Aussteiger will einsteigen

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Name: Himlayalover 27-07-2011 16:37
Aussteiger will einsteigen
Hallo alle miteinander!

Da ich hier neu bin, zuerst einmal Vorstellung: Ich lebe seit 15 Jahren in Asien und komme alle paar Jahre mal nach Oesterreich. 10 Jahre war ich im Himalaya, seit 5 Jahren permanent in Thailand und betreibe hier eine Art Selbstversorger-farm, hab von allem ein bisschen was (Bueffel, Kuehe, Ziegen, Huehner (Lege und Fleisch), Enten ( auch beides), Kaninchen, Fischteich, Reis, Gemuese, Fruechte). Fuer all das hab ich ca. 3HA was hier auch genuegt, die Ziegen treiben sich halt manchmal im angrenzenden Wald herum. Geld kommt dann von den Touristen die eines meiner Bungalows mieten und hier Urlaub machen. Von dem allen kann ich auch ueberleben.
Doch jetzt ploetzlich bilde ich mir ein nach Oesterreich kommen zu wollen, da meine Soehne 3 und 5 sind, und ich gern haett, dass sie bei uns in die Schule gehen,Deutsch sprechen, Schifahren lernen, usw.
Die Idee ist einen alten Bauernhof zu kaufen, mit ein paar hektar Land, eventuell Milchschafe/Ziegen, Lamas, Yaks (die sind mir im Himalaya so symphatisch geworden) Hochlandrinder, oder/und vieles andere was mir einfallen wuerde. Das ganze haengt natuerlich auch von Lage und moeglicher Vermarktung in Region usw. ab...
Die Frage ist, angenommen ich verkaufe meine Farm hier und bekomme, sagen wir 300t Teuro , wie realistisch ist es in Oesterreich damit einen alten Bauernhof zu kaufen und davon zu Leben? (sprich Hof + Tiere + Zaeune + Technik + usw usf)
Hab vor vielen Jahren mal im Schweizer Wallis im "steilsten Dorf der Schweiz" (naehe Zermatt) auf einem Schafmilch Hof gearbeitet, weis nicht wie sehr man die Schweiz mit Osterreich vergleichen kann, aber dort gings mit 40 Schafen und ein bisschen Kreativitaet. (und viel harter Arbeit, aber das braucht man hier glaub ich nicht erwaehnen)
Am liebsten waehrs mir ich koennte meinen Platz in Thailand behalten, aber nach Osterreich gehen ohne Geld in der Tasche klingt fuer mich zu sehr nach Hilfsarbeiterjob, und deswegen komm ich bestimmt nicht zurueck.
Wuerd mich jede Anregung freuen, vor allem konstruktiv, aber auch sonst bin ich ganz Ohr.
Griass Eich!
Name: gdo antwortet um 27-07-2011 18:01 auf diesen Beitrag
Aussteiger will einsteigen
Ich hab dir ein Mail geschrieben ... das war ein Thread, wo es auch um SV gegangen ist ... allerdings mit wenig erbaulichen Kommentaren, bis auf ein paar Ausnahmen ... http://www.landwirt.com/Forum/297957/Ist-folgendes-Projekt-realisierbar.html
 

Name: traktorensteff antwortet um 27-07-2011 20:48 auf diesen Beitrag
Aussteiger will einsteigen
Ich habe unlängst einen Beitrag im Fernsehen gesehen, da wurde ein Stallneubau gezeigt und gesagt, dass der Landwirt auf Milchschafe umgestellt hat und dadurch in den Vollerwerb einsteigen konnte. Leider weiß ich die Zahl nicht mehr genau, aber es kommt mir vor, dass er gemeint hat, mit 70 Milchschafen kann man im Vollerwerb überleben. Derzeit gibt es in Oberösterreich mehr Bedarf an Schafmilch, als produziert wird. Man sucht Betriebe, die in die Schafmilchproduktion einsteigen wollen.

