hans_meister 18-04-2011 13:31 - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
Die österreichische Ökostromgesetzregelung ist eine Aneinanderreihung von politischen Pleiten. Eigentlich will man ja etwas tun, andererseits will man, so scheint es, die großen Konzerne nicht verärgern.
Tatsache ist am österreichischen Ökostromgesetz wird seit Jahren herumgepfuscht. Es gibt keine Planungssicherheit und die Einspeistarife werden gekürzt und in der Gesamtsumme gedeckelt.



JD6230 antwortet um 18-04-2011 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
das ist so wie überall in/an der Landwirtschaft: wenn etwas zu verdienen ist, machen es die Firmen selbst - dem "kleinen Mann" gibt man gerade mal soviel, dass er was macht, aber nicht wirklich was verdient


Moarpeda antwortet um 18-04-2011 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
Bundesweite Investitionsförderung
Für netzgekoppelte Anlagen

Auch 2011 stehen insgesamt 35 Millionen Euro zur Verfügung.......

auf deutsch gesagt, a lercherlschas

aus der kleinen zeitung über den rennzirkus in spielberg:

"Erst als das Land selbst die Entwicklung des abgespeckten Projekts
übernahm und dafür 7 Mio. Euro ausgab, kam es zur Realisierung: Im Oktober 2008 war Baubeginn. Bei einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von 70 Mio. Euro wurde noch eine Förderung des Landes in der Höhe von 9 Mio. Euro paktiert.


wenn man die politker beschwörend aus den zeitungen grinsen und schreiben:
ja wir müssen und sollten und machen und energiewende jetzt....

es sind gut bezahlte schauspieler, welche die leute verarschen





schrein antwortet um 18-04-2011 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
hallo moarpeda!

gefällt mir, dein beitrag, ich bin allerdings immer der meinung, das eine förderung nur das produkt verteuert, und dem kunden nicht wirklich geholfen wird dadurch.

es gibt nur noch mehr auflagen die zu erfüllen sind.

nehmen wir doch das beispiel mit der förderung der güllegruben vor
vielen jahren, als die förderung eingeführt wurde, stieg binnen einigen wochen der preis für selbe um den fördersatz, und seither gibt es nur mehr auflagen.




agrobertl antwortet um 18-04-2011 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
hallo Schrein,

ja die förderungen verteuern schon oft die produkte. eine förderung soll ja auch nur einen impuls geben. aber warum bekommen dann die energieunternehmen die meisten kontigente zugeteilt? dies ist ja eine indierekte förderung der energieunternehmen. wenn die sich auch wegen jeden m2 pv anlage denselben bürokratischen aufwand durchmachen müssten wie ein häuslbauer - dann wäre ein aufschrei aller energieversorger vorprogrammiert. aber lobbying ist alles.

deine umsetzung ist super - lfde unabhängige stromversorgung

lg
bertl


Moarpeda antwortet um 19-04-2011 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
@schrein

du hast recht, habe bei meinem kleinwasserkraftwerk um förderung angesucht und viel papierkrieg geführt, in der zeit hätte ich geld verdienen können ;-)).

es gibt 2 förderstellen, von einer habe ich ein bisserl bekommen von der anderen nichts

wenn man bedenkt wieviele leute da herumblättern und dann auf sitzungen entscheiden und was da an reklame gemacht wird, weil schließlich müssen sie ja bejubeln was sie leisten

die bürokratie frisst uns auf


G007 antwortet um 19-04-2011 13:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
Das ist im Leben so, der kleine Mann ist der Dumme und soll nur die Arbeit machen und solange die (Bauers)Leute Arbeit haben sind sie ruhig.
Wieviele Förderungen gibt es in der Landwirstchaft aber nicht immer zum Segen für die Bauern.


208 antwortet um 21-04-2011 06:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
weil sie keine parteispenden abgeben


Fallkerbe antwortet um 21-04-2011 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
Hallo,

ich denke, auch ein privater Stromerzeuger kann Geld verdienen, wenn er die kosten je KW halbwegs im griff hat. aber genau da liegt das problem.
Riesen aufwand- wenig leistung- und dann wundert man sich noch. das nichts zu verdienen ist.

mm nach sollten die genehmigungsverfahren drastisch vereinfacht werden, damit sinnvoll zu nutzende nachhaltige energie auch sehr schnell genutzt werden kann. ich denke hierbei vor allem an kleinwasserkraftwerke, trinkwasserkraftwerke usw. aber auch an windräder- wo sie landschaftlich einigermaßen vertretbar sind.
hier wäre mm das fördergeld sinnvoll eingesetzt, weil eben auch die zu erwartende energieausbeute entsprechend ist. ausserdem (einigermaßen grundlastfähig.

