließend einmischen. Vorteil für die Rangniederen Tiere sie bekommen so auch Schrot und nicht nur die Ranghohen die zuerst den "Rahm" abschöpfen. Gilt natürlich nur bei Boxenhaltung.

Ob die Unruhe wirklich nur mit dem Gerstenstroh zusammenhängt? Versuch mal ein anderes Stroh einzustreuen und warte auf die Reaktion!

Viel Erfolg für die weitere Zeit als Betriebsübernehmer!


MaxPower antwortet um 28-05-2012 15:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermastfütterung
Hallo

Wegen der Fütterung: Am besten ist es, wenn du zuerst die Grassilage fütterst. Dannach gibst du ihnen das Kraftfutter und beginst sofort mit dem Einstreuen. Dadurch kapieren die Tiere nicht, dass du gerade einstreust, weil sie ja mit dem fressen beschäfigt sind und werden auch nicht unruhig. So funktioniert es zumindest bei uns zuhause (Anbindehaltung).

Wegen dem Heu: Das Heu verfütterst du am besten nach Grassilage und Kraftfutter oder sonst irgendwann, aber nicht unbedingt vor der Grassilage. Du solltest sowieso nicht mehr als 1kg pro Tier und Tag füttern.

Hoffe dir geholfen zu haben.
mfg Max Power


179781 antwortet um 28-05-2012 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermastfütterung
Das die Stiere "unruhig" werden, nach dem einstreuen ist eigentlich normal. Denen macht es einfach Spaß im frischen Stroh umherzuspringen. Der Tipp mit dem Einstreuen dirket nach der Fütterung ist gut.
Wenn sie dauerhaft unruhig sind, dann kann es aber schon sein, dass z. B. die Fütterung nicht passt.
Und da sind wir schon beim wichtigeren Teil. 1 kg Schrot je Tier und Tag bei Grassilage und Heu als Grundfutter sind sicher zu wenig für Maststiere. Du brauchst als erstes einmal eine Untersuchung des Grundfutters um abschätzen zu können, wieviel da drin ist, dann kann man weiterrechnen. Es gibt schon Betriebe, die mit sehr guter Grassilage und etwa 3 kg Getreideschrot je Kopf und Tag gute Zunahmen zusammenbringen. Beim Heu ist es auch so, dass nur wirklich gute Qualität verwendet werden soll.
Brauchen tust du es bei Einstreuhaltung nicht, weil sie ohnehin nach Bedarf vom Stroh fressen um den Bedarf an strukturierter Rohfaser zu decken.

Gottfried



Fetzerl antwortet um 28-05-2012 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermastfütterung
Hallo,

zwei Tipps betreffend Berechnung: besorg dir das Buch "Qualitätsrindermast im Grünland" von Andreas Steinwidder (ja, ich weiß, Werbung, aber das Buch ist ganz gut); dort findest du die grundlegenden Infos zur Fütterung und welchen Bedarf die Tiere haben.
Hier auf der Landwirt-Homepage schau mal unter "Services" im Downloadcenter nach, dort findest du unter "Qualitätsrindermast im Grünland" die Rationsberechnung vom Steinwidder für Excel (falls du das Programm hast); die ist ausreichend genau und relativ leicht verständlich. Ich verwende die selbst und komme damit gut durch. Eine Berechnung für die Zusammenstellung eines Kraftfutters ist ebenfalls dabei.
Falls du Excel nicht hast, sollte die Datei auch in Open Office funktioneren.
Damit solltest du schon mal selbst die wichtigsten Dinge rausfinden können.

Die Reihenfolge der Fütterung finde ich gut; so mache ich es auch seit Jahren und bin ganz gut unterwegs damit. Heu sollten die Tiere nicht allzuviel bekommen; denn damit gehen die Zunahmen zurück.
Apropos Zunahmen: schau mal, wie groß die tägliche Zunahmen sind - einfach das Lebendgewicht zur Schlachtung minus Lebendgewicht beim Zukauf dividiert durch die Masttage des Tieres. Die sollten auf jeden Fall mal mindestens 1,2 kg pro Tag bei Maststieren sein; gute Leistungen gehen rauf auf 1,4-1,5 kg pro Tag.

Die optimale Menge Kraftfutter ist schwierig zu sagen; in etwa 2,5 bis drei kg pro Tag wirst du einrechnen müssen, um halbwegs gute Zunahmen zu erreichen (hohe Qualität bei Heu und Silage vorausgesetzt).
Zur Fütterung: das wird sehr schnell genauer; wieg einfach mal eine durchschnittlich volle Schaufel ab (muss halt die Küchenwaage herhalten), damit hast du schnell einen Anhaltspunkt, wieviel du pro Mahlzeit gibst und damit kannst du auf +/- 10-15 Deka genau füttern.

Die Geschichte mit dem Einstreuen kenne ich auch; die Tiere springen in der frischen Streu gern herum. Üblicherweise beruhigen sie sich sehr bald wieder.

Frage: wie ist dein Stall aufgebaut (Boxen oder Anbindung, welche Aufstallung)? Dann kann ich dir noch ein bisserl mehr sagen.

LG, Franz


halloralle antwortet um 01-06-2012 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermastfütterung
Danke für die vielen Tipps!
Ja es handelt sich um Anbindehaltung.
Die Fütterung mit Grassilage, darüber Schrot anschließend Heu funktioniert gut.
Der Tipp mit dem Einstreuen wärend der Fütterung funktioniert ebenfalls gut.!
Nach Wiegung bekommen die Einsteller 1,7kg Schrot abends und 1,7kg morgens.
> Das passt also mit den 2-3 kg täglich
Die Exceltabelle sieht kompliziert aus, hab Sie mir aber noch nicht so genau angesehen. Danke dafür.

Nun hab ich noch Fragen zur Fütterung von Stierkälbern.
Wie soll man sie füttern kurz nachdem Sie noch Milch gesoffen haben? Ohne Schrot nur mit Heu?
Ab wann mit Kraftschrot beginnen?

Danke


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