Wähler unerwünscht

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Name: E_A 06-12-2005 10:04 nach oben
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Wähler unerwünscht
Warum dürfen Altbauern bei der Bauernkammerwahl wählen und ich
als zugeheiratete nicht?Aus verschiedenen Gründen arbeite ich weiterhin in meinem erlernten Beruf.Ich arbeite aber täglich in der früh und am abend
am Hof-ebenso samstags sonntags und feiertags. Meinen gesamten Urlaub verwende ich ebenfalls für Zeiten der Arbeitsspitzen am Hof.Ich mache das gerne,weil mir die Einheit Familie und Landwirtschaft das
Wichtigste ist.Den gesamten Papierkram in Sachen Landwirtschaft
erledige ebenfalls ich(zur Freude meines Mannes).Mich ärgert aber, daß ich bei der Wahl zur Standesvertretung nicht teilnehmen darf,Altbauern schon,obwohl Sie ein Einkommen haben.(Pension u. Ausgedinge).Warum dieser unterschied?Wer ist für dieses Kammerwahlgesetz verantwortlich)Oder bin ich falsch informiert?Geht es noch jemandem so?

Name: biolix antwortet um 06-12-2005 13:28 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo !

klar doch, du hast vollkommen recht... in manchen Bundesländer sind bereits mehr als 50% der Wahlberechtigten Pensionisten... nur in deinem fall wird es schwierig, denn ohne SV Meldung oder übertragung von Flächen ( könnte dein mann ja machen ) ...

lg biolix

Name: franz23 antwortet um 06-12-2005 19:23 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo!
Rede mal mit deinem Ortsbauernvertrter, ich glaube der kann dir weiterhelfen, bezüglich aufnahme in das Wählerverzeichniss!
Alles Gute!

Name: Kathi antwortet um 06-12-2005 23:53 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo E A,

mir geht es genauso wie Dir. Ich bin noch immer in meinen Beruf tätig, und weiterhin nicht am Betrieb gemeldet. Die Meldung beim Ortsbauernobmann bringt gar nichts. So ist das System. Wenn Du nicht zumindest penisonsversichert bist (bei der SVB) hast Du keinerlei Mitspracherecht.
Es gibt keine andere Berufsgruppe, bei der Pensionisten sooo viel Mitsprache (und Stimmrecht) haben.

LG Kathi

Name: kst antwortet um 07-12-2005 07:20 auf diesen Beitrag nach oben
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Es gibt aber auch keine andere Berufsgruppen, bei der die Pensionisten soviel am Betrieb mitarbeiten.

Name: kst antwortet um 07-12-2005 07:23 auf diesen Beitrag nach oben
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und in welcher Kammer kann man wählen, wenn man nicht Mitglied ist? und wo liegt das Problem, wenn Pensionisten wahlberechtigt sind?

Name: biolix antwortet um 07-12-2005 08:22 auf diesen Beitrag nach oben
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Das problem liegt darin das sie "keine Aktiven" mehr sind um in einer
Kammer der "aktiven Bauern " (verwende nun mal gerne den ausdruck der konservativen agrarvertreter den ich nicht mag aber der hier voll zutrifft und sonst aber nichts mit einem am hof wirtschaftenden zu tun hat.. )
INterssensvertretung. Hier ist er nun stimmberechtigt über den Seniorenbund im Pensionistenverband. Es gibt sonst keine Kammer in Ö wo die Pensionisten wahlberechtigt sind, und ich kenne viele überhaupt bei den selbstständigen wo die Pensionisten genauso weiter mitarbeiten, aber über geben is tübergeben eben auch ihr stimmrecht..
Komisch wird das ganze aber wirklich wenn man sich dannnoch eben die zahl der wahlberechtigten ansieht, wenn 50% schon Pensionisten sind udn über die Zukunft der besetzung der modernen Interessenvertretung entscheiden sollen, na ja da mache man sich slebst ein Bild, aber der versuch das wahlrecht zu ändern wurde leider schon sehr oft von der SPÖ verhindert, es sind Länderwahlrechte, und nun hoffen wir mal das die SPÖ mal drauf kommt, obwohl sie schon wieder mit der großen Koalition liebäugelt, das zu ändern wie andere dinge auch, z.b. bei uns werden die wahlkarten vom BB ausgetragen,d as kanns in einer Demorkratie wohl nicht geben sollte man glauben, waber es ist so, und zu manchen braucht man auch nicht gehen, oder ?
aber wie man obigen ratschlag sieht, kann mans sich ja über den BB vielleciht richten in das Wählerverzeichnis zu kommen.. ;-))

