Mutterkuh Urbi 24-04-2012 09:37 - E-Mail an User
Kälberverluste
Hallo liebe Landwirte im ganzen Land, ich bitte euch um eure Mithilfe um mein Problem eventl. lösen zu können! Leider habe ich in letzter Zeit immer wieder mit Kälberverluste zu kämpfen - trotz Tierarzt. Folgendes, meine Kälber werden nach 3-4 Tagen schwach bekommen dann Durchfall, dieser vergeht mit Behandlung relativ rasch und das Kalb ist kurzzeitig vitaler, um kurz darauf durch verkrampfen oder starker teilnahmlosigkeit innerhalb kurzer Zeit zu verenden! Diesen Ablauf hatte ich jetzt schon bei 4 Kälbern in unterschiedl. Zeitabstände - trotz intensiver Behandlung! Hatte jemand von auch schon so ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es Hausmittel die unmittelbar nach der Geburt verabreicht werden um ein gesundes Kalb zu erhalten? Ich bin um jeden Beitrag froh und bedanke mich für eure Mithilfe!


rotfeder antwortet um 24-04-2012 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Hallo!
Es gibt viele Ursachen, oft sind Bakterien die Ursache. Abhilfe wäre die Keimbelastung zu senken, durch verbessertes Stallklima, Reinigung usw. Die Kälberiglus haben sich da sehr bewährt.
Oft ist aber auch ein Mangel oder eine Überversorgung der Rinder die Ursache. Hier wäre eine Blutuntersuchung angebracht. Als letzten Ausweg gibt es noch die vorbeugende Impfung.
Der Tierarzt deines Vertrauens wird dich entsprechend beraten.


Mutterkuh Urbi antwortet um 24-04-2012 13:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Danke, aber was meinst du genau mit einer Über- bzw. Unterversorgung? Meinst du eine Blutuntersuchung am Muttertier? Impfen wäre eine Möglichkeit, aber soweit ich informiert bin, ist hier eine 2malige Verabreichung notwendig und dies jährlich. Gibt es hier unterschiedliche Möglichkeiten? Bei einer Mutterkuhherde sollte das Impfen möglichst einfach sein ;-)



MUKUbauer antwortet um 24-04-2012 14:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
also doch Mutterkühe ...
nimm mal eine Kotsammelprobe im Stall - und lass die Untersuchen - gibt mehrere Ansätze dazu
hab da einen guten Artikel auf dem PC - wennst mir eine Mail schickst kann ich dir den Zukommen lassen

und den einen oder anderen Tip geben ...






wolfi111275 antwortet um 24-04-2012 16:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Wir hatten vor Jahren dasselbe Problem. Kein Kalb überlebte die erste Woche trotz Behandlung durch einen der erfahrensten Tierärzte bei uns. (6 Kälber in 8 Wochen) Da hat man keine Lust mehr in den Stall zu gehen.
Die Lösung war die Abkalbebox zu reinigen und mit gelöschtem Kalk zu desinfizieren.
Seit damals wird die Abkalbebox nach jedem Kalb gereinigt und gekalkt. Kühe haben ausreichend Mineralleckmasse mit Selen. Seit damals kein Durchfall mehr und vitale Kälber. Wir betreiben Mutterkuhhaltung 18 Kühe im Freilaufstall.



hm1965 antwortet um 24-04-2012 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
hatte vor 2 jahren das selbe problem! Alle kälber haben nach 3-4 tagen durchfall bekommen und sind danach verendet! habs dann mit impfen der kälber probiert, hat zwar geholfen nur war das ziemlich kostspielig!
dann ist mir eingefallen das eine kollegin im Facharbeiterlehrgang auch mal das problem hatte. sie hat mir dann gesagt dass sie das problem mit angesäuerter milch in den griff bekommen hat!
hab mir dann von ihr alles genau erklären lassen und siehe da----> seitdem ist mir KEIN kalb mehr verendet!
wenn du noch was wissen willst kontaktier mir einfach!!!


rotfeder antwortet um 24-04-2012 21:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Hallo!
Ja bei einer Blutuntersuchung wird das Muttertier untersucht. Es ist nicht nur der bekannte Selenmangel problematisch, sondern eine Vielzahl an z.T. Spurenelementen, die manchmal in Wechselwirkung zu einem anderen Element stehen. Z.B. macht in intensiven Grünlandbetrieben ein Kaliüberschuß Gesundheitsprobleme oder Magnesiummangel usw.


rotfeder antwortet um 24-04-2012 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Trotzdem wäre meine erste Ursachenvermutung ein vorliegender Hygienemangel.


