asoo 14-04-2012 16:44 - E-Mail an User
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Jetzt wo der Milchpreis der FMA total im Keller ist, ist auch von Halbmayer und Co nicht mehr viel zu hören. Leider haben sich doch einige von ihnen verunsichern und überreden lassen und müssen mit Milchpreisen unter 30 cent vorlieb nehmen. Da ein Zurück zu anderen Liefergenossenschaften auch relativ schwer ist, müssen es die Milchproduzenten selbst ausbaden.


HAFIBAUER antwortet um 14-04-2012 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kaum zu Glauben die kriegen nur 30 Cent, mein Nachbar hat mich vor ein Paar Jahren geschimpft da i ein Arsch bin da ich nicht Teilnehme.Bleib der Lieben Genossenschaft Treu dan bist Vor da Bei.Ja.Ja.


helmar antwortet um 14-04-2012 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kannst du das bitte genauer erklären, lieber Hafibauern?
Mfg, Helga



muk antwortet um 14-04-2012 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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tatsächlich aber 48 cent . da können andere nur davon träumen


walterst antwortet um 14-04-2012 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die FMA hat quasi Barometerfunktion am Milchmarkt.
Dass sich manche (im übertragenen Sinn) drüber freuen, wenn ihnen selber Hagelgewitter und Hochwasser bevorstehen, muss ich akzeptieren. Ich lerne halt auch dazu.


helmar antwortet um 14-04-2012 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wo denn, lieber Walter, freut sich denn jemand? Und dass bei steigender Milchanlieferung die Preise nirgendwo mitsteigen ist auch eine Tatsache. Wenn es mehrere Abnehmer in einem Gebiet gibt, kann sich der Milchbauer jenen aussuchen der ihm am genehmsten ist,und anderswo halt nicht.
Mfg, Helga


Gewessler antwortet um 15-04-2012 01:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@asooo: ich find dei Schadenfreude absolut scheiße! Jeder der sich um Märkte kümmert verdient mei Hochachtung. Wären nicht Großpöltzl und Mitstreiter gewesen, die eine Liefergemeinschaft gegründet haben würde der Milchpreis heute viel anders aussehen. Ihr habts nur noch zwei Jahre Zeit um euch um Märkte zu kümmern statt um Quote. Glaubts ma die Bayern nehmen dann jede Menge von ihren österreichischen Lieferanten, weil sie sich nur mit 60 - 70 % ihrer Produktionsmenge mit Verträgen binden, also nach oben Luft haben. Und die schätzen unsere Qualität - also jeder der sich um Märkte kümmert, dem müaßts dankbar sein, denn er entlastet unseren Markt. Und wenns derzeit einen schlechteren Preis bekommen dann tuans ma leid, aber die Markenproduzenten hinken halt immer hinterher, wie Walterst richtig bemerkt. Und vielleicht asoo is dei Preis nur deswegn besser, weil eben der Markt durch die FMA entlastet wurde - dankbar muaßt denen sein - denk amoi drüber nach, wenn die Geschäftsführer über die viele Milchanlieferung jammern und euch einreden die Quote ist so super, nur dass sa si nit um den Verkauf schern miaßn. Gebts eahna an Vertrag wia ein Coca Cola Manager hat - dann redns glei anders.


asoo antwortet um 15-04-2012 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hat mit Schadenfreude nichts zu tun. Sie haben in schlechten zeiten Milchpreise gefordert die unrealistisch waren- wo der Markt nicht mehr zugelassen hat, jetzt wo der Preis halbwechs in Ordnung ist zahlen sie Preise,die sie vor zwei Jahren noch verdammt haben und die Genossenschaftsfunktionäre für unwillig und unkompitent bezeichnet haben.


walterst antwortet um 15-04-2012 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@asoo
Als Lieferant der FMA entschuldige ich mich ausdrücklich bei Dir, dass wir in schlechten Zeiten bessere Milchpreise für alle Milcherzeuger eingefordert haben, die offensichtlich erreichbar und notwendig waren. Wir waren in Milchpreisfragen wohl einfach nicht "kompitent"


helmar antwortet um 15-04-2012 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Asoo, auch wenn es so ist, kannst das nicht ändern. Ich nehme an dass sich jeder nach reiflicher Überlegung entschieden hat entweder zur freien Milch zu liefern oder bei seinem Abnehmer zu bleiben.
Und lieber Gewessler, dass bayerische Molkereien Milch aus Österreich kaufen, warum nicht? Viele grosse Milchlieferanten sind nur mal Bayern näher als Baden.
Mfg, Helga


heumax antwortet um 15-04-2012 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo !
Ja so ist eben der freie Markt, und den haben wir schon seit 1995 in der Milchbranche. Jeder der glaubte er kann noch so werkeln wie zur Zeit des Milchwirtschaftsfonds, der ist sowieso schon weg von der Bühne.
Zur FMA - diese Entwicklung war vorhersehbar und wird nach Fall der Quote noch weit dramatischer werden, ob das jetzt einige hören wollen oder nicht. Mir tun nur die Bauern leid, die sich von Besserwissern und alle anderen für unfähig haltenden in diese für sie jetzt sehr kostspieligen Misere hineinreiten haben lassen.
Schon sehr aufschlussreich, dass man von jenen die sonst hier im Forum so tun als hätten sie die Lösung für alle Probleme im kleinen Finger, jetzt keinerlei Verantwortungsbewusstsen spürt, na ja das hat man eben heute nicht mehr so - hinter mir die Sintflut.


