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Es sind 13213 Diskussionen online
Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft
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Name: joker124 25-01-2006 11:00 |
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 Tagebuch
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft Zur untenstehenden Diskussion über polnische Arbeitskräfte und Bezahlung in der österreichischen Landwirtschaft fiel mir folgendes wieder ein. Als ich so bei meinem Mittagessen mit meinen Freunden sahs , hörte ich am hinteren Tisch eine Diskussion von zwei Studenten mit. Diese meinten warum wir Österreicher so blöd sind die Landwirtschaft zu subventionieren. Die erholt sich sowieso nicht mehr! Die ganzen EU Fördergelder sollte man besser in gute Autobahnen investieren oder in Bildung! Die ganzen Lebensmittel können wir sowieso improtieren und das wäre viel billiger! Ich habe mich dann umgedreht und sah, dass er ein Lattella Packerl trank! Ich nahm ihm das Packerl weg und meinte wenn du dieser Meinung bist brauchst du die Molke in dieser Qualität auch nicht mehr trinken! Ein Diskussion begann ... Solange der Österreichische Landwirt als dummer Bauerntrottel im Fernsehen vermittelt wird, wird sich an dieser Einstellung nichts ändern. Solange wir Werbungen zeigen wo Leute aufstehen und "bei meiner Ehr" brüllen wird sich die Meinung halten, dass Bauern in unserer Gesellschaft nichts wert sind weil sie ja blöd sind. Wenn sie auf Autobahnen oder auf anderen Straßen mit Kühen und Mistgabel gegen irgendwas demonstrieren (bsp Milch: Der Zuseher sieht und denkt, ich hab noch Milch zuhause, morgen gibts sicher wieder Milch, also egal, lustig anzuschauen die Kühe da, scheissen alles an, ma dem Kleinenen da auf der Straße is kalt das ist ja voll unverantwortlich) und dann noch im Interview im Dialekt reden sodass man sie kaum versteht. Bsp: Fernsehdiskussion vor ein paar Jahren: Es geht über Schweineskandal irgendwo in Europa. Ein österreichischer Bauer sitzt auch dort. Er kommt zu Wort - unten steht der Name: ING!!! Max Muster Er meint: de ane hälfte kaf i zua, und de andere hälfte moch i ma söwa! Solange sowas gezeigt wird, wird keiner für unsere hart erzeugten Lebensmittel mehr bezahlen als unbedingt notwendig.Und solange werden die Löhne nicht höher werden. Und solange wird auch keiner die unterbezahlte Arbeit in der Landwirtschaft machen weil sich die Leute auch teilweise dafür schämen! Wenn ein Maturajahrgang aus einer landwirtschaftlichen Schule sich statt: "eine höhere Schule für allgemeine Landwirtschaft" "eine höhere Schule für Agrarflächendesign" nennen muss damit sie Mädels abbekommen ist das wirklich traurig! Es liegt an den Medien, an den Werbunsauftraggebern(AMA, BioAustria ua), an den Kammern und an den Bauern selbst sich wieder ins rechte Licht zu rücken. Dann wären Demonstrationen über den Milchpreis unnötig! lg Joker LG Joker |
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Name: stb antwortet um 25-01-2006 11:21 auf diesen Beitrag |
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Tagebuch
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft Selbst jene die Förderungen an die Bauern als rausgeschmissenes Geld betrachten, weil sich die ö Landwirtschaft sowieso nicht mehr erfängt, sollten daran denken dass es auch menschliche Aspekte gibt. Was soll ein Bauer mit 50 tun, wenn plötzlich alle Förderungen gestrichen werden. Es mag schon sein, dass völlig klar ist, dass sein Betrieb zum Sterben verurteilt ist. Man könnte daher selbst wenn man Förderungen grundsätzlich ableht, darin so eine Art Sozialplan sehen, damit wenigstens diejenigen Bauern die keine andere berufliche Alternative haben, noch bis zur Pension weitermachen können. Wenn eine Firma Mitarbeiter abbaut, weil sich die Produktion nicht mehr lohnt, wird ja auch oft das persönliche Schicksal der einzelnen abgefedert durch Sozialplan, Vorruhestand etc. Warum sollen den ausgerechnet die europäischen Bauern voll dem rauhen Wind des Weltmarktes ausgesetzt sein, wenn die übrigen Mitbürger der EU auch in der warmen Stube des Wohlstandes sitzen ? |
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Name: lacusfelix antwortet um 25-01-2006 12:30 auf diesen Beitrag |
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft als bauer bist du nun mal unternehmer, und da gibts auch in der "normalen" wirtschaft keinen sozialplan, ist leider so. Wir dürfen uns nicht immer auf die anderern verlassen, dass DIE was tun müssen, WIR müssen was tun. Und dass in nächster Zeit nochmal 50 % der Bauern auf hören werden, da bin ich mir ziemlich sicher(vielleicht bin ich ja auch dabei),aber das ist kein Phänomen der Landwirtschaft sondern der globalisierten Zeit. Ich bin gerne bauer aber ich habe auch nur ein leben, dass ich auch genießen will, und ich werde sicher die norbremse ziehen , wenn außer arbeit nichts mejhr bleibt in dern LW. Mir gibt es auch jedesmal einen Stich wenn das Wort Bauer als Synonym für eine dummen primitiven Menschen verwendet wird, aber das ist im Sprachgebrauch schon so tief verwurzelt, dass sich die Leute gar nicht bewußt sind was sie da eigentlich sagen. Aber es stimmt auch, so wie sich viele Standeskollegen in der Öffentlichkeit präsentieren läßt mich auch erschaudern. |
