kraftwerk81 10-07-2010 14:02 - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Kennt das wer?

Ich hab eine Kuh die jetzt 2 Proben hintereinander >1.000.000 ZZ hatte. Euter lässt sich sauber ausmelken, Schalmtests und Diagnosekarte sind negativ, nicht ein bisserl schleimig! Auch eine Laboruntersuchung hat nix ergeben. Was kann das sein?



Schweiz antwortet um 10-07-2010 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Hallo

Kann natürlich viele Gründe haben: Klauenprobleme, Ketose, Gebärmutterentzündung, "Heimweh nach einer anderen Kuh" (z.B. langjährige Nachbarin im Anbindestall), Zysten............

Gruss aus der Schweiz


helmar antwortet um 10-07-2010 16:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Wie schauts mit dem Staph. Aureus aus? Einige Kühe hatten bei mir kein Flankerl in der Milch, einen durchschnittlichen Schalmtest und Zellenmillionen.....
Mfg, Helga


walterst antwortet um 10-07-2010 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
welche Zellzahl hat die Kuh sonst ?
Was genau steht im Laborbefund?
Gibts beim Schalmtest wirklich keine Reaktion?
Wie schaut es bei den anderen Kühen am selben Kontrolltag aus?


kraftwerk81 antwortet um 12-07-2010 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Naja mir fällt dazu nichts ein, ist von Klein an bei mir und eigentlich eine sehr ruhige Kuh, total unauffällig, frist normal, geht anständig (Klauen schaun auch sauber aus), ist auf's erste wieder trächtig geworden (Gebärmutterentzündung?). Nur von den Inhaltsstoffen ist sie unter-Ø 99T 2951 3,77 2,91 (erst das 2.Kalb). Schalmtest zeigt überhaupt nichts an. Wie kann's sowas geben? Der muss doch anzeigen wenn sie so einen hohen Zellgehalt hat?. Wir haben dann nach dem ersten Jackpot gleich Milch eingeschickt und da waren alle 4 Viertel negativ - keine Erreger - jetzt noch ein 2. Mal - Ergebnis noch offen. Staph. Aureus daran hab ich auch gedacht aber ich verdränge noch!! ZZ war letztes Jahr nie über 100, heuer: 253, 1013, 1063. Alle Anderen M. sind ziemlich unauffällig (Ø 183.000 incl der Millionärin)

Heut kommt noch mal der Melkmaschinenprofi, schaut zwecks Vakuum...


Tyrolens antwortet um 12-07-2010 12:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Wenn's wirklich nur einem Kuh betrifft dann kann's ja nur an der Kuh liegen.
Hast du eine Blutuntersuchung machen lassen?
Mein ich halt als Laie. Habe keine Ahnung von Viechern. ;)


ansruu antwortet um 25-07-2010 07:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
@kraftwerk: Hast Du die Ursache schon gefunden? Habe zur Zeit das gleiche Problem. Von ZZ18 auf 3100 ohne irgendwelche Anzeichen einer Euterentzündung oder sonstigem...


mfj antwortet um 25-07-2010 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?

Also Kraftwerk – das klingt tatsächlich nach Staphylokokken...muss es aber nicht.

...nichts festzustellen bei der bakteriologischen Untersuchung – das glaubst Du selber nicht. Sofort wiederholen !!
Schalmteste zeigen zu Melkbeginn öfters nichts genaues an. Daher habe ich mir angewöhnt „ihn“ bei Melkende durchzuführen.
Staphylo – verschleppte Erkrankungen ist das dümmste was einem passieren kann.
Ich habe hier schon öfters mal Cefacetril-Natrium vorsichtshalber eingespritzt.

Das ganze kann aber auch dieses bekannte "Sommerpeak" sein. Darunter versteht man das Zusammenwirken mehrerer ungünstiger Faktoren. Die heißen Klimabedingungen der letzten Wochen vermindern die Abwehrkräfte der Kühe, verschmutzte Stallbereiche, Liegeflächen und Futter erhöhen die Infektionsgefahr, und wegen saisonaler Arbeitsüberlastung wird die Melkhygiene auch mal vernachlässigt. Offensichtlich besteht ein oft zu wenig beachteter Zusammenhang zwischen schmuddeligen Liegeflächen, verschmutzten Kühen, falschem Stallklima, Insekten-Kontamination und entzündlichen Mastitiden.

Das vielgeschwätzte Melkvakuum und sonstiges Drumrum – ist´s meistens nicht.
Jeder aufmerksame Melker erkennt an der gemolkenen Zitze bzw. Ausstülpungen ob hier was nicht stimmt.





kraftwerk81 antwortet um 26-07-2010 09:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
@mfj,

Nein, bei der ist nix festzustellen. Euter milkt sich sauber aus, 2 bakt. Untersuchungen sind negativ und Schalmtest zeigt auch nix an. Blutprobe hat ergeben dass wohl ein Entzündungsherd vorhanden ist und darauf hat mein TA mit AB behandelt. Schaun ma mal, hab sie beim Melken gleich hinten angestellt und das MZ wird gesondert desinfiziert.