lg biolix


Name: kst antwortet um 07-12-2005 08:37 auf diesen Beitrag nach oben
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Lieber Biolix, dein Demokratieverständnis hört anscheinend dort aus, wo du mit dem Ergebniss nicht einverstanden bist.
Der BB trägt die Wahlkarten aus, und du kannst trotzdem anders wählen.
es steht jedem Wahlwerber frei auch Wahlkarten auszutragen.
Und wenn bei den Selbstständigen die Pensionisten nicht wahlberechtigt sind, dann kanns doch bei den Bauern anders sein oder.
Wurde wahrscheinlich einmal so beschlossen, wahrscheinlich zu einer Zeit als die "Jungen" noch die Mehrheit hatten.
Nimms doch zur Kenntnis. Und für Jedemnder wählen will,
gibte es sicher eine Möglichkeit sein Stimmrecht zu bekommen. Vielleicht bei der Kammer anrufen, anstatt hier zu schreiben............

Name: stb antwortet um 07-12-2005 09:37 auf diesen Beitrag nach oben
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Die Kammer ist die Interessenvertretung der Land- und Forstwirtschaft des Bundeslandes.

Es ist vom Prinzip her für mich völlig klar, dass es eine Einschränkung des Kreises der Mitglieder der Kammer gibt und damit auch eine Einschränkung beim Wahlrecht. In keiner Demokratie kann jeder wählen, nur weil er evtl. gerne will, überall gibt es Abgrenzungen.
Ich bin voll damit einverstanden, dass nur Personen wahlberechtigt haben, die von den Fragen und Interessen der Landwirtschaft direkt betroffen sind.

Eine andere Frage ist, ob das Land bei der Auswahl der kammerzugehörigen Personen geschickt vorgegangen ist. Man kann daher schon die Frage stellen, ob nicht Ehegatten in einem anderen Hauptberuf von Fragen und Themen der Landwirtschaft stärker betroffen sind, als zB Übergeber eines Betriebes.
Es ist doch so, dass Übergeber zwar meist stark emotional mit dem Wohl und Gedeih ihres ehemaligen Betriebes verbunden bleiben, konkret aber wirtschaftlich durch die Pension unabhängig sind, also von Änderungen in der LW eher wenig betroffen sind.
Demgegenüber ist es meist trotz Nebeneinkommen gelebte Realität, dass Partner am Betrieb mithelfen und Aufgaben übernehmen oder finanzielle Mittel bereitstellen. Vom wirtschaftlichen Geschehen sind Partner mit Erwerb außerhalb der Landwirtschaft zwar nicht in dem Maß betroffen, wie Partner die 100% am Betrieb mitarbeiten, aber aus meiner Sicht doch mehr als Pensionisten.
Ich meine daher dass man den Personenkreis auch auf Ehegatten die im Betrieb Teilzeit mitarbeiten und sonst außerhalb der LW ausweiten sollte.

Als Problem dabei ist freilich zu sehen, dass das Ausmaß der Mitarbeit überhaupt nicht überprüfbar ist und damit evtl. Ehegatten wahlberechtigt wären, die tatsächlich nur außerhalb der LW arbeiten. Derartige Formen des Zusammenlebens sind tendenzielle ja eher im zunehmen.
Und freilich ist die Frage zu stellen, wenn jemand sehr viel mitarbeitet, warum der Betrieb nicht auf gemeinsame Rechnung bewirtschaftet wird.

