|
|
Landwirt Forum
Forumsbeiträge suchen
Es sind 13213 Diskussionen online
Gratulation unserer Standesvertretung!
|
|
Name: tschosef 21-12-2005 12:08 |
 |
 Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Ich muss schon sagen ich bin stolz auf unsere gesamte Herrschaft von Bauernvertretern: 1) Wenn diese Herren nicht so aufopferungsvoll für uns Bauern gekämpft hätten dann wäre der böse Toni ganz grauslich über uns drübergefahren! 2) WTO Verhandlungen sind auch super gelaufen auch hier hat man das Ärgste verhindert und nur einen minimale Verschelchterung!!!??? in Kauf genommen! Abschafen der Zölle....... 3) Der Europäische Zuckerbauer ist leider geopfert worden. Wir tauschen unseren ach so teuren Zucker gegen Regenwaldzerstörung, Kinderarbeit und Arbeiter ohne Sozialstandarts, damit sich eine handvoll Leute die Säcke füllen können wo liegt hier der Sinn? Aber wenn unsere Herndls und Grilitsche nicht gewesen wären dann hätten wir nicht einmal die 40% Rübenbauern erhalten können - Schöner Erfolg! 4) Jedes Jahr eine Verschlechterung! - Da kommt unser Super-Bauerneikommen so richtig in Schuß!! (SVB, Eiheitswerterhöhung, TGD, AMA-Steuern.........) Jedes Jahr ein paar hundert Euro. Jede andere Berufsgruppe hätte Ihre Vertreter länst zum Mond geschossen! |
|
|
Name: stb antwortet um 21-12-2005 14:06 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Ich bin durchaus kein Fan unserer Berufsvertretung, oder von Berufsvertretungen überhaupt. Ich finde eine kritische Einstellung ist jedenfalls angebracht, um zu sichern dass die Vertreter nicht hauptsächlich ihre eigenen Interessen vertreten. Trotzdem bin ich der Meinung, dass gerade die Interessenvertretung der Bauern im großen und ganzen gut funktioniert. Was zB den Landwirtschaftsminister betrifft, so muss man ganz klar sehen, dass es nicht seine primäre Aufgabe ist Interssen der Bauern zu vertreten, das gilt übrigens für die gesamte ÖVP. Bei den Bauern wird halt viel Frust, der sich aufgrund niedriger Preise ansammelt, auch den Interessenvertretern angelastet. Es trifft zwar keinen völlig unschuldigen, aber doch nicht den alleinigen Sündenbock. An vielen Problemen sind die Bauern in ihrer Gesamtheit auch selber mitschuld, haben sie doch über Jahrzehnte brav und fleissig gearbeitet und darauf vergessen zu verkaufen und einen fairen Lohn einzufordern. Ich meine es ist schon auch Aufgabe der Bauern selber, bei der Interessenvertretung Dampf zu machen. |
|
|
Name: FS1 antwortet um 21-12-2005 14:55 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Hallo Tschosef, ich bin zwar kein Bauernvertreter, aber ich bin der Meinung, dass die Bauernschaft schon lange einen wesentlichen Teil der Betriebsführung ausgegliedert hat. Oder kennst du einen Gewerbebetrieb der Produkte verkauft und der Käufer dann die Rechnung stellt???????? In der Landwirtschaft ist dies jahrzehntelange Praxis, Milch, Fleisch, Getreide. In regelmäßigen Abständen werden Rechnungsparameter dann zugunsten der Käufer verändert (Klassifizierung, Milchqualität,....) um den Preis nach unten zu korregieren. Und das obwohl viele Genossenschaften "bäuerlich" geführt werden. (sie sitzen zumindest im Vorstand un heben zu den Vorschlägen der Geschäftsführer die Hand). Dieses Bewusstsein, welche Machtstellung durch das Instrument der Rechnung aufgegeben wurde, wird vernachlässigt. Dafür werden dann Probleme wie TGD oder WTO und Zuckermarkt diskutiert bzw. auf die Bauernvertretung geschimpft. |
|
|
Name: loiss antwortet um 21-12-2005 20:02 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Aha, du hättest also gern, dass du die Rechnung stellst wenn du dem metzger 100 Sauen verkaufst. Dann müsstest du a. die Schweine schlachten und verwiegen b. die Schweine klassifiezieren. Na dann viel Spass. Wenn du unbedingt die rechnung schreiben willst, ruf beim Metzger an, lass dier das Gewicht und die Qualität durchgeben und schreib ihm die Rechnung, wenns dier dabei besser geht. Ich lass dem Metzger die rechnung schreiben, sag ihm aber vorher, welchen preis er reinschreiben muss. Gruß Lois |
