Tagebuch
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Hilfe, Zellzahl viel zu hoch!!!! Hallo Helmar, deine Erfahrungen kommen mir sehr bekannt vor, das ganze Prozedere haben wir auch hinter uns- zur Freude, dass wir die 8.000 Genze geschafft haben- der Wermutstropfen, von Staph. Aureus. Und bei uns waren auch die Kühe, die sehr leichtmelkend waren- verbunden mit hohen Milchleistungen die Sorgenkinder. Es gab eine Zeit, da standen wir zu zweit im Melkstand und haben nur noch gedippt, geschmiert, desinfektiert, behandelt- bis mir der Kragen geplatzt ist, so konnte und wollte ich nicht mehr weitermachen. Und ausgerechnet in diese Zeit ist mir ein Buch über EM in die Hände gefallen, das mir das erste Mal gezeigt hat, dass Bakterien nicht nur die gefährlichen Erreger sind, die alles kaputt machen, sondern dass wir die meisten überlebenswichtig brauchen. Von da an habe ich versucht- die guten Bakties aufzubauen- statt die anderen zu bekämpfen. In die Liegeboxen kommt nur noch eine Stroh-Steinmehlmischung- toi, toi, klopf Holz haben wir seit einigen Jahren wieder normale Zustände. Gott sei dank, denn wie du schreibst, dass mit den niedrigen Milchpreisen keine Abzüge wegen höher Zellzahlen mehr drinnen sind- aber die Behandlung der Kühe hat uns damals auch ein kleines Vermögen gekostet- das ist bei diesen Milchpreisen auch nicht mehr so gut zu verschmerzen. Ausserdem merke ich erst im Nachhinein, wie mich diese Eutergeschichte psychisch belastet hat- da vergeht ein kleines Stückchen auch die Freude - im Melkstand zu melken. Worüber ich mir noch nicht ganz klar geworden bin- Zellzahl ist ja auch ein Anzeigen des Gesundheitsstandes der Kühe- was war bei uns im Stall nicht in Ordnung, dass wir den Erreger so massiv hatten, ein neuer Laufstall, x- mal überprüfte Melkanlage, Auslauf, Weidegang, Licht und Luft- den ganzen Kuhkomfort einschliessl. Bürste für die Fellpflege, wir haben uns den Kopf drüber zerbrochen, haben nichts gefunden- wir haben nur bei der Fütterung was umgestellt und von da an - wurde es besser. frdl. Gr. regi
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