Name: biolix antwortet um 08-12-2005 16:53 auf diesen Beitrag nach oben
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tschuldige franz, sind das nicht die normal bei anderen wahlen amtlich zugestellten Wahlinfos, datum der wahl, wahlloakl, öffnungszeit etc. ??
ich glaub schon, bei gewerkschaftswahlen wird das immer noch unparteiisch zugeschickt, und was ich weiß müßten das die gemeinden auch tun..

lg biolix

Name: helmar antwortet um 08-12-2005 19:38 auf diesen Beitrag nach oben

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.....also in meiner Gemeinde würde seitens der Gemeinde am allerliebsten nichts getan. Da stört schon die Erstellung des Wählerverzeichnisses ganz schön. Also was tut man: man schaut dass die eigenen Leut auch drin sind, aber ich mache auch jedesmald die "andere Seite" drauf aufmerksam dass sie sich drum kümmern soll wenn sie "ihre Leute" auch bei der Wahl haben will. Und wer wahlberechtigt ist, das wissen wir sehr wohl......was mich aber auch stört ist nicht nur dass der über die pension abgesicherte noch wählen kann, sondern viel mehr stört mich dass auf den Listen der Parteien keine Reihung bei der Wahl(oder Vorzugsstimme) erfolgt.Damit werden aber leider nicht unbedingt jene welche sich engagieren sondern jene welche sich was ersitzen wollen in die Kammer gehoben. Und irgendwann gehts dann weiter.......und es ist ja ziemlich egal welcher Farbe, die Parteisoldaten sind halt mehr gewünscht als die Praktiker.
Mfg, helmar

Name: Tonibauer antwortet um 08-12-2005 21:19 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo zusammen!
Ich habe auch schon ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit bei einer Kammerwahl gemacht. Wenn es hier heisst Wähler unerwünscht- und ich mir die Argumente durchlese, dann frage ich mich. Was macht ihr in der Zeit knapp vor der Wahl mfg Toni

Name: kst antwortet um 08-12-2005 22:47 auf diesen Beitrag nach oben
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Wähler unerwünscht
Ich finde das aber schon mehr als seltsam, dass hier soviele gegen das Wahlrecht der Pensionisten sind. Habt Ihr Alle so ein schlechtes Verhältnis zu denen, die euch einen Betrieb übergeben haben, dass Ihr ihnen das Stimmrecht wegnehmen wollt?
Wollt Ihr sie entmündigen, traut Ihr Ihnen nicht zu, dass sie noch entscheidungsfähig sind?
In letzter Konsequenz würde das ja auch bedeuten, dass Pensionisten nirgends mehr wählen dürfen, schließlich sind sie durch die Pension versorgt und haben sich dadurch gefälligst nicht mehr in die gesellschaftlichen Belange einzumischen.
Wahrscheinlich komme ich aus einem ganz rückständigem Gebiet, denn bei uns sind die Jungen froh, wenn die Alten, ganz egal wo, noch etwas tun.



Name: helmar antwortet um 09-12-2005 08:01 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo kst! Du wirst vielleicht älter als ich sein(50) aber ich weiß nicht wie lange du schon auf eigene Gefahr und Gewähr mit deinem Betrieb zu tun hast. Vielleicht bist du auch schon Pensionist. Aber mir stößts schon sauer auf, und ich sag dir warum: vor so etwa 20-30 Jahren sagten die meisten älteren Bauern in unserer Gegend dass der Kammersekretär eh a Trottel ist, ja bis zu dem Zeitpunkt als die besagten Herrschaften auch eine Pension haben wollten und sich siehe da, dort informierten. Und als er ihnen bei der Erklärung der rechtlichen Lage meistens das Verpachten empfohlen hat( die Kinder sind ja noch jung, und wenn die nicht "spuren"....) war er gar net mehr soo teppert.....und nicht zuletzt deshalb hat es bei uns 40 jährige Übernehmer gegeben welche schon 10,15 Jahre "Betriebsführer" waren und dauernd um Erlaubnis betteln mußten wenn sie was ändern wollten. Mir ist es "nur" 5 Jahre so gegangen, wenn du im Forum regelmäßig mitliest, wirst du ja schon mal drüber gelesen haben, ich habe diese persönliche Geschichte ja mal reingestellt. Nach diesen 5 Jahren war ich und mein damals noch Freund, heute Mann, am davonlaufen, und hätte da meine Mutter nicht massiv für mich(uns) Partei ergriffen, und mein Vater kapiert dass es uns ernst ist, dann wär der Hof 1982 schon gestorben.......was ich aber sagen will ist, dass man als junger fast keine Chance in diesem Milieu hatte, als Funktionär, oder besser nützlicher Idiot, Leute in die Liste zu bringen welche man für fähig hielt, was zu bewirken, denn die drin sitzenden wußten schon wem sie zu Gesicht stehen sollten......vielleicht klingst dir das jetzt bitter, aber es kennen mich einige außerhalb des Forums, und ich glaube dass diese dir wohl bestätigen können dass ich zu meiner Meinung stehe, aber ein durchaus umgänglicher Mensch bin. Und ich möchte halt nicht dass Leute über die Vertretung der derzeit Wirtschaftenden entscheidend mitbestimmen, wenn sie von den Verändrungen zumindest (wirtschaftlich) nicht mehr betroffen sind. Und womöglich jene wählen die ihnen zu Gesicht stehen und gar nicht auf Ziele und Programme schauen...
Ansonsten liebe Grüße, liebe(r) kst!

