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Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?

  Antworten: 41

Name: sturmi 26-01-2006 15:29 nach oben

Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Hat von euch wer den Leserbrief (Bauernzeitung, Folge 03/2006) von Herrn Kantilli Günter aus Alberndorf OÖ gelesen? Leider ist meine Bauernzeitung schon zum Altpapier gewandert. Vielleicht kann ja ein User den Leserbrief hier hereinposten. Es geht um Unterstellungen, Vorwürfe und einer totalen Diskriminierung unseres Berufsstandes(Grundwasservergifter, Massentierhalter, Bodenverdichter durch Traktore so groß wie Panzer usw.). Vorgeschichte: Es ging um einen Bauern, der für die Loipenüberfahrt auf seinem Grundstück finanzielle und rechtliche Absicherung wollte. Daraufhin verfasste Herr Kantilli diesen bauernfeindlichen Leserbrief. Im ersten Augenblick dachte ich an einen Unterbelichteten, der vor lauter Bauernneid nicht recht bei Verstand ist. Doch beim googeln kam ich auf einen Mann, der mit Geomantie, Radiästhesie und Elektrobiologie zu tun hat. Wieso macht sich ein intelligenter Mensch, wie Herr Kantilli zum Bauernfeind der Nation? Sollte man diesen Mann nicht wegen Rufschädigung klagen?
MfG Sturmi

Name: stb antwortet um 26-01-2006 16:52 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Auch wenn man ein Studium absolviert hat, ist dies keine Garantie gegen Dummheit.
Name: Icebreaker antwortet um 26-01-2006 17:13 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
... stimmt. aber ein Studium absolviert zu haben bedeutet ebenso wenig gleichzeitig daß man ein Idiot/Depp ... *ad libitum* ist. Fachtrottlel, wie der Volksmund so schön sagt, ist und bleibt was er ist- mag es ein stukkadierter oder nichtstukkadierter sein, was auch nur heisst, dass derjenige zwar vom Fach, doch einseitig ist ... und niemand, weiß, ausser derjenige selbst, was genau er eigentlich anspricht(ansprach- kenn diesen Artikel nicht, somit kann ich keine Meinung dazu abgeben.

Nur weil jemand studiert hat ihn gleich vorweg mal in Frage zu stellen ... für mich zu seicht. Auch hier würde ich meinen: zuerst mal genau prüfen und ansehen bevor man einfach so in Frage stellt. Vielleicht meint dieser Herr ja nicht nur den "kleinen", sondern denkt in globaleren Strukturen?
Vielleicht hat er völlig Recht, vielleicht auch völlig Unrecht? Und vielleicht hat er ja ganz etwas anderes gesagt, als im Kontext zu erehen ist? Vielleicht ...



Gruß Ice
Name: Trancer antwortet um 26-01-2006 21:27 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Solche Bauernfeindliche Personen wissen nicht, dass man heute unternehmerisch denken und handeln muss um überleben zu können. Außerdem wer verlangt nach billigen Lebensmitteln und kauft nur nach der Meinung „Geizt ist Geil“ und zwingt die Rohstofferzeuger zu immer höheren Produktionskapazitäten um überleben zu können und läst in anderen Ländern die armen Leute verhungern weil sie kein Geld haben um sich etwas zu essen zu kaufen?
Im Endeffekt ist es immer der Konsument der billige Waren haben will und die wirtschaft kann das nur durch Auslagerung der Produktion und günstige Rohstoffe die aus der Massenproduktion kommen.
Man könnte zwar hier noch mehr ins Detail gehen aber das würde zu lang.

Mfg Trancer


Und hier ist der Wortwörtlich übernommene Leserbrief von Herrn Kantill

„Die Bauern als Parasiten?
Jetzt reicht`s! im ORF hörte ich heute, dass ein Bauer aus Zwettl eine Pacht verlangt da eine Langlaufloipe über sein Grundstück verläuft. Den Bauer Allein könnte man als Spinner abtun, aber die Landwirtschaftskammer steht hinter seinen Forderungen. Nun reicht es aber, sehr geehrter Herr Landesrat und ich möchte sie bitten, Ihren Bauern Folgendes klar zu machen:
1. Wenn die Städter nach Zwettl kommen, um Langlaufen zu gehen, lassen Sie meist auch Geld im Geschäft und Wirtshaus da. Es geht damit der Gemeinde gut und es Profitieren auch die Bauern mit ihren Produkten und, dass es noch offene Geschäfte gibt.
2. Die Bauern sind die Einzige Berufsgruppe in die fast zu zwei Drittel von unseren Steuergeldern leben (gefördert werden). Dafür sollten sie Dankbar sein, denn noch nie ist es den Bauern so gut gegangen wie heute.
3. Ständig leben sich Bauern quer, bei Wanderwegführungen mit der Begründung, dass das Wild Ruhe braucht. Aber es stört sie nicht wen „Bauernbuben“ mit ihren auffrisierten Mopeds im Wald ihre Rodeos fahren, Bauern mit ihren Autos bis zum Hochstand fahren und der Lärm der Motorsägen. Ich kenne einen Fall, dass ein Bauer einen öffentlichen Waldweg mit Stacheldraht (!) mehrfach versperrt hat und wie ein Wegelagerer mit Gewehr auf der Lauer lag und Wanderer verscheuchte. (Beschwerden bei Bezirksbauernkammer waren nutzlos).
4. Durch verfehlte Massentierhaltungen kommt es immer wieder zu Seuchen und es müssen massenweise Kühe, Schweine oder Hühner notgeschlachtet werden. Dies ist mit einem christlichen Gewissen nicht zu tolerieren. Dazu kommt, dass die Bauern nicht im Gefängnis landen, sondern wieder von den Steuergeldern Schadenersatz bezahlt wird.
5. Die Bauern vergiften den Boden mit zu viel Gülle Kunstdünger, Pestiziden, Fungiziden und die Öffentlichkeit soll die kosten für die Trinkwasserreinigung übernehmen.
6. Die Bauern verdichten den Acker- und Wiesenboden mit ihren riesigen Traktoren. Wie Panzer führen sie Krieg gegen die Natur. Diese Böden nehmen bei starken Regengüssen das Wasser nicht mehr auf und daher wurden die Böden drainagiert mithilfe öffentlicher Gelder. Aber die Bauern fühlen sich für die Hochwasserschäden nicht mitverantwortlich.“

Name: asterix antwortet um 27-01-2006 06:36 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Guten Morgen!

Habe soeben den Leserbrief von hn. Kantill gelesen.
Kommentar überflüssig.
Stelle diesen Herrn intelliegenzmäßig auf die gleiche Stufe wie meine Gummistiefel. Hoffentlich sind meine Stiefel nicht beleidigt. asterix
Name: jpspezial antwortet um 27-01-2006 11:29 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Schule gehen und lernen ist gut. Aber zu viel Schule gehen bezweifle ich.
( von 15 Jahren aufwärts ) Dieser Herr kann sich ein paar Haflinger kaufen und dann lade ich ihn zu meinem Hof ein. Ich glaube eher das dieser Herr nicht einmal noch Bauer schreiben kann.
Name: lacusfelix antwortet um 27-01-2006 11:33 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Wenn ich mir das so lese hab ich das Gefühl, da will nur einer provozieren, so viele Vorurteile wie hier drinnenstehen. Vielleicht schreibt ja sogar eine Bauer, denn wer sonst schreibt schon einen Leserbrief in der Bauernzeitung die nur Bauern lesen, das ist doch eher für die Allgemeinheit gedacht....
Name: jpspezial antwortet um 27-01-2006 11:36 auf diesen Beitrag nach oben
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Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Ist möglich. Böse Zungen behaupten die meiste Kritik kommt von abstammenden Bauernkindern die etwas länger Schule gehen.
Name: moe antwortet um 27-01-2006 12:37 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Grüß euch,

