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Milchquotenpreise nach Entoppelung

  Antworten: 10

Name: binido 03-11-2006 21:03 nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
Ich würde gerne bitte wissen zu welchen Preis Milchquote die ab 01.04.2007 lieferbar ist zurzeit gehandelt wird.

Hans

Name: bioanz antwortet um 04-11-2006 08:34 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
ich auch!!!!

mfg bioanz
Name: Gerhardkep antwortet um 04-11-2006 19:21 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
Es gibt bei uns Angebote von Verkäufern um die 60 Cent bei 4%-, aber nütürl.auch Höher.
Name: Skifahrer antwortet um 04-11-2006 21:32 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
0,60€ das wären ja noch halbwegs annehmbare Preise. Denn was bis jetzt gezahlt worden ist ist wirtschaftlicher Wahnsinn!!

LG Skifahrer
Name: markus32 antwortet um 05-11-2006 07:54 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung

So schauts bei unseren Nachbarn aus.

Milchquotenpreise fallen sehr deutlich
Der gewogene Milchquotenpreis für Deutschland ist bei der 20. Milchquotenbörse am 30. Oktober 2006 im Vergleich zum letzten Handelstermin um 12 Prozent (6 Cent) auf 44 Cent/kg Quote gefallen. Der Oktoberhandelspreis ist somit einer der niedrigsten seit Einführung der Milchquotenbörse im Jahr 2000. Mit 46 Cent/kg Quote liegt der gewogene Durchschnittspreis in den alten Bundesländern um 9 Cent unter dem Julibörsentermin.
In den neuen Bundesländern wurde ein gewogener Milchquotenpreis von 30 Cent/kg
(+ 1 Cent/kg gegenüber Julitermin) errechnet, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Die Ergebnisse der 20. Milchbörse seien auf die Diskussion über das Auslaufen der Milchquotenregelung im Jahr 2015 und verschiedenste Äußerungen von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel in diese Richtung zurückzuführen, erklärte der DBV. Milcherzeuger würden bereits jetzt reagieren und Milchquoten verkaufen, was an den hohen Angebotsmengen ablesbar wäre.
In den einzelnen Übertragungsgebieten variiert der Preis jedoch erheblich. In 16 Übertragungsgebieten sind die Quotenpreise gefallen. Eine Spreizung der Milchquotenpreise ist auch bei diesem Handelstermin deutlich zu erkennen. So sind diesmal in Brandenburg und Thüringen mit 26 Cent/kg Quote die niedrigsten Milchquotenpreise zu registrieren, gegenüber dem „Spitzenreiter“, der Oberpfalz in Bayern, wo 70 Cent/kg Quote bezahlt werden.
Im Gegensatz zum letzten Handelstermin ist diesmal das Gesamtangebot an Milchquote mit rund 235 Millionen Kilogramm deutlich höher als die nachgefragte Milchquote mit 166 Millionen Kilogramm (Julitermin: Angebot 184 Millionen Kilogramm, Nachfrage 295 Millionen Kilogramm). Die Gesamthandelsmenge liegt bei rund 118 Millionen Kilogramm und ist damit im Vergleich zu den letzten Börsenterminen deutlich gesunken. Die Anzahl der Anbieter erreichte seit Börseneinführung den vierthöchsten Wert. Von den insgesamt 5.049 Anbietern konnten 2.816 bzw. 56 Prozent ihre Milchquote erfolgreich veräußern. Von den 5.665 Gesamtnachfragern konnten 4.613 bzw. 81 Prozent erfolgreich Quote kaufen.
In einigen Übertragungsgebieten (z. B. Oberbayern, Schwaben, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg) konnte von den angebotenen Milchquoten mehr als die Hälfte nicht gehandelt werden. Dies liegt zum einen an den geringen Nachfragemengen, zum anderen an den offenbar zu hohen Gebotspreisen der Nachfrager. Alle Angebote und Nachfragegebote, die den so genannten Zwischenpreis um mindestens 40 Prozent überschreiten, fallen aus dem Verkaufsverfahren heraus. So wurden zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen ca. 28 Millionen Kilogramm angeboten, aber lediglich etwas mehr als 1 Million Kilogramm gehandelt.





