Blumenwiese antwortet um 02-04-2010 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Richtlinien gibt es schon so viele - ich denke man sollte es damit nicht übertreiben. Es ist sicher nicht im Sinne der Biobauern, zwar Musterschüler beim Kraftfuttereinsatz zu sein, dafür aber die Kühe energetisch nicht ausreichend versorgen zu können und die Zwischenkalbezeit unnötig zu verlängern. Jeder Landwirt will gesunde Kühe im Stall haben und diese gut versorgen. Auch die Biobauern wählen die Stiere, mit denen sie ihre Kühe besamen lassen, nach dem GZW aus - solange das so ist, haben die Kühe ein immer höheres Leistungspotenzial und das Management kann mit der Genetik nur schwer Schritt halten.
Welche Vorschriften macht Lampert den Zurück zum Ursprung-Lieferanten eigentlich, abgesehen davon, dass das Kraftfutter aus Österreich sein muss? LG, bw


grasi1 antwortet um 02-04-2010 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Sämtliche Biovereine und Biokontrollstellen müssen aufpassen, das sie in Zukunft nicht Arbeitslos werden.
Es werden 2013 wahrscheinlich sehr viele Biobetriebe aussteigen, dann wird die Herstellung von Bioprodukten trotz Nachfrage zu einem Problem werden.
Aussteigen werden die Betriebe deshalb, weil es nicht sein kann, das der Milchbauer den Körndlbauer mit saftigen Kraftfutterpreisen unter die Arme greift.
Die heutigen leistungsfähigen Tiere lassen sich nicht einfach mit weniger Kraftfutter füttern, das funktioniert nicht, da gibt es kranke Tiere ohne Ende. (Stoffwechsel)
Meine Persönliche Meinung ist auch, das es nicht gut ist überhaupt die Bauern zu teilen (Bio, Konvi)
Anstatt dieses Konkurenz Denkens wäre es besser alle landwirtschaftlichen Lebensmiitelerzeugenden Betriebe gleichermaßen zu Unterstützen, aber Größenbezogen. (Den kleinen mehr, den großen weniger)
Ich muß dazu sagen, wir waren von der ersten Stunde Bio, steigen aber sicher 2013 aus, und nach einigen Umhören in der Nachbarschaft steigen auch andere Betriebe aus. (Nicht wenige)



biolix antwortet um 02-04-2010 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Hallo Grasi !

bist du Biobauer ?

Wenn so viele aussteigen , wearum sind heuer so viele eingestiegen ?

Weiters warum gibt es Low Input Betriebe bei Bio. dort "verhungern" keine Kühe, bei super Deckungsbeiträgen...

Ja und sonst, man soltle über alles diskutieren können, nur sich mal fragen wo "uns" die Zucht "hingebracht" hat, und ob alles noch im "biologischen" Einklang zu sehen ist, in diesem Sinne lasst uns diskutieren... ,-))

lg biolix



orchkatzl antwortet um 02-04-2010 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
in öster. gibt es garnicht so viele B I O -Rinder wie der markt werbung für sein Bio.......macht
schauts mal zur grenze was da an tieren rein und rauskommt.
Meine Meinung wehre : Die gesammte Import - Export Stützungen vom Vaterstaat abzuschaffen
Warum braucht man eine importstützung????? Profit. holen so eine handvoll Leute

Die EU - hat keiner gebraucht auser der staat Ö. um geschickte verhandlungen zu machen
Wo ist jetzt Das SCHÜSSERL sichst net hörst nimmer aber bei der eu-verhandlung war er
wichtig???? oder hat sich wichtig gemacht - meine meinung


grasi1 antwortet um 02-04-2010 13:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Lixl, wir sind Biobauern, aber wie gesagt nur noch bis 2013!
Wir haben auch gute Deckungsbeiträge, aber die Auflagen bezüglich Aufstallung bzw. Haltungsformen zwingen uns zum Ausstieg.
Weil nur investieren, das sich andere ins Fäustchen lachen können tun wir nicht.
Da wissen wir bessere Alternativen um unser Geld los zu werden.(Urlaub oder sonst was schönes...............)
Es gibt im Leben noch andere Werte die zählen, oder lebst du zweimal..............


