hans_meister 11-08-2010 08:28 - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
In der Ausgabe 16/2010 haben wir eine Liste der Top Ten Agrargeldempfänger pro Bundesland zusammengestellt. Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe, wie wir uns das vorstellen?



Haggi antwortet um 11-08-2010 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Ist diese Liste auch online abrufbar?
Wer steht denn da drauf?
Wo ist der erste Landwirt?


Christoph38 antwortet um 11-08-2010 13:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Wenn eine Firma eine Agrarförderung erhält, ist das darauf zurückzuführen, weil die Firma so gut zu den Bauern ist. Meist als Belohnung weil sie nicht zu Dumpingpreisen in der dritten Welt Rohstoffe kaufen, sondern den hier ansässigen Bauern überhöhte Preise zahlen. Damit wird indirekt der Bauer gefördert.

Bei Zahlungen an die Bauern für Umweltleistungen, Bio, seltene Tierrassen etc. wird direkt der Bauer gefördert. Da spielt der den Bauern entstehende Mehraufwand keine Rolle.

Bei der Beurteilung von Förderungen muss man solange nachforschen, bis man den Bauer als wirklichen Nutzniesser enttarnt hat. ;-)


Fallkerbe antwortet um 11-08-2010 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Landwirte glauben oftmals, nur sie, und ausschliesslich sie sollten gefördert werden. Sogar die die Bauern gegensietig neiden sich die Forderungen. Auch hier im forum gab es schon vorschläge, das z.b. nur Kleinbauern gefördert werden sollen, großbauern aber entscheidend weniger förderungen erhalten sollten. Wieder andere würden die Förderungen auf 20.000,-- je betrieb und jahr deckeln wollen.
Allen anderen neidet man die subvensionen.
Alle denken darüber nach, wie sie das Steuergeld, das andere hart verdienen mussten, am besten verteilen könnte, umd die unwirtschaftlichen Betriebe durchzufüttern. Viel vernünftiger wäre es mm nach, wenn man sich gedanken machen würde, wie man den eigenen Betrieb Wirtschaftlicher gestalten könnte.
Oder wenn das wirklich aussichtslos erscheint, ob es nicht vernünftig wäre, den Betrieb einzustellen.
Die Zeichen der Zeit deuten darauf hin, das es bald weniger Steuergeld zu verteilen gibt.
Darauf sollte man vorbereitet sein.

mfg








Johannfranz antwortet um 11-08-2010 16:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ Fallkerbe

Wenn Du von durchfüttern redest, dann überleg mal ganz genau, wie gross der Anteil (in %) der Menschen in einer Volkswirtschaft ist, welche von den Anderen dürchgefüttert werden (müssen)
( Stichwort Tintenburgen)

Aber ich glaub es ist doch besser für Dich, wenn Du darüber nicht zu viel nachdenkst !


walterst antwortet um 11-08-2010 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@fallkerbe
Wenn Du das ungute Gefühl hast, vom hart verdienten Steuergeld der anderen durchgefüttert zu werden, dann kannst Du Dich doch ganz einfach selbst von dieser moralischen Bürde befreien und auf das Geld verzichten.

Oder habe ich was falsch verstanden und Du zählst Dich selbst zu den von Dir angeführten Neidern?


Felix05 antwortet um 11-08-2010 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Hallo,

Fallkerbe ist Forstwirt im Nebenerwerb.
Er greift doch Keinen an, sondern wiederholt nur, was hier schon tausendfach niedergeschrieben wurde. Neid kann ich nicht erkennen und ich glaube auch nicht, dass er mit moralischen Bürden kämpft. :-))

Förderungen oder meinetwegen auch Ausgleichszahlungen sind schon in Ordnung, wenn sie zielgerichtet eingesetzt werden.
Was meint ihr denn, wieviel Transportunternehmer es gibt, die sich mit Schulbussen über Wasser halten könnten? Ist schon okay, dass da die Länder und der Staat "zufüttern".
Das wird bei euch nicht anders gehen.
In der Lkw-Branche haben wir allerdings viel selbst mit kaputt gemacht, was für den landwirtschaftlichen Bereich natürlich nicht gilt, gell? :-))

Gruß, Lutz!


teilchen antwortet um 11-08-2010 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@Christoph, genauso ist es wohl, auch wenn sich das bei Dir recht zynisch liest.

Vielleicht macht es einfach volkswirtschaftlich Sinn, auch jene Betriebe zu fördern, die zwar in der Lebensmittelproduktion sind, aber keine Agrarrohstoffe erzeugen, sondern diese nur verarbeiten.
Sie bieten eine Menge bezahlter Arbeitsplätze, zahlen entsprechend viel Steuern, sind wichtige Abnehmer für landwirtschaftliche Rohstoffe, die sie sonst - billiger - aus dem Ausland beziehen würden.

Vielleicht kommt es insgesamt einfach billiger, diese Unternehmen zu fördern, als sie ins Ausland abwandern zu lassen und damit wertvolle regionale Wertschöpfung zu verlieren.

Die eingesparten Förderungen gehen dann wohl für die Finanzierung der zusätzlichen Arbeitslosen auf, oder für Exportförderungen für überschüssige Produktion, die keinen Abnehmer findet, der etwas dafür zahlt.
Das wäre vielleicht ein größerer volkswirtschaftlicher Schaden.



50plus antwortet um 11-08-2010 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@JohannFranz

Ich lach mich "kropfert"!!!! Perfekte Antwort! ;-)))))

Manche Arbeiten, die wir verrichten, kann man nicht einmal ......na einfach Niemandem zumuten, weil die Keiner mehr macht - zu dreckig, zu stinkig!
Inzwischen ärgere ich mich garnicht mehr - über die Preise und über die Kürzungen der Ausgleichszahlungen, usw..... ich muß direkt schon lachen, denn ich glaub die Zeit der "Wende" ist näher, als wir meinen. Ich hoffe nur, sie verläuft friedlich!!!


lg
50plus


joholt antwortet um 11-08-2010 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Ein Nachbar von mir ist bei einem solchen betrieb als einkäufer tätig er sagt zu diesem thema lieber nichts. nur das sie um vieles mehr billigzucker zukaufen als sie österreichischen kaufen es ist halt nur das sie gut dastehn weil der konsumet mit ruhigen gewissen sich in der früh seine(IHRE) marmelade aufs brot streichen kann.
mfg


tch antwortet um 11-08-2010 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Hallo Joholt
Dein letztes Posting ist unter Hirnwixerei einzustufen....


tch


50plus antwortet um 11-08-2010 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@Joholt

Ich weiß, wovon du schreibst,...... tch kennt sich halt nicht aus - sein Problem!

lg
50plus


joholt antwortet um 11-08-2010 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@tch wird wohl so sein wenns dus schreibst.
Mfg


teilchen antwortet um 11-08-2010 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Servus @Lutz,

das mit den Schulbussen ist ein gutes Beispiel.
Die notwendige Mobilität am Land könnte mit dem Angebot-Nachfrage-Spiel nicht sichergestellt werden.
Bestimmte Bus- oder Bahnlinien wären längst eingestellt, weil sie unrentabel sind.
Zum Glück können wir uns das als Gesellschaft noch leisten, diese Infrastruktur aufrecht zu erhalten.
Wie Fallkerbe schreibt - die Frage ist, wie lange wir noch können...



tch antwortet um 11-08-2010 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Du bist eine doofe Nuss...
Woher wisst ihr was ein/ der Konsument beim Einkauf und Aufstreichen von Marmelade denkt?
Die denken sicher alle das sie Marmelda mit guten Gewissen essen können weil heimischer Zucker drinn ist...
Achja aus den vielen Gesprächen...oder doch Lw Hirnwixerei in der sauren Gurkenzeit...

tch


Johannfranz antwortet um 11-08-2010 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
was der denkt ?

Sicher nicht das was er vor und nach dem Einkauf sagt !


50plus antwortet um 11-08-2010 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

Als wir noch keine Schulbusse hatten und die Infrastruktur noch nicht so hoch entwickelt war, da haben wir uns noch einen viel höheren Prozentanteil an Bauern leisten können.....

Ich frage mich, wie lange sich die Gesellschaft diese Bauern überhaupt noch leisten kann.......
wo man doch ohnehin alles so billig im Supermarkt bekommt......

lg
50plus


Felix05 antwortet um 11-08-2010 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Hallo 50plus,

als wir noch einen Kaiser hatten, gab´s sicher auch Leute, die meinten früher war alles besser.

Gute Nacht, ich muss zum Schulbus morgen früh...

Ich bin nämlich auch so Einer, der den lieben langen Tag auf dem Hintern sitzt und vorn aus dem Fenster schaut, bin mal gespannt, wie lange das der Steuerzahler noch duldet :-))




teilchen antwortet um 11-08-2010 22:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@50plus

Oh, da haben wir wohl die Schulbusse gegen die Bauern eingetauscht...
Nein, Scherz beiseite - wir sind einfach kein Agrarstaat mehr, so ist das.
Früher waren mehr Leute in der Landwirtschaft notwendig, weil viel mehr Arbeit händisch erledigt werden musste. Zum Glück ist das heute nicht mehr so.

Der Anteil der Landwirtschaft am BIP ist derzeit in Österreich bei 1-2%.
Damit liegen wir im EU-Raum in der Mitte.
In südlicheren Ländern wie Spanien, Rumänien oder Bulgarien liegt er noch höher bei >3%.
Deutschland oder Belgien haben einen Anteil von


mosti antwortet um 11-08-2010 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
durchfüttern ist nicht das problem, hörte heute im radio- 1lehrer kostet 56000€, da sind bauern doch viel günstiger- gibts um durchschnittlich 20000€ und die arbeiten dafür auch noch 365tage im jahr


mosti antwortet um 11-08-2010 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
inwest-förderung ist; der wirtschaft geld über den bauer zuzukommen lasen mit welch er die erzeugung erhöht wird, sinn ist marktsättigung zu erreichen und so den einkaufspreis zu drücken!!!


50plus antwortet um 11-08-2010 23:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

Sagenhaft, was du alles weißt, das mit dem BIP - Vergleich Schweden, Österreich u. Rumänien.......net schlecht!

Da müssen wir aber Gas geben, damit wir auch schnell dorthin kommen.........
Ich bin überzeugt, dass noch einige Prozent Bauern sterben müssen, weil es für die Gesellschaft nicht möglich ist, sie "durchzufüttern".....

Ach teilchen.......gute Nacht!

lg
50plus


joholt antwortet um 12-08-2010 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ tch Vielen Dank für deine meinung über mich da wir uns ja persönlich nicht kennen. Gut das es sollche leute wie dich gibt:-))))
Mfg



teilchen antwortet um 12-08-2010 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@50plus

Diese Zahlen kannst Du selber auch recherchieren. Ich hab sie nicht erfunden.
Du liest das nicht gern, aber es ist die Realität in anderen Ländern.
Aber anstatt die Anzahl der lw Betriebe weiter zu verringern, sollten wir das BIP erhöhen, damit wir uns wieder mehr leisten können.
Ich frage mich nur immer öfter, wozu, wenn ich sehe, dass andere Länder gut mit weniger auskommen.

