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Landwirt Forum
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Es sind 13218 Diskussionen online
So denkt der Herr Graf
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Name: gasteighof 30-12-2007 20:51 |
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Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Ich möchte niemandem unrecht tun, aber unter der Annahme, dass der Beitrag in der Tageszeitung "Der Standard", in dessen Besitz ich im Mai dieses Jahres gekommen bin, authentisch ist, möchte ihn hier zur Dikussion stellen: Wien - Der Strukturwandel in der österreichischen Landwirtschaft ist längst nicht abgeschlossen und "das müsste ein agrarpolitisches Ziel sein", ist Großgrundbesitzer Maximilian Hardegg überzeugt. "Wir haben zu viele höchst qualifizierte Betriebsleiter für zu wenig Fläche", erläutert er im Standard-Gespräch. "Österreich könnte mit seiner Überkapazität locker halb Ungarn mitbewirtschaften." Daher solle man den Landwirten "eine Perspektive geben: Welche Ausstattung, welche Flächen und Ressourcen braucht ein Betrieb bei größerer EU-Konkurrenz. Um wirtschaftlich mithalten zu können, muss es in Zukunft einfach weniger und größere Betriebe geben. Und dann müsste entsprechend gefördert werden. Wenn ich weiß, es geht so nicht weiter, muss man den Menschen möglichst rasch einen Chance geben - und einen goldenen Handshake zum Ausstieg anbieten. Auch wenn es weiter Nebenerwerbsbetriebe und auch "kleine Betriebe mit höchster Qualität" geben werde: "Der Slogan, dass ganz Österreich zum Feinkostladen wird, ist, glaube ich, abgehakt. Neben der Feinkost brauche ich auch den Diskonter." Wobei Hardegg durchaus der Überzeugung ist, "dass die Landwirte als Naturnutzer eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft" einnehmen sollten. Er selbst bemühte sich etwa im Rahmen seiner Schweinezucht um Kooperationen mit Tierschutzorganisationen, um Standards in artgerechter Haltung zu setzen..... Wäre der Verkauf der EBP also sozusagen der "goldene Handshake"? Also, wenn das so ist, dass viele meiner Berufskollegen in Graf's Augen überflüssig sind, so sind in meinen Augen die Habsburgergesetze, die die Österreichische Nationalversammlung im April und Oktober 1919 beschlossen haben, zu lasch ausgefallen. MfG, Hans |
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Name: walterst antwortet um 30-12-2007 21:03 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Das ist die Hardegg-Philosophie. Das ist nicht neu. Nur haben es vielleicht noch nicht alle kapiert, dass diese Herren ganz eng bei unserer Vertretung dabeihängen und stark mitbestimmen. Ich war vor etwa 15 Jahren mal beim Hardegg. Es hat uns noch der "Alte" den Betrieb erklärt, der junge war damals am Computer und hat uns die Versuche mit den GPS-überwachten Maschinen gezeigt. Ich habe den Alten darauf angesprochen, was er von der Nebenerwerbslandwirtschaft hält. Da hat er um Luft gerungen um dann seine abschätzige Meinung kund zu tun. Weil aus seiner Sicht war Nebenerwerb keine Landwirtschaft. Landwirtschaft kann man nur in der Form wie der Herr Graf betreiben. Alles andere ist unprofessionell und gehört weg. Walter |
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Name: helmar antwortet um 30-12-2007 21:07 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Sooo drastisch traut sichs ja sein Freund Minister Pröll, nicht zu sagen, aber wenn du seine Aussagen so dir zu Gemüte führst, "Zukunftsbetriebe" etc. dann brauchts dich nicht zu wundern.............aber ich denke dass es auch für den Herrn Grafen sehr eng, wen nicht noch enger als uns "Kleinen" würde, wäre auf einmal des "EU-Geld " auch für ihn weg..... Ich habe vor einiger Zeit hier einen Eintrag reingestellt über einen Bericht im "Readers Digest" in welchem das Australische System, welches vor rund 20 Jahren alle Agrarförderungen gekappt hat, beschrieben hat und in welchem ich die Frage an euch stellte, wie ihr das seht....keine Förderungen, keine Auflagen, ........denn was bei uns "gefördert" wird ist ja auch großteils mit mehr oder weniger solchen belastet. Und auch wer keine Zahlungen in Anspruch nimmt unterliegt z.B. dem Wasserrecht u.a. Mfg, helmar |