Psycho antwortet um 02-04-2010 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
ich halte es für richtig das kraftfutter bei den bios einzuschrenken !!!

wenn ich jetzt bio-betriebe mit 7, 8, 9000 kg stalldurchschnitt sehe, frage ich mich was da anders sein soll als bei den konventionellen
beziehungsweise was bei einer solchen leistung BIO sein soll

sicher, das kraftfutter wurde biologisch angebaut,
aber bio macht ja auch werbung damit, dass die bio-kühe länger leben, auf der weide gras fressen, gesünder sind, glücklicher sind, etc.. als konventionelle

und 7000 oder mehr kg erfüttert man nicht rein übers grundfutter

wenn also dem konsumenten gesagt wird, kaufts bio, weil da gehts nicht um leistung, da gehts um qualität, nachhaltigkeit und "tierschutz", dann muss das auch so sein


wenn ich was zu sagen hätte würde es im supermarkt so aussschauen:

bio - milch --> aber richtig bio: also kraftfutter nur in den ersten 150-180 laktationstagen erlaubt (und da auch obergrenzen) den rest über grundfutter
grundfutter nur gras !! kein Mais (daher keine abhängigkeit von saatgutkonzernen wie monsanto - auch kein bodenumbruch - keine stickstoffräuber) - eben nur gras - das natürlichste, beste und gesündeste futter für kühe
daher auch keine kuh mit mehr als 4-6.000 kg milch (und schwarzbunte gehen bei bio überhaupt nicht)
das ist für mich (und wahrscheinlich auch für die meisten konsumenten die sich mit landwirtschaft nicht beschäftigen und nur die werbung kennen) so wie ich mir bio vorstelle

normale milch --> die jetzige konventionelle milch mit umweltprogramm (weil so wie ich gerade wirtschafte, bräucht ich nur das teurere kraftfutter und ein paar dumme vorschriften und übergangsregelungen einhalten und ich wär bio (in jetziger form))

und industriemilch --> da ist der preis egal - da dürfen die nord und ost-deutschen großbetriebe ihre milch von den kühen (die nach der 2.lakt als knochenhaufen zum metzger gehen) um 20 cent verschärbeln wenn sie meinen


Peter06 antwortet um 02-04-2010 14:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Die österreichische Landwirtschaft ist gut beraten, auch bei Rindfleisch das zu produzieren, was der Markt verlangt. Ein nicht zu unterschätzender, kleiner Anteil daran wird biozertifizierte Ware sein. Besonders die Direktvermarkter sind immer häufiger mit Konsumenten konfrontiert, die genaue Informationen einfordern, bezüglich Haltung, Fütterung und Nachvollziehbarkeit des Produktes, und, besonders wichtig, bereit sind, dafür mehr zu bezahlen!
MKS und Rinderwahn sind halbwegs überwunden, aber der nächste Fleischskandal kann jederzeit wieder (vielleicht in England, Dänemark oder Spanien) losbrechen und die Erlöse ruinieren.
Diese Schiene können wir mit österreichischen Rinderrassen, ob das Grauvieh, Kärntner oder Waldviertler Blondvieh, Murbodner, Pinzgauer etc. in einer extensiveren Form bedienen, die auch hervorragende Ausbeutungen liefern können, ohne übertriebenen Kraftfuttereinsatz, und in 20, 24 oder vielleicht erst mit 30 Monaten ihre Schlachtreife erlangen.
Überhaupt liegt in Österreich bei der Rindfleischqualität vieles im Argen, was beispielsweise Abhängen und Reifezeit betrifft.
Wie bei vielen Sparten in der Landwirtschaft wird es in der Zukunft ein "sowohl als auch" geben. Jene Betriebe, die nach intensiven Kriterien produzieren, müssen sich gegen eine internationale Konkurrenz behaupten, die in einer Nische produzieren, werden sich mit immer härteren Auflagen und den immer wachsameren Augen der Konsumenten auseinanderzusetzen haben.
Was man auch nicht vergessen darf, dass die "naturnah" oder "bioproduzierenden" Betriebe heute in der Rindermast oft als Feigenblatt gegenüber den Konsumenten (Stichwort glückliches Rind auf der grünen Wiese) dienen, also gehen wir mit ihnen sorgsam um!