Als erstes möchte ich sagen, dass ich von einem Bauernhof abstamme und studieren durfte.
Meine Meinung zu der Diskussion:
Wer sagt überhaupt, dass der oben genante Herr Kantilli studiert hat?
Energetik und Geomantik ließt sich nicht unbedingt seriös.
Warum soll man Kinder nicht länger als bis 15 in die Schule gehen lassen?
Wahrscheinlich hat man dann frustrierte "weichende" Bauernkinder, die aber dann eben nicht studiert haben (Mit dem eingespartem Geld könnte man sich dann aber einen neuen Traktor kaufen).
Es gibt viele studierte Bauernkinder, die später auch noch ihre Wurzeln kennen und die bessten Werbeträger für die österreichische Landwirtschaft sind.
Ich habe oft Diskussionen mit Studienkollegen (Wohnungskollegen) geführt, manche kaufen jetzt nicht mehr beim Lidl sondern am Bauernmarkt, und auch nicht mehr die billigste Aktionsmilch ein!
Alles fängt in der Familie an, ich komme auch heute noch gerne heim, habe ein gutes Verhältnis zu meinen Geschwistern, und bin mir auch nicht zu schade eine Mistgabel in die Hand zu nehmen.

mfg moe
















Name: jpspezial antwortet um 27-01-2006 13:10 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Natürlich darf man nicht alle in einen Topf werfen. Mein Hausarzt zB.holt bei mir die Milch und geht auch in denn Stall mit seinen Kindern. Aber es gibt eben unterschiedliche Personen.Einerseits gut denn sonst würden alle das gleiche machen.Das mit den Bauernkindern war mal eine einmalige persönliche Erfahrung. Ist ja nicht schlecht gemeint.
Name: tschosef antwortet um 27-01-2006 14:21 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Ruf doch mal an!

Kantilli Gunther,
Rinzendorf 22
4211 Alberndorf in der Riedmark

0676 / 751 26 12


mfg Tschosef
Name: sturmi antwortet um 27-01-2006 16:11 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Öffentliche Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Kantilli

Sehr geehrter Herr Kantilli!
Ich bin in der Bauernzeitung auf ihren Leserbrief aufmerksam geworden. Dieser strotzt nur so von Unterstellungen, Vorwürfe und einer totalen Diskriminierung unseres Berufsstandes. Vielleicht liegt es ja an ihrer Unwissenheit. Der Auslöser ihres diskriminierenden Leserbriefes ist also ein Bauer, soweit ich das verstanden habe, der für die Loipenführung auf seinem Grundstück rechtliche und finanzielle Absicherung wollte. Öffnen Sie doch bitte ihren Garten für Freizeitaktivitäten, gratis natürlich.
Bauern als Parasiten zu betiteln ist schon ein starkes Stück. Wie kommen sie darauf? Unsere Produktpreise sind seit dem EU Beitritt um bis zu 50% gefallen. Die Ausgleichszahlungen decken bei weitem nicht die Verluste ab. Für den Erhalt dieser EU Ausgleichzahlungen werden wir Bauern kontrolliert, manchmal schikaniert. Sie sollten auch zu Kentniss nehmen, dass Bauernsöhne mehr Freiheiten haben, schließlich bewegen sie sich auf elterlichen Grund und Boden. Wenn wir schon bei den Vorurteilen sind, es gibt genug Hobbyjäger, die meinen mit der Bezahlung der Jagdpacht hätten sie Narrenfreiheit. Uns Bauern Massentierhaltung anzudichten ist eine Frechheit. Kennen sie überhaupt die Betriebsgrößen in der EU, in den USA, Südamerikas, Australiens? Wir Bauern haben das strengste Tierschutzgesetz Europas, ja weltweit. Wir Bauern nehmen, bis auf eine kleine Minderheit, am Österreichischen Umweltprogramm teil. Wir sind Vorreiter in Europa, egal ob bei der erneuerbaren Energien, der Tierhaltung oder bei der Landbewirtschaftung. Warum glauben sie werden den die Traktore immer größer? Weil die Bauern so gut verdienen? Nein, Herr Kantilli, durch den freien Welthandel werden unsere erzeugten Produkte immer billiger, die Ausgaben steigen aber kontinuierlich. Sie haben 2 Möglichkeiten auf diese Rahmenbedingungen zu reagieren, entweder sie wachsen oder weichen. Die heutigen Bauern haben eine sehr gute Ausbildung. Um mit den Herausforderungen der Globalisierung fertig zu werden gilt auch für uns Bauern, lebenslängliches lernen.
Im übrigen, die neuesten Umfragen bescheinigen uns Bauern ein hohes Ansehen, wir liegen hinter den Ärzten und dem Krankenpflegepersonal an 3. Stelle.
Sie sind jetzt der Bauernfeind Nr. 1 in Österreich, hoffentlich können sie damit umgehen.
MfG Sturmi


