Gebrauchtmaschinen: 19516, Termine: 121, Kleinanzeigen: 2270 / 33, 26334 reg. User, online: 241
 
Home Gebrauchte Kleinanzeigen Landtechnik Schwein Live dabei Links Termine Forum Versteigerung Spiel
 

Landwirt Forum

Forumsbeiträge suchen

Es sind 13041 Diskussionen online

Von gestreuten Rosen.....

  Antworten: 5

Name: helmar 28-05-2007 20:05 nach oben

Tagebuch
Von gestreuten Rosen.....
Vor kurzen feierte die Arbeitgemeinschaft der Bäuerinnen ihr Gründungsjubiläum und stellte die neue Bundesbäuerin vor. In vielen Berichten, besonders aber in "unser Land" wurde über das große Lob der Politiker, allen voran unser Herr Landwirtschaftsminister, berichtet, wörtlich hieß es "er streute Rosen"....in den beiden Statements der Bundesbäuerin und einer bäuerlichen Politikerin kan dann schon es dann schon zur Aussage dass sich das Bäuerinnenbild gewandelt habe, nicht zuletzt deshalb wegen Zu-und Nebenerwerb. Besonders ist mir aufgefallen dass Bäuerin bei all den neuen Aufgaben lernen muß Grenzen zu setzen um nicht der andauernden Überlastung anheimzufallen....es wurde auch beklagt dass immer noch in der politischen und fachlichen Vertretung die Männer dominierten und dass Bäuerinnen weit weniger als andere beruftstätige Frauen in den jeweiligen Gremien sitzen. Fast schon unterhaltsam war aber dass in einer Zeitung aus einem Teilgebiet der Raiffeisengruppe festgestellt wurde dass es gerade in diesem Konzern in den obersten Etagen noch reine Männerorden gibt...
Nun, es haben sich die Zeiten massiv geändert, heute traut man den Frauen inzwischen zu dass sie eine Glühbirne welchseln können und sogar mit dem Traktor rückwärts in eine Einfahrt finden, aber vor gut 20 Jahren sah es da noch anders aus. Und darin liegt meiner Meinung nach der Grund dass oft von der eigenen Mutter oder Schwiegermutter das Engagement in Gremien gebremst wird, a la "willst dir das antun, wer schaut auf die Kinder, und die Männer könnens eh besser".....Es ist aber auch so dass gerade 1-frau oder mann Betriebe zeitlich nicht mehr in der Lage sind, sich einzubringen.......und seine wir doch ehrlich, die AGB wurde auch oft und gern den "Weibern" als "Spielwiese" meist von Männern, aber auch von Frauen, zugewiesen.....
wenn also jetzt mal wieder "Rosen gestreut" werden vom Herrn Minister, dann sollte man auch nicht vergessen dass derselbe recht gut "Hackeln schmeißen" kann wenn jemand nicht seiner Meinung ist......ich denke da nicht nur an die IG-Milch. Irgendwie finde ich diese Schleimerei schon seltsam. Und viele Leistungen welche Bäuerinnen gegenüber Betreuung bedürfender Eltern, Schwiegereltern etc. erbringen werden weder von diesen bedankt noch von der Allgemeinheit honoriert.
Mfg, helmar
als eine der ersten LWM in NÖ ohne Umweg über LHW nic ht nur bei den Oberen der AGB, sondern auch Kammer und BB so manchen sehr suspekt gewesen.....
Name: Kathi antwortet um 29-05-2007 13:18 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Von gestreuten Rosen.....
Hallo Helmar,

schön, dass mir nicht alleine das Bäuerinnen-"Gesülze" in "Unser Land" aufgefallen ist - ich dachte mir die Saure-Gurken-Zeit in der Medien hat dieses Jahr früher angefangen (Wetterbedingt??)

Ich hatte letztens ein Landwirtschaftliches Handbuch von 1920 in der Hand gehabt - und da wurde (ganz kurz) die Bäuerin genauso hervorgehoben, dass dies ein Berufstand ist, der bis jetzt völlig untergegangen ist - irgenwie hat sich da die letzten 80 Jahre kaum etwas verändert.

Für mich fängt der Berufstand Bäuerin schon damit an - dass er (zB. in den LWK-Kammern) sehr differenzierter gesehen wird, als ich ihn sehe.
Wenn man sich die neue OÖ-Meisterinnenausbildung anschaut, dann freut man (ähm frau) sich, dass Kochen und Handarbeiten (endlich) gestrichen ist, dafür jedemenge Marketing für Direktvermarktung, aber keinerlei Landwirtschaft (Tierzucht, Pflanzenbau)

Die Bäuerin als Direktvermarkterin - so sieht man uns?? Wenn man anschaut, dass die meisten Nebenerwerbsbetriebe die Bäuerin führt, wann soll sie da noch Zeit haben zum Direktvermarkten ...