Meint
Peter



org antwortet um 02-04-2010 14:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Ich frage mich überhaupt was Kraftfutter in der Rinderfütterung verloren hat? Weder in der Mast noch im Milchviehbereich!
Getreide ist direkt für den Menschen verwertbar, daher braucht es keinen Umweg über den Kuhpansen! Das ist reine Vergeudung wertvoller Kalorien für die Welternährung!
Mit gutem Grundfutter kann eine Kuh auch bis zu 5000 Liter Milch geben und ein Ochse mit 27 Monaten eine schlachtreife Fettabdeckung schaffen. Waum muss alles so schnell gehen? Das fördert nur die Überschussproduktion!


biolix antwortet um 02-04-2010 14:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Hallo Grasi !

das ist dann schade, den wenn es so ist wie du schreibst, mit den guten Deckungsbeiträgen dann ist eben die Auslauf oder Weidergeschichte ein hindernis, oder meinst andere Auflagen ?

Wie gehts dir beim Kraftfutteraufwand ?

lg biolix


walterst antwortet um 02-04-2010 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
1. Frage an Nicole Wieser

Wovon reden wir? Auf welche Basis ist die 15% Grenze bezogen? Tagesration? Jahresration? Einzelkuh? Kuhherde? Rinderbestand?
Wie geht sich das aus bei einem Aufzuchtkalb in der Absetzphase?

2. Bevor ich mir überhaupt die Mühe mache, fachliche Argumente aufzuzählen möchte ich behaupten: Der Kraftfuttereinsatz ist in der EU-Verordnung aus meiner Sicht ausreichend geregelt.
Was aktuell den Biomilchviehhaltern ganz sicher nicht zumutbar ist, sind zusätzliche Schikanen.
Eine neue Fütterungsregel, egal auf welcher Basis und ob sie leicht einzuhalten ist oder schwer, erfordert einen zusätzlichen Kontroll- und Dokumentationsaufwand.

3. Eine 15% Regel, egal auf welcher Basis ist überhaupt keine Garantie für eine Rindergerechte Fütterung. Innerhalb dieser Regel kann man ohne weiteres unsachgemäß arbeiten, dass es der Kuh graust. Ich habe genug Kühe gesehen, die durch Energiemangel abgestochen wurden. Genau so kann man auch mit 15% Kühe überfüttern und umbringen.

4. Ich habe mir erst vor kurzem verbale Watschen eingefangen, weil ich bei einer Versammlung angemerkt habe, dass ein und die selben Funktionäre bei der einen Veranstaltung sagen: Ihr müsst an der Leistungsschraube drehen, sonst dürft Ihr Euch nicht wundern, wenn ihr nicht wirtschaftlich produzieren könnt. Bei der nächsten Versammlung sagen dann die selben in einer ihrer weiteren Funktionen: "Na, so ein paar Zusatzauflagen könnt ihr doch leicht erfüllen, auch wenn es die Leistung ein wenig bremst, weil es halt jetzt grad für Molkerei und Handel gut passt"

5. Den Konsumenten mit einer 15% Klausel zu gewinnen ist
a) aussichtslos oder gar kontraproduktiv, weil man dann wieder nur alle anderen anschwärzen muss
b) von Bio Austria gar nicht beabsichtigt
Es wurde klar gesagt, dass diese Klausel rein als Argument für die Handelseinkäufer dienen soll.

6. Interessant wäre, einen Zusammenhang herzustellen zwischen der Lebensleistung der Kühe und dem tatsächlichen Kraftfuttereinsatz. Da würde es womöglich Überraschungen geben.

7. Wenn diese Argumente nichts zählen sollten, dann bin ich trotzdem sehr gerne bereit, eine 15% Regel einzuhalten - gegen Cash, was noch auszuhandeln wäre.

Walter


Blumenwiese antwortet um 02-04-2010 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Ich denke die Rede ist von 15 % der Trockenmasse der Jahresgesamtfuttermenge. Was soll die 15 % Grenze dann bringen, wenn sie nur als Argument für die Handelseinkäufer dient? Die sind ja wohl nicht bereit, mehr für etwas zu zahlen, das sie nicht an den Konsumenten "weiterverkaufen" - sprich die Mehrkosten weitergeben können...


walterst antwortet um 02-04-2010 16:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
@blumenwiese

wird im Zusammenhang mit der 15% Regel derzeit über Mehrkosten für den Handel geredet?
Echt?


Blumenwiese antwortet um 02-04-2010 17:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Nein - es wird so gut wie nie über Mehrkosten für den Handel geredet.


