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UBAG Sinnvol oder nicht ?

  Antworten: 15

Name: Neudecker 13-09-2007 23:04 nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
Ich komme gerade von einer Informationsveranstaltung. Das Thema war ÖPUL 2007

Was wir da zu hören bekommen haben, lässt mich erschaudern.
Obwohl bis Heute noch nichts beschlossen ist, heißt es, Anordnungen zu befolgen, die uns
möglicherweise in den nächsten Jahren zum Verhängnis werden könnten!

Warum gerade UBAG für Umweltgerechte Bewirtschaftung im Acker und Grünland stehen soll ,
kann ich mir bei Bestem Willen nicht mehr Erklären.

Als Beispiel nenne ich die Auflage, einen Blühstreifen auf Ackerflächen anzulegen.
Was wird vermutlich der Kontrollor im Jahre 2010 beanstanden ?
Bauer du hast im Jahre 2007 diese Maßnahme nicht befolgt. Daher werden von Dir die
ausbezahlten Fördergelder Zurückgefordert!

Im Grünland verhält es sich Ähnlich
Habe ich etwa eine ertragsschwache Bach - oder Waldrandwiese, dann mag es schon sinnvoll
sein, diese Fläche nur zweimal zu Mähen. Es wächst ja sowieso nicht viel .
Ist die Wiese aber Eben und Ertragreich, dann wird es vermutlich nach dem zweiten Schnitt nur
mehr verpilztes Futter geben. Dieses ist dann verfault und zum Abweiden in keiner Weise geeignet..
Ist das Umweltgerechte Bewirtschaftung ?

Ich frage mich daher: Wer wird am Ende, Nutznießer von ÖPUL 2007 sein ?
Mit herzlichem Gruß Euer Neudecker
Name: Fetzerl antwortet um 13-09-2007 23:36 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
Wie schon einige Male gesagt: Bei UBAG sehr genau überlegen, ob man da einsteigt; ich hab für mich beschlossen, das jedenfalls nicht zu tun.

Zu den rückwirkenden Auflagen nur eins: ich kann nur das einhalten, was mir bekannt war bzw. bekannt sein musste. Für die Auflage mit den Blühstreifen gilt das nicht, denn diese wurde erst Anfang August bekanntgegeben (und erst Mitte Juli als Idee geboren), also viel zu spät, um sie überhaupt einhalten zu können (die Anlage muss bekanntlich bis 15. Mai erfolgen, wenn ich mich nicht irre).
Für den Fall, dass mir die AMA da Sanktionen aufdrücken würde, weil ich das nicht eingehalten habe, würde ich sofort berufen und das mal durch alle Instanzen bis zum EuGH durchfechten (mit Hilfe einer guten Rechtsschutzversicherung).
Ich bin mir ziemlich sicher; dass das einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht standhalten würde.

Eins sollte schon klar sein: wir müssen uns von Ministerium, AMA und Konsorten nicht alles gefallen lassen!

LG, Franz

Name: freidenker antwortet um 14-09-2007 00:19 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
Hallo,

also ich denke, wenn man an das Geld angewiesen ist, wird einem keine andere Wahl bleiben als heuer od. spätestens nächstes Jahr mitzumachen.

Bei der Begrünungs-Infoveranstaltung wurde mir mtigeteilt, dass das 07er Jahr vorbehaltlich bis zu -10% sanktioniert wird (für nichteinhaltung von zb. Blühstreifen usw ) und wir doch froh sein sollten überhaupt was zu bekommen, da Österreich das einzige Land mit einem "Umweltprogramm" ist.