Name: kst antwortet um 27-01-2006 16:25 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Sehr gut sturmi!
Name: G_nter_Kantilli antwortet um 29-01-2006 11:22 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Die Bauern als Parasiten ?
Stellungnahme zu meinen „sogenannten Leserbrief“
Aus gegebenen Anlass habe ich Herrn LR Stockinger einen „Offenen Brief“ geschrieben, sicherlich etwas provokant, damit ich seine Reaktion erreiche. Er hat diesen Brief an sein ÖVP-Bauernbundblatt weitergegeben und dort wurde es nicht im vollen Wortlaut veröffentlicht. Mein letzter Absatz lautete: Gott sei Dank haben wir in unserem Lande bereits viele Biobauern, die dieser verkehrten ÖVP-Politik den Rücken kehren und für Natur und Mensch gut sorgen. Solche sollten Sie sich als Berater nehmen, um Ökologie und Ökonomie in Harmonie zu bekommen. Wenn Sie für solche Wegeräuber sind, ist das für mich ein Grund, dass Sie zurücktreten sollten. Ich erwarte Ihre öffentliche Stellungnahme.
Damit waren nicht alle Bauern gemeint, sondern nur jene, die nicht ökologisch handeln, wobei ich aber in erster Linie die verkehrte ÖVP- und EU-Politik angesprochen hatte – Eure Standesvertretung! Diese ruiniert die Natur und Eure bäuerliche Existenz. Es ist meistens schwierig aus einem System auszusteigen, doch es ist möglich. Die Biobauern haben dies vor etwa 30 Jahren bewiesen.
Wenn man einen Brief kurz und lesbar schreibt, so kann er auch zu „Vereinfachungen“ und Missverständnissen führen. Daher möchte ich mich bei allen Bauern entschuldigen, die sich ungerechtfertigterweise betroffen und verärgert fühlten. So möchte ich nunmehr detaillierter schreiben, was ich gemeint habe.
Thema Parasiten: Laut Fremdwörter-Lexikon stammt das Wort „Parasit“ aus dem gr.-lat. und bedeutet „Tischgenosse, Schmarotzer“: In der Biologie ist der Parasit ein „Lebewesen, das aus dem Zusammenleben mit anderen Lebewesen einseitig Nutzen zieht, die es oft auch schädigen und Krankheiten hervorrufen kann.“ So weit mir bekannt ist, gibt es in der Natur keine Parasiten, außer vielleicht der Mensch (nicht nur Bauern). Die Ökologie lehrt uns, dass die Natur immer Kreisläufen und Wandlungen unterworfen sind, sodass das ganze System heil wird. Beispiel Mistel: Der große Irrtum ist, dass sie eine Schmarotzerpflanze sei. Hier wird Ursache und Wirkung verwechselt. Es wächst nur dann eine Mistel auf einem Baum, wenn er geschwächt wurde (z.B. durch Siloballen auf den Wurzeln oder Wasserader) und dieses „Heilmittel“ braucht! Ich lade ein, selbst zu beobachten und niemanden ungeprüft zu glauben.
Ich habe in der Überschrift „Parasiten“ ein Fragezeichen gesetzt und es damit in Frage gestellt. Tatsache ist, dass der EU-Landwirtschaft-Topf der größte der EU ist und mehr als die Hälfte meines gekauften Lebensmittels durch Steuergelder finanziert wird. Ich bin grundsätzlich gegen Förderungen, denn dort gibt es immer Missbrauch. Es ist verrückt (im psychologischen Sinn), wenn wir Kälber mit Förderungen exportieren und wir in Italien geförderte Kälber wieder importieren. Das ganze System ist faul! Der Landwirt/die Landwirtin soll jenen Preis für die Lebensmittel bekommen, dass der Betrieb gut leben kann. Dafür könnte man die Mindestrentner und die Familien mit Kindern mehr Geld aus dem Topf geben, der sicherlich wesentlich kleiner wäre als der derzeitige.
Thema Langlaufloipen: Die OÖ. ÖVP-Politik hat es verabsäumt, die rechtliche Situation zu klären wie in Tirol, dass der Bauer nicht für Unfälle auf seinem Grundstück haftbar ist. Auch wären regelmäßige Information der Bevölkerung sinnvoll wegen Abfallvermeidung und Hundekot.
Verfehlte Massentierhaltung: Es dürften nur so viele Tiere gehalten werden, als ein Überblick über die Tiere und ausreichend Grundfläche gegeben ist, von diesem die Tiere zu ernähren. Ich kenne leider keine wissenschaftlichen Untersuchungen, welchen Zusammenhang es gibt zwischen Mastfutter und Gesundheit der Tiere. Als Mess- und Regeltechniker habe ich Steuerungen für Mischfutterwerke geplant und kenne ungefähr die Komponenten, die in diesem Futter drinnen sind. Aber lieber Bauer, auch hier gilt, niemanden zu glauben und selbst ausprobieren, was Euer Tier lieber frisst bzw. welches gesünder aufwächst. All das hat mit der Achtung vor dem Leben des Tieres zu tun. Denn alles Leben ist göttlich und der Mensch kann bis heute kein Leben schaffen! Daher bitte ich Euch, nicht von Schweineproduktion oder Getreideproduktion zu reden, denn ihr produziert nicht, sondern hegt und pflegt, dass Leben geschehen und wachsen kann. Dieser Hintergrund ist noch in unserem Wort „Tier“ gespeichert. Das Wort stammt aus dem gotischen dius und dem altslawischen dusa, das in seiner ursprünglichen Bedeutung „hauchen, atmen, Lebewesen“ meint. Das gleiche Wort wird in der Bibel (Gen. 2,7) gebraucht, als Gott dem Menschen diesen Lebensatem einhauchte. Nebenbemerkung: Zur Zeit der BSE-Erkrankungen habe ich bei der Linzer theologischen Privatuniversität angefragt, ob Tiere eine Seele haben. Nach einer Umfrage sagte man mir, dass die Hälfte der Professoren diese Frage bejahten.
Dazu kommen bei einigen Betrieben die lebensunwürdigen engen Tierboxen. Man spricht dann von „Schwarzen Schafen“ von Bauern, wo man herzzerreißende Fotos in den Zeitungen sieht. Erstens ist dies eine Beleidigung der Schafe und zweitens gibt es für solche „Bauern“ geringe Konsequenzen. Es darf anscheinend in der EU nichts natürlich ablaufen. So habe ich z.B. bei einem Biobauern in der Steiermark gesehen, wie das gerade geborene Kalb von der Mutterkuh wegmusste, ohne das sie es abschlecken durfte und das Kalb wurde in ein Plastikkäfig nach EU-Norm gesteckt.
Und noch etwas zur EU-Norm: In meinem langen Leben habe ich noch nie gehört, dass ein Bauer auf seinen „dreckigen, unhygienischen und hünerbeschissenen“ Boden ein Schwein oder Kalb geschlachtet hat und irgend ein Konsument hätte davon eine Magenverstimmung bekommen oder gar erkrankt wäre. Nun wurde ein eigener Schlachthof für jedem Bauer vorgeschrieben, der auf seinem Anwesen Schlachtungen durchführt. So eine Investition ist nur für Großbetriebe möglich. Das meinte ich auch mit „verfehlter Massentierhaltung“.
Belastete Böden: Mit dem Einsatz von Kunstdünger, Pestiziden und Fungiziden werden die Erträge ein wenig erhöht, um dann entweder die Ernte billiger verkaufen zu müssen (Überangebot) oder mit Stützung ins Meer zu schütten, damit der Preis gehalten wird. Ist das nicht verrückt? Und es gibt viele kommunale Wasser-Versorgungsanlagen, deren Wasser wieder von den Nitraten befreit werden müssen. Hier muss die Öffentlichkeit die Kosten für die Trinkwasser-Reinigung übernehmen. Ähnliches gilt auch für die privaten Brunnen. Für die Gülle gäbe es Gesteinsmehle, ME usw. sowie Belüftungsanlagen damit die Gülle aerobe wird und dadurch die Bodenlebewesen erhalten bleiben – man sieht dies an den vielfältigen Kräutern und Gräsern (=Gesundheit des Viehs). Siehe z.B. www.bioaktiv.at/produkte.htm
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass im Umkreis von Streuobstwiesen und Heckenkulturen an den Ackerrändern jeweils eine Ertragssteigerung von 5% - 10% zu erreichen ist. Dadurch würde der ökologische Kreislauf wieder intakt werden und die Nahrungsmittel erhalten mehr Botenstoffe. Ich konnte mit der biokybernetischen Methode nachweisen, dass es bei einem „aktiven“ Hausmarterl eine Ertragssteigerung von bis zu 13% möglich wäre. Aktiv bedeutet hier, dass wir unser Hausmarterl achten und nicht vergammeln lassen, öfter um gutes Wetter und gute Ernte beten. D.h. Achtung der Natur und vor allem Dankbarkeit, denn Leben ist ein Geschenk. Frage: Wie hoch wird Euch die Ertragssteigerung bei Düngemitteleinsatz versprochen?
Es geht um den liebevollem Umgang mit der Natur, wie es uns die Leute vom schottischen Findhorn beispielsweise vorgezeigt haben. Heute gibt es bereits einige Methoden mit denen man nachweisen kann, wie biologisch unsere Naturprodukte sind. Je lebendiger ein Nahrungsmittel ist, um so mehr Qualität und Energie hat es. Siehe die Forschungen von Fritz-Albert Popp mit den Biophotonen. Der größte Betrieb Österreichs sind die Wiener Spitäler (26 Spitäler und Pflegeheime). Seit mehreren Jahren gibt es in jedem Spital einen Tag in der Woche, wo nur mit Bio-Lebensmittel gekocht wird und es nur mehr biologische Milch gibt. Alle Bio-Lebensmittel werden ständig stichprobenweise untersucht, ob sie tatsächlich biologisch sind – so ist die Qualität gewährleistet. Hier gäbe es in OÖ. einen Nachholbedarf, der bisher von der Politik verschlafen wurde.
Es gäbe noch einige Themen zu beschreiben, doch will ich heute abschließen. Ihr habt viele erfahrene erfolgreiche Biobauern und jene, die Permakultur betreiben, die Euch als Kollegen gut beraten können – ich bin nur ein sehr interessierter Konsument, der Bio-Lebensmittel und am Gallneukirchner Bauernmarkt örtlich einkauft. Die Zeit erfordert ein nachhaltiges Umdenken und eine Krise (krisis = Entscheidung) kann neue Möglichkeiten öffnen. Ich bin mit 49 Jahren als Techniker endgültig arbeitslos geworden und ich habe die Möglichkeit ergriffen, mich selbständig zu machen. Daher weiß ich wovon ich rede.
Ich möchte Hrn. LR Stockinger, der LWZ und dem Sturmi danken, dass ich damit die Möglichkeit erhalten habe, in diesem Kreis meine Gedanken und Erfahrungen einzubringen. Es würde mich freuen, wenn wir Parasiten im Sinne von „Tischgenossen“ uns bei einem Most zusammensetzen und gemeinsam „reale“ Visionen für unser Land entwickeln würden.
Günter Kantilli

Name: biolix antwortet um 29-01-2006 11:27 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Mutig, mutig herr kantilli !!!!

und wieder sieht man wie gut die BB-Zeitung informiert und einiges aus dem zusammenhang reissen kann bzw. leute an den Pranger stellen die es ehrlcih mit der Ö LW meinen...

