Muuh 09-03-2012 09:11 - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
Landwirte müssen sich gegenüber Schlachthöfen und Molkereien organisieren und bündeln - Nicht nur die Menge sollte über die Zukunft eines Betriebes entscheiden.
weiter gehts auf
http://www.raiffeisen.com/news/artikel/30220973
 


sturmi antwortet um 09-03-2012 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
Dr. Albert H o r t m a n n - S c h o l t e n von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen geht davon aus, dass die großen Wachstumsschritte der letzten Jahren nicht mehr weitergehen werden.
„Es gibt sie noch, die bäuerliche Landwirtschaft, und es lohnt sich auch, für diese Betriebe einzustehen“, betonte Hortmann-Scholten. Möglichkeiten sieht er durch eine bessere Organisation der Schweinehalter.
Der Einzelhandel, die Schlachthöfe bis hin zur Futtermittelerzeugern erwirtschaften Kapitalverzinsungen zwischen 15 % bis 22 %; nur die Landwirte lägen bei minus 3 %.

Nau do schau her, der jammert oba! ;-)
MfG Sturmi





Christoph38 antwortet um 09-03-2012 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
Ah geh das ist doch ein deutscher Raiffeisenbeitrag.
Da kann es doch bei uns ganz anders sein mit dem Gewinn- und Mengenwachstum.



Halodri antwortet um 09-03-2012 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
Wir werden Gewinnwachstum in der Produktion brauchen, weil nach 2013 werden die Ausgleichszahlungen stark sinken, vor allem für extensiv wirtschaftende Betriebe mit wenig Marktleistung.


mostkeks antwortet um 09-03-2012 14:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
Hab mir jetzt die Mühe gemacht und die Betriebe gezählt, die beim Grünen Bericht in meinem Vergleichsgebiet einen Rentabilitätskoeffizienten über 1 (100%) sprich GEWINN machen.

es sind 19 von von 307 Betriebe

aus Betriebswirtschaftlicher Sicht müssten (wenn sich dieser Trend vortsetzt) die restlichen 288 die Produktion einstellen. (Ich bin auch dabei)

Aber bauern rechnen nicht wie Geschäftsführer und das ist gut so!


Halodri antwortet um 09-03-2012 14:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
@ Keks
"Und das ist gut so" - na ich weiß nicht so recht.
Auf lange Sicht werden diese 288 Betriebe dicht machen müssen, oder sie nehmen von sonst wo Geld her um sich LW leisten zu können.


fgh antwortet um 09-03-2012 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
@keks:
Das ist sicher nicht gut so, würden wir so rechnen wie Geschäftsführer wäre es nie soweit gekommen und vor allem würden viele nicht wirtschaften bis sie ihre Existenz ruinieren - nur weil sie nie gerechnet haben.
Tatsache ist, nach 2013 wird es große Einschnitte geben und jeder der jetzt schon anfangt zu rechnen und kalkulieren wie es sich gehört und dann die zugehörigen Maßnahmen setzt wird überleben, wer nach deinem Motto arbeitet wird daran zu Grunde gehen.


mostkeks antwortet um 09-03-2012 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
Ich hab damit nicht gemeint, sie sollen nicht rechnen!

Ich meinte nur, wenn ein Arbeiter nicht mindestens das einbringt was er kostet wird er normalerweise wegrationalisiert. Wenn das der Bauer macht wird sein eigener Arbeitsplatz wegrationalisiert.

Die meisten Geschäftsführer und "tüchtigen" Unternehmer optimieren ihren Betrieb immer in die Richtung wo momentan die meiste Kohle rausschaut. In der Landwirtschaft gibt es häufig noch was anderes:

Nachhaltigkeit!

Und wenn alle Förderungen (Ausgleichszahlungen, Subventionen) ... gestrichen werden (woran ich absolut nicht glaube)
Dann brauchen wir keine AMA mehr zum verteilen, keine BBK mehr für die Antragsabwicklung, Keine EU-Komissare für die Erfindung von neuen Programmen (Mitsamt ihrem ganzen Schwarm an Experten)
Nur mehr einen Bruchteil der Agrarpolitiker
....
Glaubts ihr wirklich, die rationalisieren ihren eignen warmen Sessel weg?

