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Bauernsprecher

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Es sind 75 Diskussionen online!

Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?

  Antworten: 48

Name: 23-12-2005 22:36 nach oben
Tagebuch
Beiträge [ 2 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Um sich einen kurzfristigen Marketingvorteil zu verschaffen, sind einige Molkerein mit gentechnikfreier Milch und auch ein großer steirischer Fleischvermarkter mit gentechnikfrei für sein Almochsenprogramm in die Offensive gegangen. Trotz der extra Bewerbung, gibt es keinen höheren Verkaufspreis (mit der Ausnahme des Almochsenprogrammes) und damit auch keinen entscheidenden Mehrerlös für die Bauern.



Diese Kennzeichnung ist allerdings nur eine Irreführung, für Landwirte und Konsument. Auch die Haftungsfrage ist- obwohl die gentechnikfreien Produkte schon am Markt sind- noch nicht ganz geklärt. Wissen Sie also, auf was Sie sich einlassen? Überlegen Sie es sich gut, bevor Sie sich an solchen Projekten beteiligen!

Name: biolix 24-12-2005 00:30 nach oben
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Beiträge [ 4372 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Vorsicht BauernINNen !

Bio ist seit jahren der größte Gentechnikfrei Schmäh den sie sich nur vorstellen können. Also bitte, lassen sie sich ja nicht mehr auf BIO ein denn die Haftung bei Bioprodukten inkl. ihrer Gentechnikfreiheit kann ihre Gesundheit inkl. Ihren Betrieb gefährden.
Falls sei dem doch trauen wenden sie sich an Ihren nächsten Bioverband oder dem nächsten Gentechfrei Lieferanten oder Abnehmer, danke !

lg ohne frohe frohe Weihnacht und heute halt ichs wirklcih mit unseren Freunden der PRo Leben Bewegung in Kärnten und einer Bäuerin unseres Nachbardorfes die das wirklcih noch immer groß am AUto kleben hat "Keine Sau will den Genfraß" ..

Name: walterst 24-12-2005 00:33 nach oben

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Beiträge [ 2101 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Zu dem erwähnten Fleischvermarkter möchte ich sagen:
Wenns bei den Almochsen nicht gehen würde, dann nirgendwo.
Der Sch.......er fährt eine Hochpreisschiene auch zur vollsten Zufriedenheit seiner Lieferanten.
In einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Projektes hat der Chef (sinngemäß) gesagt: Das darf uns nicht passieren, was den Milchbauern passiert ist, dass nämlich ein Mehrwert zu Mehrkosten ohne Preisaufschlag verkauft wird, aber die Milchbauern haben ja keine Vertretung!

ich wünsche dem Sch.... viel Erfolg mit seinem Weg und dem persönlichen Einsatz in einer Branche, die vom Ausland völlig überrollt zu werden droht, und uns Milchbauern den Mut, uns gegen die Verschleuderung der mehrwertigen Milch aufzulehnen.
Name: ALADIN 24-12-2005 13:15 nach oben

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Beiträge [ 1107 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Worauf lassen sie sich ein wenn sie gentechnisch veränderte Futtermittel füttern oder solche Lebensmittel essen?
Name: 26-12-2005 08:09 nach oben
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Beiträge [ 8 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Auf was lassen wir uns da wircklich ein?

Auf noch größere und härtere Produktionsauflagen und noch mehr Kontrollen die ganz leicht zu Betriebssperren führen können. Viel schlimmer aber noch man bekommt nichts mehr für sein Produkt. Der Preis wurde in diesem Momenst verloren wo eine große niederösterreichische Molkerei gentechnikfreie Produkte zum gleichen Preis angeboten hat, deren Haupaktionär ist allerdings österreichs größte Bauerngenossenschaft.
Und wer haftet für das gentechnikfreie Produkt? Sicher nicht der der es wollte- der Verarbeiter sonder der Bauer und seine Lieferanten!!!!!!

Soviel zum Thema Gentechnikfreiheit

Name: 26-12-2005 12:33 nach oben
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Beiträge [ 20 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo!

Ich bin ein Lieferant der Nöm und seit ca. Juli 2005 beim Gentechnikfreien Milchprojekt als Lieferant, hate eine Kontolle und Betriebserhebung und das eizige ich musste GVO-freien Soja zukaufen und da gab es auch keine höeren kosten, ich selbst finde es sollte in unserem interesse sein sich von der Gentechnik so weit wie möglich zu distanzieren.
Mich würden von euch kongrete Beispiele interessieren wo ihr finanziele oder wirtschaftliche nachteile durch die Gentechnikfreie Milchlieferung habt?? Kann ja für manchen ein riesen Problem geben.
mfg MP
Name: ALADIN 26-12-2005 12:45 nach oben

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Beiträge [ 1107 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
re: milcoholik
Ich kann deine Behauptungen leider nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich bin ich zu dumm.
Name: walterst 26-12-2005 18:13 nach oben

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Beiträge [ 2101 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Auch wenn das jetzt schon zum hundertsten Mal wiederholt wird:

Die NÖM hat im Handel die Gentechnikfreie Milch ohne Aufschlag angeboten. Das bedeutet, dass alle anderen Molkereien gleich nachziehen müssen.
Die Mehrkosten für Logistik, Futter, Kontrolle auf Betrieben und in der Verarbeitung gehen zu Lasten der Milchbauern.
Glauben denn die Lieferanten der NÖM, dass diese Kosten nicht anfallen, nur weil sie nicht direkt mit den Betrieben verrechnet werden?
Woher sonst soll das ganze bezahlt werden, wenn nicht von vorenthaltenen Milchgeldern?

Verzicht auf Gentechnik: Ja sowieso, aber nicht allein zu Lasten der Milchlieferanten!
Name: helmar 26-12-2005 19:19 nach oben

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Beiträge [ 4314 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Wer löhnt denn diesen "Bauernsprecher" eigentlich?
Mfg, helmar
Name: kst 26-12-2005 21:58 nach oben
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Beiträge [ 461 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Liebe Helmar!
ich habe vom Milchmarkt keine Ahnung, aber was ist denn am "Bauernsprecher" seinem Beitrag so unrichtig. Und mit dem Ausdruck "löhnt", kann ich auch nichts anfangen. Soll das österreichisch bezahlen heißen?
Entschuldige, dass ich ausgerechnet zu Weihnachten so pizzelig bin. Liebe Grüße kst.
Name: 27-12-2005 06:25 nach oben
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Beiträge [ 8 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Walterst ich gebe dir vollkommen Recht. Aber wir sind anscheinend alleine mit unserer Meinung. Die Bauern sind wieder einmal zu blöd wie schon in den vergangenen 50 Jahren und lassen sich wieder alles gefallen und verkriechen sich in ihrem Anwesen und jammern.
Name: stb 27-12-2005 09:37 nach oben
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Beiträge [ 683 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Da läuft was in die falsche Richtung, wenn Bauern sagen, es tut uns ja nicht weh auf das Gen Soja zu verzichten.

