gentechnikfreie Milch der NÖM

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Name: stb 01-08-2005 09:23 nach oben
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gentechnikfreie Milch der NÖM
Man mag zu Gentechnik stehen wie man will, ich halte es für sehr problematisch wenn gentechfreie Milch "gratis" verkauft wird. Ich meine damit, dass die NÖM für die gentechfreie Milch den gleichen Preis verlangt und die Mehrkosten von 1,5 bis 3 ct/lt selber schluckt.

Wenn der Markt die Mehrkosten nicht hergibt, handelt es sich effektiv um eine Preissenkung, die die Gefahr in sich birgt, dass sie letztlich an die Bauern weitergegeben wird, nach dem Motto: Man muss zuerst verdienen was man auszahlt.

Ich bin der Meinung wer aus welchen Gründen immer besonderere Qualitätsansprüch stellt, der sollte auch die Bereitschaft haben, dafür zu bezahlen oder den Anspruch nicht stellen.
Genauso könnte man ja auch BIO-Milch zum Standard erklären und den gleichen Preis verlangen.

Letztlich handelt es sich immer um Preisdumping, egal ob man bei gleichen Kosten die Milch verbilligt oder bei höheren Kosten den Preis gleichlässt. In beiden Fällen schaut der Ertrag schlechter aus und es ergibt sich ein Druck bei den Molkereien, den schwarzen Peter weiterzugeben.


Name: Fidelio antwortet um 01-08-2005 09:57 auf diesen Beitrag nach oben

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gentechnikfreie Milch der NÖM
> Hallo
Es ist sicherlich nicht einfach gentechnikfreie Milch zu erzeugen schon deswegen weil der meiste importierte Sojaschrot schon gentechnik verändert ist .Die Bauern werden von einigen Großkonzernen wie Saatgutfirmen und Düngemittelerzeugern abhängig.
mfg.

Name: theres antwortet um 01-08-2005 10:22 auf diesen Beitrag nach oben
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> Bei uns gibt es leider noch keine Molkerei, die gentechnikfreie Milch herstellen will,
aber wir füttern schon seit einer Weile gentechnikfreies Krafftutter,
preislich sind wir ziemlich gleich.
Unser Ziel ist, dass wir unser Futter auf unseren Flächen wieder selbst erzeugen.
Egal ob Soja nun genverändert oder nicht, irgendwie macht es für mich immer weniger Sinn, das Futter von weit her zu holen und bei uns die Flächen stillzulegen.
Getreidepreise fallen immer weiter nach unten,
da können wir statt Getreide genauso gut Eiweißpflanzen anbauen.
Aber es ist ein langsamer Lernprozess.
Das Gemisch Hafer- Erbsen passt recht gut, Ackerbohnen und Sojabohnen sind nicht ganz unproblematisch-
aber Kleegras, Luzerne passen ganz gut.

Herzl. Gr.
regi


Name: Kathi antwortet um 01-08-2005 10:46 auf diesen Beitrag nach oben

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gentechnikfreie Milch der NÖM
> Hallo Regi

Wie geht es bei Euch mit Kälberstarter etc. habe noch keine Firma gefunden die gentechfrei anbieten, außer Biofutter.

Bei den Kühen kommen wir ohne Soja auch gut aus. Nur für dieKälber finde ich mir nichts und selber mischen zahlt sich nicht aus.

Kathi


Name: Asterix250 antwortet um 01-08-2005 12:30 auf diesen Beitrag nach oben

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Naja geht daweil glaube ich nur selbst mischen mit dem Kälberstarter. Bei uns im Lagerhaus wir jetzt genfreier Soja angeboten ... bekommt man in Big Bag Säcken. Kann dir aber auf die schnelle keinen Preis sagen.
Der andere kostet bei uns zur zeit 30,06/ 100kg.
mfg
Asterix


Name: walterst antwortet um 01-08-2005 13:36 auf diesen Beitrag nach oben
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> Ich bewundere die Geduld und Leidensfähigkeit der NÖM-Lieferanten!

Die Kosten für die Gentechfrei-Fütterung, die Kontrolle und Dokumentation einfach zu schlucken (direkt oder indirekt über den niedrigen Milchpreis) ist echt toll!
Als Biobauer weiss ich, wie aufwändig die Beschaffung von Futter und Nachweisen ist und dass viele übliche "Hilfsfuttermittel" nicht mehr erlaubt sind.
Bin gespannt, ob nach den ersten Kontrollen und Sanktionen auch noch alles so hingenommen wird?

Walter


Name: franzlbauer antwortet um 01-08-2005 18:21 auf diesen Beitrag nach oben
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gentechnikfreie Milch der NÖM
Kann mir irgendjemand erklären warum man einen Wiederkäuer im Grünlandgebiet unbedingt mit Soja futtern muss oder ist das so weil im Lagerhaus gibts nix anderes??
Wir haben tausende ha wertvollstes Grünland, das holen sich die Kühe selber, da braucht man gar nicht ins Lagerhaus fahren.