Danke für ihre Offenheit !

lg biolix
Name: sturmi antwortet um 29-01-2006 12:34 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Hallo Standeskollegen!
Hallo Herr Kantilli!
Vorerst einmal Danke für diesen sachlichen und aufklärenden Beitrag.
Wieder einmal hat sich bestätigt, dass man bei Diskussionen beide Standpunkte hören muss. Wir alle sind gut beraten unsere Emotionen in Zaum zu halten, nur so kann eine faire und sachliche Diskusion stattfinden. Ich habe jetzt auch Herrn Renner von der Bauernzeitung und Herrn Landesrat Stockinger gebeten, sich an der Diskussion zu beteiligen.
Gruß Sturmi

Name: biolix antwortet um 29-01-2006 13:00 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Hallo !

hoffen wir ja dann auch darauf das dies dann auch in der Zeitung die angeblich am besten die Bauern informieren soll ( lt. schreiben an die ORtsbauernräte in OÖ ) anstatt auf die "freien" Agrarmedien zu hören, dann auch geschrieben wird !

lg biolix
Name: sturmi antwortet um 29-01-2006 13:13 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
So, jetzt warten wir mal gespannt ab, ob bzw. was uns der Herr Chefredakteur Renner (renner@bauernzeitung.at) bzw. der Herr Landesrat Stockinger (josef.stockinger@ooe.gv.at) zu Herrn Kantillis Beitrag zu sagen hat.
***Hallo Herr Renner!
Herr Kantilli diskutiert im Agrarlandwirtforum mit uns Bauern. Es wäre jetzt
nur fair ihrerseits sich auch in die Diskussion einzuschalten. Weiters
möchte ich eine Stellungnahme vom Herrn Landesrat Stockinger erreichen.
Sehr geehrter Herr Landesrat Stockinger!
Ein an Sie gerichteter offener Brief von Herrn Ing. Kantilli wurde in der
Bauernzeitung gekürzt wiedergegeben. Ein Sturm der Entrüstung ist über Herrn Kantillis "Der Bauer als Parasit?" losgegangen. Da ich aber gerne immer beide Seiten anhöre, um sich eine unabhängige Meinung bilden zu können, habe ich mit Herrn Kantilli per E-Mail Kontakt aufgenommen. Ich habe ihn eingeladen, seine Sicht der Dinge im www.landwirt.com Agrarforum kundzutun. Es wäre wünschenswert, Herr Landesrat Dr. Stockinger, auch ihre Sichtweise der Dinge in den Diskussionsprozeß einzubringen. Wir Bauern warten gespannt auf ihre Stellungnahme.***
MfG Sturmi
PS.: Ja Biolix, da gebe ich dir vollkommen Recht, es wäre nur fair, Herrn Kantillis Beitrag in der Bauernzeitung zu veröffentlich.

Name: FrankFrei antwortet um 29-01-2006 20:50 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? Ungeheure Entgleisung!

"Original-Brief" des Herrn Kantilli

********************************
(Anrede) Landesrat Stockinger

Jetzt reicht`s! im ORF hörte ich heute, dass ein Bauer aus Zwettl eine Pacht verlangt da eine Langlaufloipe über sein Grundstück verläuft. Den Bauer Allein könnte man als Spinner abtun, aber die Landwirtschaftskammer steht hinter seinen Forderungen. Nun reicht es aber, sehr geehrter Herr Landesrat und ich möchte sie bitten, Ihren Bauern Folgendes klar zu machen:

1. Wenn die Städter nach Zwettl kommen, um Langlaufen zu gehen, lassen Sie meist auch Geld im Geschäft und Wirtshaus da. Es geht damit der Gemeinde gut und es Profitieren auch die Bauern mit ihren Produkten und, dass es noch offene Geschäfte gibt.

2. Die Bauern sind die Einzige Berufsgruppe in die fast zu zwei Drittel von unseren Steuergeldern leben (gefördert werden). Dafür sollten sie Dankbar sein, denn noch nie ist es den Bauern so gut gegangen wie heute.

3. Ständig leben sich Bauern quer, bei Wanderwegführungen mit der Begründung, dass das Wild Ruhe braucht. Aber es stört sie nicht wen „Bauernbuben“ mit ihren auffrisierten Mopeds im Wald ihre Rodeos fahren, Bauern mit ihren Autos bis zum Hochstand fahren und der Lärm der Motorsägen. Ich kenne einen Fall, dass ein Bauer einen öffentlichen Waldweg mit Stacheldraht (!) mehrfach versperrt hat und wie ein Wegelagerer mit Gewehr auf der Lauer lag und Wanderer verscheuchte. (Beschwerden bei Bezirksbauernkammer waren nutzlos).

4. Durch verfehlte Massentierhaltungen kommt es immer wieder zu Seuchen und es müssen massenweise Kühe, Schweine oder Hühner notgeschlachtet werden. Dies ist mit einem christlichen Gewissen nicht zu tolerieren. Dazu kommt, dass die Bauern nicht im Gefängnis landen, sondern wieder von den Steuergeldern Schadenersatz bezahlt wird.

5. Die Bauern vergiften den Boden mit zu viel Gülle Kunstdünger, Pestiziden, Fungiziden und die Öffentlichkeit soll die kosten für die Trinkwasserreinigung übernehmen.

6. Die Bauern verdichten den Acker- und Wiesenboden mit ihren riesigen Traktoren. Wie Panzer führen sie Krieg gegen die Natur. Diese Böden nehmen bei starken Regengüssen das Wasser nicht mehr auf und daher wurden die Böden drainagiert mithilfe öffentlicher Gelder. Aber die Bauern fühlen sich für die Hochwasserschäden nicht mitverantwortlich.

Gott sei Dank haben wir in unserem Lande bereits viele Biobauern, die dieser verkehrten ÖVP-Politik den Rücken kehren und für Natur und Mensch gut sorgen. Solche sollten Sie sich als Berater nehmen, um Ökologie und Ökonomie in Harmonie zu bekommen. Wenn Sie für solche Wegeräuber sind, ist das für mich ein Grund, dass Sie zurücktreten sollten. Ich erwarte Ihre öffentliche Stellungnahme."
Günter Kantilli

**********************************************


Na das ist ja gar nicht so schlimm. Nur weil ein durch und durch gehässiger linker Agrar-Romantiker seinen Frust an den österreichischen Bauern ablässt regt ihr euch auf?

Gott sei Dank gibt es ja "mutige" Bio-Bauern, wie Biolix, die sich nicht entblöden, diesem Unsinn auch noch beizupflichten. Großartig.

Vorerst noch GIBT es in Österreich das Eigentumsrecht, und es gilt auch noch für landwirtschaftlichen Grund und Boden. Wohl mit Einschränkungen (Jagd, Eisenbahn, hochrangige Straßen,...) aber dennoch: Es gibt ein Eigentumsrecht.

Aber nicht mehr lange. Denn hier kommt Günter Kantilli, und der sagt:

*) Bauern, (die sich in Österreich an eines der strengsten Tier- und Bodenschutzgesetze der Welt halten müssen) sind Natur-, Umwelt- und Tierquäler und -vernichter.

*) Sie sollen doch wenigstens gezwungen werden, ihren Grund und Boden jedermann unentgeltlich zur Benutzung zu überlassen. Ausgenommen davon lediglich Bio-Bauern, die nicht ÖVP wählen.

*) Ein Agrar-Landesrat, der die Interessen eines Bauern und dessen Eigentums vertritt soll natürlich zurücktreten."


Ich frage mich: bin ich denn schon total übergeschnappt? Werden uns jetzt neben hunderten von bestehenden Auflagen und Gesetzen auch noch vorgeschrieben, dass wir statt Motorsäge eine Zugsäge zu verwenden haben? Statt Traktoren Pferd und Ochs? Weil es uns ja so gut geht wie nie zuvor? Weil wir für Konsumenten bestimmte "Fördergelder zur Sützung eines niedrigen Lebensmittelpreises" als Durchlaufposten in die Hand bekommen?

Wo leben sie, Herr Günter Kantilli? Anscheinend hat ihr jetziger Broterwerb, die Beschäftigung mit neuheidnischer Esotherik auch ihren Blick für die landwirtschaftliche Realität sehr getrübt.


PS: Zur Erklärung: Was sich als "Geomantie, Radiästhesie und Elektrobiologie" (Tätigkeiten des Herrn Kantilli) schön wissenschaftlich anhört ist in Wahrheit nichts anderes als Pseudowissenschaftlicher Hokuspokus mit Erd-Orakeln, Wünschelruten, Pendeln usw.
Damit sein Geld zu verdienen scheint mir einfacher als durch die Erzeugung von Lebensmitteln.


Name: kst antwortet um 29-01-2006 21:19 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? Ungeheure Entgleisung!
Also ich fasse es nicht. Die Debatte um Herrn Kantilli. kommt mir vor wie die Aufregung um Hernn Schwarzenegger, den man zuerst hofiert und dann die Staatsbürgerschaft entziehen will.

