Lisi23 06-04-2012 14:42 - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Wir haben letztes Jahr auf Tiroler Grauvieh-Mutterkühe umgestellt und sind bisher sehr zufrieden damit. Da wir aber nicht immer auf den Zukauf von Tieren angewiesen sein möchten, möchte ich nun ein paar weibliche Kälber als eigene Nachzucht großziehen. Wir sind aber unschlüssig, wie wir die mittlerweile 7 monatigen Jungrinder am Besten abspänen und die Kühe trockenstellen. Vielleicht hat jemand schon Erfahrungen in dieser Hinsicht.


little antwortet um 06-04-2012 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Wieso willst du jetzt schon absetzen? Laß die Kälber ca. 10 Monate bei der Kuh und dann trennst du sie. Dann steht die Kuh noch 2 Monate trocken. Die 3 Monate bei der Kuh tun den Kälbern noch gut, mußt aber aufpassen das kein Bulle oder grössere Bullenkälber in der Herde sind. Es kann nämlich sein das die ersten Kälber schon mit 6 Monaten stierig sind und werden dann ungewollt belegt.

little


Rocker45 antwortet um 07-04-2012 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Zuchtkälber zu lange bei den Muttertieren zu lassen, halte ich für unsinnig, besser du setzt sie schon mit 6-7 Monaten ab. Je früher sie von der Milch weg kommen , desto früher lernen sie viel Grundfutter aufzunehmen.
Obendrein tust du den Muttertieren keinen Gefallen, wenn du die Kälber so lange dabei lässt.



Lisi23 antwortet um 08-04-2012 14:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Die Jungrinder sind schon ziemlich gut genährt - habe Angst, dass es später zu Fruchtbarkeitsproblemen führt wenn sie zu dick werden. Daher möchte ich sie jetzt schon abspänen. Bullenkälber sind kein Problem mehr - die sind schon verkauft. Meine größere Sorge ist aber, dass die Jungrinder wenn wir sie zu kurz von den Müttern trennen wieder bei den trockenstehenden Kühen zu saufen beginnen. Wir können nämlich nur während der Sommermonate einen Herdentrennung machen (Heimbetrieb & Alm). Am Heimbetrieb können wir keine Gruppe separieren. Dh. ab September/Oktober muss die Herde wieder zusammengeführt werden. Hat wer Erfahrung wie lange Jungrinder seperat von den Müttern gehalten werden müssen damit sie nicht mehr saugen?


mail_fra_bauer antwortet um 08-04-2012 15:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Habe vorige Woche 4 Jungrinder (7 bis 9 Monate alt) von der Herde getrennt. Meiner Erfahrung nach sind mindestens 2 bis 3 Wochen besser 4 Wochen notwendig um absolut sicher zu sein. Halte meine Jungrinder in dieser Zeit in einer eigenen Box. Danach kommen sie zur Gruppe der Trokenstehenden Kühen in den Stall od. im Sommer auf die Weide. Bei meinen Waldviertlerinnen (Blondvieh) habe ich bisher keine Probleme mit dem besaugen gehabt.Ein Kollege hat mir vor ein paar Tagen erzählt daß er keine eigene Nachzucht mehr verwendet wegen dieser Problematik. Er hat Fleckvieh ( 23 Kühe ) und eine Waldv, Blondviekuh. Die Nachzucht der Waldv. war bei ihm die einzige die nach der Entwöhnung nicht bei anderen saugte. Also könnte dieses Problem auch Rassebedingt sein.

lg und viel Erfolg bei der Entwöhnung Franz


Lisi23 antwortet um 09-04-2012 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Danke Franz! So ähnlich möchten wir es auch machen. Gut zu wissen dass es so funktionieren könnte.
Als wir noch gemolchen haben, haben wir zum Trockenstellen immer Trockensteller vom Tierarzt verwendet. Ist des bei den Mutterkühen auch notwendig bzw. von Vorteil?


MUKUbauer antwortet um 09-04-2012 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Hallo

Älter wie 6 Monate lass ich gar kein Kalb werden neben der Kuh, das funktioniert unserer Erfahrung nach gut
dafür sind die Kühe mit dem nächsten früher dran ...

muß aber dazu sagen das wir die Kühe extensiv füttern...


mail_fra_bauer antwortet um 10-04-2012 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Ich verwende keine Trokensteller.Funktioniert in den meisten Fällen gut. Hin und wieder kann es schon vorkommen daß ein Euterviertel beschädigt wird. Ist aber bei der Mukuhaltung nicht so ein Problem wie bei den Milchkühen. Bei meinen 13 Mukus habe ich in den 10 Jahren eine Kuh wegen dem Euter schlachten müssen.
mfg Franz


hula antwortet um 05-06-2012 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Ich betreibe nun schon über 20 Jahre Mutterkuhhaltung ca. 4 - 5 Kühe (Selbstvermarktung und Zuchtviehverkauf). Bei mir werden nur die für die Zucht geeigneten Bullenkälber wegen der Geschlechtsreife mit ca. 9 Mon. abgesetzt. Die anderen Bullenkälber werden mit ca. 8 - 9 Monate kastriert (geschnitten - nicht mit der Zange) Ich hatte in all den vielen Jahren noch nicht einmal erlebt, daß ein Kalb später das Saugen wieder angefangen hat. Die Mütter stoßen die Absetzer oft erst ein paar Wochen vor der nächsten Geburt ab. Ich hatte auch noch nie deswegen Euterprobleme. Ich denke, die Milch und wenn es nur noch 1 - 2 Liter am Tag sind, kommt den Jungen in ihrer Entwicklung sehr entgegen. Somit wird auch einer starken Verfettung der Mütter bis zur nächsten Kalbung vorgebeugt.
Was für mich auch noch sehr wichtig ist, wenn die weibl. Tiere in der Mutterkuhherde bleiben, ist die Herde viel ruhiger, wie wenn die 2 Jahre davon getrennt sind bis sie in die Stammherde kommen. Von einem Zukauf von fremden weiblichen Tieren rate deshalb auch ab. Du hast zwar nur eine Herde auf der Wiese. In Wirklichkeit sind es aber immer zwei Herden.
mfg hula


mukuchristian antwortet um 11-12-2012 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eigene Nachzucht bei Mutterkuhhaltung
Ich würde dir empfehlen die Kälber nicht zu behalten !
Habe es probiert und das Kalb hat nach drei jahren selbst ein Kalb gehabt aber immernoch bei seiner Mutter gesaugt!
Habe einen saugentwöhner verwendet ab 1 Jahr - zur abkalbung
Seit dem behalte ich keine Rinder mehr für die nachzucht.



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