Will es ja nicht unbedingt bewerten, aber unter einer qualitativ guten Arbeit stell ich mir was anderes vor als derzeit abgeliefert wird.

trotzdem, beste Grüße
f


Name: lacusfelix antwortet um 14-09-2007 07:30 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
Eine Frage zum Blühstreifen, weiß jemand wie das konkret aussieht:
Es wurde was gesagt, dass Klee bzw. Feldfutter auch gilt, darf ich das dann auch nutzen?
Name: lacusfelix antwortet um 14-09-2007 07:50 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
Und noch eine Frage dazu: gilt dies erst ab einer gewissen Mindesfläche von Acker oder ist das bei 1 ha oder so auch verpflichtend?
Name: schnuzlbaer antwortet um 14-09-2007 08:27 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
Soweit ich weiß gilt das auch für Betriebe mit einer Ackerfläche unter 5 ha. nutzen kannst du ds ganze erst ab dem 1. September, im Juli darf aber ein Reinigungsschnitt durchgeführt werden. Wie bis dahin die Futterqualität aussehen dürfte, kannst du dir ja vorstellen - sinnlos das Ganze
Name: Optimist1985 antwortet um 14-09-2007 09:36 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
War gestern auch bei einen Infoabend.

Also die Blühstreifen dürfen auch z.B.Kleegras sein, aber diesen darf
man NICHT nutzen und muss es einschlägeln.

Ob es sinnvoll ist Feldfutter am Acker verfaulen zu lassen finde ich sehr fragwürdig.

Beim Infoabend wurde auch gesagt das es für Schweinebetriebe und intensive Rinderbetriebe wahrscheinlich das UBAG nicht sinnvoll ist bzw nicht möglich.

Da man bei einer hohen GVE Grenze die 150kg Stickstoff überschreitet ist es fast nicht mehr möglich mit zu machen, bzw darf man dan auch keinen Handelsdünger mehr streuen.

Witzig finde ich auch noch die genaue Dokumentation von Dauergrünland.
Also muss man den genauen Erntezeitpunkt und Düngen Schlagblätter machen.

Im großen und ganzen ist UBAG ein volles Intensivierungsförderprogramm weil der großteil der Betriebe die intensiv fahren aussteigen wird und nicht mehr Schlagblätter führen müssen und wieder Handelsdünger in großen Mengen ausbringen dürfen.
Die Nitratwerte im Grundwasser werden wieder steigen und das ganze Programm war im Prinzip für die Katz.

Ich bin noch bis Ende 2008 beim alten Öpul 2000 und bin mal gespannt wies dan bei mir wird ob ich mitmache oder nicht.

lg
Name: leitnfexer antwortet um 14-09-2007 11:19 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
@optimist1985
Vergist du nicht zufällig die Niratverordnung? Die gilt für jeden ob nun UABG oder nicht! von wegen "in großen Mengen ausbringen"
Außerdem rechnet sich überhöter einsatz von Teuren Handelsdünger ohnehin nicht, und wers bis heute nicht verstanden hat, solls halt wieder machen! Sind eh seine Flächen, die er "verunstaltet"
Name: freidenker antwortet um 14-09-2007 13:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
@lacusfelix

keine Nutzung des Blühstreifens, sprich, er muß am Schlag bleiben. Ob du es häckselst, mähst od sonst was bleibt dir überlassen wurde mir so mitgeteilt.
(derzeitiger Stand).

beste Grüße,
f

Name: frami antwortet um 14-09-2007 16:02 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
UBAG Sinnvoll oder nicht ?
@ Fetzerl

UBAG wird lt. Ministerium bei den meisten Betrieben heuer mit wahrscheinlich 10% sanktioniert werden, aufgrund der fehlenden Blühstreifen (Ausnahme: K-Flächen, welche lt. Projektbestätigung die betreffenden Fristen einhalten).
Grund: Österreich würde sonst aus Brüssel keine Kofinanzierung erhalten, da Anträge für ein nicht genehmigtes Umweltprogramm entgegengenommen wurden.
Zu Deiner Berufung: Les Dir den Herbstantrag 2006 durch. Du hast genauso wie wir alle "Vorbehaltlich der Genehmigung" beantragt.