|
|
Name: hofernf antwortet um 21-12-2005 20:42 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! lois..................ich glaube du verstehst nicht richtig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! |
|
|
Name: ALADIN antwortet um 22-12-2005 06:47 auf diesen Beitrag |
 |
 Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Ich bin auch der Meinung, dass die Landwirtschaft die Agenden des Marktes aus der Hand gegeben hat. Da ist die LWK mitschuld. Sie hätte entgegensteuern müssen, statt das zu fördern. Wie schon gesagt: Wo gibt es das sonst noch: Die Ware wird abgeholt, vielleicht noch die Stückzahl auf einem Lieferschein notiert und ab gehts und irgenwann gibts dann eine Gutschrift. Wie bei Schweinen, Rindern und beim Holz...kein Gewicht keine m³.Immer sonst, ausser in der LW schreibt der VERKÄUFER die Rechnung. |
|
|
Name: Mechaniker antwortet um 24-12-2005 16:04 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! die bauern müssen aber schon zugeben das es sehr "praktisch" ist die tiere, milch und getreíde usw. nur liefern zu müssen und das geld wird überwiesen.würden die bauern selber die rechnung schreiben bzw. ihr produkt vermarkten, bin ich mir nicht sicher ob es dann genügt die schweine einfach bei der börse zu melden.ich glaube dann kann sich jeder bauer seinen abnehmer selber suchen bzw. jedesmal selber den preis verhandeln. da ich auch nicht unbedingt ein "rechtschreibprofie" bin möchte ich niemanden kritisieren, ich kenne aber einige landwirte die können einen lieferschein für tiere nicht richtig ausfühlen (ohrmarkennummer,betriebsnummer,betriebsführer usw.) ich glaube wenn solche auch noch eine rechnung schreiben dann ist das theater perfekt. ich möchte nicht das sich hier alle landwirte angesprochen fühlen ich habe grundsätzlich eine hohe meinung von den bauern |
|
|
Name: ALADIN antwortet um 25-12-2005 09:28 auf diesen Beitrag |
 |
 Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Du hast das Problem sehr treffend angesprochen. Wenn wir uns selbst um die Vermarktung kümmern würden, bräuchten wir nicht jammern, dass uns so viel so viel abgezogen wird bzw. dass der Handel das Meiste am Produkt verdient. Leider gibt es durch die Entwicklung der letzten 20Jahre kaum mehr Händler zum Aussuchen. Bezüglich der Fähigkeit Lieferscheine zu schreiben: Ich bin ganz sicher dass fast Alle einen Lieferschein schreiben könnten. Sie sind nur zu feige-("ich könnte ja einen Fehler machen)- oder zu bequem dazu. Und das sind dann meistens die, die am lautesten Jammern. |
|
|
Name: hofernf antwortet um 25-12-2005 11:50 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! das problem hat sich wohl schon eine generation vor uns eingeschlichen und lässt sich wohl nicht mehr ganz korrigieren!!!!!! |
|
|
Name: chili antwortet um 25-12-2005 20:39 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Hallo ! Was nützt es wenn du die Rechnung selber stellst und es kauft dir deine Schweine, Milch usw. keiner ab weil er sie anderswo billiger bekommt! In den Lebensmittelngeschäften bestimmen diese den Preis und was kaufen die Leute - alles was billig ist. Wer den Preis für seine Produkte selbst bestimmen möchte braucht ja nur Direktvermarkter werden aber wenn er zu teuer ist muss er mit vollen Wagen wieder heimfahren. Es ist halt so das Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und da hätten wir es selbst in der Hand! Verdient haben wir immer nur dann wenn es zuwenig gibt oder ? Aber sag das jemand- ist leider schwierig unter den Bauern. Die LWK-Berater