Ich gehe davon aus, dass du aus Deutschland bist (liege ich falsch?)? Warum nicht Ostdeutschland? Dort kommst du mit 300.000 Euro schon sehr weit (flächenmäßig), in Österreich nicht ganz, kommt darauf an, wo in Österreich. Ich schätze (!) mal, mit dem Geld bekommst du keinen Hof mit der Fläche für 70 Schafe, bedenke den Stallneubau. In Ostdeutschland bekommt man schon recht billig landwirtschaftliche Anlagen, die man adaptieren kann. Jedoch ist die Frage, ob es Abnehmer für Schafmilch gibt. Aber wenn du noch Maschinen anschaffen musst, wird es mit 300.000 Euro nicht gehen! Gib mal in Ebay "Bauernhof" (Mindestpreis 1000 Eur, damit du wirklich nur Immobilien angezeigt bekommst) ein! Da findest du schon ein bisschen etwas. In 39343 Altenhausen gibt es einen Hof mit 2,1 ha (natürlich zu wenig für 70 Schafe) um 99.900 Euro, Zustand natürlich nicht ideal aber neu eingedeckt. Um den Preis bekommst du in Österreich nichts! Die restliche Fläche könntest du natürlich pachten oder kaufen. Ich wünsche dir viel Glück!

Name: mfj antwortet um 27-07-2011 21:11 auf diesen Beitrag
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Hallo Himalayalover,

ich denke - Thailand ist auf deine Bedürfnisse und Beweggründe wie zugeschnitten. Von allem was, und nichts richtig, und wenn´s bei mir reicht dann im angrenzenden Wald...Diese Lebenseinstellung hat der deutsche Michel nicht, und der österreichische schon zweimal nicht.

Das mit Österreich bildest du dir tatsächlich nur ein. Es ist gescheitert bevor es anfängt. Weder die Einheimischen – noch Gäste, suchen und mögen „ausgestiegene Einsteiger“ – die dann wieder aussteigen...

In Westeuropa incl. Ostdeutschland aussichtslos, in Osteuropa...Rumänien etc. würde eventuell dieser Lebenstil wenig auffallen und auch akzeptiert werden.

Deinen Kindern würde ich eine Veränderung zwar wünschen, aber ob du das wirklich willst – ist schwer auszumalen.
Mit 10 Dialekt Buchstaben wird man noch integriert...höchstens negiert !




Name: Moarpeda antwortet um 27-07-2011 21:47 auf diesen Beitrag
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@Himlayalover

entweder sind deine 300t euro, welche du angeblich für dein farm bekommst ein fake
oder es ist ein schreibfehler

hatte selber vor etlichen jahren einen "bungalow" in koh samui
....und nehme an, dass du keine 13 millionen baht für 3 HA + resort bekommst,
...oder wo soll diese teure luxusanlage stehen, wo gleich nebenan die viecher meckern, gackern, wühlen?

für dein vorhaben in europa "tschok dii na k(r)ap" und denk daran im winter hat es keine 30 grad plus hier sondern du mußt heizen ;-))



Name: Himlayalover antwortet um 28-07-2011 07:25 auf diesen Beitrag
Aussteiger will einsteigen
Servus an alle!
@ Traktorensteff: Danke fuer die Info. Stallneubau, Reglementierungen, Behoerden, usw. sind genau die Probleme die ich sehe, ich werd naechstes Monat einmal nach Oesterreich kommen und mit Freunden, Bekannten, Verwandten, mir demensprechend mal genauere Infos holen.
Ostdeutschland? Nein danke, ich hab zwar ein paar Jahre immer wieder in Deutschland gelebt, aber wirklich niederlassen... zu weit von den Bergen...

@ mfj: Dein liebevoll positives Komentar hat mich zum Schmunzeln gebracht. Das du aus einem Satz "Ziegen im angrenzenden Wald" auf eine Lebenseistellung schliessen kannst ist wirklich interessant, vielleicht solltest du den Beruf wechseln und Internet Psychologie als neuen Berufszweig durchsetzen.
Muss ich mich als Oesterreicher in Oesterreich integrieren (Europaeisches Integrations Abkommen?) Ja zum Bleistift als Niederoesterreicher in Tirol. Da muesste man dann sein Siezen einstellen und mit allen per Du sein. Schrecklich, fast schon Kommunismus! ;-)

@Moapeda Offensichtlich ist es schon ne Weile her mit dem bungalow in Koh Samui, ich leb in der naehe von Chiang Mai und Grunstueckspreise sind hier zZ bei ungefaehr 500 000 Baht per Rai(1600qm) ... Meine Anlage is auch weit von Luxus, halt "Urlaub am Bauernhof" thai-style (Teak Holz) mit Auslaendischen sowie Thai Gaesten. Das es in Oesterreich keine 30 Grad hat (meistens auch nicht im Hochsommer) ist mir klar, mein Sohn ist im Himalaya auf knapp 2000m geboren, im Winter is dort a net grad heiss, vor allem haben die Inder von Isolierung noch nie was gehoert.