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Name: Icebreaker antwortet um 25-01-2006 13:31 auf diesen Beitrag |
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft @lacusfelix Zitat: "Aber es stimmt auch, so wie sich viele Standeskollegen in der Öffentlichkeit präsentieren läßt mich auch erschaudern" ALLERDINGS! Eine Minderheit an Landwirten bestärkt diesen Glauben daran immer und immer wieder- in der Öffentlichkeit und im einzigen Bauwernforum Österreichs, wo nicht nur Landwirte vertreten sind - klick mal in den Landwirt Flirt und schmökere im Forum. Gruß Ice |
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Name: stb antwortet um 25-01-2006 14:19 auf diesen Beitrag |
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft Du bist a Bauer, hört man Jugendliche zum Teil schimpfen. Das interessante dabei ist, dass dem Schimpfer im Grunde nicht bewusst ist, dass er damit einen Berufsstand verunglimpft. Gemeint ist dass sein Gegenüber ein primitiver, begriffsstutziger, dreckiger Bauer ist, der in der Reinform des Klischees mit mistbedreckten Gummistiefeln durch Leben geht und nicht bis 3 zählen kann. In Wahrheit könnte mit dieser Methode jede Berufsbezeichnung zum Schimpfwort werden, wenn man sich aus den Berufsangehörigen nur den geeignetsten raussucht. Warum aber gerade Bauer als Schimpfwort ? Ich mutmaße, dass unter den Bauern ein signifikanter Prozentsatz das Klischee bedient, sonst würds nicht hängen bleiben ? |
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Name: Icebreaker antwortet um 25-01-2006 16:09 auf diesen Beitrag |
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft Diejenigen, und das nicht gerade wenige, die das Klischee des "dummen Bauern" am Leben erhalten haben schlichtweg ein Defizit an sozialer Kompetenz. So einfach ist das. Hören will es nur keiner, wahrhaben schon gar nicht geschweige denn lesen, nachlesen, sich darüber informieren. Wie gesagt, flirtforum schmökern; unzählige "lebende Beispiele" (hier ebenso deutlich zu verfolgen, nur bei weitem disziplinierter und Niveauvoller) Ewige Jammerei und jeder und alles ist an allem Schuld wenns nicht klappt nur nicht man selber, ordinäre und primitive Äußerungen, Abwertung von dem, was man nicht kennt, lieber nichts sagen bevor man was falsches sagt, und immer wieder Überforderung, wenn ein Beitrag über 10 Zeilen hinaus geht, böse Rechtschreibung, enger Horizont, Intoleranz, asoziales Verhalten der Gemeinschaft gegenüber, usw. ........................ Alles hat selbstverständlich seine Hintergründe doch wer dazu lernen, sich weiterentwickeln möchte, kann dies zu jeder Zeit tun. Nicht nur positiv für das Berufsbild, die Mitmenschen sondern vor allem für den Einzelnen selbst! Für manche wäre erstmal die "Abnabelung" von den Eltern angesagt; verdammt schwer natürlich, wenn man unter einem Dach lebt. Doch eines greift ins andere. Persönlichkeitsweiterentwicklung stärkt die EIGENE Pers., man kann somit besser sein EIGENES Leben bestimmen und leben. Wer wissen will, was genau soziale Kompetenz ist, kann sich im Netz kundig machen, gibt genug Info dazu. Linkangebot: http://www.studentenberatung.at/themen/persentwicklung/sozkompetenz_info.html#was Wer sich selbst testen möchte findet online ebenso genug Infos und Test, auch hier ein Linktipp: http://www.uni-protokolle.de/eignungstest/ Und wer meint, er braucht den ganzen Sch... nicht, auch nicht wissen - auch gut. Und all die, die wissen .... wissen ja ;-) lg Ice |
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Name: haustier antwortet um 25-01-2006 18:50 auf diesen Beitrag |
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft Meine Meinung dazu ist man sollte nicht immer negativ denken wenn man hört ein Bauer. Viele wissen es leider nicht, dass viele Bauern besser ausgebildet und vielseitiger sind als so mancher der einen anderen Beruf gelernt hat. Es gibt viele in anderen Berufsgruppen die bei einer Kuh nicht einmal wissen was vorne und hinten ist darum sollte man sich schämen wenn man ein Bauer ist. Im gegenteil man sollte stolz sein auf seine Berufsbezeichnung. |
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Name: Michael_5 antwortet um 25-01-2006 20:18 auf diesen Beitrag |
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft Ich bin ein Vollerwerbslandwirt in einer 3000 Sellen Gemeinde. Mir ist es viel lieber es wird geschimpt über die Bauern, als würden sie bemitleidet !!!!!! |
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Name: kraftwerk81 antwortet um 01-02-2006 17:40 auf diesen Beitrag |
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Der Bauer und sein Status in der Gesellschaft Wer schimpft eigentlich über Bauern? Ich kann die Diskussion eigentlich nur schwer nachvollziehen. Mich persönlich hat noch nie irgendjemand beschimpft. Ich schäme mich auch nicht dafür; Wofür auch? Ich arbeite in einer grösseren Fa. mit zum grossteil Angestellten die mit der LW nicht viel am Hut haben, beschimpft hat mich noch nie einer. Im Gegenteil, die meisten beneiden mich drum einen Hof zu haben, abgesichert zu sein falls es mit der Fa. mal nicht so gut läuft nicht in einem Reihenhaus wohnen zu müssen,... haufenweise Argumente fallen mir dazu ein. Aber ws. liegt es daran dass ich nicht ständig nur raunze und mich über irgendwas beschwere sonder klar die Vorteile betone. |
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