PS: Vielleicht ist's ja wirklich nur so eine Faktorengschicht, es war ja wirklich sauheiss in letzter Zeit.


noebauer.georg@gmx.at antwortet um 30-07-2010 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Ich würde Ihnen zu einer Untersuchung auf Mycoplasma bovis raten.Diese Untersuchung kann jedoch nicht von allen Labors durchgeführt werden.Wir haben diese Untersuchung beim Institut für Bakteriologie,Mykologie und Hygiene(IBMH)Dr.med.vet.Joachim Spergser,Veterinärplatz 1in 1210 Wien Tel.0125077-6145 durchführen lassen.
Das Ergebnis war zu unserem Leidwesen positiv,nachdem alle vorhergehenden bakteriologischen Milchuntersuchungen negativ ausfielen und wir schon nahezu am verzweifeln waren.Einzige Möglichkeit,die sich aus einem derartigen Ergebnis ergibt ist die sofortige Entfernung aus dem Bestand um die restliche Herde zu schützen.


drfel antwortet um 03-08-2010 18:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
also wichtig ist zu wissen in welchem Laktationsstadium die Proben eingeschickt wurden bzw in welchem Laktationstag die Kuh sich bei der Proebennahme befand, weil einige Keime sprich Bakterien im Euter Abzesse bilden können und sich abkapseln können und somit nicht ausgeschieden werden. Hierbei handelt es sich um einen Keim der nur in gewissen Laktationstagen ausgeschieden wird.(Sprich S.aureus der um den 7, um den 50. und um den 90 Laktatationstag ausgeschieden wird.)
weiters sollten Sie den Zellzahlverlauf dieser Kuh der letzten 6 Monate verfolgen ob es da Abweichungen gab.
wie schaut es mit dem Fett-Eiweis Quotienten aus?
wie ist das Euter spüren sie Knoten oder Verhärtungen?
hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen lg Tzt. Raphael Höller


Hannes1 antwortet um 03-08-2010 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Ich gebe dir einen Rat . Ruf den Fleischhauer an je früher desto besser . Diese Kuh versaut dir die ganze Milch . Wenn du Pech hast deinen ganzen Kuhbestand . Schaden enorm.
Sie wird immer Zellen haben mal mehr mal weniger . Gewinner nur der Tierarzt .


helmar antwortet um 03-08-2010 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Der Juli hatte es auch bei meinem Kühen in sich, genaugenommen bei 2, der Rest ist und war unauffällig. wie der Zufall so spielte, war am gleichen Tag mit der Tankmilchkontrolle auch die MLK Probe, und nach eienr Woche hatteich es auch schwarz auf weiss. Und es hat der Schalmtest angeschlagen, aber es gab nicht einen Flocken im Filter. Weil es mir mit der bakterieologischen zu lange gedauert hat, haben wir uns an die Empfehlungen der letzten Bakt gehalten. Inzwischen habe ich einige Beraterproben auf Zellzahl machen lassen( Tankmilch und Einzelkühe) und mach täglich Schalmtest seit gestern ist auf einmal beim Schalmtest eine gravierende Verbesserung zu erkennen, schaun ma mal wie die Einzelkuhproben von gestern aussehen...........aber zumindest jene Kuh, bei welcher das Zentralband komplett durch ist, wird ziemlich bald abgehen, auch aus Gründen des Tierschutzes, denn dieses durchhängende Rieseneuter, damit gehts dem Tier nicht sehr gut.
Mfg, Helga


drfel antwortet um 03-08-2010 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
nachtrag: an Mycoplasmen glaube ich nicht weil die Klinik des Euters nicht dafür spricht und sich wenn Sie das Problem im Stall hätten es sich rasch verbreiten täte; weiter Anzeichen sind ein Häufung von klinischen Mastitiden im Bestand, plötzlicher Milchrückgang; Euterviertel sind nach dem ausmelken prall und sehen aus wie nicht gemolken;
weiters kann eine Sekretionsstörung vorliegen lg Tzt. Raphael Höller



steve__24 antwortet um 03-08-2010 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
hast schon mal geschaut ob leichte Blutreste da sind, weil blutzellen rählen auch bei der untersuchung mit


kraftwerk81 antwortet um 11-08-2010 10:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Ergebnis der 3. Milchprobe:

rechts hinten +++ Koagulase negative Staphylokokken





Quacksi antwortet um 28-08-2014 22:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hohe Zellzahl nicht nachzuvollziehen?
Hallo
ich hab im Laufe von 10 Jahren jetzt zum 2. Mal eine stark erhöhte Zellzahl (über 700).
Die erste Kontrolle der Molkerei war um die 100. Ich habe sofort alle per Schalmtest angeschaut. Es war lediglich eine altmelkende Kuh über 300 Tagen mit einem Plus im Schalmtest.
Vor ca, 10 Jahren das gleiche aus dem nichts eine hohe Zellzahl.
Nichts verändert und wieder gepasst beim nächsten Mal.
Ich muss ehrlich sagen, ich glaube das es eine Verunreinigung von Außen ist!

Es wird immer zwischengereinigt, der Tank sogar sekundär mit Peressigesäure nachbehandelt.


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