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Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...

  Antworten: 69

Name: biolix 18-05-2005 19:30 nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
Unglaublich aber wahr.. mit mehr 100.000 tausend euro kosten wurde monatelang diese WErbung vorbereitet.. und nun das..
BiobaerunInnen dürfen nicht sagen was sie tun und amchen, sie dürfen nur vorschriften einhalten und die gentechfrei untersuchungen blechen.. eine frechheit sondergleichen..
Bitte an alle Protestmails an AMA, MInisterium, Agrarvertreter und Medien, danke !!!!
mtg. biolix



"Papa, warum ist Sendeschluss?" Bio-Hörfunkwerbung storniert!

Wien (OTS) - Biologische Lebensmittel sind gentechnikfrei - das sollten die österreichischen KonsumentInnen mittels Hörfunkspots erfahren. Darin waren sich die Agrarmarkt Austria Marketing (AMA) und BIO AUSTRIA einig. Ebenso stimmten beide Organisationen über den Inhalt der geplanten Spots überein. Und auch seitens der Europäischen Union gab es Zustimmung: Der Spot wurde inhaltlich geprüft, genehmigt und finanziell gefördert. Klare Vereinbarungen und die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Werbespot - doch nun erfolgte die Stornierung!

BIO AUSTRIA - Obmann Johannes Tomic zeigt sich über dieses abrupte Werbeverbot entsetzt:

"Entgegen allen Übereinkünften wurden die Werbeeinschaltungen über Nacht abgesetzt. Unser Ziel, Konsumenten über die Vorzüge und Qualitäten von biologischen Lebensmitteln zu informieren, sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein. Stattdessen wird still und heimlich am Radioschalter gedreht, um die Leistungen der Biobäuerinnen und Biobauern totzuschweigen. Ich fordere, dass die Werbespots unverzüglich fortgesetzt werden!"

Tomic weiter: "Uns ist eine positive, wertschätzende - aber dennoch klare Positionierung für Bio in der Werbung wichtig. Es muss über das Selbstverständnis und das Leitbild der österreichischen Agrarpolitik neu und offen diskutiert werden. Die Größe und Bedeutung, die der Biologische Landbau in Österreich erreicht hat, macht das längst erforderlich. BIO AUSTRIA wird aktiv diesen Diskussionsprozess einleiten und lädt die wesentlichen Partner - Ministerium, PRÄKO, AMA, Handel, Verarbeiter und Sozialpartner - zur Teilnahme ein.

Kantige Bio-Werbung als Schutz gegen konventionelle Trittbrettfahrer

Konsumenten-Befragungen bestätigen: Durch verwässerte Werbebotschaften werden Konsumenten in die Irre geführt. - Im festen Glauben Bio zu kaufen, greifen sie oft unbeabsichtigt zu konventionellen Produkten.

BIO AUSTRIA arbeitet daher an einer kantigen, unverwechselbaren Bio-Werbelinie. Nur so können die Vorzüge biologischer Lebensmittel - wie Gentechnikfreiheit, der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die artgerechte Tierhaltung und Vieles mehr - der Öffentlichkeit kommuniziert werden.

Stornierter Bio-Hörfunkspot im genauen Wortlaut

HF-Spot Bio-Rindfleisch:

(SFX:) Koch- & Bratgeräusche, leichtes Geschirrgeklimper

(junge Stimme:)
Du!
Ja du, komm einmal her.
Das Steak hier, ist das ohne Gentechnik?
(ältere Stimme, zögerlich:)
J..ja..
Ja sag einmal woher weiß ich denn das?
N..na ja...
Steht das irgendwo drauf?
Es ist ein Bio-Rindfleisch.
(junge Stimme, belohnend:)
Aaah, brav, Papa, weil was hab’ ich dir gesagt?
Bio ist gentechnikfrei. Ist g’schmackig.

(Off:)
Jetzt zur Grillsaison: Garantiert gentechnikfreies Rindfleisch.
Bio. Für mein Leben gern.

(Abbinder:)
Finanziert mit Fördermitteln der europäischen Union, der Republik
Österreich und Mitteln der Agrarmarkt Austria.

Eckdaten: Für den Hörfunkspot Bio-Rindfleisch waren für den Zeitraum 2. bis 22. Mai 2005 insgesamt 69 Schaltungen auf Ö3 und Privatradios in ganz Österreich vorgesehen. Die Stornierung erfolgte am 13. Mai. 30 Werbeschaltungen wurden durch die Stornierung abgesetzt.

Rückfragehinweis:

BIO AUSTRIA - Öffentlichkeitsarbeit
Wilfried Oschischnig
T 01/403 70 50 - 214
M 0676/842 214 214
mailto:wilfried.oschischnig@bio-austria.at
www.bio-austria.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0235 2005-05-18/15:40

181540 Mai 05


Name: biolix antwortet um 18-05-2005 22:34 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
Biofan, also bitte... das ist 5 mal durch den ama ausschuß. zig werbefirmen und spezialisten..
Wo ist der ANgriff ??? WOmit dürfen Biobauern werben, mit Natur oder bei meiner Ehr was die konv. im Gütesiegel machen ??
Wem machen wir schlecht in dem wir sagen was wir nicht einsetzen, unglaublich deine meinung und die gelder kommen eben nur von den biobauern und das sage ich dir auch, wir müssen am markt bestehen und es frägt uns eben keiner wenn wir nicht vermarkten können oder es hilft uns keine kammer oder Bauernbund bis jetzt dazu obwohl es in 90% der Fälle zu einer höheren WErtschöpfung beim Bauern kommt, also bitte sage mir womit dürfen wir werben ??
Die letzte werbung wo wir den verzicht von chem. synth. Mittel drin hatten inkl. Handelsdünger verzicht wurde genauso bombardiert und kritisiert, was sollen wir tun, nur zu sagen in Ö ist alles Bio ??
hat grtillitsch letztens wieder in einem interview gesagt, auf die anfrage bzw. forderung der richtigstellung hat er nur gemeint " das hat der redakteur schlecht verstanden"...
Und nochwas, bei der auswahl des spottes ist genau geschaut worden das wir eben nicht sagen "nur bio ist gentechfrei" sondern eben "bio ist gentechfrei" also ihr habt alle die chance auch so zu produzieren und es zu bewerben.. eine frechheit ist zu sagen wir unterstellen alle anderen nicht gentechfrei zu sein... macht es und werdet glücklich aber lasst uns auch sagen wofür wir in der kontrolle Mio Euro im Jahr ausgeben und es gar nciht wollen das gentechprodukte unsere Lagerstellen z.b. verunreinigen !!!
also bitte um deine WErbelinie für Bioprodukte wo sich niemand angegriffen fühlt !
biolix
Name: biolix antwortet um 18-05-2005 23:02 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> hab´jetzt nochmals gelesen, kann es einfach nicht glauben das du "BIOFAN" bist...du schreibst..


kann man durchaus auch in der Werbeaussage unterbringen dass besonders Biorindfleisch mit weitestgehend gentechnisch unveränderten Futtermitteln erzeugt wird ohne dem Anderen etwas zu unterstellen...

was machen die konv. in ihrer WErbung ?? Was geben sie vor mit schweinen im auslauf, ama gütesiegel werbung vom rindfleisch auf der Wiese mit der Kuh.. Welches AMA Gütesiegelfleisch hat jemals einen Grashalm gesehen etc. etc. ??

Wir unterstellen doch nicht, wir sagen "bei uns gibts sowas nicht" bei konv. sehr wohl und jeder der sich das nicht fühlen wiil kann genfrei produzieren und jeder konv. sollte beim Premium rind oder gütesiegel ein genfrei produktion fordern, dann ist die WErbung ja toll für sie gelaufen...

genau so wir bio immer die ebnung für Premiumprodukte im Konv. WAR; GIB DAS WENIGSTENS ZU; DAZU SIND WIR RECHT...

apropos slowenien ist das erste land das gentechfreies saatgut in ihrem Umweltprogramm vor sieht, lieber biofan, in Ö durfte bei den neuen Verhandlungen zum ÖPUL nicht mal darüber diskutiert werden.. an schau und schon bin ich schon wieder beim kommunismus oder wer in Ö das sagen hat.. du sagtest ja oben 90% konv. aber wollen die das wirklcih ??

habt doch endlich keine angst mehr von den bios, die hätten es euch doch gezeigt wie man 35 cent für den weizen, 30 cent für den roggen, 7 cent mehr für die milch etc. bekäme, wer hat sie dabei unterstützt konsumenten zu gewinnen ??