walterst antwortet um 15-04-2012 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@asoo
Was ich noch vergessen habe. Ich entschuldige mich auch gleich dafür, dass wir jetzt nicht auf die Strasse gehen, um schlechtere Preise für alle einzufordern, weil dies ja der "Markt" so verlangt.
Diese Forderung überlassen wir den "Kompitenten"


golfrabbit antwortet um 15-04-2012 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hoffe ehrlich daß sich die FMA und andere Liefergemeinschaften wieder derrappeln. Ein Scheitern wäre nicht nur für die beteiligten Bauern eine Katastrophe, sondern auch wir Genossenschaftler würden wohl wieder anders von den diversen Geschäftsführern behandelt/bezahlt werden. Konkurrenz belebt!
Die Berg- und Talfahrt der Milchpreise wird wohl noch stärker, freie Lieferanten werden das immer etwas früher zu spüren bekommen. - im Guten wie im Schlechten.


Christoph38 antwortet um 15-04-2012 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist einigermassen auffallend mit welcher Genugtuung sich Bauern freuen, wenn andere Milchbauern schlechte Preise erzielen.
Anstatt sich zu freuen, dass es Bauern gibt die mit viel Zeitaufwand versuchen Dinge in Bewegung zu bringen, dass Bauern nicht bloss als teilnahmslose Marktteilnehmer und Statisten am Milchmarkt sind, wird mit Häme reagiert.
Wenn man schon selber sich mit dem abspeisen lassen will, was der Markt nach Abzug aller Handels- und Gewinnspannen an Krümeln übrig lässt, sollte man meinen dass wenigstens eine Trittbrettfahrermentalität besteht und man davon profitiert, dass sich die Genossenschaften auch ein bisserl mehr einfallen lassen müssen.

Doch Fehlanzeige, man gönnt es den Berufskollegen die versuchen bessere Preise zu erzielen, wenn sie ordentlich einfahren.

Ich kann mir nicht vorstellen, das in meiner Nebenerwerbstätigkeit irgendein Marktteilnehmer so dämlich ist, sich zu freuen wenn ein Kollege einen richtigen Scheisspreis erzielt. Gehen die Preise den Keller runter, kann man sich bald ausrechen wer der nächste Betroffene ist.
Ich bin immer froh, wenn Berufskollegen sehr gute Preise erzielen, dann kann ich nämlich nachziehen.

Am Milchmarkt scheinen andere Gesetze zu herrschen.
Ein miserabler Preis von Kollegen wird begeistert aufgenommen.


Fendtfan antwortet um 15-04-2012 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei aller Schadenfreude von einigen,ist einfach nur traurig.
Hat einmal schon einer nachgedacht was sich nach dem Auslauf der Quote bei uns Lieferanten überhaupt abspielen wird.
Die MOLKEREIEN und KÄSEREIEN werden sich die Milch unter den Nagel reissen, die warten ja nur darauf, dann ist die Wechslerei sowieso vorbei, wenn unsere Träumer von Vertretung nichts machen.
Sieht aber ganz danach aus, ist ja von denen totale Ruhe angesagt, kann man doch nicht den Milchgenossenschaften vorschreiben das das Milchkontingent ja Bauern gehören SOLL.
Und somit kann sich jeder ausrechnen wie der Milchpreis in Zukunft sein wird, wenn wir nichts dazulernen werden wir endgültig die Leibeigenen von den Genossenschaften, dann ist der Milchpreis je nach Lust und Laune.
UND DAS WOLLEN WIR ?
So sehe ich die FMA eindeutig im Vorteil weil sie NUR für ihre Mitglieder da ist und nur auf diese Weise die Richtmengen beim Lieferanten bleiben.


