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Bauernsprecher
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Werden Energieerzeuger benachteiligt?
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Name: hans_meister 27-09-2006 18:23 |
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 Tagebuch
Beiträge [ 55 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? In einem Leserbrief schildert Frau Ratheiser aus NÖ die Problematik bezug nehmend auf das ÖPUL 2007-2013. Genauer betrifft es die Problematik der Prämienbindung bei Ackerfutter und Grünlandflächen an RGVE (raufutterverzehrende Großvieheinheiten) für Energiewirte. Sind Sie der Meinung dass Energiewirte benachteiligt werden? |
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Name: biolix 27-09-2006 19:42 |
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Tagebuch
Beiträge [ 3782 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? Hallo ! also was ich da grad so im W4 lese ist das so besonders im Ökopkteprogramm in NÖ wenn die Zahlen stimmen nur 5,35 Euro pro Pkt. bei Biogasbetreibern und 10,07 ab 0,5 RGVE... Nur ist ja die frage grundsätzlich im ÖPUL, was erschwert die Bewirtschaftung egal ob man 0,5 oder 1,2 RGVE.. das Grünland wird so und so gut bewirtschaftet, bzw. denke man nur an die Gülleprobleme dann wird der unter 1,0 GVE noch besser fahren... auf meine frage auf dies bei einer Kammerveranstaltung, bekam ich vom Kammersekretär recht und er meinte noch dazu "Als Biogrünlandbetriebe muß man da ja schon Futter zukaufen... " ... Also weg mit den Stufen, aber der Verfassungsgerichtshof kann ja wiede rmal was klären.. Was da umweltgerechter ist, oder ob hier indirekt Tierprämien bezahlt werden.. eigentlich kann das nicht halten... mfg. biolix |
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Name: franz9410 04-10-2006 13:27 |
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Tagebuch
Beiträge [ 7 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? Beginnen darf ich mit einem Absatz, entnommen der Bauerzeitung mit Erscheinungsdatum (28.09.2006): “Während andere bis zu 40% weniger bekommen- haben wir mit 3,9 Milliarden sogar ein Plus ausverhandelt “, unterstrich Minister Pröll „ die fairen Chancen für unsere Bauern in der Grenzregion, vor allem am Sektor der erneuerbaren Energie.“ In jeder Zeitschrift die in irgendeinem Zusammenhang mit der ländlichen Region steht, liest man inhaltlich kongruente Beiträge. Nur um hier zu verdeutlichen welch große Bedeutung, sprich Lobbying dieser jungen Schiene der erneuerbaren Energie als Zukunftschance für die Landwirtschaft zukommt - wie widersprüchlich die Rahmenbedingungen für dessen Basis anmuten. Eine wirklich durchdachte Regelung. Ackerfutter und Grünland werden prämienrelevant an Rauhfutterverzehrer gebunden, die Kalkulation die hinter dieser Pämienbindung steht, basiert auf der Michkuh- was heißt: „Nicht die Umweltleistung an sich wird abgegolten, sondern die Leistungseinbuße die ich durch den Minderertrag in Folge einer Maßnahmenverpflichtung laut Öpul erleide.“ Biogasanlagenbetreiber stehen hier im direkten Vergleich, denn auch hier gibt es durch Mindererträge Leistungseinbußen, sprich es entstehen zusätzliche Kosten da wie beim Rinderhalter diese Mindererträge durch Zukäufe gedeckt werden. Nicht nur, dass diese Kalkulation scheinbar keine Differenzierung unter den verschiedenen Nutztierrassen RGVE vorsieht, stellt sich auch die Frage, „Österreich hat im letzten Milchwirtschaftsjahr wieder um 74000 t überliefert, was für die Bauern bedeutet ~ 30 Cent/kg überlieferter Milch an Zusatzabgabe, österreichische Milchbauern werden also 23 Millionen Euro Strafgeld berappen müssen. Eine wirklich durchdachte Regelung? Die Überschussproduktion zu unterstützen und den Bereich der erneuerbaren Energie aus Bauernhand, wo immenser Bedarf und auch ein riesiges Potenzial gegeben wäre, im Keime zu ersticken. Die Wirtschaftstreibenden am Agrarsektor scheinen ein kräftiges Wort an Mitsprache zu haben, um den Ökostrom aus Bauernhand, wo natürlich