Name: kst antwortet um 09-12-2005 09:14 auf diesen Beitrag nach oben
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Liebe Helmar! Es ist natürlich bedauerlich, wenn du so schlechte Erfahrungen machen mußtest. Nur mit der Forderung den Pensionisten dass Stimmrecht wegzunehmen wirst du zwischenmenschliche Bedingungen nicht verbessern. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Ihr den Hof früher oder ohne dreinreden bekommen hättet, wenn der Übergeber als Pensionist kein Stimmrecht mehr gehabt hätte?
Das Problem, dass Jemand seinen, seiner Meinung nach besseren Kandidaten nicht durchbringt ist sicherlich nicht ein durch Bauernpensionisten entstandenes Problem.
Deine Beiträge sind normalerweise mit sehr viel Toleranz und Einfühlvermögen geschrieben, aber obwohl heute bereits 16 Jährige wählen können,ärgerst du dich über Pensionisten die noch immer wählen dürfen.Vielleicht wirst du, wenn du selbst im Pensionsalter bist, über deine heutige Meinung nachdenken.
Schade, dass ich schon übergeben habe, sonst hätte ich mir um mein Wahlrecht zu sichern, 1ha zurückbehalten.
Im übrigen ich bin 67 und seit 1998 in Pension.


Name: biolix antwortet um 09-12-2005 09:40 auf diesen Beitrag nach oben
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du sagst es biofranz, aber das hab ich auch ncith behauptet, das sit auch o.k. aber die infos müssten von offizieller seit kommen und nicth von einer wahlwerbenden partei..

lg biolix

Name: stb antwortet um 09-12-2005 10:27 auf diesen Beitrag nach oben
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Lieber kst,
es geht nicht darum Pensionisten etwas wegzunehmen, sondern darum um auf die Frage zurückzukommen, ob es sinnvoll ist, wenn Ehegatten von Betriebsinhabern nicht wählen dürfen.
Nun kann man der Meinung sein, dass es wohl besser wäre diese Leute wählen zu lassen, wo sie doch wirtschaftlich mitbetroffen sind und Pensionisten AUCH wählen dürfen.
Man kann auch der Meinung sein, es ist besser diese Leute wählen ANSTATT der Pensionisten.
Andere könnten den meinung sein, weder Ehegatten noch Pensioisten sollen wählen.

Tatsächlich haben viele Teilnehmer im Forum nicht gesagt man soll den Pensionisten das Wahlrecht nehmen, sondern lediglich es sei sinnvoller
Ehegatten wählen zu lassen.

Aus meiner Sicht kann man das Wahlrecht und die Aufgabenstellung der Kammer nicht voneinander lösen.
Die Kammer hat die gesetzliche Aufgabe die Interessen der Landwirtschaft zu vertreten. Alles was es zum Wahlrecht zu sagen gibt, muss vor dem Hintergrund der Aufgabenstellung betrachtet werden. Das ist bei jedem Wahlrecht so, egal ob Kammer, Republik, Land, Gemeinde.

Was macht es für einen Sinn, wenn die Staatsbeamten, die Arbeiter, die Pfarrer, die Freiberufler, die Bauern, die Pensionisten, die Ehegatten etc. bei der Landwirtschaftskammer das Wahlrecht haben.

Mich interessiert weniger, dass Du Dir nichts wegnehmen lassen willst (Besitzstandsdenken), aber Du wirst sicher Gründe finden, die darlegen worin die Bauernpensionisten von den Interessen der Landwirtschaft betroffen sind ? Diese Gründe kennenzulernen wäre für das Forum wahrscheinlich schon interessant.

