 Tagebuch
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Staph. aureus - Kuh weg? Hallo constantin! Die von Theres geschilderten Erfahrungen betreffend Stap.a. habe ich den letzten 3 Jahren leider auch machen müssen. Heuer wars, nach einem "ruhigem" Jahr, im Sommer auf einmal extrem: auf einmal hatten wir ZZ 900 in der Tankmilch und im Filter nicht einen einzigen Flocken. Im ersten Jahr haben wir mit Behandlung und Hygieneprogramm die Sache relativ schnell in den Griff bekommen, von 11 Kühen sind 2 abgegangen, wobei bei einer auch noch die Fruchtbarkeit mitspielte. Die anderen 9 hatten wieder gute Zellzahlen, und bei den vierteljährlich durgeführten bakteriologischen Kontrollen war der St.a. zum Teil nicht mehr nachweisbar. Das Hygieneprogramm wurde eingehalten, und im vorigen Wirtschaftjahr hatte ich einen Gesamtschnitt bei der ZZ in der Molkereimilch von 147, also hätte man annehmen sollen das das Problem gelöst wäre. Leider war dem im heurigen Sommer nicht so, und nach dem Abkalben haben 3 Kühe im wahrsten Sinn des Wortes zugeschlagen, nach der bakteriologischen Untersuchung wurde jede Kuh nach der Empfehlung behandelt, und diesmal wars für die Katz. Eine 4. hatte dann auch noch hohe ZZ, war aber bereits schwer trächtig. Diese hat dann ( natürlich mit meinem Hinweis dass es sich um eine Kuh mit diesem Erreger handelt) ein Mutterkuhhalter genommen. Von 3 neumelkenden Kühen aber habe ich sehr viel Milch weggeschüttet, und als sich herausstellte dass eine weitere Behandlung sinnlos ist, diese zur Schlachtung verkauft, von 9 Kühen 4 Abgang, da tut sich was, und ich war damals ziemlich pfeifdrauf. Zusammen hatten diese 4 übrigends 170.000 Lebensleistung, also sehr gute Kühe. Und es waren die sogenannten "leichtmelkenden". Die restlichen verbliebenen 5 haben nun ZZ im niederen Bereich in der Anlieferungsmilch, von 112 bis 152 in den letzten 3 Monaten. aber sie tragen auch, die beiden nachgestellten Erstlingskühe ausgenommen den Erreger noch in sich(l etzte bakt. Probe Anfang Dez.) obwohl bei denen die ZZ im unteren Bereich liegen. Die derzeitigen Maßnahmen sind solche: Melkzeuge zwischendesinfiziren mit Peressigsäure, die beiden Erstlingskühe zuerst melken, mit der Milch dieser Kühe die weiblichen Kälber tränken, Zitzentauchen mit IO-Shield, und trockenstellen mit dem im Antiobiogramm empfohlenen Trockensteller. 1-2 mal wöchentlich streue ich auch noch Mischkalk in die Liegeboxen. Nun hoffe ich dass ich diese Sache, wenn schon nicht los werden, zumindest im Griff behalten kann. Aber eines sollte man schon bedenken: der Schlüssel zu diesen Miseren liegt auch in der Zucht: immer höhere Milchleistungen bei immer schnellerer Melkbarkeit, das kann und wird nicht gut gehen, auch wenn das niemand zugeben will..........meine etwas "zäheren" 6000-7000 kg Kühe sind noch da, die 9000 , welche die Milch laufen haben lassen, nicht mehr. Mfg,helmar
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