Sterbehilfe

Antworten: 8
Name: schlepperbande 01-06-2012 07:24
Sterbehilfe
Wie jetzt bekannt wurde, ist die Zahl der Betriebe seit 1999 um 20% zurück gegangen.

Kann jemand die Annahme entkräften, dass die Direktzahlungen diesen Wachstumsprozess anfeuern?
Würde ohne Direktzahlungen die Nachfrage nach Pachtflächen steigen?
Was wäre die Konsequenz für den Strukturwandel, wenn die Nachfrage nach Pachtflächen sinkt?
Name: helmar antwortet um 01-06-2012 07:32 auf diesen Beitrag
Sterbehilfe
Brache, lieber Melanchton......
Mfg, Helga

Name: schlepperbande antwortet um 01-06-2012 09:00 auf diesen Beitrag
Sterbehilfe
Eine krass vereinfachende Anwort ist das, liebe Helga! Regt gar nicht zur Diskussion an!

Name: herbyy antwortet um 01-06-2012 09:08 auf diesen Beitrag
Sterbehilfe
Hallo!
Die Nachfrage nach Pachtflächen würde nicht sinken aber die Pachtpreise, weil dann auch die Zahlungsansprüche der Pachtflächen wegfallen würden.
lg. herbyy

Name: schlepperbande antwortet um 01-06-2012 09:21 auf diesen Beitrag
Sterbehilfe
Wäre interessant, um wieviel die Pachten billiger wären, weil man dann ausrechnen könnte, wem da ein Teil der agrarischen Gelder zu vielleicht unagrarischen Zwecken zufließt.
Warum aber würde die Nachfrage nach Pachtflächen bei Ausfall der Prämien auf Seiten der Alt- und Neubewirtschafter nicht sinken?

Name: herbyy antwortet um 01-06-2012 09:34 auf diesen Beitrag
Sterbehilfe
Hallo!
Das würde sich meiner Meinung nach ausgleichen. Es würden sehr viele Nebenerwerbsbauern bei Wegfall der Ausgleichszahlungen den Betrieb verpachten weil sie die Belastung durch die Sozialversicherung nicht mehr verkraften können, auf der anderen Seite brauchen die Vollerwerbsbetriebe dringend Flächen um den Wegfall der Ausgleichszahlungen auszugleichen. Der grosse Verlierer wäre die SVB weil die hohen Beiträge der kleinen Betriebe wegfallen und die grossen Betriebe pro ha wesentlich weniger Beiträge zahlen und bei Pachtflächen von diesen auch nur noch zwei Drittel.
lg. herbyy

Name: schlepperbande antwortet um 01-06-2012 10:07 auf diesen Beitrag
Sterbehilfe
Du meinst, der große Verlierer IST die SVB, weil deren Einnahmen mit jedem zusützlichen ha Pacht sinken.
Es wird immer wieder argumentiert, die Direktzahlungen tragen dazu bei, dass die Lebensmittel leistbar bleiben. Das heißt im Gegenzug, dass ohne Direktzahlungen die Bauernpreise steigen würden. Damit steigen auch die Einnahmen je ha wieder. Gesetzt den Fall die Direktzahlungen je ha würden um 500€/ha reduziert, müßte der Preisanstieg diesen Betrag hereinspielen. 5000 L Milcht/ha braucht 10 Ct mehr Milchpreis? 7000 kg Weizen braucht 7Ct mehr je kg Weizen. 250 kg Fleisch je ha braucht 2€ je kg Fleisch mehr. Ist da was falsch?

Name: Radagast antwortet um 01-06-2012 13:38 auf diesen Beitrag
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So einfach wirds aber nicht gehen.
Die Preise werden erst nach einer Angebotsknappheit steigen, dazu müssen erst viele Betriebe aufhören zu produzieren, und es muss ein Außenschutz vorhanden sein. Nicht dass dann die von den USA geförderten amerikanischen Lebensmittel zu uns kommen.

Natürlich müsste man die frei werdenden Mittel der Armutsbekämpfung zukommen lassen, da es sonst einen riesigen Aufschrei bei Pensionisten und armen Leuten geben würde.

Wenn dieser Teufelskreis durchbrochen ist, dann gibt es höhere Preise, zufriedene Bauern die auch ohne Direktzahlungen leben können, die, die dann noch nicht aufgehört haben.

Name: schlepperbande antwortet um 01-06-2012 17:53 auf diesen Beitrag
Sterbehilfe
Die EU hat einen Aussenschutz. Eine sanfte Landung kennen wir bereits aus anderen (Milch, Zucker) Beispielen. Auch die USA haben krasse Beschränkungen im Agrarbudget beschlossen.
Die Erfahrung zeigt, dass die Betriebe in Tierhaltung- und Pflanzenbau sehr elastisch auf Preisveränderungen reagieren (Schweinezyklus, Fruchtfolgeänderungen).

Ich kann also weiterhin behaupten, dass die Direktzahlungen die "nötigen Wachstumsimpulse für eine effiziente Struktur der österreichischen Landwirtschaft" - kurz Sterbehilfe/Wachstumsturbo - leisten. Dass dabei der Energieverbrauch je erzeugte Kalorie ansteigt, also ineffizienter wird, wollen wir nicht außer Acht lassen.

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