Name: kst antwortet um 09-12-2005 20:48 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo stb.
du schreibst: es geht nicht darum den Pensionisten etwas wegzunehmen,
es schrieben ein paar Teilnehmer, dass es sie ärgert, wenn Bauernpensionisten bei der Kammerwahl wählen dürfen. Für mich heißt das, dass sie mit dem Wahlrecht der Pensionisten nicht einverstanden sind und helmar drückt dies ganz klar aus "und ich möchte nicht, dass Leute über die Vertretung der derzeit Wirtschaftenden entscheidend mitbestimmen...........".

du schreibst weiters: es geht darum ob es sinnvoll ist, wenn Ehegatten von Betriebsführern nicht wählen dürfen.

Ich habe nie etwas gegen das Stimmrecht von Ehegatten geschrieben. Ich schrieb: Und für Jeden der wählen will gibt es sicher eine Möglichkeit zu seinem Stimmrecht zu kommen. Etliche Möglichkeiten dafür wurden im Forum doch erwähnt.

Und warum frägst du mich, was es für einen Sinn hätte wenn die Staatsbeamten,die Arbeiter, die Pfarrer (usw.)
bei der Landwirtschaftskammer das Wahlrecht haben????

Und den Satz: " mich interessiert weniger, dass du dir nichts wegnehmen lassen willst ", hätte sich möglicherweise etwas freundlicher formulieren lassen. Auch dein Hinweis, dass ich aus " Besitzstandsdenken " so handle, ist in diesem Zusammenhang für mich sicher negativ gemeint. Hast du diese Untergriffe notwendig?

Was das Wahlrecht der Bauernpensionisten betrifft, es kann es dir gänzlich egal sein, welche Gründe ich habe, es steht im Gesetz dass Bauernpensionisten das Wahlrecht haben. Ich nehme dieses Recht in Anspruch.

Wer dagegen ist, kann entsprechende Anträge einbringen.

Ich habe nichts dagegen, wenn Ehepartner ein Wahlrecht haben. Nur wenn ein Ehepartner, der einem außerlandwirtschaftlichem Beruf nachgeht, auch nicht auf gemeinsame Rechnung den Betrieb mitführt, dann möchte ich wenigstens nimmer über mein Wahlrecht disskutieren
müssen, dann sollte es genügen, dass ich 45 Jahre in der Landwirtschaft gearbeitet habe und es mit Maß und Ziel noch immer tu´.





Name: chili antwortet um 09-12-2005 21:38 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo!
Traue mir mit guten gewissen zu behaupten wenn alle Pensionisten
auf der stelle sagen würden -ab morgen arbeite ich nicht mehr mit am
Hof da hätten sehr viele Betriebe enorme Schwierigkeiten wie es weitergehen soll. Mein Vater hat mitgeholfen solange er Gesund
war (bis über 80) weil es ihm lustig war und er ist auch immer wählen
mitgefahren und es wäre mir nie eingefallen das ich zu ihm gesagt
hätte :Papa du bleibst zu Hause da darft nicht mehr wählen.
Man kann das glaube ich auch so nicht mit anderen Berufen vergleichen
Die gehen wirklich in Pension und sind weg vom Betrieb!

mfg. chili

Name: helmar antwortet um 10-12-2005 19:13 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo kst! Sollte ich dich persönlich gekränkt oder beleidigt haben, dann tut es mir wirklich leid und ich möchte mich bei dir dafür entschuldigen.
Ich stelle dir aber schon noch eine Frage? Hier wird über das aktive Wahlrecht diskutiert, und es gibt ja das aktive und das passive. Wärst du bereit, hier und jetzt, noch mal zu kandidieren und wenn auch nicht allzuviel davon für den einzelnen möglich ist, Verantwortung zu übernehmen? Dann wäre das für mich auch eine andere Sicht der Dinge.....
Ich bin überrascht dass du mit 67 mit PC und net auf du und du bist, in meiner Umgebung kenne ich niemanden in diesem Alter der da dran ist( und das sage ich wirklich voll Respekt dir gegenüber). Ich glaube aber dass du eine sehr gute Berufsausbildung erhalten hast welche dir eine Offenheit gegenüber vielen neuen Dingen schon sehr früh erlaubt hatte und hat. Ich glaube auch dass du deinen Eltern "was wert" gewesen bist, und du hast viel Veränderungen in der Landwirtschaft hautnah miterlebt......und das macht einen reichen Schatz an Erfahrungen aus, den auch ich, wenn auch a bissl jünger als du, nicht missen möchte.......
Aber wählen ohne quasi Verantwortung, naja, meins ists nicht.
Nix für ungut, alles Gute, helmar

Name: kst antwortet um 10-12-2005 23:56 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo helmar! geht schon in Ordnung deine Entschuldigung. Vielleicht wirst du die Dinge, wenn du selbst 67 bist, etwas anders als heute beurteilen.