bei den PVanlagen bin ich eher skeptisch, sowohl in ökologischer als auch ökonomischer hinsicht, ob das ganze sinn macht, dort das steuergeld einzusetzen.


mfg






gaubinger antwortet um 21-04-2011 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
Sg. Herr Meister,
danke für Ihren Beitrag,
Ich betreibe seit 1 Jahr bereits 3 PV Anlagen und möchte bald erweitern, warte jeodch auf einen Liefer- und Vergütungsvertrag, und bin erst 2012 und 2019 dran. Mich hat der Entwurf, minus 30% ebenso geschockt und verärgert und ich habe auch den Eindruck, dass seitens der Politik es nicht gewünscht ist, dass Strom (gerade von Landwirten, die ja meist genügend Dachflächen haben) selbst produziert wird. Von den Energieversorgern hab ich es sowieso nicht erwartet. Mit minus 30% zum geplanten Tarif werden wohl nur noch nicht rechnende Idealisten eine Anlage in Betrieb nehmen.
Ich fordere alle Interessenten, die eine PV-Anlage in Planung haben (egal ob 2010 oder erst heuer zu einer Förderung angemeldet) dem Herrn Wirtschaftsminster ( reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at )
und dem Herrn Landwirtschaftsminister (buero.berlakovich@lebensministerium.at) zu schreiben, dass der Gesetzesentwurf unakzeptabel ist und in Sachen Ökostrom nichts weiterbringt.
Jeder Interessent sollte mit Nachdruck verlangen, die heuer wieder in der Tarifverordnung festgelegten € 0,38/kWh eingespeisten Ökostrom schon ab nächsten Jahr zu bekommen, dann geht es sich einigermassen aus, eine Anlage wirtschaftlich zu betreiben und ein paar Cent zu verdienen.
Wir (der Staat Österreich) kauft lieber um Millionen CO2 Zertifikate anstatt das Geld in Förderung von Ökostrom zu stecken.

Der Gesetzesentwurf ist noch bis Anfang Mai in Begutachtung, daher die Bitte/Aufforderung/Beschwerde/Anfragen bis zu diesem Zeitpunkt an die Herrn Minister zu richten.
Ich habe selbst an die 100 Landwirte beraten und motiviert, einen Antrag an die OEM-AG zu stellen, sie alle sind enttäuscht von der halbherzigen Energiepoltik, auch der ÖVP.

Landwirte, sagt Eure Meinung, hier auf "Landwirt" aber bitte auch den zuständigen Ministern und alle Interessensvertretern, die etwas in die richtige Richtung bewegen können (Kammerräte, Bezirksobmänner, LWK-Räte, Landtagsabgeordnete, NR-Abgeordnete u.a.m.) auf den Missstand im Gesetzesentwurf ausmerksam zu machen.

Ich bitte Euch darum.
Setzt Euch hin, schreibt eine email oder einen Brief, bittet um Stellungnahme, aber unbedingt bis Anfang Mai.

R. Gaubinger




thebay antwortet um 01-05-2011 07:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
Hallo Herr Gaubinger,
ihr Beitrag klingt so als hätten Sie Ihre Anlagen nur in Hinblick auf Förderungen kalkuliert. Es ist wohl ein allgemeines Problem, dass heutzutage viele nur noch von den Förderungen leben und nicht von der eigenen Leistung. Und Förderungen in entsprechender Höhe bekommt nur wer die richtigen Leute kennt. Vielleicht sollte das Förderungssystem per se geändert werden.
Dass Bauern seit jeher darum kämpfen einen gerechten Preis für ihre Produkte zu bekommen liegt aber an der fehlenden Anerkennung der Leistungen derselben von der Gesellschaft.
MfG


pflueger antwortet um 01-05-2011 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum dürfen private Stromerzeuger nichts verdienen?
Herr Gaubinger!
Es stimmt zu 100 % was Sie schreiben. Unsere Politiker werden leider von den Stromgiganten gesponsert. Bei den Politikern ist es wie im Stall, der TRog bleibt immer der gleiche nur die ........ ändern sich.

zu thebay!!!
Wenn man bei einer Investition schon die Investitionskosten und Zinsen erwirtschaftet dann zeigen sie es wie das funktioniert



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