Wir könnten auch einfach ein anderes Mascherl draufbinden.
Museumsbauernhöfe? Kulturgutpflege? Tourismusbehübschung? Beschäftigungstherapie für Funktionäre?
Die LW als Heilige Kuh darf nicht sterben, das darf uns schon was kosten. Bestandshaltung um jeden Preis.
Von der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit her wäre es sinnvoller, Pflegekräfte zu fördern.



50plus antwortet um 12-08-2010 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

Das mit den Pflegekräften........ist auch ein eigenes Kapitel!

Glaub mir teilchen, bald wird es zuwenig arbeitswillige Praktiker geben...zuviele Theoretiker und zuviele herumlungernde, arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose (nach dem Motto: mir is fad). Die handvoll arbeitswilligen Praktiker können nicht alles schaffen. Es wird einfach UNMÖGLICH sein.
Da kannst dann Zahlen und Listen aufzeigen, es nützt nix, was nicht geht, geht nicht!

Seinen Dreck selber putzen, seine Eltern selber betreuen (wenigstens teilweise).......sprich: Arbeit darf keine Schande sein!

lg
50plus


Johannfranz antwortet um 12-08-2010 11:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ teilchen

Was würdest da z.B. mit den ÖBB und ihren 7 , in Worten sieben Milliarden Euronen machen,die dieses Fass ohne Boden verschlingt ?
Und das jedes Jahr ! Mit diesem Geld könnte man noch einiges mehr an Pflegekräften fördern.
Aber dann könnten ja die Pensios - Privilegien dieser Gruppe ins wackeln kommen,und das woll ma dann auch nicht,oder ?




josefderzweite antwortet um 12-08-2010 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@50plus schreibt

".sprich: Arbeit darf keine Schande sein!"

Leider wird Arbeit in unserer GEsellschaft bereits als Schande angesehen und "es wird schon ein anderer richten" hört man auch immer öfter.
Migration bei Kellner, Tellerwäschern, Erntearbeitern, Müllmännern ja, aber bei "höheren" Berufen nein.

Wenn man aber jeden Tag hört, dass Investoren, Börsianer und Co Millionen wenn nicht Milliarden verdient / verschossen haben und dabei nicht einmal den Finger gekrümmt haben, dann versteh ich die Leute aber ganz gut!
Diese verdammte Spekulation muss endlich ein Ende haben sonst wird es unser Ende sein!!

Im nächsten halben Jahr werden wir wieder öfter in den Zeitungen lesen müssen, dass in den benachteiligten Ländern extrem viele Menschen hungern werden und andernorts wird Getreide verheizt und wie Sperrmüll entsorgt.


Moarpeda antwortet um 12-08-2010 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

die frage ist nicht, wieviele bauern sich die gesellschaft leisten kann, sondern wieviel "gesellschaft" sich die bauern noch leisten können.

es sollte dir klar sein, dass die bauern teilweise schon unter bedingungen produzieren müssen, welche man als "auswüchse" bezeichen kann.

ohne gesellschaft geht es allemal, ohne bauern niemals
...und die agrarfabriken hängen an einem versiegenden ölhahn.


joholt antwortet um 12-08-2010 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ josefderzweite Das mit dem gedreideverveizen wird unter den Namen Bioenergie verkauft.
Da haben viele kein schlechtes gewissen dabei und fühlen sich gut weil sie ja was für die umwelt tun:-(((((
Mfg


Johannfranz antwortet um 12-08-2010 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ joholt

Wenn Du stellvertretend für alle Konsumenten für Getreide ,welches zu Brot verarbeitet wurde,weniger bereit bist zu zahlen als ich für zu Energie verarbeitetes erlöse,dann liegt das Problem bei Dir,ist doch klar,oder ?


50plus antwortet um 12-08-2010 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Wenn man meint, die Ausländer machen eh die Drecksarbeit, die wir nicht machen wollen, täuscht man sich, da wollen auch schon viele nicht mehr.
Wenn es Akademikerhaushalte gibt, wo die Putzfrauen kündigen, weil sie ES einfach nicht bewältigen, dann muß man sich auch was denken.

Und die Altenpflege ist ein Zukunftsthema, das unerschöpflich sein wird!

lg
50plus


Christoph38 antwortet um 12-08-2010 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Die Russen haben auf die Brandkatastrophe sofort reagiert und Getreideausfuhren untersagt.

Wenn es auch in Zeiten weltweiter Getreideüberschüsse verlockend erscheint, den eigene Bauern einen Schuhspitz zu verpassen bzw. sie auf den Weltmarktpreis anzuspannen, sollte man vielleich auch bedenken, ob sich Ö nicht doch ein paar Bauern leisten will, um nicht in Zeiten knapper Rohstoffe oder Katastrophenfällen von den Russen/Chinesen oder sonstwem abhängig zu sein.

Vieleicht ist die kritische Haltung mancher Sponsoren, die mit ihrem Steuergeld die Bauern durchfüttern müssen, aber auch darauf zurückzuführen, dass es den Bauern am nötigen Respekt fehlt und mitunter noch frech in die fütternde Hand gebissen wird, anstatt in gebückter und devoter Haltung für die Almosen zu danken ?

Wenn ein Bankmitarbeiter per Knopfdruck 3 Kopien von Darlehensauszügen ausdruckt und dafür € 30,- Kosten anfallen, besteht kein Zweifel, dass der Beitrag zum BIP ungleich grösser ist, als wenn ein Bauer 10 min an einer Kuh herummelkt für 15 Liter Milch um € 5,-. Zweifel bestehen aber, ob das BIP der selig machende Massstab für den volkswirtschaftlichen Nutzen der Bauern ist.


teilchen antwortet um 12-08-2010 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@Moarpeda

Niemand "muss".
Ich habe in meinem Leben bisher fünf verschiedene Berufe ausgeübt, weil es für mich wirtschaftlich notwendig war. Jeder war eine Verbesserung gegenüber dem vorigen. Berufe, wohlgemerkt, nicht Arbeitsstellen. Der aktuelle wird auch nicht mein letzter Beruf sein. Damit fällt es mir leichter, flexibler zu bleiben und ich brauche nicht überrascht zu sein, wenn sich alles um mich herum ändert, ich mit meiner Arbeit nicht mehr zufrieden bin oder von meinem Gehalt nicht adäquat leben kann.
Die Zeiten in denen man sein Leben lang das Gleiche macht, sind vorbei.

Wenn die Bauern sich die Gesellschaft nicht mehr leisten können, dann sollten sie sich langsam überlegen, was anderes zu machen - anstatt darauf zu hoffen, dass die Gesellschaft sich zu ihren Gunsten ändern wird.
Das wird nicht passieren.



sturmi antwortet um 12-08-2010 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Wow, die weichende Bauernhoferbin ist ja ne ganz eine Harte!
MfG Sturmi



Felix05 antwortet um 12-08-2010 20:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Tja sturmi,

die Berge wollten ja nicht...

So war`s doch vor sehr langer Zeit in Österreich, oder?

Der liebe Gott fragte die stolzen Berge: "Wollt ihr Bauern sein"?
Da weinten die Berge und sagten: "Nein, wir sind nicht hart genug".

Na ja jedenfalls so ähnlich

Gruß, Lutz!


teilchen antwortet um 12-08-2010 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@sturmi

Du tust mir unrecht.
Bei allen Verlockungen, als Hoferbe gleich Wohnung und Arbeitsplatz auf einmal zu bekommen, war ich nicht scharf auf all die Verpflichtungen und Konflikte, die da auf einen zukommen. Mir war die Wahlmöglichkeit und meine Selbstverantwortung lieber.
Dafür habe ich wirtschaftliche Härtezeiten erlebt, aber das war wohl der Preis dafür.
Ich hätte trotzdem nicht tauschen wollen.
Nur für das Jammern auf hohem Niveau hab ich einfach kein Verständnis.



teilchen antwortet um 12-08-2010 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@Johannfranz

In die ÖBB kann ich nicht reinschauen, und auch die alten Verträge mit Schwerarbeiterregelungen werden irgendwann auslaufen.
Es ist aber sicher nicht alles Geldverheizen, was die machen.
Z.B. unrentable Regionalbahnen erhalten, die Pendler, Schüler und Pensionisten transportieren. Wo keine Bahn und kein Bus mehr hinfährt, dort sterben die Ortschaften aus.



teilchen antwortet um 12-08-2010 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@50plus
Wusstest Du, dass bei uns 21% der Ausländer minderwertige und schlecht bezahlte Arbeiten machen, obwohl sie bestens ausgebildete Fachkräfte sind? Und das obwohl sie als Schlüsselkräfte gebraucht würden?
Der OECD-Durchschnitt liegt bei 12,5%.

Wir lassen Fachkräfte und Schlüsselkräfte in minderwertigen Jobs oder Asylheimen versumpern, anstatt sie dort einzusetzen, wo wir sie brauchen.

Es sind Rechtsanwälte, Chirurgen, Architekten, Biochemiker, IT-Fachleute, Lehrer, meist mehrsprachig. In Österreich fahren sie Taxi, putzen, oder stapeln Kartons in Logistikhallen.
Und schauen dass sie so schnell wie möglich wieder von hier wegkommen, um woanders ordentliche Arbeit mit angemessener Bezahlung zu bekommen. Dort wartet man mit offenen Armen auf sie.

Ein guter Artikel dazu im aktuellen Profil:
http://www.profil.at/articles/1032/560/275301/gescheit-in-oesterreich-talente

Es ist wichtig, auch solche Zahlen zu lesen, denn es sind einfach nicht nur anatolische Bauern ohne Bildung, die zu uns kommen.
Die Gebildeten kommen eh auch, sie wollen aber nicht bleiben.

PS. die meisten Zuwanderer sind übrigens seit Jahren Deutsche.



teilchen antwortet um 12-08-2010 21:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@Christoph38

"...dass es den Bauern am nötigen Respekt fehlt und mitunter noch frech in die fütternde Hand gebissen wird, anstatt in gebückter und devoter Haltung für die Almosen zu danken?"