Die Frage ob ich nochmal kanditieren würde, ich würde sicher nicht mehr für eine neue Funktion kanditieren, ich bin in einem Gremium allerdings in meiner letzten Periode.

Ich habe auch seit 35 Jahren die "Verantwortung" für eine Theatergruppe, leider war noch kein Jüngerer bereit mir etwas von dieser Verantwortung abzunehmen.
Ich verstehe nicht ganz was du meinst mit "aber wählen, quasi ohne Verantwortung naja, meins ist nicht".

Meinst du, dass Verantwortung ein Ablaufdatum trägt oder man sich seiner Verantwortung durch das nichtabgeben einer Wahlstimme entziehen kann oder muß?
Meinst du, dass Verantwortung beeinflußbar ist vom Erhalt einer Pension? meinst du, dass man mit dem erreichen des Pensionsalters alle bisherigen Ideale, die notwendig waren um ein zufriedener Bauer zu sein, plötzlich vergißt
und ab der Übergabe an seinen Nachfolger nur an die Erhaltung seiner Pension denkt und dem die wirtschaftlichen Belange der Ldw. von nun an gleichgültig sind ?
Wenn du so denkst, dann mußt du allerdings gegen das Wahlrecht der Bauernpensionisten sein.
Da ich aber weiß, dass der Einfluß, das Durchsetzungsvermögen eines Vereines, einer
Kammer, einer Genossenschaft u.a. auch von seiner Mitgliederanzahl abhängt werde ich weiter für das Wahlrecht der Bauernpensionisten eintreten.
mit freundlichen Grüßen dein kst.

Name: helmar antwortet um 11-12-2005 08:44 auf diesen Beitrag nach oben

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Guten Morgen kst!
Vielleicht ist in deiner Gegend so dass denen welche zur Kammerwahl gehen auch das Wohl der Landwirtschaft am Herzen liegt. Ich bin nun schon 30 Jahre in irgendeiner Funktion in die Organisation der Kammerwahl eingebunden, und ich erlebe immer wieder mit dass zumindest in unserer Gegend es Grundeigentümer gibt welche diesen vor Jahren mal geerbt haben, einen anderen Beruf ausüben oder übten, woanders wohnen, und denen die Landwirtschaft .....egal ist. Im Gegenteil, da sind noch welche dabei welche recht laut über Gülle usw. wettern, und den wenigen Tierhaltern in den Dorfkernen auch noch das Leben sauer machen. Und das Beste: sind oft nicht mal bei der SVB versichert, wegen der EW-Grenze, höchstens Unfall......und da sind gar nicht so wenige Pensionisten dabei, welche ASVG-Pensionisten sind. Wie stehst du dazu?
Wenn es so wie bei vielen Bauernpensionisten um ein begründetes Wahlrecht geht, z.B. immer noch Mithilfe am Betrieb, dann sollte dies auch weiter bestehen, aber alle diejenigen welche sich gerade alle 5 Jahre an Kammerwahl erinnern lassen, egal von welcher Partei, und ansonsten mit Ausnahme des Besitzes von sagen wir dem ominösen Ha keinen allzu großen Bezug zur Landwirtschaft haben, findest du das in Ordnung?
Bleib lang gsund und alles Gute, helmar

Name: kst antwortet um 11-12-2005 10:58 auf diesen Beitrag nach oben
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Liebe helmar! Diese Probleme mit "nur" Grundbesitzern gibt es bei uns sicher nicht. Ich könnte dir momentan keinen aufzählen. Dass dich das, wenns viele sind, ärgert kann ich verstehen. Nur aus meiner Sicht und ich sage jetzt vorsichtig und nur in den angrenzenden Gemeinden bei uns, könnten die paar Grundbesitzer die keine Verbindung zur Ldw. haben, keine Kammerwahl entscheidend beeinflußen.
Du schriebst auch " vor 20,30 Jahren sagten die meisten älteren Bauern in unserer Gegend, dass der Kammersekretär eh a Trottel ist " und als er ihnen zur Pension verholfen hatte, " war er eh gar nimmer soo teppert".
Soll man daraus schließen, die aktiven Bauern wurden erst im Pensionsalter gescheiter?
Du siehst, es hat alles ein für und wider.
Ich werde um nicht den Eindruck zu erwecken unbedingt das letzte Wort haben zu müssen, zu diesem Thema nichts mehr sagen, es sei denn du sprichst mich direkt an.
Ich wünsch die noch einen schönen Sonntag, kst.