Wenn ich zigmal kein gentechnisch verändertes Futter den Tiere gebe, bin ich absolut dagegen das Produkt ohne Mehrpreis zu verkaufen.
Ganz einfach, wer den Mehrpreis nicht bezahlt, gekommt keine Garantie, selbst wenns noch so ohnehin erfüllt wäre.

Wer als Bauer glaubt er hat keine Kosten, der ist auf das Argument der Molkerei reingefallen. Keine Abnehmer wird den Bauern sagen, ihr hat Futterkosten, Kontrollkosten, Dokumentationskosten etc.

Es muss sich einmal aufhören, Mehrkosten zu haben ohne Mehrerlös. Das hat nichts mit gentech zu tun, sondern ist eine prinzipielle Vermarktungsfrage.
Produkte gehören vermarktet und nicht verramscht, außer es ist tatsächlich Ramsch.
Name: 27-12-2005 13:48 nach oben
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Beiträge [ 20 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo Walterst!

Wenn du behauptest das den NÖM-Lieferanten Milchgeld vorenthalten wird , würde es mich schon interessieren um wieviel der Milchpreis bei den anderen österreichischen Molkreien höher ist als bei der NÖM?
Wir Bauern hatten die meisten Molkereien ja einmal selbst in der Hand.
Warum hat es den da nicht geklappt?
Die jetzigen Eigentümer lassen sich von uns Lieferanten sicher nicht ihren verkaufspreis vorschreiben!

Aber ich bin sicherlich nicht mit allem der NÖM einverstanden, aber sie jetzt an den Pranger zustellen ist finde ich auch etwas falsch den es gibt sicher mehrere Molkereien wo die Bauern mehr Grund zur klage haben.

mfg MP
Name: walterst 27-12-2005 14:06 nach oben

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Beiträge [ 2101 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Die NÖM liegt im Milchpreisvergleich April bis Oktober z.B. hinter Gmunden, Alpenmilch, OM und Bergland, sowie Landfrisch und Seifried.

Es geht nicht darum, jemanden an der Pranger zu stellen oder nicht.
Aber die wahrheit ist zumutbar.
Wenn nach Deiner Meinung andere Molkerein den Bauern mehr Schwierigkeiten bereiten als die NÖM, dann klär uns bitte auf.

Walter
Name: helmar 27-12-2005 15:02 nach oben

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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Ist zwar schon einige Zeit her, aber in der TOP_AGRAR-Österreich, welche die IG genau so medial unterstützt wie den deutschen BDM, hat es im März, glaube ich, als besonderes Zuckerl von der Liefergemeinschaft Alpenland erstellt, eine Liste jener Molkereien gegeben
welch den "besten" Milchpreis zahlen. Nach den beiden Abnehmern aus Bayern war das die NÖM, aber das wird ja wohl ein Irrtum gewesen sein. In den letzten Monaten hat es seitens der NÖM Nachzahlungen gegeben, denn die NÖM zahlt den Ö-Durchschnittspreis plus 0,5 ct mehr fürs Genfreiprogramm, wenig zwar, aber zu behaupten dass sie gar nichts mehr bezahlt ist halt auch, naja, was denn?.......Auch hat die NÖM etwas mehr Überlieferungsmilch übernommen als der Ö-Durschnitt. Ist da die NÖM schuld wenn überliefert wird? Und nochwas, jeden 2. Tag fährt unser Milchsammler 12 km extra für max. insgesamt 200 lt Milch. Diese Milch wird von MGN.-Mitgliedern, das sind NÖM -Lieferanten, abgeholt. Da hätte ich schon die Frage: würde diese Milch auch noch geholt werden wenn es eine Liefergemeinschaft wäre?
Wenn so wie die meisten in unserer Gegend, Weide, Grassilage, Heu, Zukaufgetreide, Mischfutter( der Preis für Gensojafreies ist bei unserem Lieferanten gleich geblieben) und Tockenschnitzel und ev. Maissilage füttern, dann soll mir schon wer erklären in welcher Art nun beim Genfrei das Wirtschaften erschwert wird....oder gilt die Aufbewahrungspflicht für den Nachweis der Herkunft von Futtermitteln nur bei NÖM-Lieferanten?
Irgendwo kommt mirs vor wie wenn die Argumente gegen einen Weg der
genfreien Erzeugung von Lebensmitteln in Österreich mit aller Gewalt notfalls mit dem Schleppnetz gesucht werden.......ich habe von Bio, oder besser manchen Representanten der Organisationen, die Nase voll, aber ich sehe absolut keinen Grund, dass ich deshalb nicht bei genfreier Erzeugung mitmache........und irgendeinen Feind muß man ja finden, vielleicht nicht zuletzt auch davon abzulenken, dass die absolut richtige und wichtige Organisation IG Milch sich sehr in die Gefahr begibt, kerzengerade in eine Sackgasse reinzupreschen und dann darin stecken zu bleiben...leider!
Mfg, helmar
Name: 27-12-2005 15:16 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Fakt ist daß niemandem geholfen ist wenn im Regal nicht mehr verlangt wird. NÖM hin NÖM her. Es wird einfach im Handel kein höherer Preis erzielt. Wenn wir einmal Maschinen oder sonst etwas anschauen so werden wir sehr schnell feststellen das bei jeder nur noch so kleinen Modernisierung ein Preisaufschlag verlangt wird. Und jetzt nocheinmal: Nur Bauern sind so blöd bei Einkäufen Preisaufschläge zu akzeptieren, bei verkauften Waren diese aber nicht weitergeben. Wäre doch ein super Zeitpunkt gewesen mit gentechnikfreier Milch etwas aufzuschlagen, oder wann sonst? Aber leider wird immer alles so akzeptiert wie es vorgeschrieben wird. Und dann zu Hause sitzen und jammern????
Name: biolix 27-12-2005 18:20 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Danke Helmar !

Fakt ist, weiter Richtung Agroindustrie ( Gentech verändert soja ist von diesen ) oder den wirklich ökosozialen Nachhaltigen weg, das müßt ihr jetzt alle entscheiden, natürlcih mit gleichzeitigen Signal unter diesen Umständen kann der Preis nicht mehr nach unten gehen sondern muß sogar steigern ( was ich weiß hat die NÖM den Bauernmilchpreis um 0,5 cent erhöht, kann natürlich auch nur alibi sein ) . Klar wäre das nun auch den Konsumenten zu vermitteln anstatt ihm nun wiede rzu sagen wie es manch Bauernvertreter tut "Ist eh schon alles Gentech versucht" nein eben nicht, wir haben noch die chance in Ö, gemeinsam können wir sie nutzen, was uns sonst blüht möchte ich mir gar nciht mal ausmalen, aber eines ist gewiß eswird viele geben überhaupt bauern aus der biobranche, die bis ans letzte kämpfen werden das sie nicht die ewigen draufzahler sind bei
Untersuchungskosten, für was was sie nicht verursachen, da wärs schon lang an der Zeit wenns schon so viel bringt, das die Politik bzw. die Firmen diese kosten übernehmen, nein wir müssen dafür bezahlen.. WEiters will euch nochmals fragen, um wie viel sind die Gentechproduktpreise die letzten Jahre für die Landwirte gestiegen ??
Weiters wünsche euch wieder viel vergnügen bei der heutigen Standard beilage aus der New YOrk Times aus USA ( leider auf english, bei mir gehts holprig noch ) Mais in Massen, Rekordernten und keiner weiß wohin, noch ein anschlag auf die Zuckerbauern, Coca cola wird bald seinen ganzen zucker aus mais gewinnen...
mfg. biolix
p.s. hab jetzt erst erkannt das der "wirkliche" bauernsprecher oben schrieb, na ja klang wirklich sehr, na ich weiß nicht woher.. wäre schön das er mal die chancen bzw. die Risken bei nicht ausstieg aus der gentechfütterung bzw. über die Folgen seine Einschätzung berichten könnte, danke
Name: 27-12-2005 19:11 nach oben
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Beiträge [ 20 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo Walterst!