pro Anlage ein gewisses Flächenausmaß notwendig ist (sprich die Erzeuger von energetischen Rohstoffen entziehen sich der totalen Abhängigkeit dieser Konzerne, was im weiteren deren Gewinnabsicht einschränkt), nicht zu forcieren. Der Trend hin zu Großanlagen, welcher sich schon abgezeichnet hat, wird sehr bald Realität werden, der Bauer ist hier wieder das letzte Glied in der Kette, ein Rohstofflieferant der für seine umfassende Arbeit keine gerechte Entlohnung erhält. Die Macht der Wirtschaft beeinflusst die Agrarpolitik in solchem Ausmaß, das Ausdrücke wie Fairness und Nachhaltigkeit höhnisch anmuten. |
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Name: biolix 04-10-2006 17:59 |
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Tagebuch
Beiträge [ 3782 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? Hallo ! da hast du wohl voll recht franz, nur wie kann sich das ändern ????? wieder eine Frage, aber besser fragen als besserwissen, nicht ;-)) lg biolix |
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Name: franz9410 04-10-2006 18:18 |
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Tagebuch
Beiträge [ 7 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? Wie kann sich das ändern? Ich bin hier leider nicht der allumfassende Lieferant für den Stein der Weisen, kann aber dem Vorschlag wo alle mit Prämienstatus E beantragten Flächen, aus dieser ominösen Prämienbindung genommen werden sollen, viel positives abgewinnen. Wenn nur Anlagenbetreiber mit ihren eigenen Flächen aus dieser Bindung fallen würden, hätten Vertragspartner große Nachteile. Ob hier überhaupt noch Handlungswille, oder der notwendige Handlungsbedarf gesehen wird ist die Frage aller Fragen. beantworten werden diese lediglich die politischen- und die Arbeitsgruppen-Verantwortlichen können; mfG franz |
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Name: Crisu 04-10-2006 18:30 |
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Tagebuch
Beiträge [ 23 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? Hallo habe ganu zu dieser Thematik den Leiter der Abteilung Pflanzenbau der befragt, da dieser in der ÖPUL Ausarbeitung beteiligt war. Seine Antwort auf diese Frage war, als er diese Frage in die Runde gestellt hat, haben ihn die Vertreter der Milchwirtschaft auf schärfste zurückgewiesen, insbesondere war dies ein Vertreter, welche seine eigne Milchmarke hat !!!!!! Also es kommt von den Landwirten selbst. |
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Name: franz9410 04-10-2006 21:25 |
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Tagebuch
Beiträge [ 7 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? Wo waren bei diesen Verhandlungen die Vertreter der Energiewirte? Diese Regelung RGVE-Bindung für Ackerfutter und Grünland betrifft lediglich eine Minderheit, da Silomais nicht als Ackerfutter gewertet wird. Das größte Übel liegt scheinbar in der Solidaritätsunfähigkeit der Bauernschaft, die ländlichen Regionen könnten am besten mit einer großen Vielfalt Punkten, hier braucht es eine Diversität welche die ganze Bandbreite der Möglichkeiten der Landbewirtschaftung abdeckt. Vom Ackerbau- bis zum Milchviehbetrieb, vom Biobetrieb bis zum kleinen Nebenerwerbler, neuerdings auch den Energiewirt. Eine klein strukturierte Region lebt Nachhaltigkeit auf Verderb und Gedeih von der gesunden Vielfalt, von der Kreativität der Landwirtschaft. Fehler passieren, aber das hier die Notwendigkeit einer Korrektur gegeben ist, sollte doch allen Beteiligten einleuchten. |
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Name: field 10-10-2006 09:06 |
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Tagebuch
Beiträge [ 1 ]
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Werden Energieerzeuger benachteiligt? Diese Regelung der Koppelung des Prämiensatzes der Futterflächen an den RGVE Besatz ist schon in Ordnung. Wer hindert die Betriebsführer ihre Bewirtschaftung an die Rahmenbedingungen anzupassen? |
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