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Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!

  Antworten: 7

Name: abs 05-01-2006 18:48 nach oben
Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
Laut Tiroler Agrar Landrat u. BB-Obmann D. T. Steixner darf eine `Heillige`Kuh nur noch max. 8000kg Milch im Jahr geben! Von einer Beschränkung auf 30 Kühe pro Betrieb sieht er ab! (nachzulesen unter www.Tirolertageszeitung.at,5.Jänner06)
Gibt es in den anderen Bundesländern auch solche Bauernvertreter mit solch einem `kleinen Kopf`?
Was sollte man mit so jemandem machen, der pro Kuh min. 2000 € im Monat von uns kassiert?
Gruß aus dem Schwarzen Tirol!!!
Name: walterst antwortet um 05-01-2006 21:19 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
ich finde die Idee gut!

ich lass mich dann als Kuhflüsterer einschulen und werde dann hochbezahlt die Kühe über ihre neuen gesetzlichen Pflichten informieren.

und monatlich die Tachoscheibe kontrollieren.
Name: milkiway antwortet um 05-01-2006 23:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
Find ich auch gut. Ich werde bei dir in die Lehre gehen und mein Geld dann so verdienen.
Ich schlage noch vor den Weidekühen die eine Straße überqueren eine Jahresvignette verpflichtend aufkleben zu müssen. Dann gehe ich aber zur KUHINAG um Vignetten zu kontrollieren.
Name: stb antwortet um 09-01-2006 10:08 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
Ich habe den Beitrag gesucht, dort steht Steixner schwebt vor eine Leistung zwischen 6000 - 8000 kg, eine Begrenzung auf 30 Kühe sei nicht sinnvoll, wenn in den Nachbarländern wirtschaftlich unter 50 Kühe keinen Sinn macht.

Für mich ist das ganze in Verbindung mit dem Medikamentenskandal ein Beispiel mehr für unrealistische Einschätzungen.

Emotinell aus alten Zeiten her, sind Bauern die früher 20 Dienstboten hatten, noch immer Grossbauern. Doch die Realitäten sind andere geworden. Wer jetzt 50 Kühe hält, muss (darf) die Arbeit mit seiner Familie machen und wird ob der Grösse schon im agrarindustriellen bereich angesiedelt, eine Vermutung die sich durch den Medikamentenskandal erhärtet. In Wahrheit handelt es sich bei diesem Betrieb, nichts anderes ist jeder Landwirt, um einen Kleinbetrieb.

Viele sind erschüttert darüber dass in diesem Agrarkomplex mit industriellen Methoden 200.000 kg Milch und mehr pro Jahr erzeugt werden. Auch Steixner drückt aus, dass in Nachbarländern man angeblich 50 udn mehr Kühe braucht, ihm selber fehlt offenbar der Glaube an diese Notwendigkeit.
Ich würde mir wünschen, dass Leute wie Steixner und alle möglichen anderen verständigen Leute auch, nicht auf Basis von Gefühlen Dinge in den Raum stellen, sondern tatsächlich mal überlegen ob 200.000 kg Milch viel ist. Ich kann nur sagen, die Menge ist groß, aber wenn man 30ct/kg veranschlagt, sind das € 60.000,- Umsatz.
Für einen Betrieb sind € 60.000,- Umsatz gar nichts, es handelt sich um einen Zwergbetrieb. Jeder x-beliebige kleine Tapezierermeister als Familienbetrieb macht mehr und € 100.000 Umsatz/Mitarbeiter ist über alle Branchen keine Seltenheit, sondern Notwendigkeit.

Was glauben Leute eigentlich, dass Bauern Vollidioten sind, die nichts können müssen und daher auch dementsprechend zu bezahlen sind ?

Nach meinem Verständnis ist ein Landwirt ein Betrieb wie jeder andere auch. Der landwirtschaftliche Betrieb braucht daher auch genauso zur Abdeckung von Kosten und Lohn einen Mindestumsatz.
Ich finde es als Verarschung wenn Betriebe die nicht mal ordentlich lebensfähig sind, als Agrarindustrielle abgestempelt werden.
Aber ich stelle die Behauptung auf, dass sich daran nichts ändern wird, solange es soviele Bauern gibt, die das auch selber noch glauben und in naivem Kleinlieferanten (50.000,- Quote) denken, 200.000 kg Quote das muss eine Goldgrube sein.

