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skandalöse Ferkelpreise

  Antworten: 27

Name: dorn 20-11-2007 20:40 nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
Wieso akzeptieren wir Ferkelerzeuger dieses schon langandauernde, schmerzliche Ferkelpreistief mit so wenig Gegenwehr? Wieso die exportorientierten Dänen und Holländer in Europa den Markt durch "Entsorgungsverkäufen" sich selbst und den ganzen europäischen Markt kaputt machen? Wieso greift die europäische Agrarpolitik nicht regelnd ein? Dazu ist Politik doch da - habe ich bisher geglaubt. Wenn der Milchpreis auf 20 Cent fallen würde, käme breite Kathastrophenstimmung auf und es würden gerechtfertigerweise die Fetzen fliegen. Zu den Schweinebauern sagt man nur: "Durchhalten" und wir zahlen brav weiter Eintritt im Stall........... Ein Phänomen! Denke mir immer öfter: Sind wir denn die Deppen für die Anderen (Fleischmafia), welche die Situation skrupellos ausnützen? Betroffene, wie denkt ihr drüber? Mir reichts!
Name: Jophi antwortet um 20-11-2007 20:48 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
Glaubst Du denn im Ernst, daß das einen Politiker schert, wenn die Schweinepreise schlecht sind ?
In Deutschland ganz bestimmt nicht.
Eher im Gegenteil, die freuen sich über die niedrigen Preise.
Name: biolix antwortet um 20-11-2007 20:48 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
geh dorn nur die guten überleben, heisst es doch bei der standesvertretung udn den Ferkelring gibts doch auch .....
na ich glaub es war schon höchste zeit für die IG Fleisch..

g biolix
Name: frank100 antwortet um 20-11-2007 21:07 auf diesen Beitrag nach oben

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skandalöse Ferkelpreise
Sind doch eh schon um 5 Cent gestiegen :-)
Name: Halodri antwortet um 20-11-2007 22:07 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
Kann deine Stimmungslage gut nachvollziehen,denn bei diesem Preisniveau wärs kein Wunder wenn die Stimmungslage depressiv ist. Ich glaube auch das die Politik nichts in Richtung bessere Preise unternimmt (speziell von unserem Minister). Es ist nicht fair, daß ein Land wie Dänemark 400% seines Inlandverbrauches produziert und in ganz Europa die Preise ruiniert, hier könnte die Politik ja ansetzen aber das will sie ja gar nicht, denn das Essen muß ja billig sein. Vielleicht bringt die IG Fleisch etwas Positives in Bewegung. Bei ständig steigenden Kosten und weniger Direktzahlungen brauchen wir dringend bessere Ferkelpreise und nicht ständiges Wachstum, und wenn ich schon das Wort Kostenoptimierung höre wird mir schon schlecht, das heisst nichts anderes als da ist nichts zu verdienen. Hoffe das wir Ferkelbauern auch wieder einmal lachen können.

Gruß Halodri
Name: hubertri antwortet um 21-11-2007 04:38 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
Du hast dich von den Ferkel abhängig gemacht bist selber Schuld. Du musst als Landwirt flexibl sein.
Name: helmar antwortet um 21-11-2007 08:15 auf diesen Beitrag nach oben

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skandalöse Ferkelpreise
So über den Daumen gerechnet braucht ein Rind bis zur Belegung 1 1/2 Jahre, die Zuchtsau die Hälfte..........und hat mehr Junge als besagtes Rindsvieh. Und die natürlichen Gegebenheiten sind immer je nach Lage der Dinge Vorteil oder Nachteil. Und weils mit der bäuerlichen Einigkeit nicht weit her ist, will jeder jeden übertreffen, und weils immer größer werden muß, ist der Landmaschinenhandel, der Verpächter, die Bauwirtschaft usw. lachender Dritter.....ich denke dass es nur bei einem "Mangel" preislich wieder aufwärts geht....aber gerade wenn man den Fremdkapital der "Riesen" ansieht, dann sieht man auch dass diese gar nicht mehr zurückfahren können, und um das Werkl noch irgendwie am Laufen halten zu können, jedes und alles akzeptieren müssen.........und in der Dänemark scheint die Entwicklung in diese Richtung am meisten fortgeschritten zu sein.
Mfg, helmar
Name: Halodri antwortet um 21-11-2007 09:04 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
@huberti