Zurueck zu konkreten Fragen die mich interesieren taeten.
Was fuer Grass Sorten werden bei uns gepflanzt (wenn ueberhaupt) fuer Weide bzw. Heu? Hier bau ich hauptsaechlich Guinea Grass (Panicum maximum) und Ruzi Grass (Brachiaria ruziziensis) an. Meine Geissen zum Beispiel verweigern Stroh, lustigerweise die Boecke nicht.
Man sagt 10 Mutter schafe pro hektar, kann man das eventuell mit rotation und anbau anderer Futtermittel vermindern?
Wo finde ich infos ueber Auflagen zu Stallbau , Abwasser, Hygiene (Milch und Kaese) usw.?
Was sind die Vorschriften bezueglich Tierarzt? Wieviel darf ich selbst machen, und bekommt man die noetigen Medikamente bzw. Impfungen ueberhaupt selbst? Hier haette ich oft gerne einen (richtigen) Tierarzt, aber fuer so Sachen wie Entwurmen und Impfen, kleine Altags Wehwehchen, mal ne Wunde naehen usw. braucht man den ja kaum. Manchmal ist ein Labor viel wichtiger, wo man Blut/Kot testen lassen kann (hoffentlich nicht). Wie sieht es mit diesbezueglichen Kosten aus?
Danke an alle, auch die, die mich lieber im Ausland haben wuerden, immerhin bin ich ja dran gewoehnt Auslaender zu sein, und Auslaender in der Heimat waehr schon irgendwie komisch...
Salut!




Name: mostkeks antwortet um 28-07-2011 09:14 auf diesen Beitrag
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Hallo!

Zu den fachlichen Fragen...

Gräser für Weide oder Heu kommen bei uns eigentlich fast nur Süßgräser (Poaceae) in Frage. Für Heu und Weide meistens in Form von Dauergrünland in Mischungen mit Leguminosen und Kräutern.
Je nach Lage. In günstigeren Lagen Raigräser über Knaulgras, Goldhafer bis hin zu den Rotschwingel- Straussgraswieden in extensiveren Lagen. Dem entsprechend kannst du zwischen 1 und 2 GVE/ ha füttern (mit Winterfutter)(eine Ziege ist 0,15 GVE).

Zu den Investitionen: mit 300.000 kannst du dir bestimmt eine kleine LW kaufen, die Investitionen beginnen dann aber erst. Besonders wenn du etwas Direktvermarkten willst hast du ziemlich strenge Auflagen -sprich Investitionen.

Mit viel Optimismus (und den wirst du haben) ist auch bei uns einiges zu schaffen! Die Österreicher kennst du ja, es zählt hier nicht was du kannst sondern welchen Ausbidungsabschluss du hast.
Und jeder ist Ausländer - fast überall...

LG



Name: Moarpeda antwortet um 28-07-2011 09:30 auf diesen Beitrag
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@Himlayalover

es ist ca. 6 jahre her, seit ich meinen bungalow in der wohl teuersten anlage der insel verkauft habe

ich hätte noch 2.00 euro zu bekommen, aber bei der dortigen rechtsunsicherheit werden sogar deutsche käufer schwach

....und dass man im norden, ganz ohne "meerwasseranschluss", solche grunstückspreise hat wirst du mir nicht erzählen.

ich hoffe, dass du (bzw. wahrscheinlich deine thai frau) einen gescheiten landtitel hast,
viel spass beim verkaufen

Name: mfj antwortet um 28-07-2011 09:45 auf diesen Beitrag
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Hallo Himalayalover,

also – kein Grund zum beleidigt sein...wenn nicht ganz Österreich „JUHU“ schreit – wenn der „verlorene Sohn“ wieder heimkehrt...;-)

Im Bundesgesetzblatt der Republik Österreich mit der 485 Verordnung: Tierhaltungsverordnung ist erst mal der rechtliche Rahmen geklärt.
Hier ist nicht nur der Geltungsbereich, sondern auch die Mindestanforderung, Betreuung und Eingriffe geregelt.
Medizinische Eingriffe dürfen nur Personen vornehmen die eine einschlägige Ausbildung und Kenntnisse bis hin zu den Rechtsvorschriften in Österreich vornehmen.
Um Impfungen wirst du dir keine Sorgen machen müssen. Dieser Bereich unterliegt überhaupt nur der Tierärztekammer.