ALADIN antwortet um 02-04-2010 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Warum sollte es bei BIO keine Schwarzbunten geben? Vor langer Zeit wurde in einer Studie festgestellt, dass Schwarzbunte Kühe ohne Kraftfutter mehr Milch geben als Fleckvieh mit.
Warum sollte eine Milchkuh ohne Kraftfutter sterben? Ich war früher auch Rinderzüchter und habe immer nur von Leberschäden etc. durch zuviel Kraftfutter gehört. Eine lange Übergangszeit ist natürlich klar.


grasi1 antwortet um 02-04-2010 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Lixl, du sagst es, ich meine andere Auflagen! (zB.Anbindehaltung, etc.)


helmar antwortet um 02-04-2010 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
!5% KF Anteil können bei der einen Kuh zuviel sein und einer anderen Kälber und Lebensjahre kosten. Und eine genetisch auf sagen wir mal 10.000 l ausgelegte Kuh mit qualitativ schlechtem Grundfutter(man denke nur an längere Regenperioden z.B., wo Überständigkeit, öfter angeregnet usw. gleich mal Strohqualität bringen, oder an die diversen UBAG-Flächen) KF mässig knappen zu lassen, das ist Tierquälerei. Es haben aber auch die Bioverbände jahrelang nie wirklich Stellung zur biogeigneten Leistungszucht bezogen. Es wurden und werden immer noch Stiere für die KB empfohlen, welche die Milchleistung ihrer Nachkommen steigern. Genaugenommen wären eigentlich nur Tuxzillertaler, reinrassiges Tiroler Grauvieh, Gelbvieh, Murbodner u.ä. von ihrer genetischen Auslegung her Biomilchrassen.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


biolix antwortet um 02-04-2010 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Helga : "Es haben aber auch die Bioverbände jahrelang nie wirklich Stellung zur biogeigneten Leistungszucht "

na du weist aber alles.. ;-)))

Ja und wie, und sie "schrien" schon oft, und wurden immer gehört von der offiziellen Agrarvertretern inkl. Zuchtverbände, man hatte es immer leicht, sehr leicht... ;-(((

lg biolix


Christoph38 antwortet um 02-04-2010 19:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Ein interessanter Gedanke den du anspricht helmar, mit den gefährdeten Tierrassen.

Da lässt sich sicher eine nette Marketingaktion stricken. Wir die Handelskette xy setzen ein Zeichen für die Erhaltung bedrohter Nutztierrassen und haben unsere bäuerlichen Lieferanten eingeladen ein Stück des Weges vorwärts zu gehen und den Betrieb auf die Rasse (Rasse einsetzen) umzustellen.
Bio und gefährdete Rasse, plus echte Bergbauern etc., da lässt sich sicher was machen.


walterst antwortet um 02-04-2010 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
biolix, du musst die Helmar zur nächsten Richtliniensitzung einladen.
Endlich jemand, der/die weiss, wo es lang geht mit Bio und den Zusatzauflagen (für die anderen).


biolix antwortet um 02-04-2010 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
klar doch,aber danke Walter, deine Fragen stelle ich alle !!!! und du bekommst antwort.... ;-))

lg biolix


helmar antwortet um 02-04-2010 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Lieber Walter........ich habe nichts gegen bio, und wenn jemand damit, besonders den Auflagen klarkommt, dann wünsch ich dem sehr viel Erfolg und Freude damit.......aber vielleicht wärs mal gar nicht so verkehrt wenn jemand den Erlauchten sagt, warum er den Weg den sie so wonnevoll gehen, verlassen hat. Denn scheinbar wird auch dort bei den Zusammenkünften wie oft anderswo auch, alles was da so am Podium kommt, zuerst freundlich und wohlwollend abgenickt, und dann, bei der Umsetzung wird mühsam...
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


walterst antwortet um 02-04-2010 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Helmar, ich glaube, Du hast es uns siebzehntausendvierhundertzweiundachtzig mal schon erzählt, warum Du weg bist von Bio. Ich kapier aber nicht, warum Du den Verbliebenen irgendwelche Neue Auflagen aufhalsen willst, wenn Du selber schon nicht mit den damaligen Richtlinien klar gekommen bist.


biolix antwortet um 02-04-2010 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Liebe Helga !

wir gehen der 20% Biofläche in Ö zu, alles läuft verkehrt bei Bio, oder doch umgekehrt... ;-)))