Bist selber Schuld ist eine billige Aussage. Das Problem ist das ein Mastbetrieb aufgrund seines Gesundheitsstatuses am liebsten nur von einem Ferkellieferanten einstallt. Das heißt man muß eine möglichst große Ferkelpartie auf einmal anbieten können, das wird vom Markt (Mäster) so verlangt. Ab einer bestimmten Stückzahl ( bei uns 70, 100, 150) Ferkel auf einmal geliefert erhält man einen Mengenbonus. Wird diese Menge bei uns nicht produziert kauft der Mäster die Ferkel aus Dänemark ( ist aber auch nicht das gelbe vom Ei, denn schließlich kochen die Dänen auch nur mit Wasser). Trotzdem geben bei uns die kleinen Ferkelproduzenten auf weil es in Zeiten wie diesen schwierig ist die Ferkel überhaupt zu verkaufen. Bei unserer Übernahmestelle sind die Lieferanten von 120 auf 30 in den letzten 15 Jahren geschrumpft. Die vielleicht einzige Möglichkeit wenn die Förderungen sowieso auslaufen sollen ist es die Anzahl der Zuchtsauen zu reduzieren und die Ferkel selber zu mästen.
Name: Muuh antwortet um 21-11-2007 10:30 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
Nicht nur hoffen, dass die IG-Fleisch etwas bewegt, sondern auch aktiv einbringen.

Das von verschiedenen Seiten im vorhinein schon dagegen gearbeitet wird, ist klar. Verdienen doch viele daran, und es wird von oben bereits heftig auf Politiker eingewirkt, die es dann den Bauern vermitteln müssen.
Man darf auch nicht alles glauben, was uns vonwegen Markt usw. eingetrichtert wird. Verdienen tun die, die den Markt steuern.

Das hat man auch bei Milch gesehen. Darum wehrt man sich auch so gegen die jetzt entstehenden Milch-Erzeugergemeinschaften, da dann die Milchbauern den Milchmarkt selber steuern können, und damit zu ihrem gerechten Milchpreis kommen.

Wenn die bestehenden Vermarktungsorganisationen so super sind (wie von Bauernvertreter heftig verteidigt) warum dann diese Misere?

Ihr müßt es euch selbst richten und einig sein!
Name: Bobbl antwortet um 21-11-2007 10:40 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
So bin 26 Jahre jung und sind auch Schweineproduzent nur im kombinierten Betrieb. Aber man kann auch wenn man will und so auch vieles erreichen, das heisst der nur 20 Zuchtschweine hat kann auch 100 Ferkel auf einmal kaufen. Die investiotion ist halt auch a bisl höher dadurch das man mehr Abferkelbuchten braucht. Oder man erhöht auf 21 und setzt sieben Sauen immer ab, dann geht das ja auch. Managment und genaue Kontrolle und Eingliederung der Sauen. Wenn man das alles beobachtet geht das auch. Hatten früher auch keinen Rythmus aber jetzt mit dem 3 Wochen Rythmus geht alles. War zwar a bisl schwer aber je genauer ich kontrolliere und genauer noch schaue funktioniert es immer besser. Gibt zwar Zeiten wo ich auch mal down bin wo es nicht so funktioniert aber gebe dann noch mehr Gas. Habe es dieses Jahr bemerkt vorher ist es nur schleppend bergauf gegangen dieses Jahr sehr enorm konnte mich bis jetzt um mehr als 2 Ferkel steigern pro Sau und Jahr.
Name: AMA33 antwortet um 21-11-2007 10:43 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
Der Schweinemarkt wird in der Eu brutal den Markt ausgesetzt!! Jedes 5 Jahr ein
Katastrophen Jahr. Eine gute Ausgangstiuation für einen Betrieb der eine junge
Familien hat. In Krisenzeiten wird immer der Handel gestützt und nicht der Bauer.
Es wird Fleisch produziert und es wird eingelagert und so hat der Handel noch weitere
Monate billiges Fleisch!! Im Rinderbereich gibt es Betriebsprämien und was bekommt
der Schweinebauer eine Stundung seiner Kredite!! Eine Sterben in Raten!!! Die Silos
sind voll und das Geld ist verloren. Nächstes Jahr wird die Stalltür vernagelt und
die Silos für immer geschlossen!! Das Wort Schweinezyklus wird dann aus
meinen Wortschatz gestrichen.
Name: Gourmet antwortet um 21-11-2007 10:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
@Muuh