Für mich zählt beim Milchpreisvergleich immer das ganze Jahr und so wird es dir nicht entgangen sein wenn du auf der IG-Milch Internetseite unter Links den Milchpreisvergleich 2004/05 ansiehst das die NÖM den besten Milchpreis der österreichischen Molkereien auszahlt, und wenn das auf der Ig-Seite steht wirst du es sicher nicht anzweifeln, das mit dem Milchpreis wird sich auch heuer wieder für die Nöm- Lieferanten ausgehen, den die Nachzahlungen kommen erst nach Oktober, als zuschlag für die Gentechnik freie Milch wird ausserdem noch 0,5Cent ausbezahlt.
Ich bin auch Mitglied der IG-Milch aber mit den vorgangsweisen in der letzten Zeit kann ich mich nicht anfreunden.
Ich war bei den Beiträgen von Helmar eigentlich immer negativ eigestellt, aber mitlerweilen muß ich dir in sehr vielen Punkten des vergangenen Jahres der IG gegenüber recht geben.
Ich finde das jeder für seinen Betieb die beste Lösung finden muß, ich kann nicht von meiner eigenen Situation aus auf alle Milchlieferanten Österreichs schliessen, dafür sind wir zu verschieden aber der Grundgedanke muß der gleiche sein sonst werden wir keine Zukunft haben.
Ein wenig mehr Toleranz währe auch manchmal angebracht.
mfg MP
Name: walterst 27-12-2005 20:28 nach oben

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Beiträge [ 2101 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
An Milch-Power:

Hab ich irgendwo was falsches geschrieben?
Hab ich irgendwo Toleranz vermissen lassen?

Du bist noch die Antwort schuldig bezüglich der großen Probleme mit den anderen Molkereien. Gib uns ein paar Stichworte.

Übrigens habe ich es schon mehrmals in diesem Forum angebracht:

Ich will keinem NÖM-Lieferanten etwas dreinreden, für Ihn wird es immer die beste Molkerei sein.

Aber bitte, bitte, bitte akzeptiert es, dass wir bei unseren Genossenschaftsmolkereien durch manche Vorgangsweise der NÖM vor Probleme gestellt werden, die nicht notwendig sind, Beispiel gentechnikfreie Produktion.

Im September hat mir ein Zentraleinkäufer einer großen Kette am Telefon ganz zornig gesagt: "Wahnsinn, was die NÖM da macht. Wenn wir Glück haben, zahlt dabei niemand drauf, außer den Milchbauern." Und ein Freund der IG-Milch war das sicher nicht.
Vor wenigen Tagen hat ein Molkereidirektor geklagt, dass es "wieder" NÖM-Milch ist, welche bei einem neuen Agressiv-Diskonter zu billig im Regal steht. "Da müsst`s was machen"

Übrigens: Wo genau kommst Du her? Wie genau läuft das bei den NÖM-Lieferanten mit den Anteilen und wie groß ist der Besitzanteil der Lieferanten an der NÖM?

Walter
Name: Trulli 27-12-2005 21:09 nach oben

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Beiträge [ 237 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Vergesst bitte eines nicht!
"Die NÖM wurde seitens Umweltorganisationen (und auch die IG-Milch war am NÖM-Gelände demonstrieren) an den Pranger gestellt! Mußte den Kopf für die Gendiskussionen hinhalten, obwohl die NÖM-Lieferanten auch kein anderes Futter füttern....
Die NÖM stand unter Zugzwang, diese Rufschädigung wieder auszumerzen! Jetzt passiert, und....naja, "Wer andern eine Grube gräbt....."Und den letzten beißen die Hunde......den Milchbauern!?
Mfg

Name: 27-12-2005 22:20 nach oben
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Beiträge [ 20 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo Walterst!

Ich komme aus dem Alpenvorland, Traisental;Niederösterreich!
Unsere Anteile(der MGN)an der NÖM-AG liegen bei ca. 10%.
Und zu den Beispielen,
In meiner Gegend wurden vor ca. 3 Jahren von der Berglandmilch ein Teil der Lieferanten aus unserer Mitte gerissen, bei jedem von uns standen vertreter der Bergland, mit großen versprechungen lockten sie und auch bei uns war der zweifel groß ob die NÖM der richtige Partner ist, jetzt ist es so das die Bergland einen Milchpreis hinter der NÖM zahlt und so mancher Bauer sich nun sicherlich schon ausrechnen konnte wieviel er durch den wechsel verlohr.
Da war das argument groß das ist eine Molkerei der Bauern, weiß ich aber nicht ob das den anderen Lieferanden der Bergland gerecht ist wenn man die überaus unmöglich weiten Sammelstrecken rechnet.
Nun was ist mit dem Milchpreisvergleich auf der Seite der IG-Milch?
Ist der nicht richtig?
Das mit dem Manager einer Handelsfirma glaube ich dir.
Nur ist es fraglich ob nicht auch die andere Seite(NÖM) zu diesem Fall auch etwas zusagen hätte.
Habe diesen Fall genannt da ich ihn kongret weiß.
Aber für mich ist es nicht ganz verständlich wenn man als Lieferant eine Molkerei wählt die mir einen geringeren Milchpreis zahlt.
Aus deiner überzeugung muß ich entnehmen das jeder in Österreich zu jeder Molkerei liefern kann oder gibt es doch Hürden, wie Transportwege und kosten.
Wenn in der Buckligen Welt in NÖ einer schreit er sucht sich eine andere Molkerei dan kann man nur gratlieren wenn er eine andere findet.
Konnte bis vor kurzer Zeit auch deine aufopferung für die Milchbauern nur posetiv bewährten, aber der ständige Angriff auf die NÖM Lieferanten macht mich langsam nachdenklich, das hat mir gezeigt das man nicht blauäugig jedem folgen soll( zB.zu dem Milchverarbeitenden Betrieb NÖM zur Temo usw.)
mfg MP

Name: walterst 27-12-2005 22:54 nach oben

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Beiträge [ 2101 ]
Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
An meine "ständigen Angriffe auf die NÖM-Lieferanten" müsstest Du mich noch kurz erinnern, die fallen mir so auf Anhieb nicht ein.
Bin davon ausgegangen, es wäre eindeutig erkennbar, dass die Entscheider in der Molkerei gemeint waren, wenn ich von NÖM geschrieben habe.
Ich kann auch nicht immer beleidigt sein, wenn meiner Molkereiführung etwas vorgeworfen wird.

