Tagebuch
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Fruchtjoghurt um 9 Cent je Becher > Hallo stb, den Konsumenten brauchen wir keine Schuld in die Schuhe zu schieben, die zahlen den Preis, den das Produkt im Geschäft kostet. Da im LEH ein gnadenloser Wettbewerb und Verdrängungkampf herrscht, muss einer halt immer noch billiger anbieten. Wegen dem 9 cent Joghurt fährt mit Sicherheit kein Kunde alleine zum Einkaufen, sondern verlässt das Geschäft mit einem gefüllten Wagerl. Somit hat sich die Strategie ausbezahlt. Da ich mich über diese Kampfpreise seit Jahren ärgere, kann ich nur meinen Weg wählen, ich kaufe dort nicht mehr ein. Auch wenn es mir als Milcherzeugerin nichts bringt, so habe ich wenigstens das Gefühl, dass ich dieses System nicht unterstützt habe. Aber eines fällt auf, die Energiepreise zeigen uns doch ganz klar, wird ein wichtiges Produkt knapp, dann steigt der Preis nach oben, Nahrung ist mir Sicherheit genauso wichtig, aber solange viel zu viel produziert wird, können wir nicht mal die emporschnellenden Energiepreise weitergeben, sondern werden im Gegenteil danzu benutzt, um als Preisbrecher da noch etwas aufzufangen. Aber meine Berufskollegen freiwillig dazu zu bringen, mit weniger Aufwand weniger zu erzeugen, den Versuch habe ich inzwischen auch aufgegeben, jeder wartet, dass der andere dafür was tut um dann diese Menge überliefern zu können. Solange alle anderen wissen, dass sie mit den Bauern machen können, was sie wollen, wird sich nicht allzuviel ändern, solange die Bauern nur drauf spekulieren, wie sie den anderen schnappen können- bleibt es so wie gehabt. Um mich nicht mehr drüber zu ärgern, gibt es in unserem Betrieb 2 Strategien, die eine ist, diese Preispolitik in den Discountern nicht zu unterstützen, die andere, sehr genau zu schauen, wie wir den Betrieb über die Runden bringen. Denn genauso wie uns die Molkereien nur noch die Brosamen rüberreichen, sind die anderen daran interessiert, dass wir tüchtig und fleissig einkaufen- da ein nicht verdienter Euro nicht ausgegeben werden kann, muss eben gespart werden. Aber das scheint kein Thema in der Landwirtschaft zu sein. frdl. Gr. regi
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