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Heuheizung mit Pellets

  Antworten: 3

Name: ehoe11 25-10-2006 13:47 nach oben
Tagebuch
Heuheizung mit Pellets
Hat jemand Erfahrung mit dem Verheizen von Heupellets?
Gibt es wo eine Anlage zum Besichtigen?
LG Hermann
Name: bernasd antwortet um 25-10-2006 16:57 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Heuheizung mit Pellets
Setze dich mit der fa. WEIH in Verbindung die zeigen dir sicher eine Anlage die auch mit deine Pellets.
Verheizen kann. weih@aon.at
mg.
Name: oekofarm antwortet um 25-10-2006 18:27 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Heuheizung mit Pellets
hallo,

warum nicht miscanthuspellets - sind mit wesentlich weniger aufwand zu produzieren ;-)


trotzdem paar dinge zu heupelletierung:

Verbrennungsversuche mit Heupellets und -briketts:

Die Verbrennungsversuche wurden im Rahmen einer Untersuchung zur „Thermischen
Verwertung von Heu aus der Pflege von Naturschutzflächen an zwei Biomassefeuerungsanlagen,
die sich bei der Verbrennung von Maisspindeln, von Rapskörnern sowie
Getreide und Getreideausputz in der Praxis bewährt haben, durchgeführt. Es handelte
sich um die automatisch beschickte Biomassefeuerungsanlage vom Typ Compakt CO
der Firma Ökotherm, Hirschau
_________________________________________________

Im Rahmen eines Projektes der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft wurden
Untersuchungen zur Pelletierung von Stroh und Heu mit unterschiedlichen Bindemitteln und
Zuschlagstoffen durchgeführt mit der Option, die chemische und physikalische Qualität sowie das
Abbrandverhalten dieser Brennstoffe zu verbessern.
Es erfolgte die Herstellung der verschiedenen Stroh- und Heupelletvarianten durch die
Landwirtschaftliche Trocknungs- und Dienstleistungs- GmbH in Grimma.
Das Pelletieren wurde an einer Kollergang-Flachmatrizenpresse tschechischer Herkunft, Typ G
600, Baujahr 1968, Matrize 8 mm Bohrungen, durchgeführt. Bei der Presse handelt es sich um
eine Flachmatrizenpresse mit starrem Kollersatz und angetriebener Matrize.

Schlussfolgerungen:
Herstellung eines Brennstoffs aus Stroh und Heu mit hoher Festigkeit und hoher Energiedichte
durch die Pelletierung möglich.
Möglichkeit der Zumischung von Bindemitteln und Zuschlagstoffen besteht, ist aber nicht nötig.
Brennstoffqualität ist maßgeblich vom Ernteprodukt abhängig, Gehalte an emissionsrelevanten
Inhaltsstoffen unterliegen starken Schwankungen.
Die energetische Nutzung von Stroh und Heu ist nur möglich, wenn man geeignete
Feuerungsanlagen entwickelt, die den emissionsarmen Abbrand ermöglichen.

___________________________________________

Erforderliche Aufbereitung von Heu
Bei der Verbrennung von Heu wird der gesamte Energieinhalt von ca. 4 kWh/kg Heu in
heißes Rauchgas umgesetzt, dessen Energieinhalt in Form von Wärme, Dampf und
Strom nutzbar ist. Für die Realisierung kleiner Feuerungsleistungen muß das Brennmaterial
zur Vermeidung von Emissionsspitzen möglichst gleichmäßig dem Ofen zugeführt
werden. Dies ist sehr gut möglich, wenn der Brennstoff in Form von Pellets oder Briketts
vorliegt. Die Notwendigkeit der Aufbereitung von Heu wird nachfolgend erläutert:
Ein Heupellet wiegt durchschnittlich 1,0 g. Dies entspricht einem Energieinhalt von
0,004 kWh. Um eine Feuerungsleistung von 1 kW zu realisieren, sind 250 Pellets in der
Stunde, d.h. ca. 4 Pellets je Minute zu dosieren.
Ein Heubrikett wiegt durchschnittlich 165 g, sein Energieinhalt beträgt 0,66 kWh. Um 1
kW Feuerungsleistung zu realisieren, müßte der Feuerung alle 40 Minuten 1 Brikett zugeführt
werden. Daraus wird deutlich, dass Heubriketts für Feuerungsanlagen mit einer
Leistung ab 15 bis 20 kW (Zudosierung von 1 Brikett nach jeweils 2 bis 3 Minuten) geeignet
sind.


mfg

oekofarm
Name: harakiri antwortet um 26-10-2006 19:12 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Heuheizung mit Pellets
bei der verbrennung von heu und stroh entsteht viel asche. herkömmliche pelletsheizungen sind dafür nicht ausgelegt.

das pelletieren verursacht kosten von 6 bis 8 cent pro kg. das belastet jede kwh heizenergie mit 1,5 bis 2 cent. ab leistungen von 25 kw sind in der regel heizanlagen mit raumaustragungen interessanter. da würde ich es eher mit grünmehl aus heu versuchen. das ist auch nicht so feuchte-empfindlich.
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