Siehe den obigen Aussteiger, vielleicht ich glaubs ihm nicht ganz wegen der ANbindehaltung im Winter, und weil er halt keinen Auslauf schaffen kann oder will, oder es nciht möglich ist..
Ich meine immer wo eine wille ist, ist ein weg, und wenn man zu Bio steht vom Herzen schafft man es, aber es macht auch nichts wers nciht schafft, wie gesagt, es schaffen genug, und vielleicht bleiben einmal dann nur mehr die "Überzeugtesten" über, das hätte dann ja auch was... ;-)))

lg biolix


helmar antwortet um 02-04-2010 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Lieber Walter.....bitte lies doch nochmals meinen Eintrag von 19:... Wo steht denn da bitteschön dass ich Biobauern was aufhalsen will? Ich habe nur ein paar rinderrassen aufgeführt welche von ihrer Milchleistung her bei gutem Grundfutter sehr wenig KF benötigen um sagen wir mal 4-max 6000 kg/Laktation zu erbringen. Nicht mehr, nicht weniger! Bitte beruhige dich wenn möglich wieder, und sollte das nicht möglich sein, dann könntest ja, wennst die Katz siehst, grosszüg dieselbe ignorieren.....
Mfg, helmar; Helga Marsteurer


biolix antwortet um 02-04-2010 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
komisch, wo regt sich walter über dich auf ? er muss sich nicht beruhigen, dich nehme ich gerne auch wieder mal mit bei einer Biorichtliniendiskussion, das du wirklich mal weist was in der Bioszene 10 Jahre nach deinem Ausstieg wirklcih ab geht.. ;-))

lg biolix


helmar antwortet um 02-04-2010 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Lieber Biolix...........wenn jemand froh und glücklich wird als Biobauer, dann gönn ich ihm das. Interessant ist aber dass es hier einige (noch) Biobauern gibt, welche die Jahre bis 2013 runterdienen wollen und dann.....
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


biomax antwortet um 02-04-2010 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Abend, es ist ein Trauerspiel zu lesen, wie die Gedankenwelt der Bauern auseinander geht. Ich bin mit Leib und Seele Biobauer und Milchbauer, ich setzt KF nach Bedarf ein. Diese 15% Regelung sehe ich als massiven Eingriff in die Wirtschaftsweise eines jeden Bauern. Auflagen machen, ohne über irgendeine finanzielle Abgeltung nachzudenken finde ich streng fahrlässig......Ich bin Mitlglied AK Milch und ich weiß sehr wohl wie viel KF ich meinen Kühen geben soll und muß. Wir produzieren Milch und Zuchtvieh, da kanns mit 5000 kg Leistung gleich den Fleischhauer anrufen, da mußt nimmer auf die Versteigerung fahren mit deinen Tieren. Wir verkaufen die meisten Tiere auf Zucht und die Käufer sind zufrieden. Herdenleistung derzeit 8500 bei Fleckvieh und FV x RF. Wennst da nicht bedarfsgerecht mit KF arbeitest, bleibt dir keine Kuh trächtig.
lg biomax


walterst antwortet um 02-04-2010 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
@helmar

Ich weiss nicht, warum Du immer mit der selben Leier kommst, wenn man Dich mal konkret etwas fragt oder kritisiert.
Ich reg mich überhaupt nicht auf. Ich tu nur das, was Du selber forderst: Es genau zu nehmen. Du schriebst nämlich: "Genaugenommen wären eigentlich nur Tuxzillertaler, reinrassiges Tiroler Grauvieh, Gelbvieh, Murbodner u.ä. von ihrer genetischen Auslegung her Biomilchrassen."
Abgesehen davon, dass ich glaube, dass Du von Keiner dieser Rassen wirklich eine Ahnung hast, verstehe ich nicht, wozu Deine Aufzählung gut sein soll, außer als Richtlinienvorschlag - für andere.

Wenn Du nämlich ernst nehmen würdest, was Du immer herumpredigst, dann hättest Du ja längst schon selber ein paar Tuxer zum Handmelken im Stall.


Tyrolens antwortet um 02-04-2010 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Was soll denn dran "Bio" sein, ein Tuxer Rind in einen Stall irgendwo in Niederösterreich zu stecken?
Die Tuxer kommen, wie der name schon sagt, aus den Tuxer Voralpen. Bei mir würde es daher Sinn machen, Tuxer in den Stall zu stellen. Bei euch eher nicht.