179781 antwortet um 24-04-2012 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Was hat der TA gemacht? Beschreib uns das bitte genauer. Nur die kranken Tiere behandelt oder auch die Ursachen für die Erkrankung gesucht (und vielleicht auch gefunden)? Auch die "erfahrensten Tierärzte" können im Milchviehbereich gut sein, kennen sich aber bei Mutterkühen nicht aus und machen daher nicht das richtige!
Hört sich stark nach Rota-Corona Virus an. Und/oder hohe Belastung mit krankmachenden Keimen im Stall. Könnte auch BVD sein. Aber Ferndiagnosen über Internet sind ohnihin ein Unfug
Also als erstes feststellen, woran die Kälber wirklich erkranken. Dafür wäre z. B. der viel gescholtene TGD da.
So wie ich das aus vielen Betrieben, die von Milchvieh auf Mutterkühe umgestellt haben kenne, ist es ein Durchfall durch hohe Keimbelastung und Rota Coronaviren im Stall. Das wirkt sich bei Mutterkühen viel stärker aus, als im Milchviehstall, wo die Kälber sofort nach der Geburt in eine (hoffentlich saubere) Box kommen.
Deine Kälber gehen wahrscheinlich nicht an der Krankheit selbst ein, sondern an Flüssigkeits und Nährstoffmangel, weil sie aufgrund ihrer Krankheit zu wenig Milch aufnehmen. Also wenn du noch keinen hast, sofort einen Drencher kaufen und dafür sorgen, dass die Kälber mindestens 10 % des Körpergewichtes an Flüssigkeit aufnehmen. Wenn sie schon eher ausgetrocknet sind zuerst Elektrolyt und sonst Milch.
Die Kühe die noch zum Abkalben sind vor der Kalbung in einen anderen Stall wo wirklich alles sauber ist, wenn kein Stall dazu vorhanden ist, dann muss halt der Fendt im Freien schlafen und die Kälberkühe kommen dort hin. Noch besser ist es, wenn die Tiere auf der Weide sind. Und Mutterschutzimpfung sofort beginnen! Ein bisserl was hilft es auch noch wenn es zwei Wocher vor der Abkalbung geimpft wird.
Und für die Zukunft ein Konzept mit Hygienemassnahmen und Vorbeugung durch Impfung, Parasitenbekämpfung, richtige MIneralstoffversorgung (Selen) usw. zurechtlegen. Die Probleme die du hast, sind für die meisten Umstellungsbetriebe in den ersten Jahren "normal". Ich sage dass Neueinsteigern immer wieder und viele glauben es erst, wenn es sie nach 2 oder 3 Jahren erwischt.

Gottfried



tomsawyer antwortet um 25-04-2012 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Hallo !
Ich kann Gottfried nur beipflichten.Was aber unbedingt gehört, ist einmal festzustellen an was die Kälber verendet sind !Die Ursache gehört einmal gesucht.8vielleicht das Tote Kalb untersuchen lassen, macht ein Tierarzt bei der 'Tierkörperbeseitigung . Wenn es der Rota - Virus ist, wie schon beschrieben Hygiene. Was mich noch interresiert, du schreibst daß die Behandlung vom Tierarzt geholfen hat, was hat er gemacht ? Bei Durchfall glaube ich, kann man ja nicht viel machen, außer Infusion geben und immer wieder Flüßigkeitszufuhr ! Hab auch ein Kalb gehabt was mit ein paar Tage schon starken Durchfall gehabt hat,da hilft nur Elektrolytlösung zwischen den kleinen Milchmahlzeiten geben, auch in der Nacht hats Elektrolylösung bekommen.


Agraroekonom antwortet um 25-04-2012 10:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
Wir hatten schon ähnliche Probleme. Haben sehr gute Erfolge mit Impfung innerhalb von 12
Stunden nach der Geburt mit Selen E-sol 8 ml. Sehr wichtig ist die ausreichende Versorgung mit
Biestmilch. In den ersten 24 Stunden alle 3 Stunden 2 Liter Biestmilch verabreichen auch in der
Nacht. Ist zwar etwas mühsam, lohnt sich aber.


179781 antwortet um 25-04-2012 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
@ agrarökonom:
Wie machst du das bei Mutterkühen, alle 3 Stunden 2 l Milch geben? Da hätte ich bei meinen schon das Problem, dass sie mir die Milch nicht geben, und ein Kalb, das einmal bei der Kuh getrunken hat, trinkt dir nicht mehr aus der Flasche oder dem Tränkeeimer.
Und genau solche Vorschläge bekommt man aber auch von "erfahrenen Tierärzten"

Gottfried


bergbauer310 antwortet um 11-11-2012 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kälberverluste
was für ein mittel nimmst du?? lg


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