Wegen Milchsammelproblematik im gebirge brauche ich glaube ich keine Nachhilfe bei Sammlung von 4 Milchsorten und 40 000 kg Quotenschnitt in meiner region.

Wie muss man sich denn bei Euch das verhältnis zwischen Molkereiführung und Liefergenossenschaftsführung vorstellen? Wird da vonder Genossenschaft Druck gemacht?

walter
Name: 28-12-2005 07:59 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo Walterst!
Ein angriff auf die NÖM lieferanten ist nur einige Beiträge oberhalb.
Ich habe noch immer keine stellungnahme von dir zum Milchpreisvergleich auf der IG-Milch Seite.
Ich bin sicherlich nicht beleidigt.
Aber es macht einem Nachdenklich wenn man den Weg der IG im letzten halben Jahr verfolgt.
Das mit dem Druck der MGN- führung auf die NÖM kann ich dir nicht sagen, aber wenn ich im Milchpreisvergleich sehe das übers Jahr die NÖM Lieferanten den besseren Preis haben frage ich mich ob nicht andere auch bei ihren Molkereien Druck machen sollten.
mfg MP

Name: helmar 28-12-2005 20:31 nach oben

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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Danke, Milchpower, dass du da einige Infos betreffend NÖM(10%) reigestellt hast, ich wollte das, aber irgendwie ist mein Beitrag rausgeflogen. Ich meine auch jetzt, dass die IG richtig und wichtig ist, und sei es nur um den BB Dampf zu machen. Aber mir kommt es immer mehr vor dass sich jetzt manche von dort schon etwas in die Enge getrieben sehen, auch wenn sie das nicht zugeben. Und die Demos vor der NÖM hatten sehr wohl auch, mehr oder weniger direkt, mit der Umstellung auf die Genfreischiene zu tun(denn einige der Demonstranten welche aus den Reihen der NÖM Lieferanten kamen sind auch äußerst massiv gegen das Projekt aufgetreten und haben die IG etwas später als ich entdeckt). Was mir etwas seltsam vorkommt ist folgendes:
walterst ist, da in diversen Medien als ein führendes Mitglied der IG bekannt geworden, laut diversen Angaben Biobauer. Nun, bio war immer zu
Genfreiheit verpflichtet, und damit wird sich nichts ändern.....warum wettert er dann gegen das Genfreiprojekt der NÖM? Vielleicht erklärt er uns das mal.........
Mfg, helmar
Name: walterst 28-12-2005 21:33 nach oben

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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Liebe Helmar!

Ich habs ja schon ein paar mal erfolglos versucht, mit Dir das durchzudiskutieren, aber wir zwei kommen da auf keinen grünen Zweig.

Ich unterstütze fast alles was Du schreibst.

Ich wiederhole es jetzt: Du WILLST die Lieferanten anderer Molkereien einfach nicht verstehen!

Ich bin lange Biobauer und scharf gegen die Gentechnik.

Ich bin dagegen, dass Bauern Kosten auf sich nehmen müssen um eine Marketingaktivität der Molkerei zu finanzieren.

Wenn den Lieferanten der NÖM das egal ist, kann ich nichts dagegegn machen.

Andere Molkereien haben nach Einführung der Gentechnikfreien Milch die Briefe der Handelsketten auf den Tisch bekommen, dass ebenfalls Gentechnikfreie Milch ohne Aufschlag angeboten werden muss, sonst droht die Auslistung.
Die Kosten der Umstellung tragen nun die Lieferanten der Molkereien solidarisch, auch ich.
Aus dem Ausland kommt das Signal: "Lasst uns bloss in Ruhe mit diesem Produkt! In dem Moment, wo Ihr mit dieser Milch daherkommt, geben wir Euch eins auf die Rübe, weil Ihr haltet ja nicht einmal die eigenen Gesetze ein!"
Wie ist das bei Euch mit der Haftung, wenn mit einer verunreinigten Futterprobe in die Medien gegangen wird und jemand einen Skandal will?
wer trägt die Kosten für den Imageschaden?

Ich habe heute ein gutes Beispiel gehört: Der Hans Knauss, Schifahrer, hat ein erlaubtes Produkt konsumiert, das verunreinigt war.

Hat der Produkthersteller nun einen Schaden getragen oder der Knauss?

Wer wurde gesperrt und hat die Karriere beendet?

In dem Moment, wo die Molkereien für die Gentechnikfreie Milch im Handel einen entsprechenden Mehrerlös erzielen und die Haftungsfrage vom Bauern weg ist und es ernsthaft gegen die Gentechnik und nicht um einen Schmäh geht (warum ist die Kälberfütterung ausgenommen?), knie ich mich in Baden vor das Eingangstor und flehe um Verzeihung.

Übrigens: Der Gruber-Doberer soll bei der Milchwirtschaftstagung in Gabelhofen das Gentechnikfrei-Projekt so rechtfertigt haben (sinngemäß), dass "..man von Zeit zu Zeit dem Handel etwas Neues anbieten muß", also eindeutig eine Marketingaktivität und nicht der Kampf gegen die Gentechnik.
Diese Info stammt von einem zornigen Mitarbeiter aus dem Milch-Verwaltungsbereich