Wer sieht wirklcih noch eine chance in Ö auf massenproduktion zu setzen und es den holländern, spaniern etc. nachzumachen ????????


lasst uns einen weg gemeinsam gehen, aber es muß eine klare unterscheidung geben und der konv. muß endlich dazu stehen wenn er etwas einsetzt das eben einem massenprodukt gleich kommt, also
bitte um verständnis.. danke

Name: lacusfelix antwortet um 19-05-2005 06:44 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
biolix nicht böse sein, ich weiß nicht warum der spot nichtmehr läuft, aber die machart war echt diletantisch, das war keine werbung für den bauernstand, bio oder konventionell. da hat die werbeargentur nicht sehr viel kreativität bewiesen. Die Message die gesagt werden will kann mit sicherheit wesentlich besser dem konsumenten überbracht werden, ich weinen DIESEM spot keiner träne nach......

Name: GerhardW antwortet um 19-05-2005 07:23 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
@biolix:

dein Zitat Beginn:
> Welches AMA Gütesiegelfleisch hat jemals einen
> Grashalm gesehen etc. etc. ??
dein Zitat Ende.

Ich kenne Biobauern mit supermodernen Laufstall auf Vollspalten ohne Einstreu ohne Auslauf, Milchleistungsfutter auf Teufel komm raus.

Es sind also nicht alle Bio so super und auch nicht alle konv. so schlecht.

P.S. Deine Tastatur hat mit dem ? ein Problem


Name: helmar antwortet um 19-05-2005 08:22 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>Hallo biolix!
An ganz schönen guten Morgen wünscht dir "Trittbrettfahrer helmar", denn ich mache beim Genfrei-Milchprojekt der NÖM mit, welches ab Juni nun definitiv laufen wird.
Der Spot selber ist fast so blöd wie der mit"Licht am Tag", falls du dich noch erinnern kannst.
....und wenn man auf die "gscheiten Jungen"zielt.......das Geld für deren Unterhalt, und das sind nicht nur Biosteaks, bringen sehr oft sehr lange die "blöden Alten" auf ...........
Mfg, helmar

Name: jacky65 antwortet um 19-05-2005 09:34 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
ich habe kein problem mit dem, dass die biobauern betonen, dass sie gentechfrei produzieren, bin sogar dafür.
Habe leider den spot nie gehört, kann dadurch über die qualität kein urteil abgeben.

was mich aber stört, und das hab ich hier schon mal geschrieben, dass wieder eine molkerei vorreiter (oder ausreisser) spielt, mit einem neuen programm der gentechfreiheit. glaubt es mir, es wird auf dauer keinen ct mehr für die milch mit so einem programm zu erlösen sein, weil der handel diesen aktionismus auch von den anderen molkereien fordern wird und dadurch kein wettbewerbsvorteil mehr gegeben ist.
was bleibt ist dann: weitere auflagen, weitere aufzeichnungspflichten, weitere kontrollen, aber nicht MEHR milchgeld!!! Und um das sollte es doch hier gehen???

es wäre doch viel besser, alle gentechfrei-befürworter-kunden würden biomilch kaufen, dann könnte wenigstens die ganze biomilch vermarktet werden. dann würden (zumindest bei uns) wieder mehr bauern zu biobauern werden.
für mich als milchbauer muss sich ein umstieg zum biobauern auch rentieren (die einstellung dazu alleine reicht mir nicht), ich kaufe mein kraftfutter zu, und da gebe ich nicht mehr geld aus, wenn ich auf der einnahmenseite nicht mehr erlösen kann.
Name: biolix antwortet um 19-05-2005 10:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
Hallo !


Trittbrettfahrer können uns in diesem thema nur recht sein !! Eine Gentechfreie LW in Ö wäre unser Traum !!!! Und das nicht nur aus eigennutz wie schon oben angemerkt, sondern als wettbewerbsvorteil für alle Ö Bauern ! ( das sehe ich eben umgekehr, erst müssen welche anfangen damits andere "kapieren" , siehe den Beginn des biol. Landbaus in Ö, heute sind wir die Pyramidenspitze und das aushängeschild )
denn die Gentechnologie bedroht den biol. Landbau !! Warum zahlen wir nun schon für genfrei untersuchungen und es kommen nicht die auf die das verursachen ??
WEiters, hat es vor absetzung hundert positive rückmeldungen gegeben und seit mir jetzt nicht böse, ich hab und viele andere biobauernInnen auch haben zu dieser WErbung unseren WErbeleuten gratuliert weil es echt nett war mit dem Jungen und dem Vater.. und bei uns zu hause spielt sich das auch schon ab und das ist gut so, und wenn wir nicht wissen wo das fleisch oder die milch herkommt wird sie nicht gegessen und getrunken..
also über geschmack von werbungen kann man streiten und nochmal, über diese spotts ist 10 mal diskutiert worden im AMA ausschuß und alles ist gebrieft worden..
Es wird zeit das ihr mal auf die argumente eingeht und den Biobauern sagt was sie mit 10% der AMA Gelder für ne WErbung machen sollen wo aber sehr wohl Gentechfreiheit, ohne chemie etc. heraus kommt

mfg. biolix

p.s. wenn es auch biobetriebe gibt die auf teufel komm raus produzieren, machen sie es immer noch mit gentechfreien futter.. also bitte was hat das mit dem anderen zu tun ?
Name: jacky65 antwortet um 19-05-2005 10:46 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> biolix, ich sag es dir nochmals, der markt für 100% antigentechmilch wird nicht da sein, nicht, dass sie nicht gewollt wird, sondern dass sie nicht gekauft wird, weil auf billigere milch (wenn nötig ausländische oder h-milch) gegriffen wird.

zweitens werden den molkereien kosten entstehen, weil ein weiteres produkt eingeführt, eigens eingesammelt, gelagert, abgefüllt, disponiert, eigenen verpackungen, eigene logistik,... anfangs wird der mehrerlös die mehrkosten nicht auffangen, und später wirds keinen mehrerlös mehr geben.

dass die koexistenz mehr als fragwürdig ist, ist mir auch klar, aber das hat uns die eu eingebrockt. wie siehts eigentlich in oö aus, wo das land einen alleingang mit dem gentechverzicht wollte, gibts da schon ergebnisse? hat da wer infos?

Name: biolix antwortet um 19-05-2005 12:23 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
jacky und chilli !

das ist ja das unglaublich, die verteufeln die jahrzehnte für einen Preis den du ansprichst kämpfen ?!?!?!
Ganz alleine haben sich die bIobauernInnen das erarbeitet und es vielen tausend anderen ermöglicht umzusteigen. ICh werde nie ein FÖrderoptimierer sein und war nie einer..d as es solche gibt sei dahin gestellt, das schöne ist das viele heute sagen "wenn sie mir PSM und Handelsdünger schenken ich würde ihn nicht nehmen...
weiters jacky, frage: markt für 100% genfrei gibts nicht.. aber einen markt genmilch um 20 cent wirds geben, daher würde ich als bauernvertreter sagen oder als minister wie schon öfter zitiert fällt das ja nie wieder " der Feinkostladen Ö kann wirklichkeit werden und wenn wir schon exportieren dann heben wir uns ab vond er Massenware "
warum sagt das keiner ??
Bzww. chili warum vergönnst du uns das nicht mmehr umsteigen bzw. umsteigen können wenn wir den biomarkt puschen udn eben solch preise erzielen die wir die letzten 9 jahre bekommen hatten.. wie gesagt sicher ohne eure unterstützung.. wenn ihrs jetzt kapieren würdet endlich zu sagen der feinkostladen, muß nicht alles bio sein aber wenigstens getechfrei ist einchance ich würde euch danken für den ersten schritt..
Also welcher markt gehört eurer ansicht nach bearbeitet bzw. enspricht der Struktur der Ö LW ??
Was habt ihr in den göffneten märkten für Visionen für die Konv. LW ??
Haben die Bios die schuld das ihr euch von Gentech futtermittel abhängig machen lasst ??
Sind nicht im konv. die die armen die Gentechfrei produzieren ??
wie wird das alles weitergehen ?