LG, ebenfalls Franz
Name: helmar antwortet um 14-09-2007 16:22 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
UBAG Sinnvoll oder nicht ?
...also ich werd mir das genau anschauen, denn aus dem M1 und M2 möchte ich auf jedenfall in fast allen Feldstücken raus.....mit dem Stickstoff hätte ich bei Verzicht keine Probleme, und ca. 1GVE am ha würde auch passen. Aber sollte es nicht möglich sein ausschließlich auf die M-zu verzichten, dann bin ich gänzlich aus dem UBAG draußen, denn für errechnete ca 1300 Euro mich schikanieren lassen, nein, danke......Fischler wurde, solang er EU-Kommissar war, gerade hier in Österreich oft angefeindet, aber wer hätte wohl gedacht dass die wenn auch etwas fragwürdige, aber doch abgesicherte EHP für viele eine bessere Lösung ist als alle ÖPUL Programme..
Mfg,helmar
Name: 0815 antwortet um 14-09-2007 20:10 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvol oder nicht ?
das wird ja noch lustig beim Ausfüllen von Schlagaufzeichnungen! Warum schweigen da die Kammerräte bzw. Landeskammerräte zu diesem Unfug? Jeder Funktionär bzw. Bedienstete der diesen Unfug zu den Bauern hinaus trägt ist mit Schuld an diesen Blödsinn!
Motto,
nach oben buckeln, nach unten treten!
Name: grafeder antwortet um 14-09-2007 21:37 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
UBAG Sinnvoll oder nicht ?
Genauso 0815 wie du heißt, scheinst du auch zu wirtschaften!

Die Schlagaufzeichnungen macht jeder der seinen Betrieb so halbwegs auf Schuss hat.

Das Problem dabei ist höchstens die Offenlegung. Denn da kann man uns pro ha kontrollieren, was man ansonsten in Summe halt geschaut hat dass es im Durchschnitt pro ha passen muss. Da konnte man schon mal leichter bei einer Kultur z.B. etwas mehr Stickstoff düngen, wenn man es woanders eingespart hatte.
Name: 0815 antwortet um 14-09-2007 22:51 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvoll oder nicht ?
Da habe ich mich wirklich falsch ausgedrückt! Ich habe immer schon alle Dünge und Erntemengen aufgezeichnet. Natürlich formlos für mich selbst. Aber die Offenlegung ist ein Problem! Da kann man sich schon mal irren mit den Düngemengen. Einige Güllefässer voll irrtümlich in einen andern Schlag eingetragen und es kann schon haarig werden! Da ja niemand genau weiß wie die Verdünnung ausschaut, wenn Regenwasser dazu geleitet wird, kann bald ein theoretischer Stickstoffüberschuß heraus kommen. Kein Problem, solange ich es für mich selbst aufschreibe, aber wie kann ich es dem Kontrollor erklären, wieviel Wasser in der Gülle wirklich war? Man schreibt zwar nur die Anzahl Fässer auf, aber über den Verdünnungsgrad weiß man nur vage Bescheid. Für mich sind die privaten Aufzeichnungen deshalb sehr wichtig, weil ich schon nach einigen Monaten nicht mehr weiß, wieviele Fässer wohin gefahren wurden. Man wird eben älter.............Bei den Erntemengen ist es so wie so interessant, weil man immer mit den Vorjahren vergleichen kann.
Name: grafeder antwortet um 14-09-2007 22:59 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
UBAG Sinnvoll oder nicht ?
Hört sich schon besser an.

Weißt 0815, wenn man dich "anklickt", dann bist du anscheinend im 18. Bezirk in Wien zuhause. Stimmt das? Denke nicht dass du dort wirklich zuhause bist! Da könnte es auch sein dass du eine Witzfigur bist die die Bauern ein wenig "pflanzt"
Würde dass mit 1180 Wien ändern?!

Nix für ungut!

Gute Nacht!
Name: 0815 antwortet um 14-09-2007 23:37 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
UBAG Sinnvoll oder nicht ?
@grafeder
Ich habe es schon mal in einem anderen Beitrag geschrieben warum ich die Wiener Verhältnisse ein wenig besser kenne. Als ich mich das erste Mal registrierte, hat die Adresse gepasst. (Als Zweitwohnsitz) Jetzt nicht mehr. Werde das ändern. Hab erst nachschauen müssen wie das geht die Daten ändern. Habe gar nicht mehr daran gedacht, dass Wien als Wohnsitz angegeben ist. Bin eh ein waschechter Niederösterreicher.

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