Walter


Name: helmar 29-12-2005 16:36 nach oben

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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo Walterst!
Stimmt, wir scheinen miteinenader nicht auf einen grünen Zweig zu kommen. Ich weiß nicht an welche Molkerei du lieferst, aber in nun fast 30 jahren habe ich das Schicksal der Molkereien Wr. Neustadt(meine ehem. Molkerei), Kirchschlag, Baden, Hainfeld erlebt, und auch die Vorgängerin der heutigen NÖM ist den Bach runtergegangen. Obengenannte 4 Molkereien wären in dei Pleite gedonnert, und mit der Genossenschaftshaftung wir Mitglieder mit. Dass Raiffeisen da sich noch mal reingehängt hat hat auch damit zu tun dass es einen Standort, nämlich NÖM Baden geben mußte. Die lange Sanierungsphase war für uns von niedrigen Milchpreisen geprägt, und im Hinterkopf der meisten, nämlich der älteren wie ich es bin, sind noch immer die Probleme welche schließlich zur"neuen" NÖM geführt haben noch vorhanden. Auch wurde, wie auch Milchpower bestätigt, damals massiv versucht, der NÖM Lieferanten abzuwerben, und in gewissen Gebieten ist das gelungen. In meiner gegend und noch weiter südöstlich hat man an Abwerbungen kein Interesse gezeigt. Nun, die NÖM hat sich, nicht zuletzt deshalb weil sie die letzte Chance für jene in unserer Gegend war, in der Milchviehhaltung
und Rinderzucht zu bleiben, doch so einigermaßen etabliert.....das ist keine Liebesehe, sondern schlicht und einfach eine Zweckgemeinschaft aller welche keine Mutterkuhhalter werden wollten, denn das hätte uns wohl geblüht wäre es nicht noch zu diesem Verarbeiter gekommen......
Ich weiß nicht wie lange du bei den Bios bist, aber als es das Volksbegehren über genfreie Lebensmittel mit über einer Mill. eintragungen gab, hat da auchzumindest Ernte massivst dafür Stimmung gemacht, und du darftst nicht übersehen, dass da unsere größte Medienorgel, die Kronenzeitung, wie später auch beimTierschutzgesetz mitgeorgelt hat.....und dass dort Greenpeace einen Stein im Brett hat. Als Greeenpeace im Vorjahr diese Thematik gerade zur NÖM hingetragen hat, war das aus meiner Sicht ganz bewußt, denn es liegt die NÖM ja nicht allzuweit von Wien weg und in der grünen Merk zB. hätte das Ausrollen von
Transparenten etwas unglaubwürdig gewirkt. Auch in der NÖM selber ist man nicht gerade über diese Stichwortgegen glücklich gewesen, aber auch das ist ein von mir gehörtes Zitat" die anderen Molkereien waren ja froh dass der Wirbel nicht bei ihnen war, und hofften dass sie verschont blieben". Die NÖM, und das solltest du einem gut wirtschaftenden Betrieb zugestehen, sah Chancen am Markt und hat darauf reagiert. Den ganzen Zirkus der dann losgegangen ist, den kennst du ja. Bio hat eine 0,0 Toleranz beim Soja, und um den geht es fast ausschließlich. Eine 0,...Toleranz ist bei dem Projekt Kodexkonform, und in diesem Rahmen sollte auch nichts passieren. Sollte nun irgendjemand einen Skandal mit aller Gewalt zu provozieren versuchen, dann hoffe ich dass das über Bauern und Futtermittellieferanten nicht gelingt. Und man müßte dann auch hinterfragen wer Interesse hat, den Versuch in Österreich, soweit wie möglich in der Fütterung von Gensoja und Co. fernzubleiben, zu blockieren....und war nicht auch eine Forderung der IG, die genfreie Milchproduktion in Österreich auf ganz Ö.umzulegen( dass zumindest die NÖM um nix mehr zahlt dürfte geklärt sein), oder habe ich da bei den euphorischen Berichten von der Vollversammlung was nicht richtig verstanden? Ich bin natürlich nicht so gebildet wie du, aber glaub mir, ich versuch von den Dingen alle Seiten zu betrachten, und wenn ich für irgendwas zu blöd bin wirst mir ja, hoffe ich, auf die Sprünge helfen..oder?
Mit vielen Grüßen und guten Wünschen, helmar
Name: walterst 29-12-2005 17:13 nach oben

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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Servus Helmar!

Finde Deine Ausführungen sehr gut (wie meistens)

Ich glaube nicht, dass wir uns in der Bildung groß unterscheiden, und habe sicher nie anklingen lassen, dass irgendwer in diesem Forum für irgendwas zu blöd wäre.

Aber wir bleiben beide bei unserem Standpunkt.

Mein Standpunkt bleibt: Milchbauern tragen unnötigerweise Mehrkosten ohne Mehrerlös.

walter
Name: stb 30-12-2005 10:01 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Ich habe zwar keine Milchkühe, sondern Mutterkühe und mische beim Kraftfutter für die Kälber wahrscheinlich 5 Säcke Gensoja dazu.

Ich bin aber nicht für Gentechnik und ich könnte völlig problemlos auf die 125 kg Soja im Jahr verzichten, null problemo.

Aber wenn ich daran denke ich soll mich verpflichten ohne Mehrerlös meine Absetzer genfrei zu füttern, dann kommt mir die Galle hoch. Ich versuche mit dem Markt zu denken und selbst wenn ich 100%ig genfrei füttere, kommt es mir überhaupt nicht in den Sinn mich gratis dazu zu verpflichten. Wenn ich für mein Produkt nicht mehr bekomme, dann soll es aus meiner Sicht selbst wenn es 100% genfrei ist, nicht als genfrei vermarktet werden.

Ich meine dass in der Landwirtschaft die Preissituation schwierig genug ist. Wenn es dann mögliche Anhaltspunkte gibt für Preisverbesserungen (wie genfrei), sich diesen Punkt gratis aus der Hand nehmen zu lassen, verträgt sich nicht mit meinem Verständnis von Vermarktung.
Ob es für den Abnehmer wie Schlachthof, oder bei Milch Molkerei am Markt etwas bringen kann, ist mir im Prinzip wurscht, genauso wie es dem Schlachthof oder der Molkerei letztlich egal ist, wie gut der einzelne Bauer seinen Betrieb im Griff hat.

Ob ich an einer Genossenschaft mit ein paar € beteiligt bin oder nicht, ändert nichts daran, dass ich selber meinen Betrieb zu führen habe, sollen andere ihren führen.

Was die Vermarktung von Produkten betrifft, kann man die genfrei Strategie durchaus noch weiterdenken.
Man könnte zB auf die Idee kommen, kraftfutterfreie Milch anzubieten, weil nur Rauhfutter den Kühen ohnehin am besten bekommt. Den Bauern erklärt man dies sei eine Vermarktungschance, leider kann man beim Preis nichts machen, aber dafür brauchst Du kein teures Kraftfutter mehr kaufen, du hast also auch keine Kosten.

Wie schon öfter geschrieben, gibt es Dinge die ich nicht verstehe: Dazu gehört warum Bauern sich mit ihrer Genossenschaft überidentifizieren und so tun als ob sie Ihnen persönlich gehört. Für mich ist die Beziehung zu den Genossenschaften an denen ich beteiligt bin, eine ganz normale Geschäftsbeziehung, wie umgekehrt auch (sagt man natürlich offiziell so nicht, sondern zum Wohle der Mitglieder).

Bei manchen Bauern habe ich den Eindruck, es ist für sie schlimmer, wenn der Nachbar zur falschen Molkerei Milch liefert, als dass er mit der Bäuerin ein Verhältnis hat.
Name: 30-12-2005 11:24 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo!