- Christoph, Dein Zynismus war schon deftiger, Du wirst doch nicht schwächeln? ;-)



Rinderbaron antwortet um 12-08-2010 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@Johannfranz
Ich möchte mich auf jeden Fall für die Summen die in der Transparenzdatenbank aufgelistet sind, nicht vor einem kleinen Verschieber rechtfertigen müssen.


hans_meister antwortet um 13-08-2010 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Wir haben die Liste unter folgendem Link veröffentlicht:
https://www.landwirt.com/Wer-erhaelt-Agrargelder-in-Oesterreich-%C2%AD-Die-Top-Ten-Empfaenger-in-den-jeweiligen-Bundeslaendern-%C2%AD,,8964,,Bericht.html


Obersteirer antwortet um 14-08-2010 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ Hans Meister Wieso wird diese Liste nicht in allen Tageszeitungen gedruckt? Damit die Leute einfach sehen wer in Wirklichkeit das meiste Geld abräumt.Ich persönlich finde es als Riesensauerei was mit den Ausgleichzahlungen gemacht wird und wie wenige wirkliche Landwirte hier dabei sind,bzw. wieviel Geld von so wenigen Firmen abgeräumt wird eigentlich ein Riesenskandal eine Schande für die Eu aber hier wundert mich sowieso gar nichts mehr.Es kann doch nicht sedin das immer wir Landwqirte als Förderungsempfanger Nummer 1 hingestellt werden und in wirlichkeit so ein Betrug stattfindet. Mfg Obersteirer


Obersteirer antwortet um 14-08-2010 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ Christoph 38 Seit wann zahlt Rauch unseren Obstbauern einen überhöhten Preis ? Es ist einfach eine Riesensauerei was hier mit den Förderungen die uns Landwirten zustehen würden gemacht wird ich würde sogar ein Riesenbetrug .


agrari antwortet um 14-08-2010 12:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
es ist kein herr so hoch im land, das er nicht lebt von bauernhand dieses sprichwort gibt es schon ewig !
ich bin mir sicher das jeder landwirt freiwillig auf die ausgleichszahlungen verzichtet, wenn seine produkte wieder einen fairen preis haben, ich bin überzeugt keiner von uns ist scharf darauf sich immer und immer wieder als steuervernichter nr. 1 anzureden lassen.
mit den ausgleichszahlungen sind nicht die landwirte alleine gefördert sondern jeder österreicher vom schwerverdiener bis zum sozialschmarotzer, denn lebensmittel kosten nichts in unseren geschäften (11 - 13% des haushaltseinkommens)
1995 wurde auf jeder bauernversammlung versichert keinem bauern wird etwas weggenommen, soweit ich mich entsinnen kann hatten wir damals einen besser preis für unsere produkte !
mfg


50plus antwortet um 14-08-2010 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@agrari

Diese Liste ist ein Wahnsinn! Natürlich würde das Geld nur und zwar ausschließlich uns Bauern zustehen.

Ja, ich hab mir auch Vieles gemerkt, das man uns auf den Veranstaltungen erzählt hat (1995), Ausgleichszahlungen hieß es damals. Niemand nannte es Förderungen. Nachdem ich aber nicht zu den krankhaften Optimisten gehöre, sondern ein realistischer Pessimist bin, hab ich gewußt, was uns erwarten wird.........ich bin nicht "enttäuscht" worden. Es kam sogar noch schlimmer!
Es ist doch fürchterlich, wenn man hört, dass von geschulten Beratern den Bauern geraten wird große Ställe zu bauen, Anteile bei Biogasanlagen zu zeichnen...dann ist der Preis im Eimer, die Bauern haben die Kredite am Hals und gehen dabei wirtschaftlich zugrunde.

Was die Biobauern so erleben mußten, hat mir erst kürzlich einer erzählt. Mag ich hier garnicht schreiben - schreit ja auch zum Himmel, diese Ungerechtigkeit!

Sieht aus, als ob wir wieder eine Bauernbefreiung bräuchten.

lg
50plus


sturmi antwortet um 14-08-2010 13:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@50+
Das wir auf dem "Altar" des freien EU-Warenverkehres geopfert werden sollten haben glaube ich schon unsere Politiker gewusst. Es wurde halt die bittere Wahrheit verschleiert....
Das die uns versprochenen Ausgleichszahlungen aber zum größten Teil nicht bei uns Bauern ladet ist aber der eigentliche Skandal!
Natürlich gibts nicht grad wenige, die uns den Niedergang gönnen, auch weichende HoferbenInnen.
Das Biobauern ihre "Wunder" im negativen Sinne erlebt haben ist jetzt hoffentlich dem Blauäugisten klar, oder?!
MfG Sturmi






50plus antwortet um 14-08-2010 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

Vergiß es!

Die Theoretiker sollten so geschult werden, dass sie uns wirklich gut beraten können und dass sie Verantwortung für ihre Ratschläge tragen müssen.

Die Praktiker sollten die Möglichkeit haben, dass ihre Investitionen Gewinn bringen. Nicht, dass durch Spekulation und durch die Schnellebigkeit alle Anstrengungen zunichte gemacht werden.
Von Verlusten lebt es sich nun mal recht schwer! Aber mach das mal jemandem klar, der es gewohnt ist, monatlich seinen Lohn einzukassieren - egal, ob er irgendwo gewinnbringend gearbeitet hat oder nicht (und das läßt sich bei Theoretikern eben nicht leicht eruieren).

lg
50plus


50plus antwortet um 14-08-2010 13:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@sturmi

Ich denke, dass die Ausgleichszahlungen ganz einfach aufzuteilen wären, entweder bekommt sie der Bauer als Ausgleich dafür,dass er zum Weltmarktpreis seine Produkte verkauft oder es bekommt sie der "Verarbeiter" dafür, dass er dem Bauern einen Preis bezahlt, dass dieser auch leben kann. Aber dieses "Wischiwaschi" ist ja unkontrollierbar.

Wie hat dieser Biobauer zu mir so schön gesagt? Wir werden schrittweise enteignet.

Ich sehe die Entwicklung der Landwirtschaft mit Sorge und Wehmut, aber auch mit der Überzeugung, dass das Pendel auch wieder einmal in unsere Richtung ausschlägt.
Hoffentlich ist dann nicht schon fast alles ruiniert!

lg
50plus




Muuh antwortet um 14-08-2010 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Der Großbauer Maximilian Hardegg spricht mit der »Presse« über öffentliche Förderungen, den Neid der Freunde und über Landwirte, die immer noch viel zu wenig Unternehmer sind.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/587662/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do


Moarpeda antwortet um 14-08-2010 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@agrari

"es ist kein herr so hoch im land, das er nicht lebt von bauernhand"

....hab ich noch nicht gekannt den spruch

....noch ein spruch für fallkerbe´s kühlschranktüre

...und für "herr" kann man heutzutage auch konsument einsetzen


Leo7 antwortet um 14-08-2010 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
an alle, die das jammern satt haben, wie auch ich,
macht euch keine sorgen um uns bauern.
wir, die jüngere generation der bauern haben den begriff selbstbewusstsein nicht nur erlernt, sondern leben ihn auch. wer dies nicht wahrhaben will, auch unter den bauern, sollte eigentlich sein tun überdenken, ob die eigene motivativation für dieses eigene tun überhaupt noch da ist.
noch viel wichtiger ist die wertschätzung und die anerkenntung nicht im außen zu suchen. Schon gar nicht bei den alten und noch viel weniger bei den ewigen nörglern und neidern unter den "konsumenten".

einmal erkannt, dass ein betriebszweig keinen gewinn abwirft, wird ganz einfach zugesperrt.
und wenn gar nix mehr sinn macht, dann eben die ganze wirtschaft.
wenns rentabler ist, zwar förderrichtliniengerecht zu wirtschaften, jedoch keine marktware dafür zu produzieren, dann machen wir das auch. na blöd wären wir, es nicht zu tun.
glaubt ihr, dass man uns mit angstmache noch länger weiter manipulieren kann?!.
die zeiten, wo andere die rechnungen für uns bauern schreiben sind vorbei.
die giebelkreuzler z.b. setzen ja nicht von ungefähr pensionsreife kanditaten an ihre sog. Obmannsessel. die symbolhaften pferdeköpfe von damals, haben sich heutzutage als zwei gebundene hände der im schausfenster sitzenden vorstandsmannschaft heurauskristallisiert, die man von den hoch oben in den glashütten zu wien sitzenden drehbuchautoren, geschickt mit kaffee und kuchen versorgt, die wirklichen anliegen der basis hinunterwürgen lässt.

In der Landwirtschaft steht flexibilität und anpassungsfähigkeit mit an vorderster stelle. das lehrt die natur.
das heißt aber auch, nicht zu kuschen wenn der wahlzettel vor einem liegt und auch dem handelspartner direkt ins gesicht zu sagen, wenn dieser sich mit seinen "vorstellungen" einen wirklichen trottel suchen muß.
teilchen, du hängst mit deinen ansichten an jener zeitschwelle fest, als du deinen "bauernhof" verlassen hast.
Sturmi, deinen komplex der biobauernschaft gegenüber kannst ruhigen gewissens zur seite legen, aber so, dass du ihn nimmer findest, denn sonst scheint dein potential deiner energie bald erschöpft zu sein.
nicht nur ich betrachte biobauer zu sein als die "Königsdisziplin der Landwirtschaft", wo wir uns mit aller nachhaltigkeit und geduld, mutter erde zum vorsitz erwählt haben. Nach regen folgt noch immer sonnenschein.
lg
leo





Johannfranz antwortet um 15-08-2010 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@ 50plus

...................."Sieht aus, als ob wir wieder eine Bauernbefreiung bräuchten.".

Das müssten wir allerdings selbst in die Hand nehmen.
Heisst so viel wie Interessensvertretung und Partei aussen vor !


Josefjosef antwortet um 15-08-2010 15:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Sehr geehrter Herr Meister,
leider ist der Diskussionsbeitrag etwas aus dem Ruder geraten. :-)
Ich würde bei den Agrarförderungen schon eine strenge Trennung haben wollen, was geht an die Landwirtschaft und was an die gewerbl. weiterverarbeitenden Betriebe. Es wird ja in Zeitungen immer geschrieben, so und so viel 100-e Millionen werden nun an die Bauern ausbezahlt. Dass einen nicht unerheblichen Teil davon die weiterverarbeitenden Betriebe einstreichen, davon hört man wenig. Darum: Agrarförderungen nur für die Bauern!
Und alle anderen Förderungen müssen gesondert ausgewiesen werden.
und zwar als Förderungen für die Wirtschaft, die Agrarprodukte verarbeitet.

So wie es bisher gemacht wurde, zeigt ja wieder mal, wie die Bauernschaft veräppelt wird.
Frage noch: Ist das den angeblichen Vertretern der Bauern (BB) egal?

übrigens:
Fragen wir mal, was der Bauer für seine Vertretung macht?
Viele sind aktiv, auf gemeindeebene usw. Es gibt Veranstaltungen, kleine Feste usw. Viele Bäuerinnen und Bauern helfen bereitwillig und kostenlos mit.
und was machen die Bauernbünde für den Bauern?
richtig: NICHTS!!!!!
Sorry, jetzt bin ich auch vom Thema abgekommen. :-)
mfg. Josef




sturmi antwortet um 15-08-2010 16:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
"ich betrachte biobauer zu sein als die "Königsdisziplin der Landwirtschaft","
@leo
Ähmm, kannst Du auch übers Wasser gehen?;-))
Die Biolandwirtschaft kann höchstens eine zahlungskräftige Boboschicht ernähren, das war´s dann aber auch schon! Oder sollen wir wieder Lebensmittelkarten einführen bzw. von Luft & Liebe leben?!
Die Zukunft der Landwirtschaft könnte "Precision Farming" sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Precision_Farming
http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=14335&mode=play
MfG Sturmi



teilchen antwortet um 15-08-2010 17:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Eine seltene Allianz - die SPÖ springt den Bauern zur Seite - wenn auch mit anderen Zielen.

Weniger Subventionen für "Gutsherren"
SPÖ-Finanzstaatssekretär Schieder will zur Budgetsanierung Förderungen für "Großgrundbesitzer und Agrarindustrie" kappen

Wien - Die SPÖ will zur Budgetsanierung den Sparstift bei den Agrarförderungen ansetzen - konkret bei den Subventionen für "Gutsherren, Großgrundbesitzer und Agrarindustrie", wie Finanzstaatssekretär Andreas Schieder sagt. Scharfe Kritik übt er an der Budgetpolitik in Kärnten. Die Einführung einer EU-Steuer ist für Schieder vorstellbar - aber nur, wenn gleichzeitig der österreichische EU-Beitrag reduziert oder gestrichen wird.

http://derstandard.at/1281829201818/Mehr-fuer-Kleinbauern-Weniger-Subventionen-fuer-Gutsherren



Moarpeda antwortet um 15-08-2010 17:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@sturmi

gehört der link: http://de.wikipedia.org/wiki/Precision_Farming

....nicht eher zu "toppbauern hochverschuldet" ?? ;-))

....jaja, man muß dem gaul (boden) die peitsche geben, damit das letzte herausholt werden kann.