Hier mal ein kleiner Überblick – wenn Überprüfungen kommen, und der Besitzer meint:: Meine Ziegen sind irgendwo im Wald ;-))

Daten, die im Rahmen der Tierschutzkontrolle zu erheben sind
1. Name des Kontrollorgans und der von ihm beigezogenen Personen;
2. Name des Halters;
3. Name, Anschrift, Aufgabenbereich aller Betreuungspersonen;
4. bei der Kontrolle anwesende Personen;
5. Datum, Zeit und Dauer der Kontrolle;
6. Art und Anzahl der Tiere;
7. Alter des Haltungssystems bzw. dessen einzelner Elemente;
8. Ausstattung, Zustand des Haltungssystems;
9. Neu- oder Umbauten bestehender Haltungseinrichtungen nach In-Kraft-Treten des TSchG;
10. Qualifikation und Anzahl der Betreuungspersonen;
11. Durchgeführte Kontrolle des Tierhalters;
12. Erfüllung von Aufzeichnungspflichten auf Grund des TSchG und anderer Rechtspflichten (z.B.
Bestandverzeichnisse);
13. Bewegungsfreiheit und Besatzdichte;
14. Hygiene;
15. Fütterung und Tränkung;
16. Medizinische Behandlungen;
17. Eingriffe;
18. Alle sonstigen Anforderungen, die sich aus der Verordnung gemäß § 24 TSchG ergeben;
19. Erkennbare Erkrankungen, Verletzungen, Missbildungen, Verhaltensstörungen;
20. Gesamteindruck zum Wohlbefinden der Tiere;
21. vorgefundene tote Tiere, soweit feststellbar Zeit und Ursache des Todes;
22. sonstige Bemerkungen zur Tierhaltung, insbesondere Art, Ausmaß, Schwere und Dauer eines
Verstoßes nach Einschätzung des Kontrollorgans, Bemerkungen zur Mitwirkung des Halters bei
der Kontrolle, insbesondere Vermerk über Behinderungen, Verhinderungen oder sonstige Zwischenfälle
bei der Kontrolle;
23. Hinweise und aufgetragene Maßnahmen gemäß § 38 TSchG.


Gras anbauen, lieber Himalayalover – in Österreich anzubauen - ist ungefähr so unnütz wie den Kühen das Tanzen beizubringen.
Gras wächst bei uns als einzige Kulturfrucht vom Boden- bis zum Neusiedlersee von alleine, und das in üppigen Mengen. Regional zwar in der „herbarischen Zusammensetzung“ unterschiedlich aber ausgiebig und nahrhaft allemal.
Das Ernten und Lagern wird da schon schwieriger, weil es Kapital und Arbeit erfordert. Schließlich können wir das Futter nicht unter Palmen lagern...

In Österreich ist sowieso alles geregelt. Entweder man kuscht im System, optimiert in Programmen und Vorgaben, schlängelt sich durch wirtschaftliche Tatsachen und Vorgaben – oder fällt gnadenlos durch...

Zu glauben in Österreich müsse man nur irgendwas anders machen, einen Jotan sich unterscheiden, eine nette idyllischeIdee zu haben...ist absolut naiv.
Wenn du nicht den „Yeti“ im Handgepäck hast, lieber Himalayalover sehe ich wenig Chancen für Dich, im arbeitsamen und entbehrungsreichen Leben der österreichischen Landwirtschaft Fuss zu fassen !

Was nicht heißt, dass der soziale Rost von Österreich Dich nicht auffängt.
Aber das ist eine andere Geschichte....


 

Name: gdo antwortet um 28-07-2011 10:00 auf diesen Beitrag
Aussteiger will einsteigen
mfj ... nachdem Du das so supertoll aufgelistet hast (Respekt!) - gibt's so eine Auflistung auch für jemand der Direktvermarktung (z.B. Milchprodukte, Fleisch) betreiben will?