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Name: schellniesel antwortet um 30-12-2007 21:08 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Meine rede Seit dem Eu beitritt 1995 ist es immer schon ein ziel der Eu gewesen Betriebe zu vergrößern. Gefördert wird schon lange in diese richtung. Nur bis jetzt hat der kleine immer gut mitleben können. Massenware ist angsagt. was anderes zählt heute leider nicht mehr. Und die Gesellschaft wird über medien noch so gelenkt das sie diesen Trennt noch voll unterstützt. Siehe gestiegene Lebensmittelpreise Es wird immer darauf hinauslaufen das der Landwirt schuld daran hätte,und nur in Masse günstig produziert werden könne. Das stimmt schon bis zu einem gewissen Grad. Aber könnten das Genossenschaften nicht genau so Masse produzieren wie es verbreitet vor dem Eu beitritt gewesen ist! Ich weis ja nicht warum alle immer glauben das es uns seit dem Eu beitritt in irgenteiner weise besser geht. Jede Etwiklung,auch auserhalb der Landwirtschaft, hat sich zum negativen gewand. Ich sage nur Raus aus dem Affenzirkus Mfg Schellniesel |
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Name: helmar antwortet um 30-12-2007 21:10 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Sorry, Neuseeland....aber auch Australien ist ähnlich gelagert....helmar |
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Name: iderfdes antwortet um 30-12-2007 21:13 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Hallo, der Herr Graf darf gerne mal vorbeikommen und ausprobieren, ob er 50 ha Steilflächen mit Motormäher und Rechen bewirtschaften kann. sg |
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Name: Newbie antwortet um 30-12-2007 22:54 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Da im nördl. Niederösterreich Steilflächen ja eher dünn gesät sind glaub´ ich kaum, dass der Max da an solche Nebenerwerbsbetriebe denkt. Vielmehr könnt´ ich mir vorstellen, dass da auch ein bisschen Zorn mitschwingt wenn er zusehn´ muss, dass die Förderungen auch für ihn immer knapper werden und die Zahl der Landwirte die als Nebenerwerbler mit minimalen Gewinn - wenn überhaupt - arbeiten ... nicht und nicht weniger werden will ... oder eben zumindest nur sehr langsam. Also ich denk´ - nach 2013 wird´s zumindest im östlichen Flachland wohl vorwiegend auf der einen Seite die leidenschaftlichen Nebenerwerbslandwirte geben die das ganze mehr als Hobby sehn´ und sowieso nur Daumen x Pi kalkulieren oder Pächter/Grundeigentümer mit so 150 bis 200 ha ... oder sagen wir besser - jene Fläche die mit viel Pflanzenbauwissen, einfachen - relativ kostenextensiven Geräten (relativ ... also einige zehntausend Euronen) und so 120 bis 150 PS ohne Fremdarbeitskräfte bewirtschaftet werden kann. Ganz einfach weil´ ich der Meinung bin, dass in Zukunft neben Energie auch menschliche Arbeitskraft teurer werden wird - und Mitarbeiter hat er ja genug - der Herr Graf |
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Name: biolix antwortet um 30-12-2007 23:08 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Lieber Hans ! nett das du das zu jahresende nochmal ausgegraben hast, unterm jahr hatten wir die diskussion hier schon mal über diesen beitrag.. nur ein satz fehlt mirdarin wo er meinte: "gerade die großem müssen effizienter gefördert werde.." ... mit effizienter meinte er wohl "besser" und aus der Meinung geht ja schon die Meinung von manchen Agrarvertretern hervor "die kleinen nehmen den großen die Förderungen weg.." .. also damals meinte ich schon dazu, schon komisch wenn gerade die 1000 ha Betriebe mehr Förderung wollen obwohl sie ja anscheinend die Zukunftsbetriebe sind und am wirtschaftlichsten produzieren konnen... ja so ists, und wenn wir nicht bald aufwachen, siehe neues ÖPUL kann sich MR Pröll auch nächstes jahr noch rühmen der Strukturwandel ist gestoppt ???? lg biolix |