Also dein Beitrag ist lang und sicher gut gemeint aber du hast keine Ahnung von der Milchwirtschaft.
1. Bekommen die NÖM-MGN Lieferanten 0,5Cent Genfreizuschlag
2. Wird der mehraufwand für Genfreien Soja von der NÖM-AG bezahlt.
3. Wird die Kontrolle von der NÖM-AG bezahlt
und nun wir wieder die Meldung kommen das dadurch den Bauern Milchgeld vorenthalten wird, da kann ich nur auf den Milchpreisvergleich der IG hinweisen wo die Nöm den höchsten Milchpreis auszahlt.

mfg MP

Name: biolix 30-12-2005 11:25 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo Stb !

der vergleich mit dem "Ohne Kraftfutter " ist gut, gibts schon die ARGE Heuregionen probieren das glaube ich schon länger und das ist gut so, nur mit solchen programmen kann sich die Ö LW unterscheiden...
nun eine frage an dich: egal ob es sich kurzfristig als vorteil entwickelt bzw. wie ich o.a. hab jetzt kein preisverfall mehr eher steigende P etc. aber willst du wirklich in einen Topf mit der Agroindustrie geworfen werden wegen der 150 kg bzw. auch wegen dem Rest ?? Weiters willst du dran schuld sein das die letzten Genfreibauern in Übersee aufgeben müssen obwohl grad gestern einen beitrag rein bekommen hab wo sich plötzlich auch die genbauernInnen nicht mehr so sicher sind, der ist leider lange, wer mir mailt bekommt ihn hier der beginn,....
also ich würde nie und nimmer diese Agroindustrie unterstützen wollwn, schaut euch "we feed the world" an, dann wißt ihr um was es geht...und meine frage wurde leider hier nicht beantwortet: Wie viel Regnewald wurde schon abgeholzt wegen des Gensojaanbaus im gegensatz zum Zuckerrohranbau ?
lg biolix
p.s. noch ein schnelles beispiel nochmals: zur zeit wird gentechfreie maisstäkr nach USA exportiert, nich t in kleinen mengen, warum wohl ??

und noch was auf unten angeführtes: Wann zahlen endlich die die etwas verursachen bzw. glauben sie brauchen was was anderene aber schadet ???



Kampf ums Korn

Die amerikanische Regierung fordert freien Handel für gentechnisch veränderte Nahrung. Doch selbst in den USA engagieren sich die Menschen zunehmend für Bio-Produkte .
Laura Krouse, eine Farmerin aus Mount Vernon im amerikanischen Bundesstaat Iowa, hat für ihren Mais hart gekämpft – eine rare Sorte namens Abbe Hill Seed Corn, die seit fast 100 Jahren auf ihren Feldern angebaut wird. Sie pflanzte den Mais gut geschützt in der Mitte ihrer 30 Hektar großen Farm. Sie pflanzte ihn zu Zeiten an, zu denen sonst niemand in der Gegend Mais anpflanzte. Sie ließ die Qualität jedes Jahr in einem Labor testen. 2001 brachten diese Tests dann zum ersten Mal eine schlechte Nachricht: Das Abbe Hill Seed Corn war verseucht. Es hatte sich mit dem gentechnisch veränderten Mais benachbarter Felder gekreuzt. Solch künstlich veränderte Gene sind ein rotes Tuch für Krouses beste Kunden. Bio-Farmer liebten die traditionsreichen Maiskörner aus Mount Vernon als Saatgut. Solange sie nicht verseucht waren.Zehntausende Dollar Verlust durch verseuchten Mais»Von solchen Fällen höre ich hier in den amerikanischen Midlands alle paar Wochen«, sagt Ken Roseboro, der Chefredakteur des landwirtschaftlichen Branchendienstes The Non GMO Report. »Selbst für einen kleinen Farmer bedeutet das Zehntausende Dollar Verlust«, sagt er. Schon als das landwirtschaftliche Forschungsinstitut OFRF vor ein paar Jahren mehr als tausend Öko-Farmer befragte, berichteten sieben Prozent von Einkommensausfällen wegen nachgewiesener oder vermuteter Durchmischung mit gentechnisch veränderten Organismen (GMO). In einigen GMO-Hochburgen in Iowa, Illinois und dem Bundesstaat New York gaben gar 70 Prozent der Befragten an, Geld verloren zu haben. »Einige Farmer lassen ihren Mais schon gar nicht mehr testen, weil sie Angst haben, dass ein negatives Ergebnis dabei herauskommt«, weiß Roseboro....


Name: walterst 30-12-2005 13:28 nach oben

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An MilchPower:

Wie Du weisst, bin ich Lieferant der OM, und da ist es so, dass auch 1 Cent Zuschlag bezahlt wird, und "die OM" zahlt die Kontrolle.

Wie Betriebswirtschafter weltweit behaupten, soll ja angeblich ein Zusammenhang bestehen, zwischen dem, was eingenommen und ausgegeben wird und dem was den Eigentümern übrigbleibt.

Wenn also die Einnahmen aus dem Handel gleichbleiben und die Kosten im Unternehmen steigen, wird man beim Milchgeld der Eigentümer sparen müssen.

den Zuschlag und die Kontrolle zahlen wir uns also immer selbst.

So ist das bei uns, Leo.
Name: stb 30-12-2005 15:49 nach oben
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Lieber biolix,
du fragst ob ich wegen der paar kg in einen Topf geworfen werden will, mit der Agrarindustrie.

Ich sehe es so: Ich bin ohnehin schon in dem Topf drinnen, weil ich den Preis habe, den die Agrarindustrie vorgibt.

Es entspricht überhaupt nicht meinen Interessen einen marginal besseren Preis zu haben, als der "agrarindustrielle" Preis ist und mich dafür zu allem möglichen zu verpflichten und zu haften und kontrolliert zu werden.

Wenn ich nicht agrarindustriell produziere, sondern naturnah, so sollen die Konsumenten wenigstens glauben eine agrarindustrielles Produkt zu konsumieren, weil sie auch nur dafür bezahlt haben.

Was Deine Einwendungen betrifft, dass wir nur eine Chance haben, wenn wir uns in der Produktion abgrenzen, so gebe ich Dir grundsätzlich recht, um Dir aber auch gleichzeitig zu widersprechen.
Wenn wir uns durch zB biologische Produktion abgrenzen, so halte ich dies insoweit für sinnvoll als die Abgrenzung durchgehend ist. Damit meine ich, dass das Produkt ein anderes ist, insbesondere auch die geänderte Kostensituation akzeptiert wird. Was ich persönlich ablehe ist, eine Abgrenzung von der Agrarindustrie durch bessere Produktionsstandards, ohne dass gleichzeitig die preisliche Abgrenzung gelingt.
Ich bin ein absoluter Gegner höherer Produktionsstandards (=kosten), wenn die Preisbildung stattfindet Agrarindustrie plus 5% Aufschlag.

Wie es funktioniert wird uns ja vorgelebt von der Nahrungsmittelindustrie, Markenprodukte sind halt mal um Eckhäuser teuerer und nicht Billigstware plus ein paar %.

Daher nochmal, Produktabgrenzung durch Bio, genfrei etc. finde ich grundsätzlich sinnvoll, aber nicht um den Konsumenten zu subventionieren, indem er ein besseres Produkt erhält, sondern mit der Zielsetzung als Produzent besser leben zu können.

Name: stb 30-12-2005 16:08 nach oben
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Hallo milchpower,
danke für die tatsächlichen Eckpunkte der NÖM Auszahlungspraxis, du kritisierst zu recht dass ich davon im Detail nichts wusste.

Trotzdem darf ich behaupten, dass ich lange genug Milch erzeugt habe, um noch immer ein bisschen Ahnung davon zu haben. In Wahrheit sehe ich das ganze Thema schon anders.