Ich muss aber auch ehrlich gestehen, dass mich die ganze Funktionärsgehaberei nicht interessiert. Ist eine Genossenschaftsversammlung oder so etwas, wird schön brav geteilt - einmal geht mein Mann hin, das andere Mal muss halt ich gehen.

Da kann es schon sein, dass man die einzige Frau im Saal ist (und unter 60).

Ich bin neben der Landwirtschaft auch beruflich in einer eher männlich dominierten Berufswelt unterwegs - das "sich-behaupten-müssen" und den anderen "susbekt" sein kenne ich nur zu gut.... und LW glauben ja sowieso die meisten, dass ich (als Stadtkind und Berufstätig) nicht in den Stall gehe, oder Traktor fahre ...

Liebe Grüße

Kathi
Name: raps antwortet um 30-05-2007 00:21 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Von gestreuten Rosen.....
Hallo meine Damen !!

Ein lw. Betrieb ohne Frau hat keine Zukunft.
Auch wenn man nicht darüber spricht, so wird es doch kaum jemand geben dem nicht bewußt ist, dass die Aufgaben der Frau, die je nach Betrieb sehr unterschiedlich sind, angefangen bei den familiären Bereichen in den Vollerwerbsbetrieben (incl. Elternbetreuung , Kindererziehung usw.) bis zur Betriebsführerin in den Nebenwerbsbetrieben, sehr wichtig sind.

Und ich kenne einige Betriebe, dei denen die Frauen auch die ganzen Anträge ausfüllen und die Kontrollen usw. über sich ergehen lassen, und auch jede Arbeit mit dem Traktor verrichten

Dass Frauen besonders gefährdet sin sich zu überlasten liegt auch auf der Hand, weil sie in den Pausen ja das Essen servieren und den Abwasch und sonstige Hausarbeiten erledigen (müssen) und so kaum Freizeit haben, wenn sie nicht selber drauf schauen.

Drum freut euch über die gestreuten Rosen, ihr habts euchs eh schwer verdient.
mfg raps

Name: helmar antwortet um 30-05-2007 07:55 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Von gestreuten Rosen.....
Danke, lieber Raps, für deine formvollendete Anrede!
Ich bin lange und oft als "Quotenfrau" unterwegs gewesen, und heute bin ich nur noch dort aktiv wo ich es für sinnvoll halte, und da hat längst nicht jeder seine helle Freude mit mir....ich trau mich schon, mal einer uns vorgekauten Meinung zu widersprechen und eine eigene zu haben und auch zu vertreten....und ich habe mir angewöhnt dabei zu lächeln....
Mfg, helmar
Name: ALADIN antwortet um 30-05-2007 08:11 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Von gestreuten Rosen.....
Warum sollte ein landw. Betrieb ohne Frau nicht lebensfähig sein?
Ich habe schon vor der Heirat vermutet, dass meine Frau keine "Bäuerin" wird. Allerdings habe ich schon gehofft, dass es immer besser wird. Das Gegenteil war der Fall. Sie hat sich überhaupt nicht für die LW interessiert und ich musste immer die Verantwortung allein tragen. Ich habe es aber trotzdem geschafft, am Anfang mit Hilfe meiner Eltern einen Vollerwerbsbetrieb aufzubauen. Mein Vater war Angestellter einer Versicherung und hatte sechs Kinder. Das nur zur Information, damit niemand glaubt er hätte mir mit Geld aushelfen können.
Fortsetzung folgt (vielleicht)
Name: raps antwortet um 30-05-2007 12:28 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Von gestreuten Rosen.....
Hallo helmar

ich halt auch sehr viel vom Lächeln, es ist ja auch die schönste Art jemandem die Zähne zu zeigen :-)
und vorgekaute Meinungen gibts immer dann, wenn jemand versucht etwas ohne Widerstand zu erreichen
mfg raps
 [ Zurück zur Forumsübersicht ] 
 
 
Passwort vergessen
Neu registrieren

Agrarlinks

Agrarwetter 22.11.2008
Wetter in Österreich
 
Max: 2 °C
Min: -2°C

[ Impressum ] [ Datenschutzerklärung ] [ Geschäftsbedingungen ] [ Sitemap ] [ Index ] [ Diashow Sitemap ] [ Traktor ] [ Gebrauchtmaschinenmarkt ]
Gebrauchtmaschinen [ Landwirtschaftliche Motorfahrzeuge ]
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews

Der fortschrittliche Landwirt, Hofgasse 5, A-8011 Graz, Tel: 0 316/82 16 36, Fax: 0 316/83 56 12

Alle Angaben ohne Gewähr - Druck und Satzfehler vorbehalten

redaktion@landwirt.com