Name: Christoph38 antwortet um 06-11-2006 07:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
Offenbar können die österreichischen Landwirte günstiger produzieren als die deutschen Lw., wenn in Ö die Quoten soviel teurer sind ! ?
Name: muk antwortet um 06-11-2006 19:35 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
fehlt österreichs landwirten die betriebswirtschaftliche ausbildung ? ? sind sie zu sehr produktionstechnisch ausgebildet. erfolgreiche unternehmen präsentieren alljährlich ihre bilanzen, landwirte ihre stalldurchschnitte und leistungen milch( erwünscht wäre euro) pro kuh
Name: freidenker antwortet um 06-11-2006 19:42 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
die quotenpreise sind in bergbauerngebiete andere als in ackerbaugebieten.
vergleichbar damit, dass in der wüste trinkwasser teurer ist, als in einem seenland ; ).



Name: wecker antwortet um 06-11-2006 23:02 auf diesen Beitrag nach oben
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Milchquotenpreise nach Entoppelung
Ich betreibe meine Milchwirtschaft im oö. Zentralraum, also ebenes Ackerbaugebiet. Wenn ich Kontingent kaufen würde müsste ich zur Zeit genauso wie im Berggebiet über 1 Euro zahlen. Also lass ich´s.
Name: atomix antwortet um 07-11-2006 08:41 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
Hallo Leute!

Ich bereue kein einziges Kilo Kontingent, das ich in den letzten 7 Jahren zum Preis von durchschnittlich 85 Cent (75 bis 100 Cent je nach Jahr und Fett%) gekauft habe. Ich bin stolz darauf, dass das Geld dafür ausschließlich aus der Milchviehhaltung kam. Dafür musste der neue Traktor und die eine oder andere Maschine halt ein bisschen warten. Ich habe festgestellt, dass meine Milchviehhaltung erst mit dem steten Kontingentkauf zu einem richtigen Geschäft wurde. Der Oberhit ist nun natürlich die Milchprämie, die die Quotenaufstockung belohnt und mir pro Kuh gerechnet, eine Prämie beschert, von der Mutterkuhhalter nur träumen können.

Was die Quotenpreise nach der Entkoppelung angeht, wird sich in den nächsten Monaten einiges - vorallem im Hinblick auf die fast sicher scheinende Quotenabschaffung nach dem Jahr 2015 - tun. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich sagen, dass ab 2007 so um die 60-65 Cent bei 4 % Fett angemessen sind. Sollte die Quote allerdings fix ab 2015 ersatzlos gestrichen werden, würde ich nicht mehr wie 45 bis 50 Cent veranschlagen. Natürlich mit einer abnehmenden Tendenz bis zum Abschaffungstermin.

Gruß, atomix


Name: kraftwerk81 antwortet um 07-11-2006 15:18 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchquotenpreise nach Entoppelung
AHA!

Ich bereu dass ich vor 2 Jahren noch was um 1,10 gekauft habe.

Eigentlich ist das eine ganz einfache Rechnung.

bis 2015 sind noch 8 Jahre "Quotenabschreibungszeit"

Ein Quotenpreis von 60 cent entspricht ca. 7,50 cent pro Jahr.
Mit einem Ø Milchpreis von 32 cent (aktuell - kann aber in den nächsten Jahren fallen) würde das dann heissen dass man die zugekaufte Menge um 24,50 cent verkauft. Ich kann mir nicht vorstellen dass da noch gross wer was dran verdient. Wenn dann noch einer die Quote fremdfinanziert oder Nebeninvestitionen (Stall, Kühe, Technik,..) hat, kann sich das niemals lohnen.

Also ausser Spesen, Risiko und Arbeit nix erreicht, weil ab 2015 is sowieso alles futsch.

Die Milchprämie is für mich kein Argument. Wir sprechen da von 3,55 cent / kg!! Das sind peanuts!

Ich hab 20.000 kg gekauft > Prämie dafür EUR 710,- pro Jahr wer weiss wie lang.




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