Wir werden auf jeden fall diese werbeliniue fortsetzen egal ob mit geld von der ama oder ohne, wir wollen sagen was wir tun und wie wir es tun..
biolix
Name: FrankFrei antwortet um 19-05-2005 13:42 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
Also ich bin als Mutterkuhhalter "gerade mal nicht" BIO, weil es den gestrengen Herren an einigen Quadratzentimetern Fensterfläche in meinem Stall mangelt - aber mein Nachbar ist BIO. Er hat einen Spaltenboden, bei mir wird eingestreut. Seine Vieher haben einen betonierten Auslauf und keine Weide, meine sind "nur" ca. 260 Tage auf der Weide, Tag und Nacht. Er füttert großteils Silage und jede Menge "Bio-Kraftfutter" (auch Soja), meine kriegen nur Heu und Gerstenschrot aus eigenem Anbau (Kunstdünger- und Spritzmittelverzicht!!!) Seine Kühe sind nach spätestens 5 Kälbern schlachtreif, ich habe noch einige Damen mit den alten Blech-Ohrmarken (wer kann sich noch erinnern?) im Betrieb, wie alt die sind kann sich jeder ausrechnen.

Und wenn ich mir diese BIO-"Werbung" mit der Gentechnik-Unterstellung anhören hätte müssen, ich wäre der Erste gewesen, der eine Sammelklage gegen die Macher dieses Meisterwerkes der negativen Suggestion organisiert hätte!

So lange es diese Bio-Verbände mit den abenteuerlichen Auflagen gibt, die natürliche Rinderhaltung nicht von Intensivnutzung unterscheiden können, ist die Sache für mich gegessen, im wahrsten Sinne des Wortes!

PS: Für näher Interessierte kann ich gerne meine Adresse bekanntgeben, wer mag kann jederzeit zu einer Exkursion vorbeikommen, wir schauen auch zu meinem Nachbarn und dann wäre ich auf euer Urteil gespannt!
Name: biolix antwortet um 19-05-2005 16:40 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> bitte um deine adresse biolix@utanet.at

und warum machst du deine fenster nicht um ein paar cm2 größer ??
weiters werden wie immer alle in einen topf geworfen, genau was du im konv. bereich nicht möchtest...
lasst euch alle so kontrollieren wie die bios und verzichtet freiwillig auf gentech, dann könnt ihr doch alle mitnaschen..
u.a. Protestbrief zur Kenntnis !
biolix

Sehr geehrte Damen und Herren!


Nun ist bereits zum wiederholten Male eine Bio-Werbung der AMA vorzeitig abgesetzt worden. Dieses Mal wurde der Bewerbung der Vorzüge der gentechnikfreien Biolandwirtschaft ein Riegel vorgeschoben. Die Österreichische Bergbauern und Bergbäuerinnen Vereinigung hat schon mehrmals auf die Problematik des Interessenskonfliktes bei Werbemaßnahmen der AMA bei gleichzeitiger Bewerbung von Bioprodukten und konventionellen Produkten, sowie der Einflussnahme auf diese Werbspots seitens der AMA hingewiesen. Diese Vorbehalte wurden regelmäßig vom Tisch gewischt. Der aktuelle Anlassfall bestätigt nun wiederum unsere Bedenken. So kann und darf es auf keinen Fall weitergehen. Wir fordern - nicht nur für den aktuellen Fall, sondern v.a. für die Zukunft - eine Lösung, die diese unglaubliche Einflussnahme auf eine faire und effiziente Biowerbung ausschließt.

Wie oft hat es berechtigte Proteste von Seiten der Bioverbände an der äußerst idealisierten Werbung durch die AMA für die konventionelle Landwirtschaft gegeben? Kein einziges Mal wurde hierauf mit einer vorzeitigen Einstellung der Werbelinie geantwortet. Welch mächtige Hebel sind hier am Werk?

In der Werbung (gerade bei Lebensmitteln) wird gerne übertrieben und geschwindelt - zumeist ohne Konsequenzen. Bei einer wirklich harmlosen Biowerbung allerdings, sind die Behüter "unserer Landwirtschaft" gleich zum Handeln bereit – ein Verbot wird ausgesprochen.

Die Österreichische Bergbauern und Bergbäuerinnen Vereinigung fordert die verantwortlichen Stellen auf, diesen unglaublichen Vorgängen ein für alle mal einen Riegel vorzuschieben. Es muss in Österreich zukünftig möglich sein, eine eigenständige offensive Biowerbung zu platzieren. Zwischen Bioprodukten und konventionellen Produkten gibt es nun mal ein Unterschied. Darauf muss hingewiesen werden dürfen, mehr wird von den Biovertretern auch nicht gefordert. Wir erwarten uns die sofortige Aufnahme des aktuellen Werbespots, die die Vorzüge der Biolandwirtschaft im Bereich der gentechnikfreien Produktion hervorhebt.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Spitzmüller
Biobauer und Obmann der ÖBV


PS: Zu hoffen ist, dass durch die Einstellung dieses Hörfunkspot ein vielfaches an Werbewirkung durch die Medienberichterstattung erreicht wird.



Name: theres antwortet um 19-05-2005 17:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> Eines ist mir bei dieser Diskussion aufgefallen,
die Gräben zwischen Bio und Konventionell sind noch sehr, sehr tief.
Für die Biobauern ist die Gentechnik eine gewaltige Bedrohung,
aber leider wird vergessen, dass sie es auch für die konventionellen Bauern wird,
in Südamerika zahlen die Bauer bei der Ernte eine Lizenz an die Gentechnikfirmen und wo genverändertes Saatgut gefunden wird, wird nicht lange gefackelt, nicht gefragt, jeder zahlt, damit er seine Ruhe hat.
Ob das Saatgut vermischt oder ob es aus Einkreuzungen entstand, das interessiert keinen.
Dass diejenigen, die keine Gentechnik im Essen wollen, die Untersuchungskosten zahlen müssen, während die anderen die gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut haben, sich die Hände reiben können - ist für mich einfach nciht nachvollziehbar.
Ausgerechnet in kleineres Ländern wie Österreich wären gentechnikfreie Lebensmittel ein riesiger Vorsprung, ohne Not wird hier ein Pfand aus der Hand gegeben.
Aber die meisten stellen sich hin, schimpfen, dass sie zwar keine Gentechnik brauchen, aber nichts machen können.
Dabei hat jeder seine Entscheidungsfreiheit- wenigstens bis jetzt noch.
Es kann nichts besseres passieren, dass sich Bio- und Konventionelle Bauern nicht grün sind, so kann man sie schön auseinandertreiben.
Denn wenn beide Seiten aufeinander zugehen würden, dann würden manchem konventionellen Bauern die Augen aufgehen.
Ich schreibs, weil mir das selbst so ergangen ist,
ich habe vor ein paar Jahren auf einem Biobetrieb wegen der Erkrankung der Bäuerin kurzfristig ausgeholfen, das war eine sehr interessante Erfahrung, was ich in dieser Zeit gelernt habe, dass hat mir für mein Leben sehr viel gebracht.
Wahnsinn, was man voneinander lernen kann.
Ich bin dem alten Bauern auch heute noch sehr dankbar, er hat mir viele alte Bücher zum Lesen gegeben, Bücher aus einer Zeit, in der schon vorrausschauende Menschen klar gesehen haben, was mit uns Bauern passieren wird.
Schade, dass ich nicht schon früher darauf gekommen bin, das hätte mir viel Lehrgeld erpart.
Wieso gesteht man den Biobauern ihre Mehraufwendungen und Mehrarbeit nicht zu, oder die Gentechnikfreiheit,
es wird ihnen nichts geschenkt.
Seit ich auf einem Biobetrieb mit gearbeitet habe, weiß ich, was da dranhängt, besonders im Gemüsebereich.
Seither habe ich einen gewaltigen Respekt vor deren Leistung,
sehe vieles mit anderen Augen an. Gut dass es ein paar Vordenker gibt,
denn wo stehen wir denn heute, mit Milchpreisen, die uns an den Abgrund treiben, mit so vielen Getreidekrankheiten und einem Getreidepreis, der nicht mehr kostendeckend ist. Was haben wir von unserem Fleiss, von unseren hohen Leistungen im Stall und auf dem Feld?
Arbeit und Einsatz, Mühe und Kosten- aber vom Ertrag merke ich als konventionelle Bäuerin leider nicht mehr allzuviel.
Ein Auto aus der Hochpreisschiene ist ein Statussymbol, beim Essen soll alles gleich und billig sein.
sehr fragend
regi


Name: ALADIN antwortet um 19-05-2005 17:46 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
Ich möchte euch nur kurz mitteilen, was ich in meiner Protestmail gestern geschrieben habe: Wenn die Biolandwirtschaft seine Vorzüge in geförderter Werbung nicht darbringen darf, muss ich annehmen dass unser Präsident PUTIN heißt.

Passt gut zur Überschrift.