Ich glaube, du überschätzt die Macht von Erzeugergemeinschaften. Die IGs können den Markt als Marktteilnehmer beeinflussen. Das kann eine gute Sache sein.
Dass die Milchbauern den Markt steuern werden, glaube ich nicht. Der Milchmarkt sind nicht nur die Bauern. Da gibt es noch viele Marktteilnehmer, bis die Milch beim Konsumenten angekommen ist. Die sind auch Teil des Marktes und sie fordern auch ihren Anteil.

Manchmal kommt es mir so vor, als würden die Anhänger der IGs meinen, in naher Zukunft alles bestimmen zu können. Also auch über andere Marktteilnehmer bestimmen. Was sollte sonst 'den Milchmarkt selber steuern können' bedeuten. Eine sehr gefährliche Aussage.

Ich bin nicht gegen die IGs. Ich finde es gut, wenn Marktteilnehmer sich organisieren. Das ist ein ganz normales und sinnvolles Vorgehen. Bedenklich finde ich nur diesen Anspruch auf Steuerung des Marktes. Da werden einige etwas dagegen haben. Und damit meine ich nicht einen kleinen Landesrat irgendwo, der versucht Andersdenkende auszuschließen, weil sie seinen Plänen im Wege stehen.

Leider hat die Sache mit den IGs fast schon religiöse Züge. Da wird die baldige Erlösung versprochen, dabei konnte man mir noch nicht einmal erklären, was der 'gerechte Milchpreis' sei. Immerhin eines der wichtigsten Argumente für die Werbung von Mitgliedern. Offensichtlich ein Dogma, an dem man nicht zu zweifeln hat. Hinterfragen verboten.
Name: hp1 antwortet um 21-11-2007 12:28 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
Servus Bobbl

ich bin selber Ferkelproduzent, und du kannst mir nicht erzählen, das du heuer kein Geld in den Stall getragen hast. Der 3-Wochenrytmus ist gut und schön, aber was machst du, wenn du einen Direktbezug hast und der Mäster immer kleinere Partien benötigt.(genaue Stückzahlen muss ich gewährleisten)
Ich habe noch nicht umgestellt, weil ich befürchte das immer wieder einzelne Ferkel übrigbleiben werden und die dann ziemlich schwer werden bis diese zu den nächsten 3- Wochen Partien wieder dazukommen
Name: helmar antwortet um 21-11-2007 19:32 auf diesen Beitrag nach oben

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skandalöse Ferkelpreise
Hallo Gourmet!
Bin ganz deiner Meinung betreffend IGs. Einerseits gut dass sie da sind......aber andererseits habe ich immer wieder beobachtet dass so wie du schreibst, immer öfter das Dogma von der unfehlbaren IG den Leuten eingetrichtert werden soll.........Fehler machen immer die anderen, aber eine IG? Eine solche nie und nimmer.....und es würd mich nicht überraschen wenn du auch bald liebe Nachrichten vom Landwirt bekommst.....
Mfg, helmar
Name: Gourmet antwortet um 21-11-2007 19:43 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
Hallo helmar!