Es ist einerlei, ob es um genfrei Milch, genfrei Fleisch etc, was auch immer geht. Kernthema ist die Vermarktung eines Produktes und die Preisbildung für die Bauern.

Ich sehe es wie walterst, die Preisbildung ist ein fortlaufender Prozess (zukunftsbezogen) und Geld halt mal kein Mascherl und obwohl offiziell die NÖM die Kosten trägt, werden stillschweigend die Kosten irgendwann und uneingestanden sich im Bauernpreis "niederschlagen".

Bitte korrigiere mich, wenn ich etwas nicht kapiere, aber wäre es nicht klar besser, wenn der Markt genfrei verlangt, dem Markt die Kosten zu verrechnen, anstatt andere Molkereien in eine Zwangslage zu bringen, damit letztlich alle Molkereien in einem Akt der Solidarität, die Kosten am Ende auf die Milchbauern abwälzen müssen, so leid es ihnen tut, der Markt hat nicht mehr hergegeben.

Mit meinem Verständnis von Vermarktung ist es schwer vereinbar, Produkte die Mehrkosten haben, zum Normalpreis zu verscherbeln. Ich halte es für unmöglich, dass solche Dinge an den Produzenten spurlos vorbeigehen.
Name: walterst 30-12-2005 18:12 nach oben

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Servus Stb!

Bist du der Ch.O. aus B. bei dem sich die Abkürzung Stb auf den Nebenberuf bezieht?

Auf jeden Fall danke für die Unterstützung!

Walter
Name: 30-12-2005 18:43 nach oben
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Hallo stb!

Ich kann das Ganze ja auch nachvollziehen und bin auch der Ansicht das die ganze Gentechnikgeschichte einen schlechten Start erwischt hat.
Ich bin auch mit der NÖM nicht verheiratet, und auch beim Lagerhaus kein Mitglied. Nur das keiner glaubt ich bin irgend ein treuer Genossenschaftssoldat.
Aber nur kurz zum Anfang.
Die NÖM kam auf grund von der Greenp. Aktion in großen Handlungsbedarf, die restlichen Molkereien in Österreich sagten sich solage die Greenp.leute in Baden sind haben wir Ruhe.
Die Manager der NÖM haben den Vorstoß gewagt und es hätte vieleicht alles besser Starten können wenn damals die anderen Molkereien mit der NÖM gemeinsam eine Genfreie vermarktungsstrategie zur Welt gebracht hätten.
Aber im geheimen hat sicher jede Molkerei gehofft sollange die NÖM im Kreuzfeuer steht haben wir nur den Nutzen davon.

Auf ganz Österreich gesehen, die uneinigkeit der Molkereien können alle Milchbauern ausbaden.
mfg MP
Name: helmar 30-12-2005 18:50 nach oben

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Genauso ist es, Milchpower! Du hast es auf den Punkt gebracht! Ich hätte dreimal soviel Platz gebraucht um das zu erklären und es doch nicht so gut geschafft, denn ich möchte auch noch daran erinnnern dass die NÖM eine gemeinsame Vermarktung der weissen Palette vorgeschlagen hat(war das nicht auch eine IG Forderung) und bei den anderen Molkereien kalt abgeblitzt ist.
Mfg, helmar
Name: walterst 30-12-2005 19:01 nach oben

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@MilchPower:

Wie würdest Du Dein Verhältnis zur NÖM beschreiben?
Du hast geschrieben, Du wärst nicht verehelicht mit der NÖM. Dort angestellt?
Du schriebst:
"Nur das keiner glaubt ich bin irgend ein treuer Genossenschaftssoldat."
Ich habe einen Verdacht anzunehmen, dass Du kein Genossenschaftssoldat, sondern der General selber bist.

Bin ich da komplett daneben?

Name: 30-12-2005 19:39 nach oben
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Hallo Walterst!
Ich kann dir versichern das ich ein ganz einfacher Milchbauer bin, ich bin weder bei der NÖM o.MGN beschäftigt.
Ich habe meine Gegend wo wir unseren Betrieb haben schon mal beschrieben. (Traisental in Niederösterreich).
Meine Frau und ich bewirtschaften einen Milchviehbetrieb im Vollerweb, der Betrieb liegt auf ca. 520 m Seehöhe und habe ausschliesslich Grünland und zu Winterbeschäftigung etwas Wald 11 ha.
Hoffe auch noch in Zukunft darauf den Betrieb im Vollerweb führen zukönnen.
Nur soviel das du mir glaubst das ich nicht der NÖM o. MGN General bin.

mfg MP

PS: Danke Helmar, ich dachte schon nun bin ich der einzige der das so sieht.
Name: Gerhardkep 30-12-2005 20:29 nach oben
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Zum Nöm Preis
Es ist richtig das die NÖM im VORJAHR an 3 Stelle war.
Derzeit ist sie aber um 1,8 Cent inklusiv Nachzahlungen zurück Apri-Okt.
Ich hoffe sie holt noch auf sonst könnte man meinen das das von der Gen-geschichte herkommt .(zB 0,5 Cent Bauer + 1,3 Cent Kontrolle = Vorjahreswert)
Name: biolix 31-12-2005 09:36 nach oben
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Hallo !

ich glaube ich hier ahben viele recht: Wie hab ich mich geärgert das die NÖM das ganze ohne Preisaufschlag an den Handel weitergibt, das war ein großer fehler den muß man zgestehen..
weiters als erfolg zu verkaufen obwohl wahrscheinlich im NÖM sammelgebiet sehr wenige auf gentechfreie fütterung umgestellt haben, sondern die routen genommen wurden die eh schon GTF waren, ist sehr mager...
aber wo alle doch recht hatten ist das der stein ins rollen gekommen ist,
wenn ich gestern das bayr.. wochenblatt aufschlage und die VOrarberger initiative lese etc. dann haben die ja sonst keine chance, oder ?
und der rest von Ö ?? weg vom massenprodukt und ich wiederhole mich zum 100 sten mal, derFeinkostladen, gemiensam anpacken, aber man siehts ja schon bei der Prämien diskussion das dies schwierig ist und saogar was umweltgerechte LW wirklich ist können manche nichtmitdenken, aber ich hooffe das ändert sich.. nur so könnte die Ö LW noch gerettet werden, denn wer traut noch der Politik nach GAP, WTO und was noch kommen wird.. nur wir können es schaffen aber das kann nicht über aller welts produkte sein und natürlich nicht über allerwelts PREISE !

lg udn lasst uns das angehen im neuen jahr biolix
Name: biolix 07-01-2006 18:35 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
nOch was dazu weils ja nun in der Printausgabe ist für den Bauernsprecher :