...unterm strich werden schon einige prozentchen drinnen sein, aber die bevölkerungs - bodenvernichtungs- scheere öffnet sich schneller....

ich wäre ja dafür, dass die weltbevölkerung auf friedlichem weg in einer vernünftigen population gehalten wird, aber der biolix ist dagegen :-((



traktorensteff antwortet um 15-08-2010 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
"SPÖ will Subventionen für Großbauern kürzen"
http://news.orf.at/stories/2009045


Gulla antwortet um 15-08-2010 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Ich habe in meinem Leben bisher fünf verschiedene Berufe ausgeübt, weil es für mich wirtschaftlich notwendig war.
@ teilchen,
ich glaube nicht daß es wirtschaftlich notwendig ist 5 berufe zu lernen, sondern ich glaube teilchen du hast ein persönliches problem den richtigen beruf zu finden !!!!
daher kanns du dich nicht mit uns bauern vergleichen.
sollen wir schnell vom milchbauern zum ziegenbauern wechseln und dann wieder mal zu schweinebauern oder doch besser zum ackerbauern und am schluß kommen wir drauf uns taugt die ganze landwirtschaft doch nicht??????
wir bauern (und das steht auch jeden menschen hier in österreich zu), wollen einen gerechten lohn, genauso wie jede andere berufsgruppe hier in österreich. nicht mehr und nicht weniger.

was ich absolut nicht vertragen, wenn irgendwelche weichende erben, die glauben, weil sie in der jugendzeit am elterlichen hof mithelfen mußten, aber schnell das weite gesucht haben,

(weil ihnen die körperliche arbeit doch nicht so getaugt hat oder vieles zu anstrengend oder dreckig war,)

durch ein studium glauben sie verstehen danach noch die landwirtschaft.

glauben uns hofübernehmer noch vorschreiben zu müssen, wie wir am besten unsere höfe führen und was wir zu verdienen zu haben, so kann mir ganz schnell mein heutiges grillkotelett zum vorschein kommen.

ich versteh auch nicht, warum uns jeder der förderungen die wir bekommen neidig sind, wenn jemand glaubt in der landwirtschaft viel geld verdienen zu können , dann kann er gerne eine pachten oder ähnliches.

ich bin ja auch kann arbeitlosen sein arbeitslosengeld neidig, ist doch schlimm genug wenn jemand keine arbeit hat, und genau so ist es schlimm wenn die produktpreise die wir bekommen nicht kostendeckend sind, ich kann absolut nicht verstehn warum man uns die ausgleichszahlungen immer vorwirft.

dieses neiddenken unserer gesellschaft kann einem ganz schön auf den geist gehen, seien wir doch froh daß wir in einen so schönen land wie österreich leben.

und wenn es jemanden schlecht geht (wie z.b. zur zeit den bauern) dann fragt man als anständiger mensch normalerweise, wie kann ich helfen,
und nicht was hat er, was kann ich brauchen.


ihr seit zu viele, ihr könnt nicht wirtschaften, ihr produziert zu teuer, ihr seit zu klein, ihr seit zu dumm, ihr könnt nicht unternehmerisch denken.................. leute ihr könnt euch nicht vorstellen wie mir diese vorwürfe gegenüber uns bauern manchmal ankotzt ( verzeit mir bitte diesen ausdruck) .

jeder mensch hat seine darseinsberechtigung, und auch jeder berufsstand, und wir sollten eher alle miteinander arbeiten und nicht gegeneinander.!!!!!


eine etwas zornige

Gulla



Bamhackl antwortet um 16-08-2010 01:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Gulla wie Recht Du nur hast! Man kann es kaum glauben wieviele Bauernhasser und Ignoranten zusammen halten um die Bauern sogar in einem landwirtschaftlichen Forum
mundtot zu machen.
gute Nacht ,darf garnicht darüber nachdenken sonst sp.....b I heit no
Sepp


teilchen antwortet um 16-08-2010 07:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Hallo Gulla,

was die Gründe für fünf Berufe waren, das lass einfach meine Sorge sein, ok?
Ich hatte Ziele, die ich mit einem Beruf nicht erreichen konnte, und habe nebenbei Weiterbildungen gemacht, da haben sich bessere Gelegenheiten und Chancen ergeben.
Ich wäre dumm, wenn ich die Gelegenheiten nicht genützt hätte.
Den Wettbewerb spüre ich wahrscheinlich mehr als Du.

Was ich mit meinem Beispiel sagen wollte, ist, dass kein Mensch mehr davon ausgehen kann, sein ganzes Leben lang das Gleiche zu machen, und wenn doch, dass es dann eher die Ausnahme als die Regel ist.

Einige hier haben anscheinend große Probleme mit ihren weichenden Geschwistern. Ich höre den Vorwurf immer wieder.
Bei der Hofübergabe bleibt oft vieles unausgesprochen, und leicht fühlt sich einer zu kurz gekommen, sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite.
Der Gesprächsbedarf sollte aber dann eher mit den Eltern stattfinden als mit den Geschwistern, die die Aufteilung des Erbes plausibel argumentieren sollten.
Sicher eine der schwierigsten Phasen im Leben von Hofübergebern.
Ein Hof schaut nach viel aus, aber die Substanz wird auch zum Wirtschaften gebraucht, es kann nicht einfach Grund verkauft werden etc. Andererseits soll ein Gefühl von Gerechtigkeit bei allen Geschwistern herrschen, sonst ist ein Konflikt vorprogrammiert.

Die Förderungen bin ich Euch auch nicht neidig. Was ich nur nicht verstehe, ist, warum trotzdem weitergemacht wird, auch wenn es sich hinten und vorne nicht mehr ausgeht.
Wenn ich die Selbständigkeit nicht derhebe, dann lass ich es doch.
Jeder Mensch hat nur ein Leben, und bevor er dahinfrettet und seine Gesundheit und seine Nerven dabei ruiniert, ist es das wert?
Bauernstolz hin oder her...

Und zum Verständnis in der Bevölkerung: Ihr werdet nicht als die Ärmsten der Armen wahrgenommen. Als Unternehmer wirst Du nie als "arm" wahrgenommen.



helmar antwortet um 16-08-2010 07:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Ich kann sowohl Gulla als auch Teilchen zustimmen.........und den sogenannten Strukturwandel hat es auch immer gegeben, nur die Schnelligkeit mit welcher dieser derzeit am Laufen ist, gibt es erst seit ein paar Jahren. Und dafür allein die böse EU, den geizigen Konsumenten oder sonstjemanden verantwortlich zu machen, greift zu kurz. Ich trau mich zu behaupten dass derjenige der Bauer sein will, das auch kann, aber wenn er nach dem System "des ham ma imma so gmacht" wirtschaftet, dann wirds schwierig werden. Teilweise wird es fast wie ein Versagen angesehen, wenn ein Partner in seinem Beruf bleibt, oder wenn sich eine Bauernfamilie auf mehrere Einkommensstandbeine stellt........Milchwirtschaft mit 10 Kühen und 50.000 Quote und sonst nichts, da wird sich vieles nicht ausgehen. Wenn aber da ein paar verschiedene Einkommenskomponenten wie Wald, Fremdenverkehr oder sonstwas mit einbezogen werden, und die Kühe Freude machen, warum denn nicht? Besonders dann wenn man dort wo es funktioniert, ein gewisses mass an Lebensqualität erreichen kann.
Anders ist es dort, wo z.B. jeden Morgen mit Grant und Groll die Melkmaschine in Betrieb genommen wird, weil man es "halt macht". Oder weil man vielleicht noch immer nicht erkennen will, dass was anderes einem besser täte..............
Was die Agrarförderungen betrifft......man sollte tatsächlich die Verarbeiter auf einer eigenen Liste führen, auch mit dem Argument, dass diese ja Grunderzeugnisse aus der Landwirtschaft veredeln.
Mfg, Helga


Moarpeda antwortet um 16-08-2010 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@Gulla

wenn das teilchen schreibt:
"Was ich mit meinem Beispiel sagen wollte, ist, dass kein Mensch mehr davon ausgehen kann, sein ganzes Leben lang das Gleiche zu machen"

dann kann man davon ausgehen:

Gesagt (geschrieben) ist nicht gehört.
Gehört ist nicht verstanden.
Verstanden ist nicht einverstanden.
Einverstanden ist nicht behalten.
Behalten ist nicht angewandt.
Angewandt ist nicht beibehalten.

(nach Konrad Lorenz)

wenn man davon ausgeht. dass ohnehin genug bauern das handttuch werfen mußten

....und der großteil ohne Querfinanzierung nicht durchkommt, damit die konsumenten die lebensmittel unter ihrem wahren wert einkaufen können, ist das traurig genug.

...und was die bauernhasser anbelangt, wenn man die uninformierten abzieht bleiben genug übrig, die meinen diese "esel" sollten noch mehr zurückstecken und noch mehr gas geben - zum beispiel du mein liebes teilchen.

die oberbauernhasserin else genießt ja ihren wohlverdienten urlaub.....



helmar antwortet um 16-08-2010 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Lieber Moarpeda......ob die Bauern(Biobauern natürlich ausgenommen) die einzige Zielgruppe der lieben Else sind? Da wär ich mir nicht so sicher.
Mfg, Helga


50plus antwortet um 16-08-2010 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@gulla

Hast meine volle Zustimmung.
Was gesagt werden muß, muß gesagt werden, bevor man dran erstickt.

5 x Berufe wechseln, oder in 5 Standbeine investieren und nach kurzer Zeit wechseln(bevor es sich rentiert hat) ist ein Unterschied! Aber das verstehen die Arbeitnehmer nicht - kannst denen nicht erklären, sie sind erkenntnisimmun!

Es gibt sie wirklich, die garstigen weichenden Bauernkinder (nicht alle!)

lg
50plus


Fallkerbe antwortet um 16-08-2010 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@moarpeda,

du hast dich doch aus freien stücken dazu entschieden, diesem Hobby nachzugehen. Du wustest auch bestimmt schon vorher, das du damit einen Grossteil deiner Invalidenpension verlierst. Es war doch auch schon vorher klar, das man mit diesem Hobby kaum Geld verdienen wird.
Du hast dich dazu entschieden. Dann steh doch zu deinen Entscheidungen und jammer doch nicht immer über die Konsequenzen deiner entscheidung.

Ps: meine Kühlschranktüre wird nicht mit halbgaren Kalendersprüchen tapeziert.

mfg


Moarpeda antwortet um 16-08-2010 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@helga

natürlich hat die else auch andere zielgruppen und damit viel zu tun.

aber allein schon die bauern davon zu überzeugen, dass die "pleampl" sind ist schwierig bei diesem renitenten volk ;-))

zu ihrem leidwesen mußte sie noch die erfahrung machen, dass es auch unter den biobauern schwarze schafe gibt - mich.

wie beschaulich könnte die doch in ihrem küchlein tofu mit sojasauce köcheln, mit der ruhigen gewissheit, dass da draussen nur brave linksradikale biolixe emsig werken und nicht so ein rechtradikaler böser uga aga moarpeda das nivea des forums drückt.


