Warum musste der Schweinepreis hinunter?

Antworten: 4
Name: dahans 22-01-2012 18:08 nach oben
Tagebuch
Warum musste der Schweinepreis hinunter,der öst. Bauer
ist immer der Draufzahler ,der Preis rückgang sieht man jetzt ,war doch nicht notwendig , keinen östrerreichischen Preis gibts seit der EU nicht mehr ,bei jeden Skandal ,ob in Belgien oder voriges Jahr in Deutschland zahlen wir die Zeche mit ! ( in deutschland musten viele Schweine eingelagert werden ,dadurch erfing sich der Preis nicht ) . Wenn bei uns der Preis um ein paar Cent höher ist, fahren die Kühlwagen mit den Schlachthälften herein ! Wenig Solitartät bei den Aufkäufern ! Vielleicht sollte man wie bei der Milch über das FAIRE SCHWEIN nachdenken ! Dazu werden wir noch von der Politik verunsichert !

Name: HB antwortet um 22-01-2012 19:28 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Warum musste der Schweinepreis hinunter,der öst. Bauer
das FAIRE Schwein gibts ja eh schon seit 15 Jahren lieber Hans !
Ama Gütesiegel heißt´s,
geboren
gefüttert
geschlachtet in Österreich
dazu noch eine Qualitätsprüfung durch den pH Wert auf Zartheit, Saftigkeit und Wässrigkeit

bei der Milch haben alle das Ama Zeichen, da gibt es keinen Unterschied im Kühlregal
auch gibt es bei der Milch keinen Ama Aufschlag

Ausserdem stecken die Milchbauern in dem Dilemma, daß sie die Eigentümer der Molkereien sind

Bei der Sau gibt es jede Woche Preisbildung wie an einer Börse
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis
Vielmehr jedoch bestimmt die Stimmung den Preis
und wie schon einmal gepostet:
wenn das wöchentliche Durchschnitts-Schlachtgewicht immer höher und die Schweine immer teurer und weniger werden
dann senken die Schlächter den Preis um die Ware wieder fließen zu lassen
die Bauern befürchten sinkende Preise und melden mehr Schweine und früher zur abholung

Richtig wie du schreibst: wäre die letzten Wochen so nicht notwendig gewesen, Schweine mit unter 90 kg Gewicht zu verkaufen, und die einzige Möglichkeit die Situation zu verbessern ist, gemeinsam vermarkten, um die Warenströme gezielt lenken zu können wie es die Ö Schweinebörse eben macht, wenn sie sich um den einen oder anderen Cent vom deutschen Markt abkoppeln kann
das felt übrigens den Deutschen Schweinebauern: Jene die in Deutschland den Schweinepreis festlegen, sind nich aktiv im Wochengeschäft mit dem Verkauf tätig

Name: tch antwortet um 22-01-2012 22:43 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Warum musste der Schweinepreis hinunter,der öst. Bauer
Weil der Preis etwas besser ist, fahren Milchtankwagen über die Grenze Richtung Piding...

tch

Name: JD6230 antwortet um 23-01-2012 07:11 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Warum musste der Schweinepreis hinunter,der öst. Bauer
...und beim Schweinefleisch ist es umgekehrt. Da kommen die dt. Mastschweine teils lebend, teils in Hälften zu uns nach Österreich.

Wenn Ö nicht mit dem Preis auch runtergegangen wäre (zu hl. Drei-Könige - gingen wir 4 Ct., D für 8 Ct. und am Montag in Ö nochmals 2 Ct), dann hätte zumindest ein oö Schlächter im Innviertel die Börse-Schweine abbestellt und alles aus D reingeholt.

Dieser hat an einem Donnerstag! bei der Börse über 3000 Schweine abbestellt (braucht er nicht), am Dienstag drauf wollte er bei der Schweinebörse die selben 3000 Schweine wieder bestellen - er braucht sie doch. Und unsere liebe Schweinebörse hat sie ihm NICHT gegeben!

Name: HB antwortet um 23-01-2012 08:59 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Warum musste der Schweinepreis hinunter,der öst. Bauer
vor einem Jahr ca. als in Deutschland der Preisrutsch vonstatten ging und in Ö noch alles verkauft werden konnte (vorläufig), hat ein Schlächter mit einer Betriebsstätte in Graz 4000 MS die bestellt gewesen sind, abbestellt, und !! 20 !! Sattelzüge Lebendschweine !! zusätzlich !! aus D reingekarrt, um den Preis in der folgenden Woche auch in Ö zu drücken.
Wenn der Innviertler Großschlächter jetzt spekuliert, so wie JD 6230 schreibt, und dabei den kürzeren zieht, dann nur deshalb, weil unsere Schweinebörse dem entgegenhalten konnte, und einen Gutteil der MS zu anderen Abnehmern umleiten konnte.
Das schafft ein einzelner Landwirt nicht, auf den Markt variabel zu reagieren, und den Begehrlichkeiten einzelner Preisdrückerquerulanten etwas entgegenzusetzen.
Bündelung des Angebotes ist unsere einzige Möglichkeit als Einzelner Produzent auf den Markt Einfluß zu nehmen.

 

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