Name: Malefizkerl antwortet um 11-12-2005 11:59 auf diesen Beitrag nach oben
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Zitat:
" Vielleicht ist in deiner Gegend so dass denen welche zur Kammerwahl gehen auch das Wohl der Landwirtschaft am Herzen liegt. I"

ehrlich, ein guter Witz!!!!!!!!!!!

Name: E_A antwortet um 11-12-2005 15:41 auf diesen Beitrag nach oben
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Danke an alle,die an der Diskussion "Wähler unerwünscht "teilgenommen haben.Leider kam kein Beitrag von jemandem der in der"hohen Politik"
etwas zu sagen hat.Noch ein Gedanke von mir--bitte nehmt ihn mir nicht Übel--es soll nur ein Vergleich sein. Wenn man noch so guten Altbestand
im Stall hat muß man doch auch rechtzeitig dafür sorgen daß wieder
"Jungvieh" nachgestellt werden kann. Einen ganz besonders lieben
Gruß an Kathi und Helmar

Name: stb antwortet um 12-12-2005 16:41 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo Kst,
wie Du richtig erkannt hast, waren bei mir ein paar negative Formulierungen dabei. Ich wollte Dich damit nicht beleidigen. In gewisser Weise war es Reaktion auf Deine eigenen Formulierungen, die zT eine starke Abwehrhaltung war.
Was das Besitzstandsdenken betrifft, so finde ich das das ein scheußlicher Begriff ist, der per se schon negativ besetzt ist, in dem Sinne, da will sich jemand nichts wegnehmen lassen, auch wenn es 10fach gerechtfertigt ist, ähnlich wäre der Begriff wohlerworbene Rechte.

Ich geb es zu mir fällt auch momentan kein gescheiterer Begriff ein, der wertneutral wäre.

Was das Wahlrecht der Pfarrer bei der LWK-Wahl betrifft, sollte das nur ein Beispiel sein, dass es nicht angeht, dass jeder wählen kann, insbesondere gibt es in jeder Demokratie Grenzen des Wahlrechtes. Dieses Prinzip ist daher völlig normal.

Auch bei der LWK-Wahl ist es auch nicht sinnvoll, dass jeder wählen darf, bloss weil er ab und zu 1lt Milch vom Bauern holt. Es ist auch Demokratie, darüber Fragen zu stellen ob es sinnvoll ist Pensionisten oder Ehegatten wählen zu lassen.

Ich meine erkennen zu können, dass Du tríftige Gründe hast, die Dir Dein Wahlrecht zu einem Anliegen lassen werden. Wie Du richtig schreibst geht es mich zwar nichts an, worin Deine speziellen Gründe liegen, aber gerade darum geht es darzustellen, was dafür spricht Pensionisten das Wahlrecht zu lassen. Die Behauptung das das Wahlrecht der Pensionisten besteht ist wohl war, aber zugleich keine Begründung dafür. Wer sonst keinen Grund kennen würde, als das das Wahlrecht halt mal Gesetz ist, der würde tatsächlich Besitzstandsdenken ausüben.

Ich bin der Meinung, dass es gute Gründe gibt Pensionisten wählen zu lassen, insbesondere die häufige und regelmässige Mitarbeit auf den Betrieben. Ebenso gibt es Gründe alle Ehegatten wählen zu lassen.

Auch klar ist, dass es Grenzen beim Wahlrecht geben muss, dazu sind die Gründe die für und gegen das Wahlrecht sprechen abzuwiegen.

mfg



Name: kst antwortet um 12-12-2005 17:18 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo stb. Auf der Basis deines letzten Beitrages könnten wir uns sicher einigen.Smile. Das jeder der 1l Milch vom Bauernhof holt, bei "uns" wählen kann oder darf, möchte ich auch nicht. Freundliche Grüße kst.

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