179781 02-03-2012 19:08 - E-Mail an User
Stiermast, ein Betriebszweig mit Zukunft?
Bei uns ist momentan so ein Trend bei nicht wenigen Betrieben, die Milchkühe aufzugeben und für 150 oder 200 Maststiere einen Stall zu bauen.
Wo werden in Zukunft die Kälber für solche Ställe herkommen, wenn in Summe die Kühe immer weniger werden. Und wie wird sich das Geschäft rechnen, wenn die Kälber teurer werden, die Futterkosten nachhaltig steigen und ein Neubau abgezahlt werden soll? Ob die Preise für Rindfleisch noch Luft nach oben haben möchte ich bezweifeln, da werden die Konsumenten nicht mehr mitmachen.

Gottfried


19Georg84 antwortet um 02-03-2012 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stiermast, ein Betriebszweig mit Zukunft?
Hmm, der Trend setzt sich bei uns auch speziell in den kleineren Betrieben durch die dann auf 60-100 Tiere umstellen. Kann nur sagen das einige von unseren Stiermästern jetzt sogar schon schwierigkeiten haben gute Tiere zum vernüftigen Preis od. manchmal nicht genug finden auch wenn sie gar nicht mehr so wählerisch sind.
Zukunft was € hier anbelangt. Schwer zu sagen den da varieren die Betriebe laut Betriebszweigauswertungen teilweise sehr stark von DB 300€/Tier zu 120€/tier und das macht natürlich auch einiges aus. Ich kämpfe nämlich gerade mit dem selben Problem, Ausmast Auslagern (Einsteller) oder neubau. Hab nämlich 40 Mukuh mit eingener Ausmast und die Maststallungen sind mittlerweilen nicht mehr stand der Dinge. Nur soviel ohne Investförderung brauch nicht nichmal daran denken den dann bleibt echt nimma viel Luft.


Fetzerl antwortet um 02-03-2012 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stiermast, ein Betriebszweig mit Zukunft?
@Gottfried: die Preise haben tatsächlich nicht mehr soviel Spielraum nach oben, da der Handel kaum Preiserhöhungen zulässt bzw. weiterhin auf Aktionen setzt (lt. topagrar 03/2012 - gilt zwar für D, wird aber in AT kaum anders sein); momentan schluckt die Schlachtbranche einen Teil...
Was gut ist: die Importe in die EU sinken stark ab, weil andere auch gut zahlen bzw. der Außenschutz noch wirkt.
Ich glaube auch, dass die Rindfleischproduktion nach wie vor funktioniert, nur wenn wirklich soviele Mastställe gebaut werden, dann werden die guten Kälber noch knapper werden und auf Einsteller ausweichen wird auch nicht funktionieren - ev. werden mehr auf Mutterkuh gehen müssen oder aufhören.
Im mittleren und östlichen NÖ hören dafür die kleinerern Stiermäster inzwischen auf, da bleibt noch etwas Platz..

LG, Franz




Josefjosef antwortet um 03-03-2012 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stiermast, ein Betriebszweig mit Zukunft?
Hallo,

ik will mal so sagn:
Stiermast hat für die Tiere selbst wohl keine Zukunft. :-)
bzw. keine gute.

im Ernst:
Es ist nicht leicht, vorherzusagen, wie das mit der Stiermast laufen wird.
Bin aber, so wie immer skeptisch.
Wenn ich bedenke, dass es zuerst die Stierprämie gab, um einen wichtigen Preisausgleich zu schaffen, damit sich die Stiermast überhaupt rechnen kann. Dann wurde diese Stierprämie in die Betriebsprämie eingebunden. Zukünftig soll die Betriebsprämie fallen und nur mehr eine Ha-Prämie mit was weiß ich ca. 250 bis 300 Euro / ha werden. Dann, meine Lieben schauts ned guat aus.
Kommt es vielleicht anders? wer weiß?


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