Name: biolix antwortet um 19-05-2005 21:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
Danke Theres und Aladin !

nur komisch wirklich das nach all den ereignissen und Preisverfällen noch keine EInsicht wächst...

SChöne Worte Regi, es geht schon lange nicht mehr bio gegen Konv oder umgekehrt esginge schon lange um ganz was anderes...

Ein bäuerliches Überleben !!

Alle die Biobauern ( und mag es auch 1% schwarze schafe geben ) auf 20 - 30 % Ertrag verzichten, wenn Zukäufe dann Ö Biogetreide um 30 Cent zukaufen oder ihr eigens verfüttern. In arbeitsgruppen vierteljährlich erfahrungen und ökosoziale gedanken ausstauschen..
Waren es nicht die Bios die den Kontakt von anfang an zu den Konsumenteninnen suchten und gefunden haben, die das Image der Ö LW immer aufpolieren wenn es Skandale gibt, die vor den Vorhang kommen siehe land und leute morgen, noch nie haben sie einen intensiv schweinemäster oder stierbetrieb gezeigt, dazu kann man wohl nicht stehen.. oh ja man kann, und wenn man gentech will dann soll man auch dazu stehen, so wie es regi gesagt hat, und nicht nur sagen man und frau kann nichts machen.. wir beweisen es täglich und wenn sie uns alle Förderungen nehmen, ihr werdet sehen 70% werden bios bleiben, sie sind überzeugt und schätzen die kreislaufwirtschaft, schätzen das leben im Boden und würden es mit keienr chemie der Welt mehr zerstören...
Lasst es uns sagen " Bio ist Gentechnikfrei" und "Wir brauchen keine Gentechnik in der Ö LW " ich persönlich werde mich mit meinem Engagement und auch finanziell für diese Slogans die nächsten wochen einsetzen und alle konv. KollegenInnen sind aufgefordert diesen AUfkleber auf ihr auto, traktor und sonst wohin zu kleben um wenigstens noch eine kleine Chance der Ö LW zu nützen...

schönen abend noch. für eine unabhängige LW !!!

biolix
Name: FrankFrei antwortet um 19-05-2005 22:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
Nachsatz zu meinem Beitrag weiter oben:
Um nicht missverstanden zu werden: ich habe absolut NICHTS gegen BIO, mir ist auch bewusst, dass es dafür Spielregeln geben muss und überall wo es Regeln gibt gibt es auch Regelübertretungen.

Aber ich kann doch um gottes Willen nicht Werbung mirt einer zutiefst negativen Assoziation betreiben, das lernt man doch in der 5 Klasse...

Oder was würde es für einen Aufschrei geben, wenn ich meine Hausmarke "FFF" - FrankFreiFleisch - so bewerben würde:

"Natürliche Fleischqualität aus Österreich - garantiert ohne BIO-Schwindel , aus traditioneller Landwirtschaft nach Großvaters Art..."

Hätte ich da was falsches behauptet? Sicher nicht. Aber ich würde unterstellen, dass der BIO-Schwindel (wie er leider immer wieder in den Schlagzeilen auftaucht), gang und gebe ist.

Genauso ist es mit der Gentechnikfrei-Werbung. Sie ist natürlich auch nicht falsch - aber ich assoziiere "Achtung, Fleisch ist gentechnik-Gefahr!" Na prost Mahlzeit!

Wer erinnert sich nicht an das verfluchte BSE? Österreich war praktisch nicht betroffen, aber die Konsumenten haben nur Schweinernes gekauft. (ich kenne heute noch einige, die nur Schweinefleisch, egal woher und wie billig, essen... Und dann schau ich mir an was den Schweinen zum Fraß vorgesetzt wird und was gottseidank ein Rind (noch) nicht fressen mag... 5:0 für Rindfleisch). Aber das Lustige (besser Traurige) war, dass auch BIO-Fleisch genauso in den Keller gerasselt ist weil eben RINDFLEISCH an sich Pfui war. Da fragt dann niemand.

Und wenn ihr jetzt eine Gentechnik-Diskussion lostretet, dann schadet es auch wieder UNS ALLEN!!! Ist das so schwer zu begreifen? Seid ihr wirklich so verbohrt? Uch kann doch keine "verbrannte Erde" - Werbung betreiben...

Nochmals gaaanz laaangsam für analytisch Begabte:

BIO ist nicht gleich GENTECHNIK
KONVENTIONELL ist NUR TEILWEISE gleich GENTECHNIK

GENTECHNIK ist IMMER Pfui.

Ergo:
BIO und Teilmenge (M) aus Konventionell ist NICHT pfui.
Teilmenge (N) aus Konventionell IST Pfui.

Konsument IST NICHT in der Lage, hier zu unterscheiden (musst schon froh sein wenn er das "A" sucht bzw. kennt.

Konsument ist SEHR SENSIBEL auf negative Aussagen.

Conclusio: Statt sich mit Negativ-Werbung und Unterstellung den eigenen Ast abzusägen wäre es viel angebrachter, das "JA ZU A" zu forcieren!

Amen und aus!




Name: FrankFrei antwortet um 20-05-2005 01:40 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
Hier will sich jemand auf Kosten vieler Bauern parteipolitisch profilieren!

Da fällt mir jetzt nur noch "G´sindel" ein...


Kopie aus http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20050519_OTS0239&ch=wirtschaft


Bio-Werbespot: AMA stellt Behauptungen von Pirklhuber richtig
Keine PRÄKO-Intervention - Gegen Diskriminierung
konventioneller Landwirtschaft

Wien (AIZ) - Ein Hörfunk-Werbespot der Biobauern zum Thema
gentechnikfreie Produktion sorgte heute für Aufregung: Der
Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, behauptete
in einer Aussendung, dieser Werbespot sei nach einer Intervention der
Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern (PRÄKO) bei der AMA
Marketing GmbH. kurzerhand abgesetzt worden. Die AMA als
Auftraggeberin des Spots wies diese Aussagen Pirklhubers mit
Nachdruck zurück, auch die PRÄKO dementierte umgehend und sprach von
einer "frei erfundenen und völlig aus der Lift gegriffenen
Falschbehauptung".

"Die Art der Darstellung des Themas Gentechnik in dem Radiospot
hatte eine ungeheure Protesteswelle in der Bauernschaft und auch im
Lebensmittelhandel ausgelöst. Die Inhalte des Spots seien für die
konventionelle Landwirtschaft diskriminierend und würden zu
missverständlichen Umkehrschlüssen führen, wurde mehrfach betont",
teilt eine AMA-Sprecherin gegenüber dem AIZ mit. Ein Spiel mit einem
derart emotionalen Thema wie der Gentechnik sei kontraproduktiv,
zudem sei die Kernbotschaft des "gentechnikfreien Grillens" fachlich
unkorrekt, nennt man bei der AMA die Gründe für die Absetzung des
Spots.

Es sei die Aufgabe und das Bestreben der AMA Marketing, die
Bedenken und Wünsche aller Bauern in Österreich zu respektieren, jene
der Biobauern genauso wie jene der konventionell produzierenden
Landwirte. Deshalb müsse alles getan werden, "Faktoren auszuschalten,
die dazu angetan sind, einen Keil zwischen die einzelnen
Produktionsgruppen zu treiben, denn dies wäre nur zum Schaden der
gesamten Landwirtschaft".

"Die Werbung für Bio, wie etwa die in wenigen Wochen
stattfindenden Bio-Aktionswochen, wird selbstverständlich auch in
Zukunft weiterhin von unserem Haus mit großer Euphorie und
Begeisterung betrieben werden", so die AMA-Sprecherin.

Pröll: Befremdet über Pirklhubers Aufforderung

Mit Befremden reagierte Landwirtschaftsminister Josef Pröll auf
die in der Aussendung Pirklhubers an ihn gerichtete Forderung, er,
Pröll, müsse umgehend dafür sorgen, dass der Werbespot wieder
gesendet wird. "Im Gegensatz zu Pirklhuber wird das Lebensministerium
keinen Beitrag zu der von ihm kritisierten Interventions-Unkultur
leisten", so die Stellungnahme des Ministeriums.
Name: biolix antwortet um 20-05-2005 10:18 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
Wisst ihr wer das wirkliche Gsindel ist, die die auch den Gensoja jahre lang schon verkauft haben ohne euch zu sagen was da drin ist !

weiters was kann der biolandbau dafür das sich grüne hinter ihn stellen, bzw. besser gesagt wo wäre der Biolandbau ohne Grüne ?

weiters: WOmit sollen wir werben: die positivwerbung: grüne Wiese, höchste Qualität, höchste Standards habt ihr uns alles schon weggenommen, auf diese frage habe ich noch immer keine antwort ??