Der nächste kommt dann mit dem Zebu-Rind, weil das ja auch irgendwie "Bio" ist.


helmar antwortet um 03-04-2010 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Lieber Walter......du hast hier mal geschrieben dass du früher mit Dr. Haiger zusammengearbeitet hast. Ich kann mich an einen Bericht im FL erinnern in welchem von dem Versuch berichtet wurde, Kühe gänzlich ohne KF zu füttern, das Grundfutter zur freien Aufnahme bestand aus Maissilage, Heu und Grassilage. Ob Weidegang dabei war, kann ich mich nicht mehr erinnern. Erinnern kann ich mich noch, dass die HF etwa 1000 kg mehr Milch unter diesen Bedingungen gebracht haben. Entweder habe ich es überlesen, oder es wurde über den weitren Verlauf des Experimentes nicht mehr berichtet. Es wäre sehr interessant zu erfahren wieviele der Kühe z.B. mehr als 4 Laktationen geschafft haben.
Mfg, und schöne Feiertage, Helga


walterst antwortet um 03-04-2010 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
@helmar

Keine dieser Kühe hat mehr als 4 Laktationen geschafft, weil der gesamte Stall wegen Abortus Bang geräumt wurde. Wir haben um halb 6 Uhr früh den LKW-Zügen nachgeweint, die die 45 Kühe zum Schlachthof gebracht haben.

Aber Du führst mit Deinem Beispiel deine eigenen Argumente ad absurdum.
Haiger ist ein Vertreter dafür, MIlchrassen für die (Bio)Milchproduktion zu verwenden und nicht die von Dir aufgezählten Rassen.


walterst antwortet um 03-04-2010 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
noch was: über einen Kraftfutterverzicht nachzudenken bei Vorhandensein von Maissilage ist etwas anderes, als im reinen Grünland. Und bekanntlich gibt es ab 2011 ein Silomaisverbot bei bestimmten Milchprojekten.


helmar antwortet um 03-04-2010 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Eure Stimmung damals kann ich verstehen, lieber Walter.......ich habe 2005 innerhalb kurzer Zeit meinen Bestand wegen nicht mehr lieferbarer Milch wegen St.A. halbieren müssen. Da waren Kühe dabei welche zwischen 65.000 und 80.000 LL hatten, und wirlich in jeder Hinsicht "gute" Kühe. Wär ich damals nicht 50, sondern nahe 60 gewesen, ich hätt da wohl das Handtuch geworfen und die Milchkühe nicht mehr. Mich wundert aber dass der Grund für das Ende des Haider- Projektes nirgendwo zu lesen gewesen ist.
Was das Siolmaisverbot in einigen Projekten betrifft, denke ich hat auch so manche "Negativwerbung" für denselben eine gewisse Mitschuld. Und du hast recht, dass ein KF Verzicht mit dem Einsatz von Silomais durchaus machbar und möglich ist. Aber im Grünland wirds ab einem Leistungsniveau von 5500 aufwärts ohne Probleme nicht geben.
Und die von mir genannten Rassen, haben, wenn sie in der MLK stehen etwa diese Durchschnittsleistungen oder darunter. Das habe ich gemeint.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


pi-ri antwortet um 03-04-2010 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Guten morgen, ich lese hier auch schon einige Zeit mit, bis jetzt hab ich hinweggesehen was manche für an blödsinn so von sich geben, nur eines zur Kraftfutterregelung:
Wie kann ich diese Art von Bestimmung von einem Land (Schweiz) übernehmen, wo es im Vergleich zum Osten Österreichs (wo es auch Biobauern mit Grünland gibt) nur rund ein drittel, wenn überhaupt, an NIEDERSCHLAG gibt, da kommst nie und nimmer mit den Grundfutterqualitäten mit, sonst bleibt der Silo schon beim ersten Schnitt leer!
Zu diesen und anderen Geistesblitzen und Verordnungen kann ich nur sagen, wie kann es sein das MITTEN IN DER LAUFZEIT DES FÖRDERZEITRAUMES einfach so die Spielregeln verändert werden, das kann für die nächste Lauzfzeit diskutiert werden, kann auch neue Sinnvolle Änderungen geben, aber keinesfalls in der laufzeit, wie soll ein Landwirt darauf einstellen.
(Das Argument Marktanteile im Handel zu Halten, zählt nicht, ich kann mich nur erinnern an einem Artikel in einer Landw. Zeitung, da wurde ein Handelsboss intervievt und dieser meinte, die Qualitätsschienen und Auflagen geben wir vor, entweder es produziert der und wird Lieferant oder sonst ein anderer, das ist ein Problem, das man glaubt, diesen Riesen nach der Nase tanzen zu müssen).
LG



Blumenwiese antwortet um 03-04-2010 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Stimmt - bei einem Fußballspiel werden die Spielregeln auch nicht zur Halbzeit geändert. In der Landwirtschaft ist das aber scheinbar nicht unmöglich.