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Name: Christoph38 antwortet um 31-12-2007 09:31 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Ein Agrarpoltiker wie zB Pröll darf natürlich nie sagen, dass Nebenerwerb unwichtig ist. Auch nicht welche Probleme mit dem Nebenerwerb verbunden sind. Politisch ist die Welt klar und eindeutig: Die Nebenerwerbslandwirte sind genauso wichtig wie die anderen und leisten enorme Beiträge zur Erhaltung der Kulturlandschaft, sind vor allem wichtiges Stimmvieh (sagt man aber nicht) etc. Meine subjektive Wahrheit ist etwas komplizierter: Nebenerwerbsbetriebe haben sehr viele negative Begleiterscheinungen: hohe Arbeitsbelastung, wenig Einkommen, Quersubventionierung etc. Mein Vater hat sich für die Landwirtschaft im Nebenerwerb wortwörtlich zu Tode gearbeitet. Solche Aspekte schönzureden mit der Wichtigkeit der Nebenerwerbsbetriebe halte ich für unehrlich. Ich halte es Hardegg daher zu Gute, dass er auch unangenehme Dinge ausspricht, mit Totschweigen lösen sich Probleme auch nicht von selbst. Hardegg hat freilich den Nachteile, dass seine persönlichen Verhältnisse (Großbetrieb) ihn sofort anecken lassen, wenn er über Nebenerwerb spricht. Er wird wahrscheinlich egal was er sagt ins Eck gestellt als Grossgrundbesitzer. Ich glaube beim Nebenerwerb geht es um was anderes: Wie schafft man es, Arbeit und Einkommen in ein sinnvolles Verhältnis zu bringen und welche Möglichkeiten schafft mir die Landwirtschaft mein Leben zu verbessern. Dazu braucht man Ehrlichkeit, keine Pauschalabwertung als Blödsinn und auch keine Schönrednerei. |
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Name: biolix antwortet um 31-12-2007 15:08 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Hallo ! na christoph, er könnte schon was sagen wo man fast nichts dagegen hätte: z.b. ich verzichte auf die Förderungen weil ich bin eh der tollste wettbewerbfähigste Zukunftsbetrieb, und gerne vergönne ich es den bäuerlichen Familienbetrieben weil es wichtig ist das es in Ö weiterhin wenigstens 190 tsd Betriebe gibt und nicht alle so groß werden wollen wir ich es bin, sondern zufrieden mit ihren ha sind, denn sonst würden alle weiter wachsen und so groß wie wir vielleciht werden und wir wieder in eine Zeit zurück fallen wo nur Grafschaften entstehen..." lg biolix |
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Name: Christoph38 antwortet um 02-01-2008 13:44 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Lieber biolix, wir sind in der Landwirtschaft bei Preisen angelangt, wo auch "Zukunftsbetriebe" ohne Förderungen nicht lebensfähig sind. Was auch immer der Herr Graf für Meinungen haben mag, ist es doch völlig unrealistisch, dass jemand freiwillig auf Förderungen verzichtet. |
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Name: Gourmet antwortet um 02-01-2008 14:40 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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So denkt der Herr Graf @Christoph38 Ich sehe das auch so. Möchte aber noch anmerken: Wenn man berücksichtigt, dass die Gesellschaft und die Arbeitsverhältnisse sich immer schneller ändern, sodaß viele Menschen mehrere Jobs haben und immer mehr in Projekten arbeiten, dann sind die Nebenerwerbsbauern der Zeit längst voraus und auf jeden Fall voll im Trend. |
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Name: helmar antwortet um 02-01-2008 19:31 auf diesen Beitrag |
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 Tagebuch
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So denkt der Herr Graf Nebenerwerb.....wer es tut, der tuts, und wers nicht tun will macht Platz für einen der Fläche, Quote etc. brauchen kann. Was mich bei der ganzen Debatte sehr stört ist aber folgendes: bei einem Paar in welchem beide verschiedenen Berufen nachegehen, redet keiner vom jeweiligen Partner dass dieser als Ehemann/frau z.B. ein Nebenerwerbslehrer ist........bei den Bauern schon, auch wenn diejenige Person welche den Betrieb vollzeitlich führt und ein mehr oder weniger ausreichendes Einkommen eben aus dieser Tätigkeit erzielt......vielleicht setzt sich doch auch bei uns einmal durch dass sich ein solches Paar z.B. so vorstellt: Ich bin Bauer, meine Frau ist als .......berufstätig, oder entgegensetzt. Mfg, helmar |
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