Weiters ist das das AMA Biogeld und alles war abgestimmt !!!

Weiters werden wir nun weiter machen nur das ist die chance das ihr konvies wirklcih zur einsicht kommt, ahb die worte noch im Ohr von unserem Mokereiobmann im Waidhofen: " Ob mit IG Milch oder ohne, ich kann euch nur sagen ich war ein paar tage in italien bei unseren Molkerein und käsereien die noch kunden bei uns sind, aber die angebote die die nun schon aus der BRD, TCH und Ungarn bekommen, da können wir so oder so nicht mehr mit, nur mehr mit unserer tollen Qualität"..
also freunde der Blasmusik und diese die mit beschimpfungen hier agieren: Wie wollt ihr euch weiter unterscheiden ??
habt ihr die letzte Blick ins land, lest doch den Leserbrief des Tiroler Bauern, in Ö wird alles gleich gemacht, so ist es auch auf EU Ebene, also frage wer wird gewinnen ??

Daher rührt auch die Konsumenten verwirrung " Grillitsch aussage
80-90 % der Bauern in Ö sind eh schon Bio " was soll das ? hat er es in dieser Zeitung dann klargestellt, nein, nur lapidare antwort: der redakteur hat sich verhört..

so gibts jede woche gschichten und meldungen..
erst letzten Pröll : Bio bkommt 25% der gesamten Ö Förderungen "

Stimmt nicht ich hoffe ihr kennt die Zahlen, die GAP Reform hat uns gezeigt wo biobauern leigen, oft nur bei 150,- im Ackerbaugebiet, das können sie mit keienr Öpul förderung mehr aufholen..

aber bitte wir bleiben gerne das "Gsindel" aber den Dreck räumt euch in Zukunft selbst weg !

mit biologischen udn sonnigen Grüßen ( hab gestern die Zusage für die Erweiterung unserer PV ANlage bekommen auf 4 kW ) wünscht euch
einer der weiß das es so und so nicht weitergeht ( Blick ins LAnd seite 36 Humus und Klima bitte lesen !!! )

biolix
Name: biolix antwortet um 20-05-2005 12:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> bin ich voll bei dir Finkerl !!

nur wer will das ?? die Agroindustrie ? der Handel ? die Politk ?

apropos Politk: hast eh gehört vor 2 Wochen hätte der MC Donaldsclown von unserer Gesundheitsministerin die ERlaubnis bekommen in die Kindergärten und SChulen zu gehen umd ERnährungsberatung zu machen.... aplaus !!

weiters sehe ich sehr gute dokus, z.b. im schweizerfernsehen war erst wieder der vergleich der schweine haltungsformen, intensiv ohne stro konv., konv. mit stroh und eigener getreide fütterung und eben bio...
da bin ich voll bei dir, aber wer will das ??

WEnn sich nun die nichtgentech fütterer bei den konv. beschweren, sieht man wieder wo sie ansetzen anstatt zu fordern, machen wir das gütesiegel oder Prämium fleisch gentechfutterfrei..
arbeiten wir mal beim SAatgut noch 5 jahre gentech frei in Ö, schau ma uns an was es bringt..

komisch im Waldviertel haben von 7000 erst 1500 unterschrieben für die gentechfreie region.. daher müssen die BiobauernInnen ja fast zur notwehr greifen auch wenn es diese werbung nie gegeben hat, nur sie wurde von AMA, MR und EU geprüft....

"Bio ist Gentechfrei.." schönen Tag noch

lg biolix

p.s. macht mir doch was zu fleiß, schreibt her, das und das ist morgen auch schon konv. Gentech frei !




Name: biolix antwortet um 20-05-2005 12:59 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> grad von einem freund rein gekommen

SChreiben an AMA, MR und Schwarzböck

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich nehme Bezug auf die ORF-Teletext Meldung vom 19.5.05:
"Amazonas-Regenwald: 1/5 abgeholzt
Immer schneller verschwinden immer größere Teile des Regenwaldes in Brasilien (...).
Hauptziel der Abholzer ist die Anlage von Soja-Feldern. Der Soja-Export nach China und Europa hat wesentlich zum jüngsten Export-Rekord Brasiliens beigetragen. (...)"

Bitte bedenken Sie die Zusammenhänge und Ihre Verantwortung auch im Zusammenhang mit der jüngsten Einstellung des Bio-Hörfunk-Spots gegen Gentechnikeinsatz in der Fütterung und im Anbau.

Nur Biolandbau kann Gentechnikfreiheit und Ressourcenschonung garantieren!

Mit freundlichen Grüßen,

Ing. Andreas Karl-Barth

Name: jacky65 antwortet um 20-05-2005 13:24 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> @biolix: ich lass mir von dir nicht die worte umdrehen!
1. ich habe nie etwas gegen biowerbung gesagt
2. ich hätte kein problem, ich wär sogar dafür (habs schon mehrfach geschrieben), wenn auf biomilch gentechfrei oben stehen würde, aber da solltet ihr in brüssel anfangen zu demonstrieren, um das zu erlangen., maximal gegen die aggressive vorgehensweise einiger weniger.
3. ich wäre auch dafür, ganz österreich gentechfrei zu machen, aber nur wenn es gesetz ist. denn solange immer einige gentech machen dürfen, ists ein problem. kann mir wer sagen, wie der stand bei eu-oberösterreich ist?
4. ich hab nie etwas gegen die biovorreiter gesagt

aber: eine freiwillige schiene gentechfrei bringt nichts, die müsste sich auch wieder von den konvis-gentec abtrennen -> gleiche problematik wie bei bio
eine freiwillige abtrennung bringt nur zus. kosten - siehe oben - oder etwa nicht???
also: zuerst die ganze biomilch (auch als gentec) vermarkten, dann den biobereich auf bauernseite ausbauen und nicht immer quertreiben, und die anderen mehr oder weniger als niemals kapierende bezeichnen.

wenn ich biomilch erzeuge, möchte ich, dass diese seperat eingesammelt komplett als biomilch vermarktet wird und einen dementsprechenden preis bringt, und nicht wegen unverkäuflichkeit irgendwo verschwindet.

also biolix, es gibt besseres zu tun, als andere anzuschwärzen!!!

Name: biolix antwortet um 20-05-2005 20:47 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> o.k. bin nicht ganz bei dir, aber im grundsatz, gute "Werbung kann wirklcih Informieren" oder sollte es doch tun, du hast anscheinend noch ein Gewissen...

Jacky 65 , anschwärzen ist gut, muß ich das bei dir ;-)) ich werde nur ständig "begrünt " ;-))

aber nun zur sache: ich habe dir nichts unterstellt nur meine ich das du mal wieder ein wenig am hozweg bist: Genau das ist es mit der Biomilch, könnte man darstellen wo wirklich die unterschiede liegen würden ja viel viel mehr konsumentenInnen diese kaufen aber wenn man nicht mal das sagen darf oder wie du richtig schreibst die EU bzw. den Werbespot manch anderer manches verbietet na dann wo ist da die Chancengleichheit ?
Wie sollen wir vermarkten ? Wer soll für uns wie werben ? ich hab von euch noch immer keine ANtwort ??

Hab auch noch kein mail bez. Besichtigung des Ställe vom oberen Kollegen, aber ich kann ihn trösten wir haben auch einen Biolandwirt im Dorf, mit Gülle aber doch auch stroh und mit einer kleinen weide die vielleciht nicht so oft verwendet wird wie ich es mir vorstelle... aber so läufts, mich wunderts wirklcih das ihr euch alle in einen topf werfen lässt, wir werden bald unterscheiden, denn der markt wird knapp, werben dürfen wir nicht ordentlich, ja und so wirds denn auch im biobereich einige treffen z.b., ohne Weide etc. .
Denn wir werden den WEg der Unterscheidung gehen und das ist gut so..
Nun jacky, schön das du dich für das milchquotenhandling so interessierst und gute beiträge schreibst, eine würde mich interessieren:


Wie viel kontingent hast du ? wie viel ahst du die letzten 3 jahre überliefert ? Wie siehst du deine Zukunft bei einem Milchpreis bei 22 Cent ?

lg biolix ich hoffe du bist nicht noch mehr schwarz angeschwärzt von mir..

