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Wieviel Fleischwaren verderben?

  Antworten: 8

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Name: dealer 05-06-2006 10:55 nach oben
Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
Hallo, wieviele Fleischwaren (inkl. Wurst) gelangen nicht zum Endverbraucher und werden vorher (weil verdorben) vernichtet. Bei dem Überangebot in den Regalen muß es sich ja um eine riesige Menge handeln. Kennt jemand Zahlen ? und wie denkt ihr darüber?
Name: asterix antwortet um 05-06-2006 11:17 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?


Glaube nicht, daß sehr viel Fleisch bzw. andere Lebensmittel verderben.
PS: Wird von den grossen Supermarktketten solange "umgepackt", bis fast alles verkauft ist.
Billa, Spar und Co. verdienen soooo wenig, es muss alles genutzt werden.

mfg asterix
Name: kraftwerk81 antwortet um 06-06-2006 15:28 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
Täuscht Euch da nicht. Es wird zwar getrickst was das Zeug hält aber ehem. Frischware wird gewaltig viel entsorgt. Fleisch, Wurst, Käse, Fisch, Gemüse, Obst, Backwaren, Milchwaren,.... Schaut Euch an die Vitrienen, alles voll damit die Leute Auswahl haben.
Name: traunviertler antwortet um 06-06-2006 18:30 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
hallo
abgesehen davon, daß menschen auf dieser welt verhungern, aber alles was verdirt, oder weggeworfen wird, entlastet den markt.
uns als produzenten kann es egal sein, was der handel bzw der konsument mit den lebensmitteln macht. was glaubt ihr, wieviel weniger, bzw. zu welchem preis wir unsere lebensmittel produzieren müßten, wenn nicht soviel verderben würde.
ich weiß, daß ich damit manchen vor den kopf stoßen werde, aber das ist realität.
ich bin im nebenerwerb kaufmännischer angestelter in einem lebensmittel verarbeitenden betrieb, ich weiß, von was ich spreche.
wir landwirte, bzw. der handel, müßen unsere produkte verkaufen, was dann damit geschieht, geht uns nichts mehr an!!!!!
schönen abend
Name: theres antwortet um 06-06-2006 19:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
Hallo Traunviertler,
soll es uns wirklich vollkommen egal sein, dass nur durch das viele Wegwerfen der Preis für die Lebensmittel einigermaßen erträglich gehalten werden kann?
Da könnten wir doch auch Tretminen herstellen, Hauptsache wir haben unser Zeugs verkauft?
Wenn ich bedenke, wie viel Mühe und Arbeit an den Lebensmitteln steckt und wie damit umgegangen wird, da ist was oberfaul.
Schau mal wie sorgsam jetzt mit der Energie umgegangen wird, weil sie immer teurer wird?
Kennst du nicht das Sprichwort, was nichts kostet, ist nichts wert.
frdl.Gr.
regi
Name: biolix antwortet um 06-06-2006 20:33 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
schock... geanu das traunviertler vermittelst du auch wahrscheinlich deinen Kindern, hoffe wirklich nicht.. wie kommt eigentlich auf so gedankengänge... die welt ist wirklcih schon komplett verdreht..

tg biolix

p.s. siehe we feed the world , in wien werden täglich genau soviele tonnen brot und gebäck weggeworfen die in Graz täglich verkauft werden..wird wohl bei Flescihwaren nicht anders sein.....
das zu unserer gesamten energieeffizients unseres Wirtschaftens, aber genau so fängts bei den Bauern an und hört da auf... guat nacht liebe "heile" welt...
Name: theres antwortet um 07-06-2006 06:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
Hallo Biolix,
ich fürchte, dass die Wertschätzung der Nahrungsmittel immer weniger werden wird- bis es mal zu wenig davon gibt.
Erst Mangel macht etwas interessant.
Aber eines weiß ich, mit so einer Einstellung müsste ich sofort umschulen und was anderes machen, da könnte ich keine Bäuerin mehr sein.
Meine Eltern und Grosseltern haben noch oft erzählt, welchen Stellenwert in früherer Zeit das Essen hatte, ich fand es oft ein wenig übertrieben,
aber es wurde deshalb so geschätzt, weil sie alle den Mangel kennen gelernt haben- und uns wurde eine hohe Achtung und Respekt für den Umgang mit Lebensmitteln beigebracht, Essensreste kommen bei uns nie in die Tonne, sondern entweder für die Tiere oder Kartoffelschalen auf den Kompost. Es wird alles wieder einem Kreislauf zugeführt.
Diese Achtung habe ich auch meinen Kindern weitergegeben, ich glaube sie haben es kapiert.
Wir machen sehr viel selbst auf dem Betrieb, da ist automatisch eine ganz andere Wertschätzung vorhanden, hat eine Menge Arbeit gemacht, da geht man sowieso anders damit um.
Als unsere Kinder noch jüger waren, haben die Freunde und Freundinnen der Kinder gerne beim Brotbacken mitgeholfen, mit welcher Freude und Achtung diese Weckerl, Laiberl und Brotwecken mit nach Hause genommen worden sind, hat mich immer sehr gefreut.
Aber wenn wir Bauern selbst schon keine Achtung mehr vor dem haben, was wir produzieren, woher sollen es die anderen haben??????
frdl. Gr.
regi
Name: Hombre antwortet um 07-06-2006 12:20 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
Hallo,
passt auch irgendwie zum Thema:
War vor kurzem auf einer BDM-Veranstaltung.
Da gings um Lieferstreik (Milch) oder jetzt besser: intelligenter Lieferboykott. Und das Europa weit.
Bei kleinen Betrieben wird dann sicher die nicht abgelieferte Milch über Buttern und Käsen verarbeitet.
Bei Großen gehts ab in die Güllegrube.
Toll fürs Image der Milch!
Wer Mitglied beim BDM werden will, unterschreibt auch, dass er bei einem ausgerufenen Milchstreik mitmacht.
Ich habe verzichtet. Meine Frau hat mich dafür gelobt.
Einige Berufskollegen meiden mich seitdem und beschimpfen uns als Trittbrettfahrer und Schmarotzer!
Aber weggeschüttet und weggeworfen werden auch bei uns keine Lebensmittel. Irgendwie gibts immer eine Verwendung.
Ich weiß, ein komplexes Thema! Und jeder hat so seine eigene Meinung.

Gruß Hombre

Name: Icebreaker antwortet um 07-06-2006 14:29 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Wieviel Fleischwaren verderben?
Hallo Hombre
Stimmt, meine Meinung deckt sich zufällig mit deiner und der von Theres :-)
Wir erzeugen auch das meiste selbst, tauschen untereinander aus und brauchen nur noch wenig zukaufen. Es macht einfach Spaß, selbst wenn einiges an Arbeit daran hängt und gibt einem u.a. zudem das Gefühl, etwas unabhängiger zu sein gegenüber der Lebensmittelmafia, dem kollektiven Konsumwahn, all den unnatürlichen, künstlichen "must haves" etc.

Vor allem jedoch zu wissen, was man da wirklich auf dem Teller hat.

Wir daheim (er)leben es so, dass wenn man eigenhändig und mit Liebe etwas macht, (h)er(ge)stellt, mit Schweiß und Fleiss, im Bewußt- sein dass nichts selbstverständlich ist und nichts eben von nichts kommt, man nun mal respektvoller mit all den Dingen des Lebens umgeht.
Eigentlich ein "backt to the Roots" ........ feel the Vibs and follow them ;-)


lg Ice

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