Nur beim Herrn Kantilli ist es umgekehrt, zuerst wird er verteufelt und auf seine bloße Erklärung hin, war doch alles nicht so gemeint, verurteilt man die böse Zeitung, samt Redakteur und Landesrat.

Für mich bleibt die Tatsache, dass Herr Kantilli u.a.behauptet:
dass die Bauern zu zwei Dritteln von Steuergelder leben,
dass die Bauern dankbar sein sollen, weil sie noch nie so gut gelebt haben......
dass die Bauern Lärm mit Motorsägen machen, der sie nicht stört.......
dass es durch verfehlte Massentierhaltung zu Seuchen kommt und massenhaft Tiere notgeschlachtet werden müssen und die Bauern dafür nicht ins Gefängnis kommen

dass die Bauern den Boden vergiften.........
und sie Krieg führen gegen die Natur......

aber wenn Herr Kantilli dann schreibt, " damit sind nicht alle Bauern gemeint" wird er mit "Lob" überhäuft.

Wenn Herr Kantilli schreibt:

"Tatsache ist, dass der EU-Landwirtschaft-Topf der größte der EU ist und mehr als die Hälfte meines gekauften Lebensmittels durch Steuergelder finanziert wird."

Dann zeigt dies, dass er keine Ahnung hat, wieviel tatsächlich vom Bruttonationalprodukt der EU in die Landwirtschaft fließt. Ich glaube es waren 2 %, möchte mich aber nicht festlegen.

Und wenn er meint, dass die Hälfte seiner gekauften Lebensmittel durch Steuergelder finanziert werden, dann gibt er zu, dass ER der Nutznießer der Förderungen ist.

Oder hat er es anders gemeint und war bloß nicht in der Lage es verständlich auszudrücken.

Normalerweise versuche ich höflich und sachlich zu bleiben, aber bei den Leserbriefen eines Herrn Kantilli´s fällt es mir schwer.

Name: FrankFrei antwortet um 29-01-2006 22:12 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? Ungeheure Entgleisung!

@ kst

Ja, vollkommen richtig. Dieser "Herr" Kantilli ist halt vielleicht ein gehässiger links-esoterisch verseuchter Spinner, der mit seinen pauschalen Verleumdungen der österreichischen Landwirtschaft seinem Lebensfrust freien Lauf lässt.

Wenn ihm aber ein "BIOLIX", seines Zeichens selbst Bauer (!!!), noch dazu gratuliert zeigt das einmal mehr, was von diesem waldviertler "Paradegrünen" (ehem. Landtagskandidat) und Gusenbauer-Sympathisanten zu halten ist. Das ist nicht mehr ideologisch zu verstehen, das ist auch menschlich zutiefst zu verabscheuen. Echt beschämend!

Name: biolix antwortet um 29-01-2006 22:47 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? Ungeheure Entgleisung!
Na ja fakefrei, jetzt wissen wir wenigstens in welchen Büro du sitzt !!!!!
und deinen ewigen angriffe auf politischer Ebene und sonstiges sehr sehr begründet war !!!!

es ist schön das sich so so viel aufklärt !!!!

So wie ihr herrn kantill begegnet, so begnet ihr vielen Agrarkritikern, das ist typisch für diese system anstatt stück für stück seinen Brief mal ernst zu nehmen, jeden satz einzeln versuchen zurückzuweisen und dann vieleicht drauf zu kommen das er gar nicht so unrecht hat, bzw. kannst du einen einzigen satz ohne wimper zu zucken zurück weisen ?????? In jedem steckt ein wenig wahrheit zu der man ja auch als Bauer stehen könnte und den Dialog suchen, wenn man wirklcih was für die Bauernschaft über hätte, denn wie herr kantill denken viele unserer Mitbürger, frag dich mal um in den Intensivgebieten wo das z.b. das Grundwasser nicht zu trinken ist etc.....aber ihr macht lieber ständig PARTEIPOLITK und wollt nur alle auseinander treiben....

Beschwerst dich über Gusifreunde die es hier nicht gibt.. persönliche angriffe.. na heute ist mir nur mehr zu lachen, disqualifiziert euch weiter, man kann sihc köstlich amüsieren, und schreibt das alles mal in die BAuernzeitung !!!!!!!
mich natürlich auch dazu, ich war eh auch schon öfters drin, als bauernveräter, genauso aus dem zusammenhang gerissen, als kommunist, etc. was willst du mehr, so viele fakes wenn man sie aufschlägt habe ich sonst noch nirgenst anderswo gesehen und das wöchentlich.......

liebste Grüße aus dem noch immer sehr frostigen aber im herzen immer fröhlichen Wald/4 biolix



Name: biolix antwortet um 29-01-2006 23:12 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? Ungeheure Entgleisung!
Offener Brief an die OÖ und NÖ Bauenrkammer !

lS.g. Damen und Herren !

Sollte das stimmen das im Bezirk Zwettl einem Landwirt recht gegeben wurde, bzw. er unterstützt wird Pacht für die "Erichtung" einer Langlaufloipe ( nehme an, nur ein Spurziehen mit einem Schneemobil ) so will ich sie damit in Kenntnis setzen das in unserer Gemeinde, über hunderte landwirtschaftlich genutzte Parzellen, ebenfalls solche Langlauf-Spuren errichtet wurden. Und trotz der Tatsache das sie sich bei den BauernInnen auch zu größten Beliebtheit erfreut diese zu benützen und sogar "vebindende " Langlaufrennen zwischen Arbeitern und Bauern stattgefunden haben, bitte ich sie auch meine Forderung und die meiner Kollegen, dann ebenfalls zu unterstützen um einen Pacht vom Errichter dieser langlaufloipen einzuklagen !

Mit dank im vorraus

mfg. biolix


Name: kst antwortet um 29-01-2006 23:40 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? Ungeheure Entgleisung!
Lieber Biolix!
Schön langsam wird es problematisch mit dir.
Was soll ein offener Brief an die Bauernkammer?

Zuerst schreibst du von verbindenden Langlaufrennen zwischen Bauern und Arbeitern und dann forderst du, dass die Bauernkammer einen Pacht vom Errichter der
Langlaufloipen einklagt!!!!!!!!
Vor der Errichtung hättest du wissen müssen was du willst, nicht nachher fordern dass die BK klagt.

Und was das Grundwasser betrifft, tu nicht immer Panik machen und die Schuld bei den Bauern suchen. Bei uns ist das Grundwasser am meisten im Ort belastet, durch die undichten Kanäle.
Name: biolix antwortet um 30-01-2006 07:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? Ungeheure Entgleisung!
Lieber Kst !!!

;;;----------)))))))))))))))))))))))))))))))))))))
Name: stb antwortet um 30-01-2006 08:49 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Langlaufloipe
Ohne jetzt auf die übrigen Punkte einzugehen ist für mich eines sonnenklar:

Ich bewirtschafte als Bauer ein kleines Unternehmen, aus dem ich meinen Lebensunterhalt ganz oder teilweise bestreiten will.
Wenn jemand von mir Leistungen welcher Art auch immer beanspruchen will, egal ob Nahrung, Umweltleistungen etc. , ist es völlig selbstverständlich dafür eine Bezahlung zu verlangen.

Dies gilt auch für die Grundbenützung als Langlaufloipe. Es gibt für mich keinen einzigen vernünftigen Grund der in meiner Person gelegen ist, der dafür spricht die Leistung unentgeltlich zu erbringen und schon gar nicht Ertragseinbussen hinzunehmen.
Ob die übrige Wirtschaft von Langlaufloipen profitiert oder nicht, hat mit meinem Betrieb nichts zu tun. Mit gleichem Recht könnte man den Bauern die Loipenpacht zusprechen und meinen der Wirt solle nichts verlangen.