Moarpeda antwortet um 16-08-2010 14:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@fallkerbe

bin nachgeradezu entzückt über deinen beitrag, obwohl ich nicht alles verstanden habe - deshalb einige fragen.

wieviel bauern sind unter androhung von gewalt dazu gezwungen worden landwirtschaft zu betreiben ?
wieviel bauern werden (auch) deshalb zu zu bauern, weil sie von ihren vorfahren eine landwirtschaft zur weiterführung anvertraut bekommen haben ?
was können bauern dafür, dass der strukturwandel radikal ihre existenz zu zerstören droht ?

der betrieb meiner eltern umfasste11 HA, mein vater konnte davon baulich tätig sein, maschinen, traktoren kaufen, sich ein kleines auto leisten.
ich kann mir zweieinhalb soviel an fläche dazusteuern, mit der restlichen pension, vermietung und diversen geschäften querfinanzieren, es ist wie du richtig sagst zum hobby "gemacht" worden.

sollte ich die stafette unterbrechen und das ganze als wochenendhaus verkaufen ?

ist dir klar, dass ich mehr als eine 40 stundewoche ARBEITE ohne einen lohn zu erhalten ?
(was mich betrifft)
ist dir klar, dass der großteil der bauern nicht die € 6.40 brutto bekommen die ein erntehelfer regulär bekommt, abgesehen davon, dass du zu so einem lohn ohnehin keinen finden wirst.


......was die sprüche für die kühlschranktüre betrifft, hast halt nix verstanden -

klaustaler alkoholfrei heraus nehmen und wohl bekomm´s.




Fendt312V antwortet um 16-08-2010 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Gulla du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich habe mit meinen erhaltenen Ausgleichszahlungen kein Problem. Die habe ich und meine Familie längst verdient. Schließlich haben wir der Allgemeinheit eine Leistung erbracht und dafür will ich wie jeder andere Unternehmer oder Arbeiter einen Lohn bekommen. Und wenn wir keinen mehr bekommen werden wir es halt anders machen, aber halt so dass es uns passt und wenn es auch zuwächst das Grasland. Vielleicht werden dann die Urlauber bei uns Fuchs und Hase spielen und dann passt es ja auch wieder.


teilchen antwortet um 16-08-2010 22:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@50plus

Mit meinem Beispiel von fünf Berufen rede ich nicht davon, 5mal in einen neuen Betriebszweig zu investieren, sondern ich will damit sagen, dass es nicht mehr selbstverständlich ist, sein ganzes Leben lang den gleichen Beruf auszuüben.
Bitte verdreh nicht absichtlich meine Argumentation, wie Du sie gerade brauchst.

Es gibt kein selbstverständliches Recht auf einen bezahlten Arbeitsplatz, diese harte Wahrheit bläst uns allen täglich rauh ins Gesicht, nicht nur Euch Bauern.
Wer das erwartet, muss zum Kommunismus konvertieren. Dort gibt's zwar dann fixe Preise und Abnahmegarantien, aber dafür keine Gewinne und kein betriebliches Wachstum.
Dieses Modell ist grandios gescheitert, wie wir wissen.



Moarpeda antwortet um 17-08-2010 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

noch immer nix verstanden

der unterschied zwischen einem arbeiter/angestellten und einem bauern ist vergleichsweise wie zwischen einem einem warmblütler und einem baum.

....und andererseits wenn es bei einem arbeiter/angestellten nicht mehr weitergeht geht er/sie halt stempeln,

....wobei dein kommunismus geschwätz auf dich zurückfällt, weil die absicherung für euch allemal gegeben ist.

wobei ich dir teilweise recht geben muss, das modell: "dolce vita" für nicht arbeitwillige ist auch grandios gescheitert - was der schuldenberg österreichs beweist






50plus antwortet um 17-08-2010 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

Du kannst nicht mitreden, weil dir die Erkenntnis fehlt!

Führ einmal 20 Jahre einen mittleren Bauernhof, dann kannst auch mitreden - ansonsten bitte laß es! Ich erkläre auch keinem Lehrer, wie er die Kinder zu unterrichten hat!

Was für ein Sternzeichen hast du?

lg
50plus


helmar antwortet um 17-08-2010 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Eine Refundierung der Sozialversicherungsbeiträge des Betriebsführers als Basisförderung, dann so wie jetzt die AZ eine Erschwernisabgeltung, und wenn jemand sich dazu verpflichtet Umweltauflagen einzuhalten, die entsprechende Prämie.............aber das wär ja viiiiiel zu einfach. Und so würde eine "Förderung" auch von vielen akzeptiert werden.
Mfg, Helga


Peter06 antwortet um 17-08-2010 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Herr Mayer!
Das Fortschreiten Deiner Selbst-Disqualifizierung hat ein galoppierendes Ausmass angenommen!
Oder ist das Kabarett?
Ich wundere mich tatsächlich immer wieder, das meine Berufsgruppe angesichts solcher Aussagen in der öffentlichen Meinung noch immer einen recht guten Ruf hat!
Die Zeiten, in denen es gereicht hat einfach etwas zu besitzen, und dadurch schon privilegiert zu sein, sind Gott-sei-Dank vorbei! So faul und unfähig hat man als Bauer fast nicht sein können, dass einem nicht die gratis oder minimalst bezahlten Arbeitskräfte herausgerissen haben!
Wenn man heute einen landwirtschaftlichen Besitz hat, so muss man ihn eben bewirtschaften, damit er einen Ertrag abwirft, (die Mehrzahl der heutigen Bauern sind ungeheuer gut darin!), oder wenn man dazu nicht in der Lage ist, die Fixkosten, die mit einem Besitz immer gegeben sind, anderweitig zu finanzieren, oder man muss den Hut draufschmeissen!

Dass nun die Alten (nicht nur hier im Forum) Deine Meinungen teilen, mag man hinnehmen, dass aber auch offensichtlich Junge in dieses Credo mit einstimmen, obwohl sie kraft ihrer Ausbildung (auch in LW-Schulen wird meines Wissens nach die Lehre der Betriebswirtschaft und des Deckungsbeitrages verbreitet), eigentlich eine andere Einsicht haben müssten.

Und mehrmals seine Berufslaufbahn zu ändern, finde ich sympathisch, auch in meiner Karriere hat es schon etliche zum Teil überraschende, zum Teil geplante (Kehrt-)Wendungen gegeben. Diese Beamtenmentalität, nach der Ausbildung auf den Arbeitsplatz und dann warten, bis die Pension kommt, finde ich zum Kotzen!

Auch meine Elterngeneration hat von unserem (im übrigen viel kleiner strukturierten) Betrieb ein Auskommen gehabt, heute funktioniert das eben im Nebenerwerb, natürlich auch mit sehr viel Idealismus, aber mit einer Produktion, die Freude bereitet, und einen
positiven Beitrag zum Familieneinkommen abwirft!

Sollte ich jemals Dein Alter erreichen, möchte ich nicht so eine Bilanz voll Verbitterung und Schuldzuweisungen an Andere für mein eigenes Leben ziehen müssen!

Mit Grüssen,
den besten!
Peter




50plus antwortet um 17-08-2010 11:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Moarpeda

hat völlig recht!

lg
50plus


Interessierter antwortet um 17-08-2010 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Von ganz besonderer Wichtigkeit und Bedeutung ist in diesem Zusammenhang natürlich die Frage nach dem Sternzeichen ;-)
Sagt auch viel aus über die Fragestellerin aus.


Faltl antwortet um 17-08-2010 12:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Ja natürlich, das ist eine ganz existentielle Frage um das Sternzeichen. Wenn man nicht mehr weiter weis dann fragt man um das Sternzeichen. Zuerst wird über die Arbeitnehmer hergezogen "Aber das verstehen die Arbeitnehmer nicht - kannst denen nicht erklären, sie sind erkenntnisimmun!" weil es heute normal ist das man gezwungen wird den Arbeitsplatz mehrmals zu wechsel und möglicherweise auch den Beruf. Es ist traurig wenn Bauern die Meinung vertreten das Arbeiter oder Konsumenten ihre Feinde sind. Wer lacht sich da im Hintergrund ins Fäustchen über diese blödsinnige Auseinandersetzung einiger möchtegern Besitzer mit der Arbeitenden Klasse?


Gator001 antwortet um 17-08-2010 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@teilchen

hab das jetzt schon ziemlich lange mitverfolgt und kann nur eines sagen, Förderung hin Großbetriebe her, wenn du als Landwirt ohne Förderung nicht leben kannst, machst was falsch, bin selbst Landwirt und möchte nur soviel dazu sagen, das alle Ausgleichszahlungen eine schöne sache sind, du als Landwirt aber auch was dafür machen musst, aber in summe noch immer einen Gewinn erwitschaftest aber aufgrund der Zahlungen die du eigentlich selbst berppelst!
Ich hab mir einige Betriebe (und auch Zahlungssysteme) angeschaut nicht nur jetzt in Österreich sondern auch wo anders, und kann nur soviel dazu sagen, das unser ganzes Förderungssystem ein witz ist, nur so ein Beisp.

In Amerika hat sich eine "Firma" (kein staatliches Unternemen, oder Behörde) auf eine art Preissicherungsdeckung spezialisiert! Dort kannst du als Bauer im Frühjahr hingehen und einen Kontrakt abschließen das das du (je nach Tagespreis) zb. für Mais 120€ /to im September bei der Ernte bekommst, wenn du den Kontrakt unterschreibst bekommst du auf jedenfall die 120€ egal ob der Preis jetzt bei 90 €/ to liegt oder auch wenn's blöd hergeht bei 200 € /to (wär schön für den Ackerbauern aber Katastrophe für den Viehbetrieb), Egal wie du dazu jetzt stehst dieses Modell gefällt mir persönlich sehr gut, da du als Landwirt mit einem fixen Gehalt (klar Unwetter und Trockenheit... etc. sind immer noch ein Unsicherheitsfaktor) rechnen kannst und so auch besser sagen kannst was du bereit bis dafür zu investieren, das Modell gibts in Amerika seit 8 Jahren und es springen immer mehr Bauern darauf auf, dort gibt es keine Agrarförderungen wie bei uns! (Ich sprech jetzt nicht von Betriebsgröße oder etc. aber alleine das ganze System schlägt schon in eine Richtung in der der Landwirt selbst entscheidne kann, wie er wirtschaftet und nicht so wie bei uns auf gut Glück, wirds was habn Glück wirds nix pech ghabt, und nächstes Jahr den Gürtel enger schnallen!

Nur soviel zu Fixen Preisen und Abnahmegarantien, es muss nicht immer mit Förderungen herumgespielt werden!

Da die Förderungsgelder sicher in den nächsten Jahren nicht mehr werden, würd ich mal überlegen welche alternative es sonst noch gibt, den von der Förderung alleine kann kein Bauer überleben, soviel steht fest!