Christoph38 antwortet um 15-04-2012 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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PS: Wollte noch anmerken, dass die Freude über sinkende Preise auch durchaus eine positive Seite hat, zeigt sich doch dadurch, dass für viele die Milchpreise derart positiv sind, dass man einer Absenkung locker und gelassen gegenüber steht.


veti antwortet um 15-04-2012 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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da mein einblick in die milchpreispolitik zugegeben nicht der beste ist und ich dementsprechend nicht "kompitent" genug bin, möcht ich diese situation auch nicht beurteilen. aber bei einer aussage von asoo ist mir echt die galle hoch gekommen: "unrealistische preise fordern, die der markt nicht mehr zugelassen hat". zeig mir einen- nur einen einzigen gewerkschafter, der sich darum schert, ob die lohnforderungen realistisch sind. wie immer bestes beispiel ist da ja der neugebauer- als ob den das einen dreck geschert hätte, wie dann das budget aussieht, wenn die beamten gut abschließen. die aufgabe der bäuerlichen interessensvertretung, von bäuerlichen genossenschaften, etc... sollte eigentlich klar sein, möchte man meinen. offenbar sollte man die erbosten konsumenten künftig aber zur landwirtschaftskammer und nicht mehr zur ak schicken, wenn vom auer angefangen bis in die untersten ebenen permantent aussagen wie "das kann sich der konsument nicht leisten" kommen. wenn jeder jedem alles zu neidig ist und die bauern- selbst diejenigen mit gleichen wirtschaftszweigen- sich gegenseitig die messer in den rücken rammen... da ist schon viel hausgemacht...


mostkeks antwortet um 15-04-2012 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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danke golfrabbit: eine vernünftige einstellung. Alle die die sichere Route in der Genossenschaft gewählt haben sind Trittbrettfahrer von den Erfolgen der FMA. (Ich bin auch dabei) Und wenn die FMA scheitert, (um dies zu beschleunigen unternehmen die großen Molkereien alles auf Kosten der Liferanten) dann können sie uns bei der nächsten Versammlung wieder sagen wie froh wir sein müssen, dass unsere Milch abgeholt und verarbeitet wird. Und dass wir dank ihres Einsatzes sogar noch was dafür bekommen!!!

Wenn die FMA erfolgreich ist, dann kommen die Molkereien ein bisschen in die Zwickmühle! Und zum Thema freier Markt: Glaubt da noch jemand dran? Wo ist denn der Markt frei von Unterstützungen, Besteuerungen, Lobbyisten,.......

Welcher Preis ist für milch unrealistisch? Es gibt Betriebe die verkaufen ihre Produkte zu VOLLkosten oder sogar darüber ganz ohne schlechtem Gewissen!


Hubsi antwortet um 15-04-2012 12:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es freut mich das die Zuversicht bei der FMA noch so groß ist. An und für sich ist der Gedanke eines guten Milchpreises auf beiden seiten der selbe. Nur denk ich mir das die FMA eben erst jetzt bemerkt das der Markt seine eigenen Gesetze hat und mit den selben Problemen kämpft wie die Molkereien.
Man war eben sehr Blauäugig. Milch ist Rohware, mit der kannst eigentlich nix anfangen ausser du hast eine dieser blöden Genossenschaftsmolkereien. Aber die sollten wir rasch abschaffen weil die Beschäftigen hunderte von Arbeiter. Wie ich lese wartet man im Ausland schon auf unsere Milch. Transport is kein Thema. Mostkeks hat schon recht mit freier Markt. Nur schauts euch die Preise im Ausland an, ich meine durchschnittswerte - keine momentanen ausreisser - da sind wir EU weit im Spitzenfeld und Länder welche billige Milch im eigenen Land zur Verfügung haben, werden unsere Preisvorstellungen nicht erfüllen.


Josefjosef antwortet um 15-04-2012 18:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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als Außenstehender ( Gottseidank)
würde ich es auch sehr begrüßen, wenn die FMA sich wieder hochrappeln kann.
Es war mal eine Initiative von Landwirten. Anstatt sich von den Genossenschaftsmolkereien
endlos verarschen zu lassen.
Übrigens: warum treten die hochgelobten Genossenschaftsmolkereien nicht mal gemeinsam gegen den übermächtigen Handel auf? Es geht denen doch gar nicht um die Sache, einen möglichst guten Preis für ihre Mitglieder und Lieferanten zu erzielen.
Es geht doch nur um Befindlichkeiten.

Auch wenn es zurzeit für die FMA schlecht läuft, hoffe ich doch, dass sie sich aus der Lage wieder befreien kann und die Milchpreise für die Lieferanten steigen.


mostilein antwortet um 16-04-2012 18:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich als nöm lieferant kann nur sagen das die FMA für bio nur um 1cent mehr zalt als für die nöm für meine konvetionele milch
bin treuer NÖM lieferant


helmar antwortet um 17-04-2012 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auch ich wünsche der FMA dass sie ihren Lieferanten wieder bessere Preise zahlen kann.......egal ob für Milch im Bündel oder im Milchtank. Denn wenn jemand Milchbauer ist dann soll er auch ein Einkommen aus seiner Tätigkeit erwirtschaften können.
Mfg, Helga


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