Name: biolix antwortet um 20-05-2005 20:53 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
grad ist noch was rein gekommen...

aber da fällt mir ein WElche WErbungen ich heute gesehen hab: eine hab ich ausgeschnitten

Flughafen Wien " Der Umwelt zu liebe " und das nur weil die 3. Piste ein UVP verfahren durchgeführt wird..darf der Flughafen nun mit diesem Slogean werben ??

hinter einem Heizöl LKW bin ich heute nahcgefahren. lauter liebe Kinder drauf " WEil sie die Wärme brauchen" stand drunter... auch die Erderwärmung arme kinder.. eigentlich sollte es mal nen Kodes geben für WErbeungen..

aber nun das grad reingekommen ist..


Sehr geehrter Herr Bundesminister Pröll,
>sehr geehrter Herr Präsident Schwarzböck,
>sehr geehrter Herr Doktor Mikinovic,
>
>die Einstellung der gemeinsamen Hörfunkkampagne von AMA Bio Austria für
>gentechnikfreie Bioprodukte widerspricht allen Gepflogenheiten moderner
>Marktkommunikation. Die wettbewerbsrechtlich geprüften und von der EU
>geförderten Werbespots machen das, was jede gute Werbung macht: Sie
>stellen eine zentrale Produkteigenschaft ins Zentrum der Kommunikation, um
>dieses vom Mitbewerb unterscheidbar zu machen.
>Der Vorwurf, dass die Spots "mit Emotionen arbeiten" (wie lt.
>Wirtschaftsblatt von heute von Rewe-Sprecherin Corinna Winkler ins Treffen
>geführt) ist völlig absurd. Wäre dies ein Vergehen, müsste man die gesamte
>Werbewirtschaft an sich abschaffen. Das müssten auch die werbetreibenden
>Mitbewerber wissen, das Argument ist daher nur als Vorwand zu werten, um
>einen Mitbewerber zu behindern. Doch als Auftraggeber der Kampagne sollten
>Sie sich von solch unsachlichen Einwänden nicht beeindrucken lassen.
>Ich appelliere daher an Sie, die Kampagne weiter laufen zu lassen und
>damit dem Versuch der Zensur von Marktkommunikation entschieden entgegen
>zu treten.
>Mit freundlichen Grüßen,
>Dr. Peter Drössler
>
>Stv. Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
>Wirtschaftskammer Wien
>
>Berufsgruppensprecher PR-Agenturen und PR-Berater Wirtschaftskammer
>Österreich

Name: jacky65 antwortet um 20-05-2005 21:51 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
ich hab mit den schwarzen nichts am hut, und lass mich dadurch auch nicht anschwärzen, deine begrünung lässt sich auch nicht wegleugnen.

wo bin ich am holzweg, wenn ich sage, dass zu wenig biomilch vermarktet wird? dass ist doch schon jahrelang so, und liegt mit sicherheit nicht nur an ihrer werbung oder eben nichtwerbung. Es ist bzw, war eben nicht viel mehr bedarf da, da viele konsumenten, einschließlich mir, kein problem mit konv. erzeugter milch haben. WARUM AUCH???
Und wenn jetzt mehr Kundschaften, weil sie gentechfreie milch haben möchten, zu biomilch wechseln, kanns dir doch nur recht sein, oder wär dir das auch wieder nicht recht?
Wie du werben sollst? Ich hab kein Problem, wenn ihr sagt, dass in der biomilch oder im fleisch keine gentech ist, hab aber, wie bereits gesagt, die werbung nie gehört und kann sie auch nicht bewerten.

du bist doch immer gut informiert, warum hör ich nichts von dir, wie der stand in oö bez. gentechfrei-bestreben ist.

warum trittbrettfahrerrei bei gentechmilch was bringen soll, diese erklärung bist du uns auch noch schuldig, ich bin wie gesagt dafür, wenns in ganz ö pflicht ist. auf freiwilliger basis, das bringt niemanden weiter, weil die koexistenz eben nicht funktioniert.
Name: helmar antwortet um 21-05-2005 08:07 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>Also, die Qualität der Werbespots(und deren Erfinder) hat in der letzten Zeit arg gelitten, und es muß einer schon fast blöd oder gemein sein um aufzufallen, und die Telefonwarteschleifen mancher Firmen sind auch schon oft zur Plage geworden.
Also in meiner Top-ten der primitiven Spots ist als Neueinsteiger der Bio-Spot drin, weil er allen nicht Bio etwas unterstellt was viele von denen nicht tun. Auch der "Licht am Tag" ist schon ein Evergreen.
Was aber mich, als etwas älteren Menschen so ärgert, dass ich wenn möglich, keine Produkte der Auftraggeber kaufe, ist die Balkonszene vom österreichischen Staatvertrag. Sind denn alle schon so verblödet.....Geiz ist geil......Österreich ist freigeschaltet......und als Gipfel der Peinlichkeit: Österreich ist möbliert? Was haben sich da die "kreativen Köpfe" gedacht? Und vor allen die Auftraggeber derjenigen????
Mfg, helmar

Name: kst antwortet um 21-05-2005 13:44 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> @ helmar, ich kann dir nur recht geben, diese Werbespots sind wirklich peinlich.....

@ Frank Frei, du schreibst sehr richtig:" aber ich kann doch um Gottes Willen nicht Werbung mit einer zutiefst negativen Assotiation betreiben, das lernt man in der 5. Klasse, doch was schreibst du weiter?
Und dann schau ich mir an was den Schweinen zum Fraß vorgestzt wird.....hast du dir bei diesem Satz auch etwas gedacht?

Name: biolix antwortet um 21-05-2005 22:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> AÄlter sollte man nicht werden ;-))

was die jungen heute "geil" finden muß uns noch lange nicht passen..

Was an "Bio ist Gentechfrei " so negativ sein soll weiß ich nicht ?

hab noch immer keine antworten nicht mal von dir jacky was deinPersönliches betrifft.
ABer zu OÖ könnt ich dir vile schreiben, soviel aber das OÖ den härtesten und Konsequentesten weg in Ö bei der Eu probiert und nicht abgeblitzt ist sondern noch verhandelt wird und diese Beispiel in Europa einfach furore gemacht hat, siehe pressemeldung unten und sich immer mehr regionen zu gentech freien erklärt haben..

und dein beispiel jacky hängt in sofern das ich genau weiß das fast bei keinen Sämereien Koexistenz möglich ist und die ganze Koexistenzdiskussion für uns ein Trojanisches Pferd sein wird, aber wenn du sagst wenn nicht Ö weit, sagt der nächste EU weit und der nächste, sagt geht nichtmehr WEltweit, ätsch... und wer hat dann "gesiegt" die gentechlobby...also wichtig das wer beginnt siehe beispielwirkung der bios vor 40 jahren und der windradbauer, solarfreaks, pflanzenölfahrer etc. alle sagten bringt nichts, geht nicht, kostet zu viel etc.....

also die frage ist einfach : Wo wollen wir hin ??

aber nun zu dem Gsindel wieder der immer wieder "gute" sachen unterstützt und dem Stockinger kauf ich es wirkclih ab das er es ehrlich meint da schauts in NÖ schon schlechter aus...

lg biolix

p.s. ach ja zu geiz ist geil, wer geht dort hin von euch noch einkaufen.. oder zu lidl wos fast nichts Ö gibt, und natürlich nichts bio ?

Aber zu o.a. fragen, bitte helft mir mal womit wir werben sollen ??

apropos das stell ich nicht unten rein weil ich noch soo grün bin, ne weils das einzige dazu ist was ich von einem Politiker das letzte Monat
positive rein bekommen hab....

Pirklhuber fordert EU-weit gültige Rahmenbedingungen zur Errichtung gentechnikfreier Regionen
Utl.: Bündnis gentechnikfreier Regionen muss von EU-Kommission ernst
genommen werden =


Wien (OTS) - "Die EU-Landwirtschaftskommissarin Fischer-Boel muss endlich EU-weit gültige gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einrichtung gentechnikfreier Regionen schaffen," fordert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, anlässlich der heute in Brüssel stattfindenden großen Konferenz der gentechnikfreien Regionen. Wenn von der Kommission schon ‚‚WahlfreiheitÂ' für oder gegen die Gentechnik propagiert werde, dann müsse es den Regionen zumindest ermöglicht werden, gentechnikfreie Gebiete gesetzlich abzusichern, ansonsten handle es sich um eine reine Farce. Während die Kommission laufend gentechnisch veränderte Organismen (GVO) als Saatgut, Futter- und Lebensmittel zulasse, habe sie es bisher nicht geschafft, EU-weit verbindliche Regelungen für gentechnikfreie Zonen oder die Koexistenz zustande zu bringe. Derzeit gebe es in den Mitgliedsländern ein heilloses Chaos von unterschiedlichen Koexistenz-Regelungen und die Frage der Haftung sei ebenfalls EU-weit ungelöst. Für die Kennzeichnung von Saatgut gebe es bisher nicht einmal Grenzwerte, obwohl laut EU-Sortenkatalog Gentech-Saatgut zugelassen ist. "Anstatt die zahlreichen Initiativen in den Mitgliedsländern für gentechnikfreie Regionen zu unterstützen, orientiert sich die Kommission an den Interessen der Gentech-Konzerne," kritisiert Pirklhuber.