Moarpeda antwortet um 17-08-2010 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
nix verstanden@peter06

bist du ein BB funktionär, weil du von deiner berufsgruppe sprichst und dich unbewußt dafür genierst, dass seit der EU nichts weitergegangen ist?

jedenfalls scheinst du ein junger zu sein, was ich positiv finde, es sei den du bist jung und dumm.

du schreibst da: "So faul und unfähig hat man als Bauer fast nicht sein können, dass einem nicht die gratis oder minimalst bezahlten Arbeitskräfte herausgerissen haben!"

wenn du dich schon bezüglich der früheren generationen nicht auskennst, dann schau dir einmal die fotos von den ausgemergelten gestalten an !
...und was glaubst du wieviele wirtschaften versteigert worden sind, besonders vor 1938 und warum die bauern (und auch arbeiter) so begeistert "heil hitler" gerufen haben.

....."und die Mehrzahl der heutigen Bauern sind ungeheuer gut darin einen ertrag zu erwirtschaften", das wird schon zutreffen, aber diejenigen haben in der regel mit super voraussetzungen starten können und ihre investitionen großteils noch machen können als etwas zu verdienen war.

....und die banken sind ganz gut beteiligt an so mancher wirtschaft

mein idealismus geht so weit, dass ich gerne arbeite ohne einen ertrag zu erwirtschaften, aber nicht so weit, dass ich das nicht als negativ aufzeige.

mit beamtenmentalität wirst du mich kaum gemeint haben, ich war zwei mal von null auf selbständig (und auch arbeitnehmer) dies nur dehalb, weil das teilchen und du immer so auf den tisch haut,
in wirklichkeit seid ihr beide ohnehin nur lohnempfänger, welche die überweisung am monatsende als gottgewollte selbstverständlichkeit hinnehmen.

was meine selbst-disqualifizierung anbelangt, mach dir keine sorgen, mich bis auf dein nievau hinunter zu qualifizieren werde ich beim besten willen nicht schaffen.

meint peda

PS.: setz dich einmal mit dem fallkerbe, teilchen und brrr else zusammen und trinkts gemütlich ein klaustaler null komm josef - weißt eh - nix verstanden - null komma josef trinken









Moarpeda antwortet um 17-08-2010 13:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@schinzi

hab ich doch glatt etwas vergessen bei meinen daten, die waaaahnsinns förderung.

die bauernkrankenkasse nimmt mir bei der einen hosentasche so viel heraus,
wie mir die ama bei der anderen an förderungen hineinsteckt.

ich bin aber schon auf grund meiner pension beitragspflichtig.


Peter06 antwortet um 17-08-2010 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Dann stimmt doch meine zweite Vermutung, Du bist Kabarrettist, weil man doch nicht auf wirtschaftlichen Misserfolg auch noch stolz sein kann, und sein Versagen unbedingt der ganzen Welt mitteilen muss?!


Moarpeda antwortet um 17-08-2010 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@Interessierter

auf die sternzeichen gebe ich nichts, ich bin zum beispiel widder und (im moment) nicht stier ;-))

ich hatte zwar schon einige schlimme widder, aber auch einen gaaanz braven - wie mich.


50plus antwortet um 17-08-2010 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@peter06, schwinzi, interessierter u. faltl

Wie heißen denn die Drogen, die ihr nehmt?
Ist es erlaubt, sie in so hoher Dosis zu nehmen?

@moarpeda

Vergiß es - nütz deine Zeit besser - schon deine Nerven dabei! ;-))))

lg
50plus


Peter06 antwortet um 17-08-2010 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Warum, oh Euer Gnaden kommt man zu so tief schürfender Expertise?


Gator001 antwortet um 17-08-2010 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Ab und zu fragt man sich halt schon ob jemand sich über was gedanken macht oder ob er einfach nur seinen Senf dazugibt! und mit dem Kopf durch die Wand will!

lg. @ 50 plus


Else antwortet um 17-08-2010 14:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Frage an den Star-Kabarettisten:

Wie geht denn das, als Invalide einen Bauernhof zu bewirtschaften? Da gehts doch um harte Arbeit.

Da sollt' ER schon ein bissl ehrlich sein ...


Mit mitfühlenden Grüßen, else




Else antwortet um 17-08-2010 14:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Achso, da hab ich was übersehen, das Hobby ist vermutlich etwas überdimensioniert:
"Rindermast
Vollerwerb
20 - 30 ha"
Da braucht man dann eine Rente, um das kostspielige Hobby zu finanzieren?
Aber wie wirkt sich die harte Hobby-Arbeit auf die invalide Senioren-Gesundheit aus? Ich bin da in großer Sorge um die querfinanzierenden Hobbybauern ...,

... zumal ich in letzter Zeit sehr viel Kontakt zu hauptberuflichen - zufriedenen - Bauern (unter 20 ha) hatte (OÖ, NÖ ...)





helmar antwortet um 17-08-2010 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@Peter06, Schwinzi, Interessierter und Faltl........darf ich in dieser Diskussionsrunde bei euch unterschlüpfen? Manche "Argumente", welche hier für eine "Förderung der Bauern" sprechen sollen, sind schon etwas.......naja, fast wie von sehr alter, hoffentlich nicht wieder kommender Zeit.
Mfg, Helga


50plus antwortet um 17-08-2010 16:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@helmar u. co

Ja, wenn euch die "Förderungen" zuviel werden, könntet ihr ja drauf freiwillig verzichten, zugunsten der anderen Bauern. Ist schon klar, wenn man nicht mehr weiß, wie man das viele Geld anbringen soll, dann ist man auch nicht glücklich.

Solange es solche Bauern gibt, wie ihr seid, wundert mich nichts mehr! Das ist ein Schuß ins Knie!

Ende meiner Debatte!

lg
50plus


helmar antwortet um 17-08-2010 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Gäbe es nicht viele Auflagen, welche Bauern in anderen Weltgegenden nicht haben, wäre so manche "Förderung" gar nicht notwendig. Ich denke da z.B. an das Verbot der dauernden Anbindehaltung von Rindern über 6 Monate. Gibts das auch anderswo in der EU?
Auch ich habe kein Problem damit knapp 7000,-- € als Förderung einzusacken. Ich könnte z.B. auch darauf verzichten, mit dem Motormäher auf der Gstettn herumzuklettern, am UBAG teilzunehmen, und wenn ich auf besagter Gstettn die Viecher laufen liesse, wäre auch die AZ weniger. Ich tu was dafür, einerseits dass meine Viecher was zum Fressen haben, andererseits dass Wanderer hier gern herum laufen, weils schön grün ist, u.a.
Und die EHP kommt ja aus dem früheren Ausgleich für gesunkene Erzeugerpreise( auch die darin enthaltene Milchprämie) Man sollte vom Begriff "Förderung" wegkommen und diese als Leistungsabgeltung, welche sie ja sind, bezeichnen. Nur einerseits bauernstolzig was fordern und anderseits dann zetern, wenn jemandem dann das Begleitgejammer nicht gefällt, das gefällt mir nicht. Aber vielleicht leben manche in anderen Gegenden als ich. Bei uns wird von sehr vielen im Ort in die Transparenzdatenbank geschaut....und seither ist das Jammern besonders von jenen welche mehr als 10.000,-- drin stehen haben im Wirtshaus nicht mehr zu vernehmen. Denn da käme so mancher Kommentar.
Mfg, Helga


Faltl antwortet um 17-08-2010 17:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Ja die Transparenzdatenbank hat schon seine Vorteile.

und @50plus: "Ende meiner Debatte!" gute Aussage!


Gator001 antwortet um 17-08-2010 17:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@50 Plus Allerletzte frage meinerseits an 50Plus

da du schon sicher länger im Geschäft bis, nur mal so ne Frage wie ging das vor 20 Jahren bei dir ohne Förderung?

Wenn du als Unternehmer, und darin schließ ich auch Landwirte mit ein, auf die Förderung angewiesen bist und nicht mehr von dem leben kannst was du aus deinem Unternehmen/Landwirtschaft erwitschaftest, dann sollte man mal nachrechnen, wo das Problem liegt, und dort versuchen anzusetzten, es muss auch ohne Förderung gehen, ich beziehe selbst Fördremittel und habe das auch bis 2013 weiter vor, aber ich steig in das neue Öpul sicher nicht mehr ein!

Danke für die Diskussion, einige verstehen vielleicht welchen Standpunkt ich vertrete, diejenigen die ihn nicht verstehen kann ich halt auch nicht bekehren, aber vielleicht ist es denjenigen ein Trost das ich ihren auch nicht Kapier!



MF7600 antwortet um 17-08-2010 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@schwinzi01
deine firma in amerika nennt sich warenterminböerse- wie du sicher weisst gibt es das auch bei uns in europa!!
und auch amerikanische farmer bekommen förderungen!!!
natürlich geht es auch ohne förderung- der produktpreis wird steigen ganz klar!!
keiner kann vom draufzahlen leben!!
agrarpreise steigen zur zeit gewaltig an!!
so macht das wirtschaften spass!!


helmar antwortet um 17-08-2010 19:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Hallo Schwinzi.........auch ich lass mit 2013 alles auslaufen und werde nicht mehr neu beantragen.
Mfg, Helga


MF7600 antwortet um 17-08-2010 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@helmar
ist auch vernünftig so hältst du dir alle möglichkeiten fürs verpachten offen!


helmar antwortet um 17-08-2010 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Genau....meine Nachfolger sollen selber entscheiden.
Mfg, Helga


Moarpeda antwortet um 17-08-2010 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
die liebe @esle ist vom urlaub zurück, na dann wieder voll in die arbeit, tierlein schützen, bauern hassen.....

muss dir gleich wieder einige fragen stellen, die du mir nicht beantworten wirst.

1. wieviele % personen männlichen geschlechts sind mit 63,5 jahren noch nicht in pension ?
2. was glaubst du ist höher, eine normale pension oder eine invaliditätspension ?
3. weißt du wie sich das anfühlt, wenn man sich in der früh wegen schmerzen beim stiegengeländer hinunterhangelt ?
4. ....und eine zeitlang braucht um die morgensteifigkeit zu überwinden und arbeiten zu können, aber keine sorge, ich komme nicht zu kurz, vor dem finsterwerden gehe ich nicht in das haus.
5. auf die senioren gesundheit wirkt sich bewegung allemal gut aus, aber davon hast du wieder einmal keine ahnung, gell ?
6. man braucht eine rente um das kostspielige hobby zu finanzieren, ich habe meine ausgaben weiter oben offengelegt, wieder einmal nix gelesen, nur blösinn hereinblasen, gell?

...und dir in das stammbuch geschrieben, ich bin ein sehr zufriedener mensch, nur ungerechtigkeiten mag ich nicht.
deine dummheit allerdings mag ich, weil sie mich zum lachen bringt -
vorsicht, auf bananenschalen kannst du auch ausrutschen, nicht nur auf deinen eigenen postings.




beginner antwortet um 17-08-2010 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Wisst ihr was cool ist an dem Forum!

