Tagebuch
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we feed the world Hallo edde, füttern wir wirklich die Welt? Mir erscheint es einfach komisch, dass vor kurzem noch alles zuviel war- und jetzt plötzlich die Landwirtschaft wachsen muss, noch mehr erzeugen, gross investieren, damit sie nicht abgehängt wird? Wen füttern wir wirklich? Wenn wir für den fossilen Saft immer mehr bezahlen müssen- und deswegen auch noch die Erzeugung der Energie vom Acker wichtig wird- wieviele füttern wir dann noch? Hab heuer mal versuchsweise zu rechnen begonnen, wieviel Input und wieviel Output- es gibt sicher klügere Menschen, die das besser berechnen können. Aber wenn ich nur ansatzweise den Energieanteil berechne, den wir für die Erzeugung von Nahrungsmitteln brauchen- dann schauts gar nicht so gut aus. Da ich nicht weiß, an welchen Schrauben gedreht und welche Strippen gezogen werden- bin ich für die derzeitige Inesttions- und Wachstumseuphorie ziemlich taub. Wir haben absolut keine Lust mehr zu vergrössern, weil ich bisher bei jeder Vergrösserungsmaßnahme festgestellt habe- dass wir mehr Arbeit haben- und dann braucht man wieder grössere Technik und dann gehen die Preise wieder nach unten - also steht man wieder am gleichen Punkt wie am Anfang. Inestieren ja- in Technik die sparsamer läuft, effizienter- und da scheint noch ganz wenig Bewusstsein in diesem Bereich vorhanden zu sein. Und beim Füttern der Welt- wer füttert eigentlich wen? Wir leben von den Pflanzen und Tieren, Mikroben - holzen sie ab, rotten sie aus- wir leben von dem Leben im Boden, als Landwirte wären wir ja wirklcihe Massentierhalter- aber bei der Fütterung der Welt spielen sie keine Rolle, den Part übernehmen die Firmen aus den Amiländern. Also füttern nicht wir die Welt sondern diese Firmen- egal ob es dem Verbraucher passt und welcher Anteil beim Landwirt bleibt- da bin ich mehr als misstrauisch. Hoffentlich habe ich nicht recht- ich befürchte, dass die Ölquellen unter der Erde schon viel ausgebeuteter sind- als uns zu Ohren kommt- und so muss jetzt die Landwirtschaft so ausgeblutet werden, dass ihr wichtigestes Kaptial - Grund und Boden- in die Hände von denen fällt- die das Geld der Welt in den Händen haben. Nestle beansprucht ja jetzt bereits ihren Anteil am Wasser. Man braucht doch nur wenig Phantasie- um sich vorstellen zu können- Saatgut, Pflanzenschutz, Düngung, Vermarktung alles in einer Hand- und auf der anderen Seite der von diesen Strukturen vollkommen abhängige Landwirt, dem die Arbeit, das Risiko bleibt- und Verbraucherinteressen bleiben vollkommen unberücksichtigt. Und da stören dann die Bauern ganz gewaltig- man braucht sie als billige Arbeiter auf den Flächen und in den Ställen- und aufgeklärte und bewusste Verbraucher braucht man ebensowenig- also müssen wir alle uns wie Ice beschrieben hat- mit Brot und Spielen ablenken lassen.
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