EU-weit ist eine starke Dynamik für Gentechnikfreiheit im Gange. So hat sich Griechenland zur gentechnikfreien Zone erklärt, in Polen sind es neun von 16 Regionen und in Frankreich über 1250 Gemeinden. "Die Grünen sind mit ihrer Forderung nach einer gentechnikfreien Landwirtschaft nicht alleine und werden alles daransetzen, damit das Netzwerk der gentechnikfreien Regionen weiterhin wächst," betont Pirklhuber. "Die neuen Programme für die ländliche Entwicklung für die Jahre 2007-2013 müssen im Rahmen der Umweltprogramme sicherstellen, dass die Verwendung von gentechnikfreiem Saatgut als Fördervoraussetzung festgeschrieben werden kann," meint Pirklhuber und fordert die EU-Landwirtschafts-Kommissarin Fischer-Boel auf, diese Möglichkeit auf jeden Fall zuzulassen, da es sich beim Umweltprogramm prinzipiell um eine freiwillige Maßnahme handelt.

"Die EU-Kommission wird sich in Zukunft wesentlich mehr am Willen der Mehrheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger orientieren müssen, denn sobald die EU-Verfassung ratifiziert ist, wird es auch die Möglichkeit einer Europäischen Bürgerinitiative für das Selbstbestimmungsrecht der Regionen auf gentechnikfreie Landwirtschaft geben", schließt Pirklhuber.





Name: theres antwortet um 21-05-2005 23:56 auf diesen Beitrag nach oben
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Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> Hallo biolix,
hoffentlich bekommt Oberösterreich recht, das wäre ein guter Anfang.
Wenn der Wind aus der Sahara zu uns rüberweht, dann wird der Wind auch die Pollen überall hin wehen.
Wir haben uns bei unseren Berufskollegen in Südamerika erkundigt, wie es ihnen mit den genveränderten Soja geht.
Die Versprechungen haben sich nicht erfüllt, das Mittel gegen das Soja imun sein soll, hilft schon lange nicht mehr, so werden mit dem Flugzeug eben Mischungen ausgebracht, die bei uns schon lange verboten sind. Wer das Pech hat, dort zu wohnen, dort was anderes angebaut zu haben, muss zusehen, wie es kaputt geht.
Dann werden die Männer auf den grossen Sojafarmen kurzfristig angestellt, ihr Land können sie verpachten.
Nach ein paar Jahren ist der Boden kaputt, die Erträge gehen zurück,
so ist das Land nicht mehr allzuviel wert und es wird für einen Apfel und ein Ei den kleinen Bauern abgekauft,
die Männer müssen halt dann in die grösseren Städte gehen, um dort Arbeit zu finden.
Grössere Bauern bauen Soja mit Mais im Wechsel an, aber dort sind auch die Krankheiten das immer grössere Problem.
Es reicht nicht mehr für beides, entweder Saatgut oder Pflanzenschutz,
der momentane Preisverfall macht den Bauern dort sehr zu schaffen.
Irgendwie kommt mir das alles so bekannt vor-
und dann müssen die Bauern für den Ernteertrag eine Gebühr zahlen,
wenn festgestellt wird, dass der Soja genverändert ist, es interessiert keinen, ob das Saatgut sich nur vermischt oder ob es gekauftes genverändertes Saatgut ist.
Davon erfahren wir eigentlich nie etwas, wir bestellen den Soja beim Handel, und er wird auf den Hof gebracht.
Seit ich mich ein bisschen mehr informiert habe, kommt kein genveränderter Soja mehr auf unseren Hof, aber ob es ihn langfristig noch gibt, ist sehr fraglich. Den Bauern in Südamerika wird weiß gemacht, dass es uns egal ist, und uns wird weiß gemacht, dass es den Bauern dort egal ist.
Denjenigen die am Saatgut, an Pflanzenschutz, am Handel mit Soja verdienen- ist es ziemlich egal, wie es den Bauern finanziell geht,
so lange für die Bauern noch soviel Luft übrig bleibt, dass sie grand nicht ersticken, wird dieses System so bleiben.
Wenn ich an die momentanen Preise bei der Milch denke, dann muss ich Jose Lutzenberger recht geben, dieses System ist möderisch.
Früher erwischte es die Bauern in den Amerika, in Ländern der 3. Welt und jetzt hat es sich bei uns auch so eingebürgert.
Es scheint nur sehr viele Bauern nicht zu interessieren, bzw. der niedrige Milchpreis lässt keine Luft mehr,
man lässt uns mit dem Soja ins Messer rennen-
komisch beim Geflügel ist es schon lange Standart, genfreies Soja zu füttern, da wird gar nicht mehr diskutiert.
Da scheint eine Industrie ein bisschen wachsamer zu sein-
aber wir Rinderbauern haben vor ein paar Jahren schon mitbekommen,
was passieren kann, wenn man das glaubt, was von offzieller Seite in uns hineingetrichtert wird,
wenn dann Fakten nicht mehr wegzuleugnen sind, haut man einfach auf die Bauern drauf.
Aber scheinbar ist das schon wieder vergessen worden.
Seit ich mitbekommen habe, wie Soja produziert wird, sind die Bauern für mich nähjer gerückt, sie werden genauso ausgenützt, wie es mit uns passiert.
Gensoja ist für unsere Kühe tabu.
sehr nachdenkliche Grüsse
regi

Name: helmar antwortet um 22-05-2005 10:35 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>Hallo Theres!
Ich habe noch nie Soja gefüttert, schlicht und einfach deshalb weil wir im Grünland ausreichend Eiweiß haben. Ich weiß nicht ob du mit deinen Rindern in irgendeinem Zuchtverband bist und in der Leistungskontrolle.
Aber auch wenn du nicht dabei bist und deine Kühe künstlich besamen läßt, bist du davon betroffen, nämlich dass mit jeder Kuhgeneration die Fähigkeit steigt, mehr Milch zugeben, und zwar ist das aus der Züchtung heraus gewollt. Und dann geht es los: man schafft nicht mehr die Nährstoffe in die Kuh reinzubringen damit sie diese Leistungen auch überhaupt aushält. Dies und die immer größer werdenden Bestände habe immer mehr dazu geführt dass man die Herden quasi vereinheitlicht
und in so einen Futtermischwagen alles reinmixt was man so an Nährstoffen reinquetschen kann.......und es wird auch im Grünland!!
von manchen bei einer Einsatzleistung ab etwa 35 kg Soja empfohlen, weil da schon zuwenig Eiweiß sonst den Pansen und vor allem die Leber schädigend sein soll.....und es werden im Grünland die Kühe, besonders bei größeren Beständen, weniger, welche vom Mai bis Oktober geweidet werden......besonders in den Höchstleistungsbetrieben!
Komisch nur, dass es dort meistens viel jüngere Kühe gibt als bei den Mittelmäßigen!....und bei jenen welche irgendwie versuchen, bei allem wirtschaftlichem Denken auch noch mit der Natur zu gehen. Ich habe mir nach dem Desaster mit zugekauftem Getreide( wurde etwas früh gedroschen, damit es besser gewogen hat, und ich habe wochenlang umgeschaufelt und trotzdem bei den Kühen Probleme gehabt) angewöhnt, Mischfutterpellets aus einer NÖ Mühle zu kaufen, und da es ja genügend als Futter nützliche Abfälle aus der Lebensmittelproduktion gibt, seh ich da einen vernünftigen Kreislauf. Auch Rübenschnitzelpellets verfüttern wir . Und seit dem Genfreimilchprojekt der NÖM liefert diese Firma auch Futter ohne Gensoja. Also, manchmal finde ich schon, dass bei der Beratung so manches daneben läuft......aber wenn auch die politischen Bedungungen und Preise von uns schwer bis gar nicht beeinflußt werden können, was und wies wir tun, liegt an uns! .....und wenn konventionelle Bauern, welche immer schon "genfrei" füttern, sich von einem Werbespot ins Eck gedrückt fühlen, dann haben sie auch das Recht auf eine Klarstellung oder auf eine Absetzung desselben........
Mfg, helmar