Wo gibt es sonst die Betriebe die Leistungen gratis erbringen ?
Ich hätte Interesse daran eine Wohnung gratis zu nützen und von der Bank Darlehen ohne Zinsen zu bekommen.

mfg

PS: Der Vollständigkeit halber füge ich hinzu, dass ich selbst keine Loipenpacht kassieren kann und auch sonst leider nicht über ähnliche Einkommensquellen verfüge.
Name: joerenner antwortet um 30-01-2006 10:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Gerne nehme ich als Chefredakteur der Österreichischen Bauernzeitung Stellung hier im Forum und möchte einige Dinge klar stellen:
1.) Der Brief von Kantilli war, wie er selbst schreibt, als "Offener Brief" geschrieben. Das heißt für mich, dass es ein Brief ist, der an die Öffentlichkeit gehen soll. Nichts anderes haben wir mit dem Abdruck des Leserbriefes in der Bauernzeitung getan, nämlich die Öffentlichkeit zu informieren.
2.) Wir haben den Brief deshalb abgedruckt, weil wir der Meinung sind, dass unsere Leserinnen und Leser sehr wohl das Recht haben, zu erfahren, was manche Menschen über sie und ihre Arbeit denken.
3.) Der Brief wurde wort-wörtlich wiedergegeben, der letzte Absatz wurde weggelassen, weil er direkt an den Landesrat gerichtet ist und nicht an die Öffentlichkeit.
4.) Im Nachhinein zu versuchen, durch Worklaubereien und unmögliche Verrenkungen, alles ganz anders darzustellen, ist zwar ein Versuch, Herr Kantilli, aber ein sehr misslungener. Was in diesem Brief steht ist sehr eindeutig und unmissverständlich. Parasit ist ebenso eindeutig und negativ, un kann meiner Meinung nach nicht einfach als Tischgenosse übersetzt werden.
5.) Abgesehen von den vielen ungeheuerlichen Unterstellungen ist manches im Brief auch sachlich völlig falsch (zum Beispiel Bodenverdichtung - jeder Landwirt weiß, dass vor allem die großen und modernen Maschinen auf minimale Bodenverdichtung konstruiert sind).
6.) Um das Thema auch umfassend zu behandeln, haben wir in der Vorwoche bereits und auch in der kommenden Ausgabe den Reaktionen zu diesem Leserbrief breiten Raum eingeräumt. Tatsache ist: es gab bisher keine einzige Reaktion, die den Aussagen von Herrn Kantilli auch nur ein Fünkchen Positives abgewinnen könnte.
7.) Jeder Mensch hat das Recht, seine persönliche Meinung zu sagen. Wenn damit aber eine ganze Berufsgruppe - die es in den vergangenen 15 Jahren ganz sicher nicht leicht gehabt hat - angegriffen wird und als Schmarotzer hingestellt wird, dann haben die Bauern auch das Recht und sogar die Pflicht, sich zur Wehr zu setzen. Und genau dafür sind auch wir Medien da.
8.) Dass die Negativ-Meinung von Herrn Kantilli kein Einzelfall ist, das bestätigen mir die Reaktionen von BIOLIX in diesem Forum. Wenn er Kantilli als jemanden bezeichnet, der es "ehrlich mit der Ö. Landwirtschaft meint", dann weiß ich nicht mehr, ob ich da nicht im falschen Film bin.

Hoffe auf weitere Reaktionen in diesem Forum und stehe nach wie vor dazu, dass wir als Bauernzeitung die Pflicht haben, solche Leserbriefe und die Reaktionen darauf abzudrucken.
mfg
Josef Renner
Name: sturmi antwortet um 30-01-2006 11:03 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Hallo Standeskollegen!
Hallo Herr Ing. Kantilli!
Also, erstens einmal, es bringt nichts hier den Hass weiterzuschüren. Zweitens, sollte es schon so sein, dass sich die Forumsteilnehmer nicht nur mit dem „offenen Brief“ sondern auch mit dem hier veröffentlichen Stellungnahme des Herrn Kantilli beschäftigen. In seinem offenen Brief an Herrn Landesrat Stockinger hat Herr Kantilli sicher übers Ziel geschossen. Verallgemeinerungen und Pauschalverurteilungen führen zu großem Unmut, weil sich all jene Bauern, so wie ich, die wirklich mit besten wissen und gewissen Landwirtschaft betreiben vor den Kopf gestoßen fühlen. Herr Kantilli hat hier sicherlich einen Fehler gemacht, der ihm jetzt teuer zu stehen kommt.
Zu der Loipenproblematik möchte ich noch sagen, es kann doch nicht so sein, dass Bauern für Unfälle von Langläufern auf ihrem Grundstück verantwortlich gemacht werden können. Es kann aber auch nicht so sein, dass ein Sportverein einfach über die Landschaft Loipenspuren zieht, ohne mit den Grundbesitzern zu sprechen. Hier muss zwischen Bauern und Sportverein eine Lösung gefunden werden, die für beide Seiten akzeptabel ist. Wer sich den jetzigen Beitrag von Herrn Kantilli genau durchgelesen hat, der wird draufkommen, dass hier zum Teil berechtigte Sorge und Kritik zum Ausdruck kommt. Gerade was EU Vorschriften und Normen betrifft. Was den Einsatz von Mineral-, Wirtschaftsdünger und Pflanzenschutzmitteln betrifft. Herr Kantilli, das ist nicht mehr so wie vor 30 Jahren, da wurde gestreut und gespritzt was die Dünge- und Pflanzenmittelindustrie empfahl. Die heutigen Bauern schließen sich in Arbeitskreisen zusammen und lernen über Bodenfruchtbarkeit, Erosionsschutz, Nährstoffbilanzierung, Düngermanagment. Bezüglich ihres Hinweises auf Bio Aktiv, ich verwende dieses Produkt schon seit Jahren und mit größter Zufriedenheit. Leider macht es uns Bauern die EU Agrarpolitik nicht leicht, diese gibt bei jeder WTO Verhandlung ein Stück Richtung Liberalisierung der Weltmärkte nach. Liberalisierung bedeutet EU Schutzzölle zu senken um Tür und Tor für Billiglebensmittel aus allen Teilen der Welt zu öffnen. Dass die USA, Südamerika oder Asien nicht bereit sind über Sozial- und Umweltstandarts zu verhandeln sagt wohl einiges über diese Leute aus. Österreichs Bauern stecken in der Zwickmühle, zwischen einerseits der Liberalisierung der Weltmärkte und andererseits den immer strenger werdenden Gesetzen punkto Tierhaltung und Umweltschutz. Die Kontrollen sind zum Teil schikanös, schon bei kleinen Vergehen wird mit der Holzhammermethode drübergefahren. Ich habe das 2003 selbst erlebt und ich bin bei weitem nicht der Einzige, der sich von der Agrarbehörde AMA ungerecht behandelt gefühlt hat. Wie sich bei der Digitalisierung meiner Flächen herausstellte, war ich mit meinen Flächenangaben korrekt und der Kontrolleur machte Fehler bei der Vermessung. Leider gibt es keine Gerechtigkeit, die AMA ist immer im Recht und der Bauer ist der Dumme. Liebe Standeskollegen, was jetzt mit den CC Kontrollen auf uns zukommt, das wird richtig lustig. Vergesst ihr zum Beispiel eure Schweine nicht mindesten 4 Wochen vor der Schlachtung zu stempeln, dann gibt’s 3% Kürzung der Betriebsprämie. Macht euch auf die Frage gefasst, wo ihr euren Traktor wascht, dann das Schmutzwasser darf nicht in den Regenwasserkanal geleitet werden. Antwort: Ich wasche meinen Traktor immer auf der Wiese! Ist ja zum lachen, wenn´s nicht so traurig wäre.
Ja Herr Kantilli, Sie müssen halt auch ein bisserl mehr Verständnis für die Probleme und Sorgen der Bauern aufbringen. Und glauben sie wirklich, dass jeder Bauer in Österreich auf Biolandwirtschaft umstellen soll und kann? Haben sie über die Folgen nachgedacht? Wie viel
Selbstversorgungsgrad hätten wird dann, 10 % vielleicht 20 %? Den Rest aus dem Ausland, vielleicht argentinisches Rindfleisch, brasilianischer Schweinefleisch, australisches Kängeruhfleisch? Schauen Sie sich wirklich mal an wie auf der Welt Lebensmittel produziert werden, nämlich überwiegend Agrarindustriell ohne Rücksicht auf Umwelt, Tierschutz und Menschenrechte. Die Biobauern sind genauso dem Spiel von Angebot und Nachfrage ausgesetzt, sind genauso auf Fördergelder angewiesen. Fragen Sie mal ehemalige Biobauern, warum sie wieder konventionelle Bauern geworden sind. Es ist nicht alles eitle Wonne, Sonnenschein wies uns hier so mancher Biopapst vorgaukeln möchte.
MfG. Sturmi
PS.: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sich diese behalten. ;-))

