Tagebuch
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Von den echt guten Zeiten Um unnötiger Bescheidenheit der Milchbauern vorzubeugen, stelle ich hier einen 100% echten Tatsachenbericht herein: Walter Im oberen Metnitztal steht der große Gullyhof, bei dem alles einst so riesige Ausmaße hatte, dass jeder nur staunen konnte dem davon erzählt wurde. Von der zum Gullihofe gehörigen Alpenwirtschaft wurde die Milch in Röhren zum Hofe herabgeleitet und dort in einem Teiche gesammelt, auf welchem ein Arbeiter in einem Kahn herumfuhr und den Rahm abschöpfte. Die Butterstriezel wurden zum Gullihof auf Holzriesen herabbefördert. Zum Abendessen gab es oft eine Schüssel mit Mus, in welcher ein Knecht mit den Füßen die Tümpfe für das Schmalz austreten musste, welches auf Rinnen hineingeleitet wurde. Beim Butterauslassen ist einmal ein großes Unglück passiert. Ein Knecht fiel in die Rain (Pfanne) hinein, er konnte nicht wieder gefunden werden. Erst nach Jahr und Tag wurde er im Schmalz als „Grammerl" wiedergefunden. Da sich fast bei jeder Bauernwirtschaft ein Knecht findet, der mit der Kost unzufrieden ist, so wurde als solcher „Kostprotzer" im Gullihofe ein eigener Knecht angestellt, welcher nichts anderes zu tun hatte als auf der Ofenbank zu liegen und über die Kost zu schimpfen. In der Nähe der Besitzung stand eine Fichte, unter welcher vierundzwanzig Männer ihre Sensen dengeln konnten, ohne daß einer den andern dabei zu sehen oder hören vermochte, so dick war der Stamm. Die Höhe dieses Baumes war geradezu unbeschreiblich, so daß ein Eichhörnchen, wenn auch vom Schusse ins Herz getroffen, erst am andern Tage zu Boden fiel. Auf dem Gullyhof befand sich ferner ein Blasinstrument, blies der Bauer ins Hörn, konnte man es erst ein halbes Jahr später hören. Und wenn der Gullyhofbauer am Ende des Jahres seine Leute auszahlte, bekam ein Knecht so viele Taler, dass er sie nur mit zehn Ochsen aus der Stube führen konnte.
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