Almtiere & Schnee

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Name: Kathi 10-09-2007 14:01 nach oben

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Almtiere & Schnee
Hallo,

ich habe gerade bei orf-on gelesen, dass Kritik an die Bauern gäbe, dass sie die Almtiere nicht rechtzeitig von den Almen geholt haben.

So - jetzt frag ich mich (als Flachlandbäuerin) - waren solche Schneemengen wirklich vorherzusehen?
Ende August, Anfang September gibts ja immer wieder mal Schnee - ein paar Zentimeter, die nach 2 Tagen wieder weg sind, also normalerweise kein Problem sein dürften!?

LG
Kathi

Name: kraftwerk81 antwortet um 10-09-2007 14:38 auf diesen Beitrag nach oben

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Ich hab mich auch gefragt warum die nicht schon vorher reagiert haben. Es wurde ja schon 2-3 Tage vorhergesagt dass bis 1200 m Schnee kommt. Warum unternimmt man dann nichts wenn man weiss dass die Viecher teils weit höher oben sind? Also mein Jungvieh haben wir rechtzeitig herunter, 2 Tage später war mehr als ein halber Meter Schnee oben. Ich glaub viele habens erst nicht wahrhaben wollen und dann war's zu spät.

Name: Kathi antwortet um 10-09-2007 14:41 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Kraftwerk,

war wirklich mit einen 1/2 Meter zu rechnen??

Kommt das öfters vor, dass um diese Jahreszeit solche Mengen an Schnee liegen?

Kathi

Name: 179781 antwortet um 10-09-2007 19:29 auf diesen Beitrag nach oben
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Schnee um diese Zeit ist auf den Almen nichts aussergewöhnliches. Deshalb haben viele ihre Tiere dortgelassen. Es wäre normalerweise ja falsch, die Tiere um diese Zeit wegzubringen und den Aufwuchs der nächsten 3 Wochen verderben zu lassen.
Dass es so viel Schnee gibt, hat man ja nicht voraussehen können.

Es ist eben so in der Landwirtschaft, dass man die "Werkstatt" unter freiem Himmel hat, und da muss man sich immer wieder mit unberechenbaren Dingen herumschlagen.

Gottfried

Name: Haggi antwortet um 10-09-2007 20:53 auf diesen Beitrag nach oben

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@kraftwerk 81 & Kathi,

Flachland hin, Bergbauer her; Schnee um diese Jahreszeit ist nich ungewöhnlich, allerdings die Menge. Jeder gute Almbauer hat eine Bergmahd, oder er hat Vorräte in der Almhütte welche ihm und den Tieren für einige Tage helfen. Im Normalfall kommt in der Nacht der Schnee und am nächsten Tag ist er dann gegen Mittag wieder weg. Eigentlich nur so zur Erinnerung, daß dann doch bald der Winter kommt. Also nicht unverständlich, nur die Menge machts.
Und außerdem wird heute doch vieles aufgebauscht. Sagt doch ein osttiroler BGM im TV:" Wir haben ja keine Hubschrauber für den Heutransport, die sind ja alle beim Papst!" Und dann werden im Anschluß noch ein paar Luftaufnahmen der eingeschneiten Tiere und Almen gezeigt - macht das die Technik heute schon alleine?!?!

Name: helmar antwortet um 10-09-2007 22:27 auf diesen Beitrag nach oben

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Vor knapp 2 Wochen waren wir im Urlaub auf einer Alm in etwa 2000 m. Dort gibt es einen Stall, einen Heuboden mit Heu, und dort waren die Tiere auch, wie ich am Freitag mich tel. nach dem Befinden der Hüttenbetreiber erkundigte......ich dachte immer sowas wäre so etwas wie Standard....
Mfg, helmar

Name: hydrant antwortet um 10-09-2007 22:49 auf diesen Beitrag nach oben
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Wenn es sich nicht um eine Sennalpe handelt, sind Ställe in 2000 m Höhe, (außer kleinem Stall für kranke Tiere) wohl die absolute Ausnahme.Bei uns im Allgäu kenne ich keine.
Es ist immer schwer einzuschätzen wieviel schneit es wirklich. War es wirklich 1/2 Meter. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß viele bei 15-20 cm von einem 1/2 Meter reden. Für Jungrinder (nicht Milchkühe) sind 1-2 Tage im Schnee überhaupt kein Problem . So etwas gab es inder Vergangenheit schon immer. In Höhenlagen ab 1200 m kann es in jedem Kalendermonat schneien. Trotzdem gibt es für Jungrinder keine gesündere Aufzucht als im Sommer auf Almen. Das ist Wissenschaftlich erwiesen. Diese Tiere sind gesünder, wiederstandsfähiger und haben bessere Fundamente und Gelenke.

