SpiessF 31-01-2012 12:07 - E-Mail an User
Mutterkuhhaltung
Auf welche Eigenschaften wird bei der Mutterkuhhaltung besonders wertgelegt? Eignet sich das Tiroler Grauvieh für die Mutterkuhhaltung?


179781 antwortet um 31-01-2012 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuhhaltung
Die Kuh soll jedes Jahr ein Kalb großziehen, wenig Aufwand und Arbeit verursachen. Das heißt gute Muttereigenschaften, gute Fruchtbarkeit, gute Füße und Euter. Erst danach kommen Zunahmen, Fleischansatz usw.
Tiroler Grauvieh eigenet sich sehr gut. Je nach Nutzung der Nachzucht eine passenden Stier dazu. Und - ganz wichtig!!! -die Produktionstechnik in der Mutterkuhhaltung lernen. Mutterkühe und Milchkühe sind zwei komplett verschiedene Produktionsformen, auch wenn sie mit den selben Kühen am selben Betrieb stattfinden.

Gotfried


anderson antwortet um 31-01-2012 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuhhaltung
Hallo,
bei Tiroler Grauvieh sind einige Dinge zu beachten. Vorweg: Zur Erzeugung von Jahrlingen in Verbindung mit Weide/ Alpung ist die Rasse sehr gut geeignet. Sie haben im ersten Lebensjahr eine sehr gute Zunahme und sind gut weidetauglich. Die Förderung für bedrohte Rassen sind auch erwähnenswert.
Aber die Rasse ist etwas giftig im Umgang untereinander und gegenüber Menschen. Was das Problem verschärft ist der Umstand, dass man kaum hornlose bekommt.
Warnen muss ich dich auch vor Kreuzungsexperimenten, es ist halt nur eine kleine Rasse und da muss man vorsichtig sein.

mfg
anderson



klw antwortet um 02-02-2012 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuhhaltung
Hallo!
Hab selber MUKU, bin aber von den kleinrahmigen Rindern nicht überzeugt. Wenn man bedenkt das der Erlös in der MUKU Haltung nur ein Kalb/Jahr ist. Habe bei den Kühen von Fleckvieh, Murbodner, Pinzgauer alles gekreuzt. Und wie man immer wieder hört und auch im Forum liest ist mit der Förderung gefährdeter Rassen nach 2013 sowieso Schluss, auch das ist ein Punkt für mich. Derzeit habe ich einen Murbodner Zuchtstier, sehr robust. Vom Gewicht her, nur mit Weidehaltung und im Winter Grassilage wiegt er derzeit mit 30 Monaten ca. 800kg. Seine Einsteller wiegen ca. mit 8- 9 Monaten 400kg (nur Weidehaltung), Erlös €900,- pro Kopf, so habe ich sie 2011 verkauft. Wenn du exportieren (z.B. Türkei) möchtest meinte mein Viehhändler das du du auf €950- €980,- pro Kopf kommst. Natürlich bekommst mit Charolais z.b. noch größere Einsteller, nur liegt mir sehr viel daran, das die Kühe alleine kalben, und das ist vor allem bei den Pinzgauer Kühen eine tolle Sache.


anderson antwortet um 09-02-2012 12:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuhhaltung
Hallo,
da hat klw recht. Kleine Rassen sind nur bedingt für die MUKU Haltung geeignet. Hier im Tiroler Oberland sehe ich aber eine gute Niesche, da die Kühe auch auf der Alm noch genug Milch geben. Bei Fleckvieh habe ich schon oft stark abgemagerte Kühe gesehen und die Kälber konnten dann auch nicht ihr Potential zeigen.
Natürlich sollte auch erwähnt sein, dass ich für zwei große Kühe drei Grauviehkühe füttern kann. GVE Besatz spielt bei uns keine Rolle, da ja fast alles Vieh auf der Alm ist und so genügend Fläche zur Verfügung steht.
Die etwas bessere Fleischqualität und die gute Ausschlachtung die es beim Grauvieh gibt, lässt sich aber nur bei der Direktvermarktung ausnutzen.
mfg
anderson


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