Wenn man zu dem Betreff was lesen möchte fängt man oben an, und ja nicht von hinten...weil hinten drin steht ja nichts mehr zum Thema sondern nur:

Du bist blöd
Du hast keine Ahnung
Du redest nur Blödsinn

hihihihi


Moarpeda antwortet um 17-08-2010 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@beginner

ist ja klar, das resümee kommt immer am schluss ;-))


teilchen antwortet um 18-08-2010 07:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@Moarpeda

"...weil das teilchen und du immer so auf den tisch haut, in wirklichkeit seid ihr beide ohnehin nur lohnempfänger, welche die überweisung am monatsende als gottgewollte selbstverständlichkeit hinnehmen."

"nur lohnempfänger"? Was hast Du eigentlich? Von jedem Gehalt oder Lohn gehen mehr als 50% an Steuern und Abgaben weg:
an das BMF, die Sozialversicherung, Krankenversicherung, Unfallversicherung, Pensionsversicherung sowie an die Kommunen (die Dienstgeber zahlten ja auch eine Abgabe pro Arbeitsplatz). Und ein Teil davon geht auf das Konto des Arbeitnehmers.

Was soll jetzt daran ehrenrührig sein, wenn das Geld für das man arbeitet und Abgaben leistet, monatlich ausbezahlt wird?
Ich habe den Eindruck, Du hast in Deinem Kopf eine Grundbewertung "Bauer gut - Arbeitnehmer schlecht". Denk einmal darüber hinaus.

Ad "stempeln gehen"
Die Arbeitslosenversicherung ist längst nicht die Hängematte, als die Du sie darstellst. "Dann geht er/sie halt stempeln" bedeutet mittlerweile für viele das Aus auf dem Arbeitsmarkt und damit den Weg in die Armutsfalle. Niemand riskiert mutwillig, arbeitslos zu sein. Das Arbeitslosengeld bekommt auch nur der, der davor mindestens ein Jahr eingezahlt hat, also versichert war, und auch dann bekommt ers nur für max. 6 Monate.
Auch für Selbständige gibt's mittlerweile eine Arbeitslosenversicherung.
Was daran kommunistisch sein soll, erklär uns bitte einmal.

Du pickst Dir immer nur die Systemausnützer heraus und blähst sie zur großen Masse auf. Das ist nicht die Realität.
Nur Deine Realität besteht ausschließlich aus Systemausnützern.
Es gibt ein Sprichwort: Wie der Mensch denkt, so ist er.
Deine Gedanken zeigen Dir ein Spiegelbild, wie Du sicher nie sein wolltest.



teilchen antwortet um 18-08-2010 07:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

@Schwinzi01

Danke für Dein Beispiel aus Amerika mit der Preissicherungsdeckung.
Wenn ich richtig informiert bin, fungiert die RWA bzw. die Lagerhäuser ja auch als eine Art Warenterminbörse, bei denen man sich im vorhinein einen Fixpreis und eine fixe Abnahmemenge vereinbart. Die Preise sind dort halt meist unter einem selbst verhandelten Preis, dafür gibts die fixe Abnahmezusage.
Vorteil bessere Planbarkeit und gewisse Preisabsicherung, Nachteil wenn die Marktpreise dann wesentlich höher sind als prognostiziert.
Vielleicht gibts auch noch andere solche Börsen in Österreich, da seid Ihr sicher alle mehr Experten als ich.

Ansonsten stimme ich Dir in Deiner Einstellung zu Förderungen voll zu.



Hirschfarm antwortet um 18-08-2010 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@peter 06
Du schreibst oben: Die Zeiten in denen es gereicht hat einen Bauernhof zu besitzen sind vorbei. Heute muss man ihn selbst bewirtschaften um was zu verdienen.
Tut leid aber ist genau umgekehrt. Das Geld wird nur mit Besitz gemacht. Der Teil den du dir erarbeiten kannst wird immer kleiner. Beispiel: Vor 20 Jahren hast du pro ha 6000 Schilling verdient und 3000 Pacht gezahlt. Das heisst halbe halbe zwischen Arbeit und Kapital. Heute machst du (wenn es gut geht) 600€/ha. Davon bleiben dem Bewirtschafter100-150€ und der Verpaechter kassiert 450-500€.
Merke: In der LW wird nur mit Grundeigentum Geld gemacht. Mit Arbeit wird bestenfalls Geld VERDIENT, wobei hier die Betonung auf dienen liegt.
mfg


biolix antwortet um 18-08-2010 07:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Gm !

HF wer zwingt dich 600 Euro zu zahlen ???

lg biolix


biolix antwortet um 18-08-2010 07:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Apropos HF, im Gegenzug heisst das, das man am Eigengrund mehr als 600 Euro verdient ?

lg biolix


Hirschfarm antwortet um 18-08-2010 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Lixi lern amoi lesen! 450 ist nicht 600! Und ja pro ha geerbtem Eigengrund verdienen wir mehr als 600€. Wenn nicht würde ich verpachten.


Fallkerbe antwortet um 18-08-2010 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@biolix
Mathematik Volksschule

Hirschfarm zahlt 450-500,
er erwirtschaftet 600
ihm bleiben 100-150, die der Bewirtschafter verdient.

wenns um echtes geld geht sollte man schon sorgsam arbeiten.
mfg









MF7600 antwortet um 18-08-2010 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@biolix
beim eigengrund sollten es doch MINDESTENS 600 euro sein die "bleiben" wie HF sagt!
wer das nicht erlöst sollte schleunigst verpachten!!



biolix antwortet um 18-08-2010 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
fallkerbe weis ich schon und lesen kann ich auch, ich kenne ihn ja bzw. andere die sogar auf schlechten böden 600 zahlen, also muss er so viel zahlen wenn er sich nun beschwert ?
Und er gibt ja zu er verdient dann am Eigengrund ja ganz toll.. ;-)

Eben darum sollte man mit "echten" Geld, eben auch mit Förderungen sorgsam umgehen, und b ei usn kenne ich nur ganz Große die um solche Summen pachten.. ;-))

lg biolix


MF7600 antwortet um 18-08-2010 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
naja ganz toll ist bei 600euro wohl übertrieben!!


biolix antwortet um 18-08-2010 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Also nochmal bevor ich für heute abdrehe :

HF meint füher wars gerechter, weil sich Pächterund Verpächter den Kuchen geteilt haben, jetzt verdient der Verpächter der davon aber natürlich auch Steuern und SVB zahlt 450 Euro und er nur 100 bis 150 Euro pro ha...

Dann meine ich drauf, na wennst am Eigengrund sogar 600 verdienst dann ist das eh supa., meint er, na da verdien ich viel mehr sonst würde ich verpachten...

Wer kommt dahinter was da wieder für eine "Bauernlogik" dahinter steckt ? ;-))))

lg biolix

p.s. aber sicher kommt der fallkerbe dahinter, weil es geht ja um echtes geld..;-)) echt wahr..?
;-))


helmar antwortet um 18-08-2010 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Wenn es ein offizielles Pachtverhältnis ist, dann zahlt der Pächter die Sozialversicherungsbeiträge.
Mfg, Helga


MF7600 antwortet um 18-08-2010 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@biolix
hast du etwas gepachtet?
helmar hats schon erklärt!!


biolix antwortet um 18-08-2010 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Oje, der zahlt sie aber von dem Pachteuro den er bekommt, noch die davon gehört ?? inkl. natürlch Einkommenssteuer... ;-))

ja fallkerbe, Rechenprofi da gehts ums Geld, keine Antwort ?


Fallkerbe antwortet um 18-08-2010 20:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@biolix,

dem Zahlenbeispiel von Hirschfarm kann ich im gegensatz zu die wunderbar folgen.
Er bewirtschaftet ein weiteres ha und verdient dabei 100 oder 150,-- euro

Was allerdings du da vor die hinbrabelst erschliesst sich mir nicht.
Hast womöglich noch immer den selben taschenrechner in Betrieb, mit dem du die Getreideerlöse von 2009 kalkuliert hast?
Dem würde ich nicht mehr trauen.

Also, wenn du gerne eine Antwort möchtest, dann solltest erst mal eine ordentliche frage formulieren.

mfg




Moarpeda antwortet um 18-08-2010 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
ach du liebes@teilchen

ich hoffe wir stören die anderen nicht zu sehr, die schon auf der pachtschiene dahinrumpeln.

du kannst grundsätzlich davon ausgehen, dass mir technische details vertraut sind, das war mein tägliches brot als selbständiger mit 12 mitarbeitern,
es kann maximal sein, dass im zuge der verwaltungsvereinfachung sachen dazugekommen sind ;-)

ich bin immer noch dabei dir meine realitiät darzulegen
und zwar nicht deswegen,
weil ich mir wichtig vorkomme oder mich arm oder unzufrieden fühle,
sondern weil das die realität vieler bauern ist
....und da gibt es ein sprichwort: da stehst du davor wie ein ochs vor dem neuen tor

im lauf unserer diskussion hast du eine ganze skala von ansichten geäussert,

vom unzufriedenen peda,
von den daten her nicht glaubwürdig,
von unfähig etwas zu erwirtschaften, (wobei mich allerdings verwundert, warum ich als selbständiger so erfolgreich war)
von unflexibel man sollte sich ein beispiel an dir nehmen
und der fallkerbe hat noch die landwirtschaft als hobby beigesteuert.

....ich würde sagen, spring über deinen schatten, geh sozusagen in das tor und sag dir: naja, hm hm, na so etwas, so so, hm....und so weiter,
> da wird ja wirklich ein böses spiel mit braven leuten getrieben.

wegen mir mach dir keine sorgen (weiß eh, dass sich dein mitleid in grenzen hält)
ich wehr mich auf meine weise.

....und weiterhin alles liebe
....und frohe weihnachten auch






biolix antwortet um 18-08-2010 23:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Nabend !

also für fallkerbe besonders nochmals erklärt und für alle anderen die bei einem gewinn von weniger als 600 Euro pro ha verpachten wollen, tyroler besinders zuhören den reichen schion auf "seinen" tausenden ha Betrieben 15 Euro pro ha gewinn völlig aus... ;-))

also HF schrieb:

"Vor 20 Jahren hast du pro ha 6000 Schilling verdient und 3000 Pacht gezahlt. Das heisst halbe halbe zwischen Arbeit und Kapital. Heute machst du (wenn es gut geht) 600€/ha. Davon bleiben dem Bewirtschafter100-150€ und der Verpächter kassiert 450-500€."


Danach meinten sie, an wenn nicht mehr als 600 Gewinn pro ha rauschauen würden sie verpachten, aber dem verpächter vorwerfen er nimmt mehr als die Hälfte ? wie passt das zusammen ? Bauernschläue ? ;-))))

Fallkerbe da gehts um echte Geld, und auch um Förderungen, wie im Kommunismus, das passt doch für dich nicht zusammen.. ;-)

gute nacht biolix


Muuh antwortet um 19-08-2010 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Guter Vergleich mit der Klein-greißlerförderung

Subventionen: Ein Irrweg der Milliarden kostet
von Josef Urschitz (Die Presse)

Der finanzklamme Staat muss jetzt alle Subventionen hinterfragen, besonders aber jene an die Milliardengräber Landwirtschaft und ÖBB. Sehr schnell eine umfassende Systemreform her. Das hat so keine Zukunft.


Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (ÖVP) hat gestern mögliche Kürzungen der Agrarförderung als „Irrweg“ bezeichnet und gemeint, man müsse stattdessen über die Subventionen an die ÖBB reden. Das, lieber Herr Minister, ist ein schwerer Irrtum: Man muss selbstverständlich über die Subventionen an die Landwirtschaft und über jene für die ÖBB sprechen.

