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Milchquotenpreise eine Frechheit

  Antworten: 14

Name: Michael_5 26-01-2007 09:03 nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Habe heute in der Milchquotenbörse gelesen,da will einer für seine
A-Quote mit 3,79% Fett 80 Cent je kg ! Möchte darauf hinweißen
daß ab 2013/2014 die Quotenregelung EU weit abgeschaft werden soll!
Name: Milkyman antwortet um 26-01-2007 09:28 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
.... wünschen kann man sich's als verkäufer ja noch immer
solch astronomische, nicht nachvollziehbare quotenpreise, is
nur die frage ob man noch immer dumme findet die's zahlen .
Name: atomix antwortet um 26-01-2007 09:29 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Hallo!

Die Quotenangebote sind derzeit wirklich absolut überhöht!. Nach der Entkoppelung der Milchprämie mit Stand WJ 06/07 (Handelbarkeit endete mit 31.12.2006) müssen die Preise um mind. 30 - 40 Cent nachgeben. Ich hoffe, dass sich niemand findet, der bei Preisen über 60 Cent (bei 4 %) einkauft. Außerdem wird die Abschaffung des Quotensystems ab 2015 immer konkreter. Quotenaufstockungen in den Jahren vorher bzw. Aufweichung der Superabgabenregelung sind zusätzliche Gründe, dass die Preise um 30-40 Cent sinken werden.
Ich denke, dass sich das Ganze bis Jahresende 2007 auf diesem Niveau einpendeln wird. Die verschärften Richtlinien für Quotenleasing, Milchlieferung etc. werden dann bestimmt Wirkung zeigen.
Daher lautet das Gebot der Stunde: RUHIG ABWARTEN, DIE PREISE WERDEN SPÄTESTENS IM HERBST PURZELN!!

Gruß, atomix
Name: Ich_bin_ich antwortet um 26-01-2007 09:30 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Geh was regst di denn auf, iß doch nicht so heiss wies momentan gekocht wird.
Zum einen ist der Fettgehalt wurscht, wennst es klug anstellts: bei der Zurechnung zu deiner Quote darfst immer nur jene Menge kaufen bei der sich dein Fettgehalt (also nicht deiner sondern der deiner Quote) nicht verändert. Es wird nämlich nicht der Gesamtzukauf eines Jahres sondern jeder Einzelzukauf durchgerechnet.
Hab ich auch erst beim Verkauf (mit gutem Fett) erfahren, Interesse hatten da nur kleine Bauern, weil die großen hatten "Einkaufsgemeinschaften", kauften gemeinsam eben immer nur jene kleine Menge, und da nur niedere und somit billigere Fettgehalte.
Also: Augen auf nach dem billigsten Preis, Fett wurscht!

Und die Quotenabschaffung, die ist zur Zeit gleich wahrscheinlich wie unwahrscheinlich, und betriebswirtschaftlich hat sich bis jetzt Kontingentkaufen noch immer gerechnet. Und immer wurde "gesagt", der Preis ist zu hoch.......nachzulesen in den Milchvieharbeitskreisauswertungen.
Name: Christoph38 antwortet um 26-01-2007 11:01 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchquotenpreise eine Frechheit
Jeder kann verlangen was er will, da liegt doch kein Problem darin. Man kann sich sicher sein, dass der der mit der Milcherzeugung aufhört, die Quote sowieso (früher oder später) verkaufen wird, weil er a) die Quote nicht mehr braucht b) Geld dafür bekommt.