Welche Art von Nachricht sollte ich bekommen? Gibt es hier eine Zensur? Habe ich jemanden beleidigt? Ich bin mir keiner Schuld bewusst.
Name: biolix antwortet um 21-11-2007 20:00 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
also komisch in welchen aussagen seht ihr die unfehlbarkeit der IG, dem machtanspruch etc. ich hab das noch nirgenst so mitbekommen... ist das nicht eher umgekehrt bei der offiziellen vertretung, das da heisst "es darf nur uns geben, wir machen eh alles so toll.."
komisch aúch deimeinug des generalanwaltes von Raiffeisen Auer in der letzten Raiffeisenzeitung kann ich nicht teilen wo er meint " die IG verantwortlichen behaupten der Milchpreisanstieg ist nur ihr verdienst.,.." alo ich höre viel von der IG Milch aber das haben die noch nie behauptet, ich glaube eher die anderen sind jetzt nur neidig weil sie in keiner weise behaupten können, das sie auch mit "Schuld" sind ;-))))

lg biolix


Name: Gourmet antwortet um 21-11-2007 20:25 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
@biolix

Du hast Recht. Ich habe mich vielleicht unvollständig ausgedrückt. Natürlich ist das beim Bauernbund, bei Raiffeisenverband und anderen Organisationen ähnlich. Auch die haben nichts dagegen, wenn die Mitglieder die Hoffnung haben, der Verein löst alle Probleme.

Ich habe von der IG-Milch offiziell auch noch nicht gehört, dass sie für den Milchpreisanstieg verantwortlich sind. Vielleicht habe ich aber auch die Publikationen zu wenig genau gelesen. Tatsache ist aber, dass die Mitglieder in den hinteren Reihen das manchmal glauben und auch weiter erzählen. Mir wurde schon mehrfach erzählt, dass ohne die IG der Milchpreis nicht gestiegen wäre, oder zumindest weniger stark.

Aber das ist vielleicht ein allgemeines Problem, das sich bei vielen Vereinen und Organisationen findet.
Name: dorn antwortet um 21-11-2007 20:34 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
Ordnungsruf!
Bitte zurück zum eigentlichen Thema. Warum wehren wir uns so gut wie nicht gegen dieses skrupellose, unmenschliche Preisdiktat...............................?

mfG
Name: tristan antwortet um 21-11-2007 20:41 auf diesen Beitrag nach oben

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skandalöse Ferkelpreise
wo sollen wir uns wehren? das ist der weltmarkt. entweder man gewöhnt sich daran, oder man steigt aus. ist zwar zum kotzen, aber tatsache.
hde tristan
Name: Halodri antwortet um 21-11-2007 20:44 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
@hp1

Ich würde an deiner Stelle trotzdem auf den 3 wochenryhtmus umstellen weil er eindeutige arbeitstechnische und hygienische Vorteile bringt. Durch das konsequente Rein raus bei den Abferkelbuchten und den Wurfausgleich habe auch ich meine Leistung um 2 ferkel verbessert. Im Direktbezug muß der Mäster eine Mischpartie zwischen 25-35kg akzeptieren und du brauchst ein Reserveabteil wo du die übrigen Ferkel ( unter 25 kg ) einstallst. Des weiteren muß schon die Größe zwischen Mäster und Ferkellieferant passen



@dorn

Sollten wir aus diesem Tief herauskommen: Was können wir tun um nicht dann 3Jahre später ins nächste Tief zu rutschen?
Name: tristan antwortet um 21-11-2007 20:53 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
@halodri
wir können gar nichts tun. das schweinezyklustief kommt alle 4 jahre wie das amen im gebet. man kann nur hoffen, das dazwischen ein ordentliches hoch kommt. oder aussteigen.
hde tristan
Name: frank100 antwortet um 21-11-2007 20:54 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
Was können wir tun um nicht dann 3 Jahre später ins nächste Tief zu rutschen?