Und dann gleich noch über die Wohnbauförderung, die schon lange nicht mehr voll benötigt und von den Landeshauptleuten als „Spielmasse“ für meist grottenschlechte Spekulationen an Finanzmärkten missbraucht wird. Selbstverständlich auch über parallel laufende Wirtschaftsförderungen, über sinnvolle Einsparungsmöglichkeiten bei den Subventionen für das Gesundheitssystem, über Gießkannenförderungen vom „Gemeindestier“ bis zum Zuschuss für die Blasmusik, die in Summe Milliarden kosten, die der Einzelne aber kaum spürt.

Wir müssen darüber reden, denn Österreich ist mit mehr als 15 jährlichen Förderungs-Milliarden Subventions-Europameister. Und die sinnvollen Einsparungen können (ohne wichtige Leistungen zu verschlechtern) durchaus ein Ausmaß erreichen, das die drohenden Steuererhöhungen in diesem Höchststeuerland obsolet machen könnte. Zumal sie ja nachhaltig wirken.

Aber schwerpunktmäßig geht es natürlich um Landwirtschaft und Bundesbahn. Denn das sind Groß-Subventionsempfänger, die sich zu strukturell völlig versteinerten Staaten im Staate entwickelt haben. Wir reden hier von einem Volumen von rund neun Mrd. Euro (knapp sieben Mrd. bei der Bahn und mehr als zwei Mrd. bei der Landwirtschaft, die zum Teil zwar von der EU kommen, letztlich aber auch vom österreichischen Steuerzahler bezahlt werden).

Beginnen wir mit der Landwirtschaft: Berlakovich hat diese Woche im TV gesagt, die Agrarsubventionen seien in vollem Umfang nötig, um die kleinbäuerliche Struktur im Land aufrechtzuerhalten. Das ist erstens einfach falsch und zweitens endlich einmal zu hinterfragen.

Falsch deshalb, weil ein relativ großer Teil der Förderungen an große Güter und an die meist raiffeisennahe Lebensmittelindustrie geht. Und nicht an kleine Bauern.

Und dass die Agrarlobby in einem angeblich marktwirtschaftlichen Land unwidersprochen darauf stolz sein darf, nicht lebensfähige Kleinstrukturen am Leben erhalten zu wollen, ist eine PR-technische Meisterleistung der Sonderklasse.

Mit dieser Argumentation hätte man natürlich auch eine Klein-greißlerförderung einführen können. Und wenn diese so wie die Agrarförderung konstruiert wäre (je größer der Betrieb, desto höher die Förderung), hätten unter dem Titel „Erhaltung des kleinstrukturierten Handels“ Billa, Spar und Hofer die höchsten Förderungen bekommen. Fällt dieser ökonomische Irrsinn eigentlich niemandem auf?

Maximilian Hardegg, ein Großbauer, hat letzten Sonntag in der „Presse“ marktwirtschaftliche Auswege aufgezeigt: Betriebliche Organisationsformen, die es den Bauern erlauben, ihre Höfe zu behalten, ihre Produktionskapazitäten aber zu lebensfähigen Größen zusammenzuschließen. Ausstiegshilfen für ausstiegswillige Landwirte. Hinwendung der Landwirte zum agrarischen Unternehmertum, was selbstverständlich die Einführung zumindest einer Einnahmen-Ausgabenrechnung (wie sie jedem Kleinstunternehmer zugemutet wird) beinhaltet. Mit anderen Worten: Aktive Begleitung des Strukturwandels.

Auf eines will Hardegg allerdings auch nicht verzichten: Auf die eine Million Subvention (so viel zum Thema Förderung der kleinstrukturierten Landwirtschaft), die ihm der Steuerzahler jährlich überweist. Weil man, wie er sagt, auch Großbetriebe mit 2000 Hektar nicht ohne Subvention führen kann.

Wenn das stimmt, dann ist aber wirklich Feuer am Dach: Dann ist das ganze Agrarsystem in einem ökonomischen Zustand, der jenem der Sowjetunion im Herbst 1988 gleicht. Und nur noch am Leben, weil es – im Gegensatz zur späten Sowjetunion – noch (Zwangs)-Zahler gibt.

Da muss wohl sehr schnell eine umfassende Systemreform (durchaus in die Richtung, die Hardegg angedeutet hat) her. Das jetzige System, das zehntausende quasi pragmatisierte Keuschler am Tropf des Steuerzahlers und am Gängelband der Landwirtschaftskammern produziert, hat so sicher keine Zukunft. Eine Änderung ist aber schwierig: Freie Agrarunternehmer bedeuten nämlich einen gewaltigen Machtverlust für die Agrarbürokratie.



Um vielschichtige politische Macht geht es wohl auch bei der Bundesbahn. Und deshalb ist das Unternehmen auch in einem derart erbärmlichen Zustand. Nicht natürlich für die dort Beschäftigten, die immer noch mit 52 in die Pension geschickt werden und die ASVGler, die fast zehn Jahre länger „hackeln“, weniger Pension bekommen und den Privilegienstadel auch noch bezahlen müssen, eine lange Nase drehen. Oder für die Bundes- und Landespolitiker, die den Staatsbetrieb als Spielwiese für unverfrorene Macht- und Personalspielchen auf Kosten der Steuerzahler missbrauchen.

Hier weiß man nicht einmal, wo man anfangen soll. Der Aufsichtsratsvorsitzende dieses Bauunternehmens mit angeschlossenem Bahnbetrieb, das trotz ungeheurer Milliardensubventionen seit Jahrzehnten konstant Marktanteile verliert, sollte sich weniger Gedanken machen, wie man Kritiker mit Klagen eindecken könnte. Und mehr, wie man aus einem unregierbaren Verkehrsmoloch ein modernes Verkehrs- und Transportunternehmen macht, das auf dem Markt mithalten kann.

Beide Milliardengräber haben jene beiden Regierungsparteien zu verantworten, die seit Jahrzehnten abwechselnd beziehungsweise gemeinsam die Regierung stellen. Es wäre wohl nicht zu viel verlangt, wenn sie sich jetzt gemeinsam den Kopf darüber zerbrechen, wie man diese Malaise beenden könnte. Statt nach der „Haltet den Dieb“-Methode die eigene Klientel schützen und die des anderen abmontieren zu wollen.


josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.08.2010)



walterst antwortet um 19-08-2010 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Dass der Hardegg vorgeschickt wurde, um Werbung für das Wegputzen der Kleinen zu machen, war mir gleich klar. DA macht sich doch keiner von der BB-Spitze die Finger mit so was schmutzig.


Hirschfarm antwortet um 19-08-2010 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Hut ab vorm Herrn Hardegg daß er sich das in Österreich öffentlich sagen traut. Wenn der BB könnte würde er Ihn dafür wahrscheinlich am Scheiterhaufen verbrennen.
@biolix
Es hat sich niemand beschwert. Es wurde nur sachlich darauf hingewiesen, daß mit Grundbesitz Geld gemacht wird und nicht mit bäuerlicher Arbeit. Nebenbei bemerkt verdienen bei unserem Betrieb 30 Verpächter ordentlich mit, wahrscheinlich sogar mehr als sie selber jemals aus dem Betrieb erwirtschaftet haben. Das Geld bleibt in der Region, wird meistens in Wohnraum investiert oder den Kindern gesteckt. Das heißt meine Wirtschaftsweise ist sozialer als deine da bei mir 30 Familien profitieren, bei dir wären es nur 4.
mfg


Fallkerbe antwortet um 19-08-2010 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@biolix,
es ist nicht mein ansinnen, dem Hirschfarm seinen gewinn auszurechen.
er macht gewinne, das ist das entscheidende.
Dem Hirschfarm muss man das rechnen sicher nicht mehr beibringen, das kann der schon.

bei dir möchte ich das oftmals grob bezweifeln. Ist aber wurscht, denn die Fehler der Bündeler und Schwafler müssen eh die Biobauern berappen, die euch vertraut und beliefert haben.

mfg


biolix antwortet um 19-08-2010 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Komisch, klang ünerhaupt nicht wie beschweren das du dir HF damals den GEwinn geteilt hast udn heute der Verpächter so viel mehr bekommt.. ;-)))

Aber dann, nach nachfrage, aber man verdient doch eh viel mehr als 600 Euro pro ha, herrlich... das meine ich mit Bauernschläue und warum es unbedingt notwendig ist nicht Agrarförderungen zu kürzen, aber sehr wohl ihren Arbeitsplatzbezug zu hinterfragen.
Denn ich bin nicht der Meinung das nicht viele deiner 30 Verpächter nicht auch gut wirtschaften könnten, z.b. mit viel mehr Alternativen für du keien zeit hast et. ... ;-))

Ja fallkerbe, das ist keine Antwort, es geht doch ums Geld, da musst du schon genauer lesen.. ;-)))

lg biolix


biolix antwortet um 19-08-2010 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@fallkerbe: und dein letzter satz: welchen Bündler oder Schwafler gibst du denn die Schuld das der konv. Roggenpreis letzte Jahr 80 Euro pro tonne war ??
Bio immerhin den doppelten Prteis hatte udn einige noch mehr. bekamen.. puh alles Schwafler.. ;-))

lg mz biolix


Moarpeda antwortet um 19-08-2010 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@muh

ich liebe solche vergleiche wie:

"Mit dieser Argumentation hätte man natürlich auch eine Klein-greißlerförderung einführen können. Und wenn diese so wie die Agrarförderung konstruiert wäre (je größer der Betrieb, desto höher die Förderung), hätten unter dem Titel „Erhaltung des kleinstrukturierten Handels“ Billa, Spar und Hofer die höchsten Förderungen bekommen".

....und möchte die dazu passende gelegenheit wieder einmal benutzen um einen sockelbetrag für jede bäuerliche familie zu fordern und den verbleibenden rest pro HA aufzuteilen.

alles andere ist augenauswischerei und falschheit.



helmar antwortet um 20-08-2010 07:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
Und wenn man mal den Begriff "landwirtschaftliche Betriebe" etwas genauer definieren könnte? Solange ein, sagen wir mal 3 ha Betrieb mit 2 Pferden, 3 Schafen und 12 Hühnern drauf genauso als ein solcher gilt wie einer mit 1000 ha wirds etwas mühsam mit der Definition.
Mfg, Helga


Moarpeda antwortet um 20-08-2010 08:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@helga

man wird einen betrieb mit 3 HA schwerlich als bäuerliche familie bezeichnenen können, solche betriebe überleben heute noch in rumänien, haben aber bei uns nie überlebt.

ich finde ab 10 ha sollte man die betriebe nicht mehr zum abschuss frei geben.
mit spezialisierung und basisförderung sind sie überlebensfähig.




Hirschfarm antwortet um 20-08-2010 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ist das die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?
@biolix
Hör bitte auf immer irgendwas dazuzudichten. Ich habe nicht gesagt das meine Verpächter nicht wirtschaften können. Aber Kostendegression und Leverage gibts halt bei 10 oder 20 ha nun mal nicht. Zu den Alternativen sei gesagt das die eben genau für die kleinen Betriebe gemacht sind. Mehr Arbeit aber auch mehr Gewinn pro ha.


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