Name: Lucky antwortet um 30-01-2006 11:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
hallo

ich lese sehr oft im forum. bis jetzt hätte ich von biolix nie was wirklich schlechtes sagen können. aber das er jetzt zu herrn kantilli hilft versteh ich nicht. als ich den leserbrief gelesehn hab ist mir ganz anders geworden.wenn jeder so denken würde. das wären ja schöne aussichten. da würde ich die elterliche landwirtschaft nicht übernehmen. ich bin auch nicht einverstanden wo der weg der landwirtschaft hingeht, aber bitte biolix du kannst dich doch nicht hinter diesen mann stellen. frankfrei war mir immer eine tick zu negertiv aber bei diesem beitrag stelle ich mich hinter ihn. lg
Name: biolix antwortet um 30-01-2006 12:06 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Hallo Lucky !!!


leist du eigentlich meine Beiträge ???

habe auf den ersten Brief werde positiv noch negativ geantwortet !!!

weiters habe ich dann weil ich es eigentlich als absch... finde einen Menschen in einem Forum mit Telnummer anzugeben wie unten angeführt
geantwortet:

Mutig, mutig herr kantilli !!!!

und wieder sieht man wie gut die BB-Zeitung informiert und einiges aus dem zusammenhang reissen kann bzw. leute an den Pranger stellen die es ehrlcih mit der Ö LW meinen...

Danke für ihre Offenheit !

lg biolix

Das war auf seine Erklärung gemeint und ich nehms ihm ab !!!!!!!!

was der mensch weiß über die Ö LW ist weit über dem Durchschnitt, und er spricht alle Probleme an, wenn sie auch ein Hr Renner nciht sehen möcht ( gerade große macshinen verhindern verdichtungen ?????? sehe mit immer die tollen neuen Rübenvollernter an ;-)) ) was sich anscheinend in der LW abspielt...

Sturmi hat natürlich recht , aber das ist ja gleich ein anderer Umgangston, so geht man mit den Ö KonsumenteInnen um bzw. mit Kritekern und eben nicht so wie die Ö Bauernzeitung der es anscheinend nur um eines geht, aber das hatten wir ja schon...

liebe Grüße und vielelciht meldet sich ja noch Herr Kantill wieder...

biolix

Name: FrankFrei antwortet um 30-01-2006 12:35 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?

@ Biolix:

Interessant wie du dich da jetzt rauswinden willst, Verrenkungen wie ein schlechter Politiker. Dein Rückgrat hat die Festigkeit eines alten Unterhosengummis.

Der Begriff "Parasit" bekommt in deinem Zusammenhang eine neue Bedeutung: vom Bio-System massiv zu profitieren (laut chilli 700,- pro ha), aber die Macher des Systems systematisch bei jeder Gelegenheit schlecht zu reden. Und alle normalen Bauern sowieso.

Du würdest diesem "Kantilli" auch klatschend zustimmen, wenn er sagen würde, dass auch Bio-Bauern eingesperrt gehören. Vorausgesetzt er schreibt im selben Absatz was negatives über den Bauernbund.

Name: biolix antwortet um 30-01-2006 12:53 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Na gut wenn du möchtest fakefrei !

rauswinden brauch ich micht nicht, ich schreibe tatsachen die jeder nachlesen kann !!

da du immer so persönlich wirst ( klar anscheinend bist sehr nervös und angespannt ) bin ich nicht mehr so sicher ob du nicht der renner selber bist, denn stockinger trau ich dir nciht zu der ist sonst eher nett, bzw. hab ich ihm so in erinnerung bzw. hat er meine Symphatie schon alleine wegen der Gentechfrei geschichte die er unterstützt...

ABer gehen wir weiter zu den Fakten: Eigentlich sollte man glauben das die Bauernzeitung bzw. der BB interesse daran mit so menschen wie hr. kantill die offen sich ihre meinung ansprechen trauen in eine ordentlich Diskussion einzusteigen (sturmi zeigt das schön, apropos ich hätte es genauso gemacht wenn er eben bios angegriffen hätte ) bzw. ihm persönlich zu schreiben..

Wäre sehr interessant ob das passiert ist, vielelciht schreibt uns da herr kantill noch genaueres, und das war mit ehrlichkeit gemeint, denn wie viele schimpfen wriklcih hinten rum und man hat ja über jahrzehnte versäumt ( meine Meinung ) den Dialog zu suchen... nun beginnts aber von neuen.. obwohl es schon besser scheinte.. aber wie schon o.a. sehe ich da einen Parteipolitischen Hauptgrund, warum zusammenführen wenn feindbilder viel besser sind ?

Da fällt mir gleich die AK ein,und der Dinkhauser, man köntne viel gemeinsam verändern auch ÖVP ler sitzen drinnen, aber es wird immer auf sie geschimpft, nie einen gemeinsamer weg gesucht, so schein t es mir hier auch in diesem Fall des "offenen Briefes".....

so nun muß ich für 2 tage weg, aber ab Donnerstag können wir gerne jeden Punkt den Herr Kantill angesprochen hat genau diskutiert werden, denn wie schon angesprochen, verallgemeinern sollte man nciht, hat er sich auch entschuldigt, aber drücken von den angesprochenen Punkten sollte man sich wirklich nicht !!

biolix
Name: stb antwortet um 30-01-2006 13:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Wofür ist die Kammer da ?
Was glauben Leute wie Kantilli eigentlich wozu ein Kammer da ist ?

Ich habe bisher immer geglaubt die Landwirtschaftskammer sei eine Interessenvertretung der Bauern. Nach meinem Verständnis von Interessenvertretung ist es nicht vereinbar Landwirte zu beraten Grundstücke gratis zur Verfügung zu stellen.

Genauso erwarte ich von der Arbeiterkammer nicht, ihren Mitgliedern anzuraten zb auf Überstunden zu verzichten.

Vielleicht kapierts irgendwann auch der Dümmste, dass die primäre Aufgabe einer Interessenvertretung darin besteht, die Interessen der Mitglieder zu vertreten, auch und selbstverständlich einseitig zugunsten der Vertretenen.
Name: biolix antwortet um 30-01-2006 15:37 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Einen satz zu dir namenloser und dann am donnerstag weiter,
GRÜNER BERICHT, das Einkommen der Bauern ist schon oft bis zu 80% von Fördergeldern abhängig bzw. besteht daraus , noch nie was davon gehört ???!!!!

und die anderen sachen besprechen wir ein anderes mal..
und ob der herr kantill der schlächter sein wird, bzw. welche "schicht" die bauern wirklich stützt nämlich durch ihren einkauf von hochwertigen lebensmitteln, das weißt du wohl am besten...

lg biolixx
Name: kst antwortet um 30-01-2006 16:16 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Ich bin kst!
Warum mein Beitrag ohne Namen reinkam weiß ich nicht.
Gib ihm nur recht, Biolix, dem Herrn Kantilli, dass wir Bauern vom Steuergeld leben...............
es ist schön langsam nimmer auszuhalten.......aber wenigstens bis Donnerstag sollten uns solche Beiträge verschonen.
Name: sturmi antwortet um 30-01-2006 16:55 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Die Bauern als Parasiten? Stellungnahme vom Herrn Landesrat
Sehr geehrter Herr St......!

Danke für Ihre Einladung zu einem Beitrag im Agrarforum. Hier meine Stellungnahme zum offenen Brief “Bauern als Parasiten”:

Herr Ing. Kantilli hat mir am 12. Jänner per E-Mail seinen “OFFENEN BRIEF” übersandt, der mich in Tonlage und Wortwahl so unangenehm berührt hat, dass ich mich entschlossen habe, auf diesen Brief nicht direkt zu antworten. Nachdem von Herrn Kantilli eine Antwort urgiert wurde, habe ich ihm auch direkt mitgeteilt, dass seine im Brief vorgebrachten, undifferenzierten Anschuldigungen in Richtung Landwirtschaft für mich keine ernsthafte Basis für eine sachliche Diskussion darstellen.