So weiter machen und kräftig den Bestand aufstocken dann bist ihn drei Jahren wieder dort.

Name: Halodri antwortet um 21-11-2007 21:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
@frank 100

Nein, den Zuchtenbestand verringern und unsere Ferkel selber mästen, dann müßten auch die Mastschweine weniger werden. (Wenn da die Dänen und Holländer nicht wären).

Name: frank100 antwortet um 21-11-2007 21:16 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
Und du klaubst wirklich das die Dänen und die Holländer diese Preise lang durch halten. Das verkraftet ein kleiner Betrieb sich besser.
Name: Muuh antwortet um 21-11-2007 21:41 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
@tristan
Ich habe mit Schweinen nichts zu tun. Möchte aber trotzdem einen Denkanstoss geben.

In Österreich haben wir den Osterreichischen Konsument. Und viele wollen Österreichisches Fleisch kaufen. Auch wohlwissend um Österreichs Bauern, Arbeitsplätze, Kulturlandschaft usw.
Ich glaube, der Hebel gehört zunächst auch einmal an der eindeutigen Fleisch-Kennzeichnung angesetzt. Was hilft es, wenn ausländisches Fleisch Österreichisch gekennzeichnet wird, und wir Konsumenten vermeintlich Österreichisches Fleisch kaufen.

Es gehören dazu noch viele andere Dinge, aber ich sehe in der IG-Fleisch eine durchaus richtige Marschrichtung.

Was habt ihr zu verlieren?

Name: tristan antwortet um 21-11-2007 21:58 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
skandalöse Ferkelpreise
beim frischfleisch(schnitzel, kotelett,...) stimmt´s schon, daß auf österreichische qualität geschaut wird. aber der großteil vom fleisch wird über wurst und leberkäse verkauft. und da schauen wenige, wo das fleisch herkommt. was ist eigentlich eine eindeutige fleischkennzeichnung? bei den würsten ist´s ja so, wenn ein dänisches schwein in ö geschlachtet und gewurstet wird, ist es eine ö-wurst. soll man da ö-wurst aus dänisch-fleisch draufschreiben? wer kontrolliert das(stichwort bürokratie)?
zum verlieren haben wir nichts, die ig ist sicher ein guter versuch, aber der schweinezyklus ist stärker.
hde tristan
Name: dorn antwortet um 21-11-2007 23:16 auf diesen Beitrag nach oben
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skandalöse Ferkelpreise
Das schon ein relativ kleines Überangebot im europäischen Schweinemarkt zu solchen Preisabstürzen führt, ist für mich trotzdem ein Skandal, weil es kein wirklich wirksames Regulativ dagegen gibt, und sich scheinbar von der politischen Seite darüber auch keiner ernstzunehmende Gedanken macht. Wenn beispielsweise ein besonders gutes Kaffeebohnenjahr ist, wird die Überschußmenge im Meer versenkt, damit der Marktpreis nicht zusammenbricht. Weil man das bei lebenden Tieren aus ethnischen Gründen nicht machen kann, muß man halt in die Produktionplanung Einfluß nehmen, meine ich. Mit den Tiefpreisen am Weltmarkt sollen wir uns in Europa gar nicht messen wollen, denn wie sehen denn die Umweltstandards, die Arbeitslöhne und die übrigen Rahmenbedingungen beispielsweise in Brasilien aus? Pfui Teufel! Zu diesen Preisen können wir doch nicht mit unseren entwickelten Standards Exportware erzeugen (siehe Dänen und Holländer) - wenn der Dollar, so wie jetzt fällt, ist das Chaos perfekt und das übrige Europa kann es ausbaden. Mit dieser grenzenlosen Globalisierung machen wir uns alle gegenseitig fertig..............

mfG
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