Ich denke da an Lebensmittelinspektoren, Gewerbebehörden (Raumhöhen, Belüftung, ...) ... die Hygienevorschriften, gegenüber früher haben sich ja z.B. gravierend geändert (war schon vor 10 Jahren ein Horror ... z.B: wo Spülen stehe dürfen, und wo nicht ... Holzschneidebretter und Geschirrtücher sind Bakterienbrutstätten, Kühltermperaturen etc etc), Aufzeichnungspflichten (z.B. wann man was gereinigt hat ...), Voraussetzungen wenn man Essen oder eine Jause anbietet ...
Mir wird allein beim Gedanken daran schlecht ...



Name: golfrabbit antwortet um 28-07-2011 12:51 auf diesen Beitrag
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@tria
Sehr typisches tria-Posting: Hart aber herzlich. - Weiter so!

Name: Himlayalover antwortet um 28-07-2011 15:29 auf diesen Beitrag
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So viel feedback hab ich mir gar nicht erwartet...
Bei mir ists jetzt 8 am Abend, meine Kuehe sind im Stall gemeinsam mit den Wasserbueffeln, und die Ziegen sind in ihrigem, Hendln, Kaninchen, Enten, Fische sind gefuettert, bleiben nur mehr die Hundsviecher aber die griegn ah no wos. Alles in allem: Feierabend!
Hoff ich vergess niemanden:
@mostkeks: Danke fuer die infos, das war genau was ich gesucht habe, muss ja die "heimische" Flora noch genauer erforschen, das a Wiesn net gleich a Wiesn is, davon bin ich ueberzeugt, bei uns sagt man ja auch "Du bist was du isst" (wird schon irgendwo stimmen). Das jeder Auslaender ist, hat dann wohl damit zu tun das jeder so viel importiertes isst...:-)
@moarpeda: Schwer zu erklaeren, aber verkuerzt: die Reichen mit ihren Touristen dollars und Euros kaufen grad im Norden alles zusammen weil sie sich vor dem steigenden Meerespiegel fuerchten. (ausserdem gibts hier auch nicht-Salzwasser und man kann wegen des "kuehlen" Wetters sogar Erdbeeren anbauen)
@Danke fuer die lange Liste, hab eh auch schon die pdf Version vom Bundeskanzleramt runtergeladen. Seh aber in den 23 Punkten nichts was mir Sorgen bereiten wuerde. In der Tierhaltungs verordnung stehen so Sachen wie:

2.8. GANZJÄHRIGE HALTUNG IM FREIEN
"Für jedes Tier muss eine überdachte, trockene und eingestreute Liegefläche mit
Windschutz in einem Ausmaß zur Verfügung stehen, das allen Tieren ein
gleichzeitiges ungestörtes Liegen ermöglicht.
Kann der Futterbedarf nicht ausreichend durch Weide gedeckt werden, muss
zusätzliches Futter angeboten werden. Auch bei tiefen Temperaturen muss
sichergestellt sein, dass Menge und Energiegehalt des vorhandenen Futters
ausreichen, um den Energiebedarf der Tiere zu decken.
Der Boden im Bereich der ständig benützten Fütterungs- und Tränkebereiche muss
befestigt sein.
Kranke und verletzte Tiere sind gesondert und geschützt unterzubringen."
Kann i nur sagen: Na, ned! Das klingt eher nach Besitzerschutz als Tierschutz. Wer soll mit einer unterernaehrten Herde die mit Lungenenzuendung im Stehen schlafen, Geld verdienen? Meiner Meinung nach wird man selbst als "Unmensch" aus rein wirtschaftlichen Gruenden immer auf das Wohlergehen der Tiere achten.