Den Medikamentenskandal selber sehe ich so:
Der Einsatz nicht zugelassener Medikamente ist verboten und steht unter Strafe. Aber man sollte schon einen Blick hinter die Kulissen werfen. Was führt zu solchen Praktiken. Man nehme einen schlechten Milchpreis, einen Bauern der versucht damit zu leben und dennoch zu überleben und fort ist alle Moral.

mfg

PS: Außerdem finde ich es sehr blauäugig, jetzt so zu tun, als käme gesetzwidriger Medikamenteneinsatz nur bei "Grossbetrieben" vor.
Name: ALADIN antwortet um 09-01-2006 10:20 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
per Gesetzwäre eine Begrenzung Dummheit und sowieso nicht durchführbar. Durch Förderungen allerdings meiner meinung nach sinnvoll.
Ich habe einmal vor ca. 15 Jahren in alten top agrar Heften gestöbert. Da habe ich einen Beitrag gefunden: "Weniger Milch-mehr Geld". Bei uns werden von Kammer & CO meistens nur Höchstleistungen gepredigt. Was das im Endeffekt kostet darauf achten nur wenige.
Name: Gerhardkep antwortet um 09-01-2006 14:18 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
stb absolut Richtige
Habe leider selbst nicht 8000 Stalldurchs. möchte es aber wenn alles andere auch past erreichen.
Bei uns gibt es auch Bio- Betriebe die 10 000 l Stalldurchschnitt haben(Fleckvieh) warum nicht wenn der Betriebsleiter und die Kühe dazu fähig sind.
in anderen Ländern ist 10 000 l Länderdurchschnitt und bei uns regt man sich auf. Es gibt genug Betriebe die mit 4000 l ihre Probleme haben aber sehr häufig der Landwirt schuld ist und nicht die Kuh.
Das ich bei Kühen über 10 000 l natürl. mehr aufpaßen muß ist klar aber zu sagen das darf man nicht das ist eine zu einfach Antwort.



Name: helmar antwortet um 09-01-2006 20:32 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
Nun stb, wennst mich meinst mit meinen 55.000 Quote, heuer durch Bestandesprobleme nicht mal erreicht, dann möcht ich dir sagen dass es Betriebe mit der vielfachen Menge an Quote gibt, aber denen unterm strich, wie du richtig sagst, pro AK auch nicht mehr übrig bleibt. Und man darf nicht vergessen dass im Gegensatz zu anderen Ländern in den Alpenländern die Höfe auf verschieden Standbeinen stehen. Und ich seh meinen Hof in Sachen Einkommen schon auch so dass ich vergleiche was mir bliebe wenn ich, sagen wir mal, zu Billa regale schlichten ginge. Und da ist der Vergleich schon ein anderer, denn wenn ich meine Arbeitszeit auf die Rindsviecher im Jahr umlege, dann komm ich bei der Stallarbeit, alle Arbeiten, auf 4,5 Std im Winter, im Sommer etwas weniger. Und wenn man
die Grundfutterernte, Güllen etc. dazunimmt, dann hat man in meinem Bereich auch noch etwas Luft, auch den Wald zu bewirtschaften. Man soll seinen Hof als Ganzes sehen, und nicht nur einen Betriebszweig rausklauben. Und auch berücksichtigen wieviele AK wirklich für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft eingesetzt werden. Das Essen kochen, Wäsch aufhängen, der Haushalt, wird zwar oft der Landwirtschaft angerechnet, aber hat in der Auflistung der betrieblichen Arbeitszeit nichts verloren.
Mfg, helmar
Name: stb antwortet um 10-01-2006 09:38 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Per "Gesetz" max. 8000 kg pro Kuh!
Liebe helmar,
ich darf Dir versichern, dass ich nicht Dich gemeint habe. Du magst Dich zwar von der Höhe der Quote angesprochen fühlen, aber das ist schon alles. Du schreibst nämlich selber, dass Dir ausreichend bewusst ist, dass auch das vielfache an Quote kein Allheilmittel ist.

Ich wollte eigentlich nur aufzeigen, dass Kleinlieferanten zum Teil nicht über den Tellerrand blicken können (oder wollen), dies obwohl sie selber Bauern sind und man meinen könnte sie verstehen etwas von Landwirtschaft. Ich darf aber dazu sagen, dass ich bei Deinen Beiträgen nie den Eindruck gehabt habe, dass Du dazu nicht in der Lage bist.

Es steht mir nicht zu, anhand der Beiträge im Internet über andere Leute zu urteilen oder gar zu verurteilen.
Deine Beiträge sind aber immer kompetent und gut zu lesen und deshalb eine Bereicherung. Das heisst ja nicht, dass ich deshalb alle Deine Meinungen teilen muss.
Aber gerade von unterschiedlichen Ansichten lebt ja auch das forum und kann mann auch selber was dazulernen.

mfg


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