Das Problem liegt eher darin, dass manche Käufer die Preise auch noch bezahlen und damit andere kaufwillige evtl. in Zugzwang bringen. Wenn manche Käufer überhöhte Preise bezahlen, so ist das wohl nicht die Schuld des Verkäufers oder ?
Name: JFE antwortet um 26-01-2007 11:52 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Hallo Helmar
Es ist doch immer der selbe Vorgang,alle die laut schreien die Preise sind zu hoch,sind die gleichen Geier die hoffen es kommt kein anderer der ihm den Braten wegnimmt.Marktwirtschaft nur bei den anderen nur nicht bei sich selbst.

mfG JFE
Name: Optimist1985 antwortet um 26-01-2007 12:11 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchquotenpreise eine Frechheit
Die Quote kann auch schon vor 2013/14 abgeschaft werden.
Ich glaube 2009 gibts die Halbwertszeit und dan kann es eine Abstimmung geben ob die Quoten schon früher abgeschaft werden.

Dafür müssten aber 2009 mehr als 75% (glaub ich ) sein und diese Mehrheit ist sehr unwahrscheinlich.

Aber 2013/14 müssten 75% für eine Verlängerung sein und das ist noch sehr viel unwahrscheinlicher.

Die Quotenpreise sind jetzt wirklich sehr hoch was meiner Ansicht einen Impuls den kleinen Landwirten gibt mit der Milchproduktion aufzuhören.

Aber man(n) wir nicht gezwungen als expandierener Betrieb Quote zu kaufen.

Falls es keine Leute geben würde die Unsummen ausgeben für Kontigente wird der Preis auch sinken.

Ich persönlich werde in der nächsten oder übernächsten Woche 1 Inserat an die Bauernzeitung und der Bauer schicken wo ich 10 000 kg Milchkontigent für max 45Cent kaufe.

Falls das mehrere auch machen kan der Preis auch vielleicht sinken.

Auch wen ich sehr wahrscheinlich keinen Verkäufer finde soll das ein Anreiz sein für niedrigere Quotenpreise.

lg
Name: Fadinger antwortet um 26-01-2007 12:43 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Hallo!

@Optimist1985 ,
ich hätte hingegen schon mal das Gegenteil angedacht ....
10 000kg Quote anzubieten, so nach dem Motto "Angebote ab 1,- Euro bitte an ....." Ist ebenfalls sehr unwahrscheinlich, bei dem Preis einen Käufer zu finden, aber den Versuch wär´s Wert, oder?
Ob man damit die Qutenpreise in eine gewisse Richtung lenken kann, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Hingegen muß man sich bei 45 Cent überlegen, ob man nicht wieder kaufen sollte ....

Gruß F
Name: pezl antwortet um 26-01-2007 13:51 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Also ich hab bereits 10000 kg A-Quote diese Woche Verkauft
um 95 Cent 4,05 % Fett Lieferbar ab 01.04.2007
Ich glaube nicht, das auch nur ein Bauer so blöd ist und um 40 oder 50
Cent auch nur einen Kg A-Quote Verkauft.Bei steigender Überlieferung !!
Bin mir auch sicher das bis in den Herbst wieder 1.-€ und mehr dafür Bezahlt werden.
Name: loiss antwortet um 26-01-2007 15:07 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchquotenpreise eine Frechheit
Ihr Milchbauern tuts grad so, als würdet ihr besonders beanchteiligt sein. Hat einmal ein Bauer die Möglichkeit, ein Produkt teur zu verkaufen, gibts gleich Aufregung. ich bin mir sicher, dass ihr alle, die ihr so in Aufruhr seit, eure produkte am freien markt ( damit meine ich sicher nicht die Milch), ob jetzt ein gebrauchter Traktor oder ein desolater Anhänger, sündteuer verkaufen wollt in derHoffnung, einen Irren dafür zu finden. Das nennei ch wahre kameradschaft unter den Bauern.
Gruss Loiss
PS: miene Milch könnts um 1,50 Euro haben
Name: Optimist1985 antwortet um 26-01-2007 16:31 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Naja das mit der Quote ist ein heiß diskutiertes Thema.

Für den Verkäufer sind die Preise jetzt gut aber für junge Leute die einen Famielenbetrieb vergrößern möchten damit für die Zukunft auch noch ein vernünftiges Einkommen ankommt sind diese Preise nicht rosig.