Vorher war ich noch am Schmunzeln, jetzt hab ich Traenen in den Augen vor lauter Lachen.
mfj bezueglich Heu:"Das Ernten und Lagern wird da schon schwieriger, weil es Kapital und Arbeit erfordert. Schließlich können wir das Futter nicht unter Palmen lagern..."
Nur um dich etwas an Weisheit zu bereichern: In Thailand kannst nicht "mähen, machen, wenden, einfahren" eine in Heustadl und des wars. Kannst schon aber dann hast in der Regenzeit nach 2 Wochen soviel Luftfeuchtigkeit, dasst genug Material fuer deine Dissertation in Bakteriologie hast.
"entbehrungsreichen Leben der österreichischen Landwirtschaft"
Des Leben is a Hund. (wenigsten kein hungriger Strassenkoeter)
Solzialer Rost? Nein Danke, bin ja ka Grillwuerschtl
@tria "bereit sich auf dem Altar der Selbstversorgung zu opfern" ziemlich theatralisch findest nit? Danke auf jeden Fall fuer deine Anteilnahme.
Das war mehr als genug Fingergymnastik
Pfiad Eich







Name: Moarpeda antwortet um 28-07-2011 15:52 auf diesen Beitrag
Aussteiger will einsteigen
bei mfj´s beitrag ist mir der unterschied wieder einmal richtig aufgegangen, thailand ist anders ;-)

mit einem flascherl shinga beer für den polizisten lassen sich kleinigkeiten regeln und die größeren sachen,...... es lässt sich vieles machen

jedenfalls ist dir der retour- kulturschock sicher.

mit dem heizen meinte ich weniger, dass du dich bezüglich der temperatur umstellen mußt, sondern der winter ist teuer, wenn ich manchmal 3 monate überwintert habe, war der flug ca. herinnen, weil ich bei vielen aufenthalten gelebt habe wie die einheimischen.

wenn es auch bei vielem lockerer und einfacher ist, ich möchte nicht mehr unten leben, daheim ist daheim





Name: Himlayalover antwortet um 28-07-2011 15:54 auf diesen Beitrag
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vergessen
@gdo Lebensmittelhygiene http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/VerbraucherInnengesundheit/Lebensmittel/Lebensmittel_Unternehmer/Lebensmittelhygiene

Name: gdo antwortet um 28-07-2011 16:02 auf diesen Beitrag
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supi ... dafür das't solange weg warst, bist ja eh super fit ... da mach ich mir dann schon weniger Sorgen ...

Name: traktorensteff antwortet um 28-07-2011 16:05 auf diesen Beitrag
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Himlayalover, lass dich von einigen Usern nicht unterkriegen! Du kennst ja dieses Forum und seine Benutzer noch nicht lange! ;-)

Hauptprobleme sehe ich folgende: Du bist anscheinend sehr vertraut mit Tierhaltung, das ist mal sehr gut. Aber Thailand und Österreich sind nicht zu vergleichen. Die Bestimmungen sind sicher ein Hauptunterschied, dort drüben wirst du wahrscheinlich machen können, was du willst, keine Vorschriften usw. Regenzeit wird sicher auch nicht angenehm sein, aber im Vergleich zu einem Alpenwinter? Da ist es glaube ich "schwieriger", die Tiere durchzubekommen und mit mehr Aufwand verbunden. Und im Endeffekt kostet es mehr Geld. Das zweite Problem ist, eine Farm in Thailand zu verkaufen und im "Ersteweltland" Österreich um dieses Geld ebenfalls einen Hof kaufen zu wollen, der weit mehr als 3 ha groß sein muss, um im Vollerwerb davon leben zu können. Ich weiß ja nicht, in welchem Haus du lebst und wie es klimatisch aussieht, aber ich stelle mir vor, in einem Land wie Thailand stellt man an das Haus weniger Ansprüche (Heizung, Winddicht, Aufbau usw.) als in Österreich. Hier ist das alles nötig und teuer zu zahlen. Was erzähle ich dir, das weißt du doch auch. Ich wollte damit nur sagen, wo du z.B. 100 Euro Fixkosten im Monat hast, sind es hier 500 Euro, die erst mal verdient werden müssen. Also alles nicht so einfach! Um im Vollerwerb alleine von Landwirtschaft leben zu können, muss man sicher sehr viel investieren und mehr tun, als wie in Thailand Zimmer zu vermieten. Das könntest du übrigens in Österreich nicht so einfach, hier gibt es Konkurrenz und die Gäste stellen an die Unterkunft hohe Ansprüche (= Investitionen nötig").

Ich sehe schwarz, mit diesem Kapital hier etwas anfangen zu können, ganz ohne Kredite. Rechne es dir gut durch.

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