Name: kst antwortet um 22-05-2005 11:57 auf diesen Beitrag nach oben
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Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> Liebe helmar, ich bin sehr oft deiner Meinung, nur was du über zugekauftes Getreide schreibst ist schlichtweg falsch. Kein Bauer wird Getreide absichtlich früher (nass, feucht ) ernten. Es gibt für feuchtes Getreide beim Handel Abzüge und Trocknungskosten, sodaß es sich sicher nicht rentiert, Getreide früher zu ernten, weil es dann mehr "gewogen" hat.
Es gibt aber viele Gründe warum es vorkommen kann, dass Getreide feucht geerntet werden mußte, nur lagerfähig ist es ohne Trocknung dann nur sehr bedingt.Und dass umschaufeln die umständlichste und oft wirkungsloseste Art ist, um Getreide zu trocknen, weiß ziemlich jeder der sich mit Getreide befaßt.
Daher wäre es besser, wenn du beim nächsten Getreideeinkauf die Feuchtigkeit bestimmen läßt und auf keinen Fall Getreide über 15% Wassergehalt einlagerst.
mfg. kst


Name: giebenrath antwortet um 22-05-2005 12:55 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
für Lagerung ohne Belüftung wäre mir 15% noch viel zu hoch !

mfg
Hans
Name: helmar antwortet um 22-05-2005 15:03 auf diesen Beitrag nach oben

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Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>Traurig, aber wahr, es war Umstellungsware von einem der nicht aufhört zu betonen welch toller Biobauer er ist! Und es hat in unserem Gebiet mehrere gegeben welche mehr oder minder heftig beim Schaufeln geflucht haben........zu einem ist da gerade auch der Biokontrollor gekommen, und als der noch scheinbar das Falsche sagte, hat der ein paar Ohrfeigen angeboten bekommen........von einem herzensgutem Kerl! Nach solchen Geschichten überlegt man sichs halt schon.....
Mfg, helmar

Name: biolix antwortet um 22-05-2005 16:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
>
hallo !

also helmine eines mußt du mir eirklären warum genfreie konvies die absetzung erzwingen können bztw. sollen oder dürfen ???

schreit es raus, helfen wir zusammen, ihr wollt genfreie Programme !
oder besser löchert die Agrarlobby Ö genfrei im anbau zu halten und beim futter zu werden...

WEiters bitte nochmals und danke regi für die hintergründe, ich kenne viele leute die in süd amerika waren oder die letzten jahre in Indien, was da die agroindustrie anrichtet ist unglaublich...

WEiters bitte die kritiker des Biowerbespotts. wie sollen wir werben ??

Bio ist gentechfrei, es stimmt und es ist unser recht wenn wir so produzieren und auch müssen ( siehe EU Vdng 2050 ) ...

apropos und einlagern bei einem guten alten Holzgetreideboden mit 15 % ist überhaupt kein Problem...

aproopos hatten letzte woche ne trächtigkeitsuntersuchung bei 7 Stk kühen, alle tragen ist doch schön und die älteste ist 19 Jahre...

lg biolix
Name: helmar antwortet um 23-05-2005 08:25 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
Lieber Biolix!
Bio ist immer genfrei gewesen und das wurde ja jahrelang als der Vorteil dieser Wirtschaftsform allen deutlich genug zur Kenntnis gebracht. Es ist so, und es ist o.k. Aber nach dem Umstellungsboom anfangs der 90iger ist auch recht schnell die Ernüchterung gekommen, die Details der meinigen sind ja hinreichend bekannt.
Nun ist es nuneinmal so dass ein gewisser Anteil von konsumenten Bio kauft, sei es weil diese 120 Jahre alt werden wollen oder auch weil ja, laut Biodefinition es auf den Biohöfen die Tiere gut haben( wobei ich mich nur frage warum auch sehr viele Nichtbio Laufställe haben) und weil diese "schonend" um die Ecke gebracht werden sollen. ......also man hat mit Bio schon sehr und geschickt, auch ins emotionale Eck gezielt und damit Erfolg gehabt.
Nun würde ich aber von dir, lieber Biolix gern wissen, warum man auf einmal wieder "kantige" Werbung macht? Ergeht es etwa den Fleischrinderbauern in den Bioverbänden wie den Milchbauern? Nämlich dass längst nicht alles was unter strengen Auflagen erzeugt wird, auf dem Biomarkt
Platz hat und daher billiger konventionell auf den Markt landet? Ist von dort der Unmut zu spüren? Besteht auch in dieser Ecke für die geeinten Bioverbände die Gefahr dass sich mit Auslaufen des ÖPUL sich etliche verabschieden, so wie es vor einigen Jahren in den Milchgrünlandgebieten passiert ist? Kurz, gärt es an der Basis?
Ein mir gut bekannter überzeugter Biobauern meinte zu diesem Spot nur: san de deppert? Und warum? Weil er auch meint dass mit solchen unüberlegten Sachen wieder ein Keil zwischen Bauern getrieben wird.
und einer unserer Renner in der Region, ein Jungrinderfleischprojekt, verpflichtet zwar zu strengen Haltungskriterien, aber nicht zu Bio, und hat viel Erfolg. und in solchen Gruppen ist dann sowas nicht erfreulich.
Wie wärs damit-------Bio, der Natur am allernächsten!-----da hätt ich auch nix dagegen.......
Mfg, helmar
PS: wie kann man in so einem Schmarren wie dieser umstrittenen Werbung solche Summen reinbuttern? Das hätten wir beide gratis auch geschafft.....>

Name: biolix antwortet um 23-05-2005 20:49 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> hallo helmar !

klar hätten wir zwei das zsammenbracht ;-)) aber du weißt ja alles was von der EU gefördert wird und in Ö ist es ja nciht viel anders ,Eigenleistungen werden ganz geanu beäugt, kaum ist eine firmenrechnung da ist alles o.k. ...

aber gerade von dir zu hören das ist alles bekannt wo du zuerst gegen den NÖM PRotest bei der NÖM von Global zur Gentechfütterung dich beschwert hast, nachher eingesehen hast das die aufklärung auf allen Ebenen fehlt, konsumenten, BauernInnen und verarbeiter und dann wolltest du die deine genfrei milch auf keinen fall abschießen lassen von
"großen IG Männern" und nun wo die BIOS auch für euch werbung machen und ihr sofort auf den Zug aufspringen könnt, sollen wir mit "ma narurnächsten" werben... ne helmine das kauf ich dir nicht ab..

und das mit den 120 Jahren kenn eich wirklich kann ich die mal ein buch empfehlen wo ein ehepaar schwer krank war und dann auf rohkosternährung umgestellt hat und wirklich mit 100 jahren sich ganz zurück gezogen haben und sterben gegangen sind als gesunde menschen.. wie schuats heute aus ?? war gestern erst mit einem banker zsam, glaubst was der sagt was der größte zukunftsbereich ist.. der gesundheitsbereich inkl. Pflege, jetzt gibts schon 30 jährige mit Parkinson, Alzheimer etc. die Toxinbelastung der Jugend steigt rasend etc. du kommst aus dem grünlöand hier gibts weniger unterschiede ob bio oder konv. aber im ackerbau ist der unterschied weit weit größer udn jedes ha weniger an PSM und Handelsdünger ist ein gewonnenes für die UMwelt !!

also nichts für ungut Bio ist gentechfrei, Produziert Artgerecht und ohne chem. synth. PSM und leicht löslichen Handelsdünger ;-))

lg biolix

Name: jacky65 antwortet um 23-05-2005 21:32 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> biolix, du bist wieder eine antwort schuldig geblieben:

ist zuwenig biofleisch abzusetzen?? muß dadurch vermehrt biofleisch konventionell vermarktet werden? raus mit den unverblümten wahrheiten! und nicht lange um den heißen brei reden, bitte!!

Name: biolix antwortet um 24-05-2005 09:52 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Biowerbespot abgesetzt !!! Der Kommunismus läßt grüßen...
> Dir was schuldig ??

hst du schon eine der o.a. fragen von mir beantwortet ???

wir haben zur Zeit im Biobereich zuwenige Kälber, Kühe, Kalbinnen und Ochsen !!!!

Und obwohl wir pro jahr bei den Mutterkuhhaltern einen Zuwachs von Jungrindern von 10% haben sind auch diese zur zeit ausverkauft !!

biolix

Name: Else antwortet um 23-08-2007 17:16 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
AMA - werbespots
AMA-Werbung .... hier:

http://www.ama-marketing.at/index.php?id=658
<