Gerne nehme ich zur Kenntnis, dass Herr Ing. Kantilli mittlerweile diese Pauschalvorwürfe relativiert und sich für die “Missverständlichkeit” seiner Äußerung entschuldigt. Wenn er stattdessen die Agrarpolitik für die fehlende Ökologisierung der Landwirtschaft anklagt, dann sollte er wissen, dass Österreich das Land mit den meisten Biobauern und dem umfassendsten Umweltprogramm ist. Überdies war gerade Oberösterreich europaweit das erste Land, das schon in den 80er Jahren eine eigene Direktzahlung für den Biolandbau eingeführt hat. Herr Kantilli wäre gut beraten, sich auf Basis der Fakten eine Meinung zu bilden und nicht von einer falschen Behauptung zur nächsten zu kommen.

Im Übrigen meine ich, dass diese mit bösen Anschuldigungen geführte Diskussion beendet werden sollte und niemand zusätzlich Öl ins Feuer gießen soll.

Ich habe mich deshalb im Zusammenhang mit der in einer oberösterreichischen Gemeinde recht unglücklich gelaufenen Auseinandersetzung um eine Pachtgebühr für Loipen dafür ausgesprochen, dass die Angelegenheit auf örtlicher Ebene in gemeinsamen Gesprächen gelöst werden soll. Was insofern möglich sein müsste, als der Bürgermeister und der betroffene Landwirt miteinander verschwägert sind.

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man miteinander reden muss, bevor fremde Grundstücke benutzt werden. Dieses Stück Respekt vor dem Eigentum muss die Landwirtschaft zu jeder Zeit einfordern. Da geht es nicht um hohe Pachtgebühren, sondern um eine Mindestform von gesellschaftspolitischen Spielregeln, die eingehalten werden müssen.

Wenn die oberösterreichische SPÖ jetzt in einem Landtagsantrag fordert, dass landwirtschaftliche Grundstücke für Sport- und Freizeitaktivitäten von jedermann benutzt werden dürfen, weil ja die Bauern dafür “ohnehin Förderungen bekämen”, dann ist das eine Verhöhnung des Eigentumsrechts. Mit derselben Argumentation müsste dann auch jeder Häuslbauer, der eine Wohnbauförderung erhalten hat, seinen Hausgarten als Spielplatz für die Nachbarschaft zur Verfügung stellen. Oder es müsste ein Unternehmer dulden, dass der betriebseigene Parkplatz zur Skaterfläche wird, wenn er eine Förderung für die Betriebsansiedelung erhalten hat.

Es kann sich jeder ausdenken, wohin das führen wird. Daher ist es Zeit, die Emotion wieder runterzuholen und vernünftig miteinander zu reden. Damit der offene Brief des Herrn Kantilli wenigstens irgendetwas Gutes bewirkt.

PS: Unverständlich ist mir, dass sich Herr Kantilli nach der großen Kritik an seiner Ausdrucksweise darüber beschwert, dass sein Brief in Zeitungen abgedruckt wurde. Wozu wurde dann dieser "offene Brief" von ihm geschrieben und verschickt?

Landesrat Dr. Josef Stockinger
Landhaus
4021 Linz

Tel: 0732/7720-11110 Fax: -11793
Mail: lr.stockinger@ooe.gv.at

Name: biolix antwortet um 30-01-2006 17:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Die Bauern als Parasiten? Stellungnahme vom Herrn Landesrat
Ja kst soll ich lügen wenn ich lesen kann ?????

Na schau schöner Brief vom LR Stockinger.. nur auf die Punkte des entschärften schreibens geht er wenig ein.. nur die Bios müssen wieder herhalten als feigenblatt, das sind wir ja schon gewöhnt...
zitiere
"Wenn er stattdessen die Agrarpolitik für die fehlende Ökologisierung der Landwirtschaft anklagt, dann sollte er wissen, dass Österreich das Land mit den meisten Biobauern und dem umfassendsten Umweltprogramm ist. Überdies war gerade Oberösterreich europaweit das erste Land, das schon in den 80er Jahren eine eigene Direktzahlung für den Biolandbau eingeführt hat. Herr Kantilli wäre gut beraten, sich auf Basis der Fakten eine Meinung zu bilden und nicht von einer falschen Behauptung zur nächsten zu kommen... "

die Fakten: schau ma mal obs die nächsten Jahre der Biowind so günstig weiter weht, bzw. hab grad die neue LWK Zeitung NÖ bekommen, schaut nach sehr viel Geld aus für die die sich den Weltmarkt in Ö stellen möchten.. was hat das für einen sinn ànstatt die BauernInnen zu höchster Qualität, gentechfrei zu einem fairen Preis zu animieren und dies auch zu fördern inkl. sich dem Handel stellen unter dem Motto "wermit Ö qualität wirbt, darf sie dann nicht selbst mit SChleuderpreisen aus "irgenwo" zerstören !" ...

mfg. biolix
Name: JKI antwortet um 30-01-2006 19:48 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? @biolix
hallo
es ist anhand deiner einträge schwer zu übersehen, dass du gleich angesprungen bist wie der jagdhund das rebhuhn, um die bösen bauern und den bauernbund/bauernzeitung zu jagen.

es wurden in diesem beitrag schwere anschuldigungen dokumentiert, die jetzt versucht werden zu relativieren.

unter dem motto wachrütteln, aufzeigen etc.
merk dir: aufzeigen tut man in der schule um sich zu wort zu melden, bei öffentlichen abstimmungen oder um sich ein taxi zu rufen.

jetzt versuchst du schadenminimierung für dein image zu betreiben.

gleichzeitig möchte ich dir schon mitteilen, dass die 6-reiher am feld (nicht bei der ankehr) bei weitem weniger bodendruck verursachen als die
1-reiher mit den asphaltschneidern im gespann mit der zugmaschine reihe um reihe den boden planieren.
ist sofort nach niederschlag festzustellen.

das thema verdichtung müsste aber auch dir bekannt sein, da du auch einen grossen trecker ( 150PS ) übers feld schauckelst.
es ist nun mal so, dass die bereifung wie auch der luftdruck in den reifen vieles im und am boden bewirken.

ob ein hr. renner der fra frei ist oder nicht ist natürlich schwer zu unterscheiden aber eine sehr grobe anschuldigung gegen ebensolche du dich aber sehr verwehrst. (bitte, bitte, bitte liebe redaktion ???)

deine beiträge sind aber anhand deines hämmern´s in den tasten leicht erkennbar.
solltest dir den rat, der dir vor wochen schon übermittelt wurde endlich umsetzen, um deine beiträge leserlicher zu machen.

zum abschluss wiederhole ich mich: geschrieben ist geschrieben ob anders gemeint oder nicht.
sollte es anders gemeint sein, dann hätte ein so intelligenter mensch auch andere formulierungen verwendet.

wünsche dir 2 aufregende tage
josef

Name: M_M antwortet um 30-01-2006 20:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten?
Über die Bauern kann man schnell schimpfen, weil man fast alles sieht, was sie machen.
Wieso sollte ein Bauer keinen Pacht verlangen, wenn die Loipe übers Grundstück führt; Wenn in der Stadt eine Parkplatzgebühr eingehoben wird, dann ist das ganz normal.Oder wenn im Sommer die ganzen Stadtmenschen kommen,- ins "Schwammerl" suchen- dann ist es selbstverständlich das sie auf jeden Weg Parken, oder das sie in Wiese hineinfahren , auch wenn das Futter Kniehoch steht . Aber wehe es steht auf ihren Gemieteten Parkplatz ein anderes Auto, dann wird geschimpft und mit der Polizei gedroht. Aber mit den Bauern kann man ja alles machen was man will.
Name: JKI antwortet um 30-01-2006 20:16 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? @biolix
hallo!

meinst du daraus oder heisst es durchaus.

kst gebe ich recht mit der verschonung bis donnerstag.
diesmal aber nicht nur wegen der lesbarkeit deiner beiträge.

josef
Name: FrankFrei antwortet um 30-01-2006 23:20 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Leserbrief: Die Bauern als Parasiten? @biolix
:-)

Ich bin mit einem "Renner" weder verwandt noch verschwägert, kenne nur einen ehemaligen Bundespräsidenten und eine Kläranlagen-Erfinder gleichen Namens. :-)

Hope that helps! :-)))


PS: Who the f*** is "Renner"?