Name: Almoehe antwortet um 11-09-2007 06:56 auf diesen Beitrag nach oben
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...hier darf ich mich - namens meines Nicknames ( :-))) - wirklich Stellung nehmen.

Wie meine Vordiskutanten schon erwähnt haben, ist die Vorhersage von Schneewetter das eigentliche Problem. Würden wir bei jedem gemeldeten Schnee die Almen verlassen - könnten wir gleich herunten bleiben.
Wichtig sind "Schneefluchten", also tiefgelegene Wiesen die als Vorrat für solche Ereignisse dienen. Leider sind sie in vielen Fällen verwaist oder anders genutzt. Heute hat man allerdings die möglichkeit der Fütterung.
Vorallem Rundballen auf Wegen ausgerollt - können zur Linderung beitragen.
Hier ist allerdings eine rasche Vorgangsweise nötig - damit das "Laufen" der Tiere erst garnicht anfängt - nach zwei Tagen Hunger, ist die Hilfe nur noch Retusche.
Schnee in Almen ist die Königsdisiplin der Hirten - hier zeigt sich wer was von der Sache versteht. Sommerstudenten, Aussteiger etc. sind in den meistens Fällen hier unbrauchbar.

Ich sehe als größtes Problem die fixierten Almabtriebszeiten. Die Viehscheide vorallem in Fremdenverkehrsgebíeten - sind ein Klotz am Bein. Es sind mittlerweile feste Bestandteile der Herbsthöhepunkte - und werden von den Verantwortlichen (Alpmeistern)nur höchst ungern umgeworfen.

Hier gebe ich Kathy recht, manchmal wird auf Kosten von Vieh und Personal die Sache hinausgezögert.
Ich weiss nicht was für Almen es bei Euch gibt, aber Größen von 800 Stück Vieh in Ställen unterzubringen :-))) dazu braucht man LPG-Ställe......

Name: bull1 antwortet um 11-09-2007 07:39 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo

haben unser Vieh auch noch auf den Almen und so wie es Almohehe beschrieben braucht man dort einen sehr erfahrenen Hirten,
wegen Schneefall, seit dem letzten Winter glaub ich denen Hirnis vom Wetterbericht kein Wort mehr, jede Woche häts Schnee geben sollen, was kam nichts manchmal Regen, im Sommer das gleiche immer die Aussage, wechselhaft, ja zwischen ich weiß ich weiß nicht ob schön oder schlecht, deswegen haben wir wegen denen noch rund 30 ha Heu was wir ernten müssen vor dem Winter, dann noch ins Holz und am liebsten noch in die Herbstmesse nach Ibk.

mfg

Bull

Name: Kathi antwortet um 11-09-2007 09:59 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo,

Irgendwie haltet ihr die Meinung vom orf für meine Meinung.

Ich halte es für eine mediales Theater (so wie das Hochwasser in Steyr) dass hier mehr aufbauscht als wirklich dahinter ist.

1 oder 2 Grad mehr oder weniger machen doch unheimlich viel aus - ob es schneit oder nicht und wenn wieviel.
Gutes Almpersonal wird man ja auch nicht so leicht finden ...

LG
Kathi

Name: kraftwerk81 antwortet um 11-09-2007 12:05 auf diesen Beitrag nach oben

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Stimmt schon dass der Bericht oft Mist ist, aber diesmal war's so eindeutig und auch die grossen Niederschlagsmengen waren vorhergesagt.

> Nachher weiss man's halt immer besser.

Name: petermoser antwortet um 13-09-2007 11:16 auf diesen Beitrag nach oben

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Also das war wider ein beweis für die klima erwermung.. Und die bauern haben kein schuld weil so wie imma in fern sehen gereded wird das es bald kein winter mer gibt und das alles so heis wird da haben die auf die alma ja glauben müsen das sie den ganzen winter auf treiben könen.

Name: kraftwerk81 antwortet um 13-09-2007 11:49 auf diesen Beitrag nach oben

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Ja warum glaubst hatten wir so grosse Niederschlagsmengen. Da is nicht wie üblich feuchte Luft vom Atlantik gekommen sondern eine Wolkenspirale direkt vom Mittelmeer über den Balkan zu uns.
Extrem warmes Mittelmeer > sehr viel Verdunstung > hohe Wolken > viel Niederschlag. Is halt blöderweis mit einer Kaltfront zusammengetroffen. So und jetz geh I mähen. Klimawandel sei Dank *ggg*

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