 Tagebuch
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Bauerneinkommen gestiegen Hallo! Auch in der "Presse" - in der Donnerstags-Ausgabe, glaube ich - war von einem Einkommenssprung der Bauern die Rede und man wusste durch allerhand Umschreibungen von der Tatsache zu berichten, dass die Bauern immer besser verdienen. Hier werden aber z.B. Sachen vermischt, z.B. dass der Milchpreis heuer steigt und das ja so gut für die Bauern sei, während im ganzen restlichen Artikel die Rede von 2006 (also wahrscheinlich beruhend auf dem "Grünen" Bericht) ist, wo bekannterweise die Milchpreise noch im Sinkflug begriffen waren. Hier werden nur positive Aspekte summiert, ohne nachteilige Fakten, die auch dazugehören, überhaupt zu erwähnen, wie z.B. den in den letzten Jahren stattfindenden Einkommensverfall. Gerade hier sieht man, dass eine wirtschaftsfreundliche Zeitung kein Verständis für oder kein Wissen über die Bauern und ihre Situation hat und nur wieder das Gerede von den angeblich hohen Agrarpreisen, die ja angeblich noch weiter explodieren werden, anheizen will. Jeder Betroffene hat eine klarere Sicht auf die Dinge und weiß, dass durch Statistiken, die einseitig geschildert werden, ein falsches Bild entstehen kann, was in diesem Fall auch passiert ist. Zudem wird z.B. bei einem Anstieg der Getreidepreise gleich wieder - auch von Medien - versucht, die Angst vor teurerem Brot und Bier zu schüren; Hauptsache, die Bauern sind "Nutznießer" zu Lasten der Allgemeinheit (so wie angeblich bei den "viel zu hohen" Förderungen), die natürlich auch noch an allem schuld sind. Wie weit sind wir schon gekommen, dass unser Landwirtschaftsminister es schon als (seinen?) Erfolg ansieht, dass im Vergleich zu anderen EU-Staaten (!) weniger Betriebsaufgaben stattfinden, wo noch nicht einmal über die absolute Anzahl der Betriebsaufgaben in Österreich bzw. deren Verlauf in prozentuellen Angaben gesprochen wurde.... Dies klingt doch eher nach einer Rechtfertigung denn einer Freudenbotschaft. Wenn - wie gesagt - durch eine sinkende Anzahl von aktiven Landwirten (die noch dazu immer mehr in den Nebenerwerb gegangen sind und nach wie vor noch gehen) ein rechnerisch höheres Pro-Kopf-Einkommen herauskommt, heißt das noch lange nicht, dass irgendein Landwirt im Jahresvergleich auf einmal mehr verdient hätte, geschweige denn, dass man dies als allgemeine Tendenz sehen könnte (ist ja - noch - nicht der Fall). Die Chancen, die sich durch die weltweit höheren Rohstoffpreise auch am Lebensmittelmarkt auftun, müssen genützt werden und können tatsächlich zu höherem Einkommen beitragen; wenn denn diese Entwicklung nicht nur in den Regalen, sondern auch bis zu den heimischen Produzenten durchschlägt. Hoffen wir es; die Chancen stehen gut, wenn man die Märkte und Trends verfolgt. Bleibt zu hoffen, dass nicht unter den Bauern neue Streitereien und Probleme aufbrechen (Fleischproduzenten könnten Probleme mit höheren Rohstoffpreisen bekommen, wenn sie am Endprodukt nicht weitergegeben und aufgeschlagen werden können; dasselbe Problem bei Betreibern alternativer Energiegewinnung etc.). lg diewahrheitist
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