Agraroekonom antwortet um 03-04-2010 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Antwort auf den schwachen Eintrag vom Psycho!!!
Bitte gebe keine Komentare ab über Dinge die Du nicht verstehst!
Ich züchte seit 35 Jahren Holstein Friesian, und wirtschafte bereits 25 Jahre biologisch. Damals hast Du bestenfalls im Gitterbett mit deinen Zähen gespielt.
Meine HF.Herde hat eine konstante Milchleistung von 8500 bis 9500 kg., und das mit sehr geringen Kraftfutter Aufwand, das geht "NUR" mit Holstein Friesian. Ich setze voraus , richtiges Management und langjährige Erfahrung.
Mein Betrieb befindet sich im Berggebiet ( ausschließlich Grünland) daher kein Ackerbau und somit kein Mais. Das Grünland wird sechsmal gemäht und einmal beweidet.
Meine HF.Nachzucht wird alles Abhof verkauft, und dies zu 90% an Fleckvieh Betriebe!!!!!
Der Alterdurchschnitt meiner Kühe beträgt 6,9 Jahre und 39.000 kg. LL, von meinen 25 Kühen haben fünf eine LL von über 80.000 kg. Die Tierarztkosten belaufen sich zwischen 250.- bis 400,- Euro pro Jahr für ca. 60 Stück Vieh, natürlich EB-Besamung und EB-Untersuchung.
Hohe Biomilchmengen können nur mit Holstein Friesian wirtschaftlich erzeugt werden !
Frage an alle sooooo super gscheiten ! Wie teuer produziert Ihr den einen Liter Milch???
Ich Wette das weiß kaum einer, den jammern ist einfacher als zu rechnen.


biolix antwortet um 03-04-2010 12:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Hallo Ökonom !

und wie hoch ist dein KF Einsatz ?

lg biolix


Agraroekonom antwortet um 03-04-2010 12:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Im Jahr 2009 waren 1356kg MV. pro Kuh.


2472660 antwortet um 03-04-2010 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
hallo agraroekonom,
mir gefällt deine betriebsform auch gut, aber ob die 6 schnitte+herbstweide unbedingt den vorstellungen der bios entsprechen (biodiversität, düngung, treibstoffverbrauch,...) wage ich zu bezweifeln. mich stört an der sache am meisten, dass man wieder zugeständnisse an den handel macht, ohne dafür irgendeine abgeltung dafür zu erhalten.


Agraroekonom antwortet um 03-04-2010 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Wenn Du im Vollerwerb überleben willst muß Du so wirtschaften!
Meine Wirtschaftsweise ist Biokonform. Ich bin ein Rechner, kein Träumer. Dieselverbrauch . 2.100 Lt. pro Jahr für 27 ha. bei 100% Eigenmechanisierung .......Presse und Co.


Biohof7 antwortet um 03-04-2010 14:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wieviel Bio verträgt ein Rind?
Glaube Diskusion geht an den Kühen vorbei! Den gesunde Kühe geben gesunde Milch fressen viel Futter, und belohnen den Bauern nebenbei mit viel Milch. Tierarzt Dr. Bodlak trift den Nagel auf den Kopf in dem er in seine Beratung auf Gesundheit der Kühe durch optimale Futterrationen schaut und nicht auf die Milchmenge, denn die kommt von alleine.
Die Grundfutterqualität - das wichtigste in der Milchviehfüttterung, muß aber bei jeder Witterungssituation erledigt werden, aber Untersuchungen bestätigen, daß Betriebe mit höheren Leistungen auch das bessere Grundfutter haben.
Biomilch wird in den selben Molkerein verarbeitet und von den selben Handelsketten fast zum gleichen Preis wie konventionelle Milch verkauft. Wer Biomilch von gesunden Kühen will , die ohne oder mit nur sehr wenig Kraftfutter gefüttert werden, der muß dafür auch die Kosten dafür zahlen! Es kann nicht der dritte in der Kette der Landwirt sein.


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