predigen halt auch nicht immer das richtige das sollte schon ein jeder für sich entscheiden wir müssen ja davon leben. Mit der Devise: Weniger erzeugen ist weniger Arbeit ist mehr Einkommen könnte das schon funktionieren.Aber mit dieser Liberalisierung geraten wir immer mehr ins abseits.Ist so meine Meinung ihr könnt mich ruhig eines besseren belehren. mfg. chili Ps.Also wer schon gelesen hat wie die Deutschen jetzt bei der Ländlichen Entwicklung geschröpft werden und wir wieder fast das gleiche bekommen da kann man unserer Standesvertretung schon gratulieren besonders die Bio,s sollen sich bedanken!!!!!! |
|
|
Name: ALADIN antwortet um 26-12-2005 09:46 auf diesen Beitrag |
 |
 Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Hallo chili! 1.Die Überproduktion war unter Anderem ein Grund warum ich Biobauer geworden bin. 2. Man muss nicht unbedingt Direktvermarkter sein, um sein Marketing selbst in die Hand zu nehmen. Und auf das Rechnungschreiben kommt es auch nicht an. Das ist nur ein Beispiel für die Hilflosigkeit der Bauern. Welcher Gewerbetreibende würde sich vom Käufer einer Ware die Rechnung oder Gutschrift schreiben lassen? Früher kamen mehrere Händler wenn man eine Kuh verkaufen wollte. Heute gibt es nur mehr ganz wenige Aufkäufer und die bestimmen den Preis. Dabei muss es nicht einmal Überproduktion sein, die den Preis fallen lässt. Vielleicht ist eine Angebotskonzentration auch notwendig, weil es nur wenige Abnehmer gibt aber ich bin mir da nicht ganz sicher. |
|
|
Name: Mechaniker antwortet um 26-12-2005 11:24 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Hallo! Die ganze Vermarktungsstrategie wurde vor unserer Generation aufgebaut.Am Anfang war es eine gute "Idee", es wurde den Landwirten eingeredet das es besser ist alles im großen (z.B.Börse) zu vermarkten.Leider haben die Landwirte spät gemerkt das die Interessen anderer dahinter stecken.Das ist aber nicht nur beim Verkauf von Getreide oder Tieren so, sonder auch beim "Lagerhaus, Molkerei, Versicherungen,Banken usw." da war auch der ursprüngliche Gedanke ein anderer (ein guter!) .Bei diesen Einrichtungen sitzten heute gutbezahlte Manager die gute Geschäfte machen wollen, das Interesse des Kunden zählt nichts sobald er eingekauft oder einen Kreditvertrag unterschrieben hat.Ich glaube das jeder einen kleinen Teil selber steuern kann, aber das meiste ist vorgegeben das werden wir nicht ändern können. mfg |
|
|
Name: constantin antwortet um 26-12-2005 15:53 auf diesen Beitrag |
 |
 Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Nun, man kann sich doch überall nur das kleinere Übel aussuchen, oder? Trotzdem ein Beispiel: Ein Kärnter Bauer geht zur Kammer um seine Anträge auszufüllen. Hier unterläuft ein Fehler und der Bauer fällt vorerst um € 18.000,-- um. Das will er sich nicht gefallen lassen und klagt die AMA. Im Prozess sagt seine zustängige Kammer gegen ihn aus (!!!). Trotzdem gewinnt der Bauer nach vier Jahren. Das ist ja Gott sei Dank nicht die Regel. Aber wer hat schon die Zeit und den Biss alles was im Argen liegt zu korrigieren? |
|
|
Name: biolix antwortet um 26-12-2005 22:11 auf diesen Beitrag |
 |
Tagebuch
|
Gratulation unserer Standesvertretung! Chilli, eine kurze Frage : Wie viel wurden die Marktordnungsprämien in der EU von rund 300 Mrd zum letzten Budget gekürzt ?? denn das Budget für ländliche Entwicklung wurde gekürzt von ca 80 auf 69 MRD... und was jetzt raus komt weiß noch keiner, nur das alles als erfolg gewertet wurde sagt meiner meinung ( und da meine ich leider ) noch gar nichts, denn von dieser vertretung wird fast alles als erfolg verkauft, weil man zuerst immer vom schlechtesten ausgeht bzw. ganz tolle fiendbilder aufbaut obwohl man selbst weiß das manches aus den eigenen Reihen "geschmissen" wird.. lg biolix |
|
|
|
|