Beispiel:

Ein Betrieb hat 20 Kühe mit 60 000 kg Kontigent und möchte für 40 Kühe einen Stall bauen.

Pro Kuh mehr als früher (20) braucht er 5000 kg Kontigent

5000 x 20 =100 000kg Milch = ca +- 100 000 € Kosten für Milchkontigent.

Und 100 000 € für ein Kontigent bezahlen das möglicherweisse nach 2 oder 7/8 Jahren abgeschaft wird ist schon viel.

Und wen man einen Stall baut für Milchkühe kan man schon 200 000 € Baukosten rechnen und dan noch Kontigent kaufen zu hohen Preisen ist schon riskant.

lg




Name: pezl antwortet um 26-01-2007 17:28 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchquotenpreise eine Frechheit
Du hast sicher recht ,nur hab ich die Quote selber vor Jahren gekauft ,und mich hat auch keiner gefragt wie sich das ausgehen soll.
Nur um 45 Cent bekommst sicher keine Quote,das Angebot ist für mich eine Frechheit.Bei mir ist das nur ein Teilverkauf das heißt wenn ich das nicht bekomme was ich mir vorstelle verliese ich sie halt.Wenn ich das einge Jahre mache
bin ich auch auf 45 Cent wenst verstehst was ich meine.
Name: Optimist1985 antwortet um 26-01-2007 19:02 auf diesen Beitrag nach oben

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Milchquotenpreise eine Frechheit
Hallo pezl!

Mir ist schon klar das niemand um 45 Cent per kg das Kontigent verkauft aber das soll nur ein Symbolischer Akt sein.

lg

Name: mandy antwortet um 26-01-2007 19:55 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise eine Frechheit
Hallo allerseits.
Ich will mich als Ackerbauer hier nicht allzusehr einmischen, aber es mutet mich schon seltsam an, wie hier im Forum einige jammern, der Milchpreis sei knapp am´"Existenzminimum" und er müsste wenigstens 2 cent/l angehoben werden - dann werden Milchkontingentpreise genannt, vor allem aber Kaufsummen, da stehen mir die paar Haare zu Berge, die mein Köpfchen noch bedecken!
Aber das muß sowieso jeder selbst entscheiden, ob das betriebswirtschaftlich überhaupt noch sinnvoll ist.
Aber bevor ich mir um € 100.000 eine zusätzliche "Arbeitsgrundlage" (noch dazu eine wertmäßig nicht garantierte??) anschaffen würde, täte ich dieses Geld in erneuerbare Energie (Solar, Photovoltaik, Kraft/Wärmekopplung usw) investieren. Mit 100.000 € lässt sich auch schon für einen Jungübernehmer Investitionen in ein Zusatzeinkommen (Obstbau, Buschenschank, kleine Tischlerwerkstätte oder je nach Vorraussetzungen) tätigen!
Und wer so einen fragwürdigen Kontingentkauf fremdfinanziert, dem ist meiner Meinung nach überhaupt nicht mehr zu helfen - wünsche jedenfalls allen, welche mit mehr als 1000 € /ha verschuldet sind, recht viel Glück in den nächsten Jahren!!
Mir ist schon bewusst, das diesen Eintrag einige für "provokant" halten werden, aber denkt`s doch mal drüber nach. Wie sagte mein Vater immer so trefflich über den damals noch Bauernbündler:
Vorne wird fest gejammert - und hinten auf der letzten Seite wird annonciert: Suche Pachtflächen - zahle Höchstpreise!!!
M.f. G. mandy

Name: freidenker antwortet um 26-01-2007 20:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchquotenpreise eine Frechheit
@michael

reg dich nicht auf

1)hat es kein landwirt nötig, milchkontingent zu verschleudern

2)könnte es sein, dass ab ~2015 der milchpreis stark fällt, weil eh dann alle auf teufel komm raus "gas geben" ;-) . Insofern würd sich jetzt noch mehr für den gelieferten liter milch verdienen lassen.
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