WEnnich so nun topagrar gelesen habe und es sogar in der BRD gentechfreie Molkereien gibt, und die angeblcih eine noch schlechtere Rechtsicherheit haben, ist der Zug schon lange abgefahren.. und eigentlich waren es ja die Tiroler die begonnen haben, ist mir auch dann wieder bewußt geworden udn nicht die NÖN obwohl ich obenstehendes nicht zurücknehme.. aber der Zug ist abgefahren und das ist gut so.. endlich haben auch konv. Betriebe eine "Unterscheidungsmöglichkeit" zu ihren sag ich mal "Intensiveren" nachbarn... Vieleicht hilft der Bauernsprecher mit um mehr rechtssicherheit zu schaffen, gesetze mal für die Bauern zu machen und nciht für die Konzerne dann wird es auch klappen und nicht die bauern werden über bleiben...
EIn Beispiel aus der BRD nach dem Gammelfleischskandal. Frage eines Redakteurs an die Lebensmittelbehörde: Wie oft haben sie diesen Betrieb kontrolliert ? Antwort. 300 mal die letzten 5 jahre. Red. Wie viele Proben haben sie gezogen ? KEINE ... das hat mich umgehauen, die Begründung war der betrieb ist so groß der hat eine eigenkontrolle und qualitätssicherung der macht da eh selbst... wenn man heute weiß wie kleine Direktvermarkter bei uns und auch in der BRD kontrolliert werden eben auch mit beprobung sekiert werden bzw. dann auch sofort strafe zahlen wenn was nicht passt, dann frägt man sich.. aber das nur am rande..

lg biolix
Name: biolix 15-01-2006 10:06 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein? Hipp weiß was..
hallo Hr. bauernsprecher !

was für ihre Printausgabe und was passiert wenn wir es schaffen könnten gentechfrei zu bleiben.. Die Chancen überwiegen zu 99% bin ich überzeugt, lesen sie selbst, ist grad rein gekommen...


Samstag, 14. Januar 2006
Dank Gen-Anbau
Hipp kauft in Österreich

Der Babynahrungs-Hersteller Hipp erwägt wegen des zunehmenden Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland ein stärkeres Engagement im Ausland. In Österreich gebe es ganze Gegenden, die gentechnisch frei seien und alles dafür täten, dies auch beizubehalten, sagte Firmenchef Claus Hipp der "Berliner Zeitung". Hipp garantiere den Kunden, dass sie absolut gentechnikfreie Produkte erhalten. "Wenn wir die entsprechenden Rohstoffe in Deutschland nicht mehr erhalten, werden wir diese im Ausland besorgen."

Schon heute kaufe Hipp große Mengen Gemüse in Österreich ein. Dies könne aber noch intensiviert werden. "Auch eine weitere Verlagerung der Produktion ins Ausland ist nicht ausgeschlossen", sagte Hipp. Dies werde allerdings keine Hipp-Arbeitsplätze in der Heimat kosten. "Produktforschung, Entwicklung und Kontrolle bleiben definitiv in Deutschland."
Hipp mit Sitz in Pfaffenhofen beschäftigt zirka tausend Mitarbeiter und ist weltweit der größte Verarbeiter organisch-biologischer Rohstoffe. Mehr als 3.000 Landwirte sind in verschiedenen Ländern für Hipp an der Erzeugung von Bio-Obst, Bio-Gemüse und Bio-Fleisch beteiligt.


gesamtes Interview unter
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/wirtschaft/517274.html
Name: mzbg 15-01-2006 10:43 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
milch-power wenn du GVO-freien soja zum gleichen preis wie normal soja gekauft hast, dann hast du entwender vorher zuviel bezahlt oder du hast keinen GVO-freien soja!!!!!!!!!! und das nächste grosse problem ist die verschleppung der lkw-zug dürfte nur solchen transportieren um dies zu verhindern. GVO-freie milch ist aber auch mehr als nur xxx-freier soja. meiner meihnung sind die verantwortlichen einer molkereie die diesen blödsin den bauern aufschwatzt verbrecher!
Name: mzbg 15-01-2006 10:50 nach oben
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was sind weltweit 3000 landwirte. und für einen weltkonzern wie hipp müssen die eine grösse habe um auch günstig produzieren zu können. ich glaube da weren wir nur ein alibi für hipp!!
Name: biolix 15-01-2006 10:55 nach oben
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hallo mzbg !

es gibt weltweit wahrscheinlich schon 100.000 Lebnesmittel bzw. Futtermittelunternehmen die Gentechfrtei produzieren wollen ( siehe Beispiel der Biomaisstärke die nach USA exporitert wird oder in Kanada für gentechfreiflächen bereits ein paar tausend dollar pacht gezahlt wird für gentechfreie Saatgutvermehrung ) und was siehst du sonst für Chancen für die Ö landwirtschaft ??
lg biolix
Name: 15-01-2006 12:02 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein?
Hallo mzbg!
Ich habe nie behauptet da der Soja gleich teuer ist, es wird nur die differenz zwischen normalen und GVO-freien von der NÖM bezahlt.
Also habe ich beim GVO freien Sojakauf nicht mehr bezahlt als für normalen, und das mit der Verschleppung ist so geregelt das nur eigens kontrollierte Firmen das GVO freie Futter lagern u. transportieren.
Es liegt auch eine Liste auf wo genau von den Futternittelfirmen die Futtermittel angführt sind die von ihnen GVO-frei garantiert werden.
Hoffe ich habe es klar erklärt

mfg MP
Name: milkiway 15-01-2006 12:21 nach oben
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Hallo Milchpower

Frag mal dein Werk bzw. Futtermittellieferanten wieviel die Nöm für die Sojadifferenz bezahlt hat?

Name: 15-01-2006 12:27 nach oben
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Hallo!
Kann deiner frage nicht folgen.
Falls du Informationen hast das diese Vereibarung nicht eingehalten wir dann Teile sie doch mit.
Aber bitte mit genauen angaben.
Währe sicher Interessant.

mfg MP
Name: K_rbiskopf 15-01-2006 15:53 nach oben
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Gentechnikfrei- auf was lassen Sie sich ein? Hipp weiß was..
Hallo

bin kein rinderbauer und hab früher einmal die wahlfreiheit bezügl gvo gefordert.
heute bin ich dagegen, und die hier laufende diskussion bestärkt mich darin.
wenn jemand glaubt, es liege bei schirnhofer oder der nöm ob sich gvo`s bei uns durchsetzen, sollte er besser nochmal drüber schlafen.
es ist schon richtig dass es taktisch hätte klüger sein können für gvo-frei garantie mehrpreise zu verlangen.
diejenigen die heute den nicht-mehrpreis geiseln hätten dann aber mit der gleichen begeisteung den aufpreis kritisiert und argumentiert das in Ö ja gvo´s sowiso verboten und geächtet (WIR sind so frei-taferln schon untergepflügt?) sind und gerade die milchproduktion ohne gvos moglich sein sollte.
der bisherige preis ist doch gvo-frei (ohne garantie aber trotzdem kontrolliert).
eigentlich sollten doch die gentechnik-anwender billiger werden, statt von gentechnikfreien zu verlangen teurer zu werden.
das ganze ist doch ein beispiel dafür wie für schlechtere qualität der gleiche preis erzielt wird und der schwarze peter jenen zugeschoben wird die sich selbst zu besonderen qualitätsnormen verpflichten wollen um sich vom einheitsprei abzuheben.

grüsse


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