LG


fgh antwortet um 09-03-2012 19:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
@mostkeks:
.... hast du schon mal gedacht, dass nachhaltiges Wirtschaften in der Landwirtschaft eventuell sogar wirtschaftlich ist...?

Wenn nicht das du noch nicht viel gerechnet und kalkuliert. Firmen orientieren sich schon an den Geschäftsfeldern bei denen momentan was zu verdienen ist, aber auch bei Geschäftsführern ist im Hinterkopf der Gedanke länger in diesem Bereich tätig zu sein als ein paar Jahre...


mostkeks antwortet um 09-03-2012 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
...Geschäftsführern ist im Hinterkopf der Gedanke länger in diesem Bereich tätig zu sein als ein paar Jahre...

@fgh mag öfters zutreffen. Viele Geschäftsführer arbeiten nur für eine Periode von zB. 4 Jahren im Unternehmen. In diesen 4 Jahren muss die Bilanz stimmen, da diese als Referenz für den nächsten Betrieb gilt. Und dabei wird alles für schöne Zahlen getan. (zB. die Forschungs und Entwicklungsabteilung wegrationalisiert) Wie sich das auf lange Sicht auf das Unternehmen auswirkt ist denen egal.

Aber es wird auch umsichtige Geschäftsführer geben.

Ein bisschen hab ich auch schon herumkalkuliert, aber es gibt keine Größen in € für Bodenfruchtbarkeit, Umweltverträglichkeit, Intrinsische Nutzen,....

Sondern nur für Verzinsung,.....

Eine ordentliche Buchführung mit einem Jahresabschluss ist natürlich eine gute Unterstützung für die Betriebsführung, aber am Ende des Jahres nicht das einzig entscheidende!

LG

PS: Die einzelbetrieblichen Ergebnisse des Grünen Berichtest erschrecken mich zum Teil schon sehr und zeigen aber auch was alles möglich ist.
Aber die Politiker schauen das fertige Ergebniss an und sagen im Schnitt gehts der LW eh ganz gut.

Einen Fuß in der Gefriertruhe, einen im kochenden Wasser - im Schnitt passts!


schellniesel antwortet um 09-03-2012 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauern brauchen Gewinn- statt Mengenwachstum
fgh und Mostkeks

nun ja ihr habt beide recht den die meisten derzeitigen Geschäftsführer,Betriebsleiter, filialleiter,... sind in max 5 jahres Turnus unterwegs 5 jahre die einer aufbaut danach muss er gehn weil die kosten reduziert werden müssen die 5 jahre für den rationalisierer sind gekommen.....

Warum Bauern warum das bei abuern alles funktioniert ist eigentlich klar!

Normales Gewerbe kalkuliert mit wenig variablen. es wird alles mit in den produktpreis reingerechnet inkl dem Gewinn! Wie ist es beim Bauern??

Preis wird quasi vorgegeben kannst du damit auch noch mit Gewinn produzieren inkl der Förderung überlebst wenn nicht auf wiedersehen!

Also muss der Landwirt genauso auch oder sogar mehr betriebswirtschaftliche Umsicht zeigen den die Variablen wetter, Marktlage, politik,... und und und kann man nicht wirklich kalkulieren und so ist der Gewinn eines betriebes oft nur vom gutwollen dieser Variablen abhängig und auf lange sicht braucht es eben einen betriebsfüher der trotz dieser Schwankungen am leben erhält!

Gewinn ist aber auch etwas das überschätzt wird! Den letzen Endes muss am ende des Jahres nicht viel übrig bleiben nachdem alle Rechnungen bezahlt sind der Maschinenpark intakt gehalten wurde eventuell modernisiert, ein paar freizeitaktivitäten leistbar waren und frau und kinder gesund genährt und beschenkt worden sind!

Mfg Andreas





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