Tagebuch
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Biobauern jammern! Wer selbst vermarktet hat mehr Geld für sein Produkt, aber auch wesentlich mehr Arbeit. Wenn jetzt die Biobauern jammern weil sie "Gefangene" der Handelsketten sind, muß man sich einmal die Frage stellen, wieviel mehr Arbeit hat ein Biobauer gegenüber einem, der konventionell, aber mit UBAG arbeitet. Wo liegt da noch der Unterschied? Dünge - und Spritzmittelverbot hat ein UBAG-Bauer auch. Artgerechte Tierhaltung haben alle Bauern zu befolgen. Gentechnikfreie Futtermittel haben auch die meisten schon als Vorgaben. Vor allem Milch und Fleischlieferanten. Zeitliche Vorgaben bei Düngeausbringung haben auch alle zu befolgen. Es bleibt im Grunde genommen nur mehr der höhere Preis für zugekauftes Saatgutn und Kraftfutter und die Unkrautbekämpfung, wobei ja bei Grünland im UBAG auch nur eine Punktbekämpfung erlaubt ist. Für diesen Nachteil bekommen sie auch die Fördrung. So biologisch wie sehr viele Biobauern, vor allem jene, die nur wegen der Förderung Biobauern sind und nicht wegen der Überzeugung, sind UBAG Bauern allemal, vor allem die reinen Grünlandbauern. Es gibt aber auch Biobauern, die wirklich aus Überzeugung welche sind, vor denen ich ja auch große Hochachtung habe und ich denke, dass sich die vielleicht gar nicht so sehr aufregen. (kann mich hier aber auch irren, ist nur ein Gedanke von mir) Bioprodukte haben eine höhere Qualität, das ist erwiesen, aber der Unterschied zwischen UBAG Produkten und BIO Produkten ist nicht so hoch wie der zwischen UBAG und Konventionell ezeugten Produkten, die nur die Nitratrichtlinien einhalten müssen und spritzen können auf Teufel komm raus. So gesehen müsste am Markt bei den Lebensmitteln ein Preisunterschied sein, der zwischen KONV. und UBAG. größer ist als zwischen UBAG und BIO.
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