Name: theres antwortet um 02-08-2005 16:32 auf diesen Beitrag nach oben
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gentechnikfreie Milch der NÖM
>Hallo Kahti,
wir mischen unseren Kälberstarter selbst, gentechnikfreien Soja bekommen wir inzwischen fast überall, ausserdem haben wir noch Erbsen und HaferGerste, Mais und Weizen.
frdl. Gr.
regi



Name: helmar antwortet um 02-08-2005 20:41 auf diesen Beitrag nach oben

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gentechnikfreie Milch der NÖM
>Also...ich mach mit und stehe voll dahinter. Es dürfte manchen im Forum entgangen sein dass für Zukauffutter die Verpflichtung besteht
die Herkunft zu dokumentieren, und zwar für alle, nicht nur Bio-und genfrei Lieferanten.....Es ist aber so dass manche meinen nicht ohne Soja auch im Grünland auskommen zu können, und im Projektgebiet gibt es welche welche nicht mitmachen und andere welche dies tun würden, weil aber die nicht mit machenden auf der Tour mehr Milch als die anderen haben, wegen der Abholung nicht mitmachen können.....
Es gibt ausreichend genfreie Futtermittel, und mit den Bedingungen kann man leben......mit denen von Ernte und Co. konnten das viele Milchbauern und Züchter im Grünland nicht!
Mfg, helmar


Name: walterst antwortet um 02-08-2005 21:17 auf diesen Beitrag nach oben
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gentechnikfreie Milch der NÖM
> Wenn gentechnikfreie Milch künftig zum Preis X im Regal steht, wie wird dann wohl "Normalmilch" vom Handel angepriesen?
Die Preisspirale läuft und läuft und läuft und läuft....

walter


Name: helmar antwortet um 03-08-2005 08:44 auf diesen Beitrag nach oben

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gentechnikfreie Milch der NÖM
Ja, Walter, und sie wird solange laufen so lange die Quoten überliefert werden. Das hat nicht mit der Preispolitik zu tun, sondern mit dem Überschußangebot. In einem Bericht der BLW über die Milchwirtschaft in Frankreich wurde auch darüber berichtet dass dort der Erzeugermilchpreis um einiges höher als in der BRD ist. ......und dass die französichen Milchbauern Quotendisziplin halten und kein Verständnis für exzessive Überlieferer haben!
Mfg, helmar>


Name: theres antwortet um 03-08-2005 09:12 auf diesen Beitrag nach oben
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gentechnikfreie Milch der NÖM
> Hallo Helmar,
in Frankreich ist das Quotensystem überhaupt anders,
die Franzosen arbeiten um zu leben und wir leben um zu arbeiten.
Was ich an der Überlieferungspraxis für makaber halte-
wenn man überliefert und dem anderen damit schadet, dann wäre es ja noch zu verstehen-
aber man macht sich ja den eigenen Preis damit selbst kaputt.
Nur eines würde mich auch noch interessieren,
vor Jahren war eine Weile das Imitationsverbot in der Diksussion,
soweit ich mich noch erinnern kann, wurde es dann letztendlich europaweit abgesegnet.
Es wäre schon interessant, wieviel Milch und Milcherzeugnisse, Molkepulver durch das billigere Sojaeiweiß, durch andere Billigmacher ersetzt worden sind.
Denn eines gibt zu denken, die Milchquote ist ja schon eine Weile in Betrieb, es wurden Unsummen von den Bauern für Quote ausgegeben, damit der Preis gehalten werden kann und jetzt haben wir die Quote und einen katastophalen Milchpreis.
In einer landw. FAchzeitschrift waren neulich Milchpreise in den verschiedenen Ländern veröffentlicht,
ist schon interessant, dass z.B. USA einen höheren Milchpreis ohne Quote hat, dass Neuseeland scheinbar den niedrigsten Milchpreis hat,
wieviel in England, in den skandinavischen Ländern für Milch bezahlt wird.
MIch würde auch interessieren, wieviel in den einzelnen Ländern der Verbraucher für einen Liter Milch bezahlt.
Jetzt haben wir Milchpreise wie vor 25 Jahren, alles ist inzwischen teurer geworden, und dann wird immer mit dem Argument beruhigt, dass der Verbraucher kein Geld mehr übrig hat für Lebensmittel.
Und jetzt soll der Bauer auch noch für die Anwendung der Gentechnik gut genut sein.
sehr fragend
regi.






Name: ede_1 antwortet um 03-08-2005 16:33 auf diesen Beitrag nach oben
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@walters
ich gebe dir völlig recht, das ist auch meine befürchtung-die gentechnikfreiheit wird im normalpreissegment zum standard, alles andere muss zwangsläufig billiger werden...anders funktioniert der markt nicht....eigentlich ein wahnsinn von der nöm zum normalpreis zu verkaufen
mfg
ede

Name: theres antwortet um 03-08-2005 17:14 auf diesen Beitrag nach oben
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> Glaubt ihr, dass der Milchpreis besser wäre, wenn gentechnikfreie Milch überhaupt kein Thema wäre?
regi


Name: Gerhardkep antwortet um 03-08-2005 19:47 auf diesen Beitrag nach oben
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> sollte das wahr sein das die Genfrei-Milchzum selben Preis verkauft wird ist das eine Frechheit der Molkerei!!!!!!!
Dann weiß man auch warum die NÖM vorher den Milchpreis gesenkt hat den jetzt muß die Genfrei-Milch finanziert werden von Allen Lieferanten.
den wer soll die Kontrollen bzw. den Mehraufwandbezahlen auser der Bauer --KEINER--
Beispiel : 2 Cent glaube ich wurde im Juni Abgesenkt jetzt bekommt der GenfreiBauer 0,5 Cent dazu Kontrolle,Mehraufwand ca. 1,5 - 3 Cent
das ist die Gleichung die die Nöm macht . Wo geht das Geld hin zu den Kontrolloren und Nöm Angestellten aber nicht zu den Bauern
PS. Genfrei ist ein gute Sache aber nur Wenn der der ES genießt auch Bezahlt.
mfg Gerhard

Name: realist antwortet um 03-08-2005 20:39 auf diesen Beitrag nach oben
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gentechnikfreie Milch der NÖM
> Ist ja gut, wenn durch ein "neues" Produkt der Preis etwas (kurze Zeit) gehalten werden kann. Es wird wohl derzeit niemand im Ernst daran glauben, daß der Milchpreis in dieser Höhe auf Dauer gehalten werden kann. Solange alle genug Milch zum Trinken bekommen, wird es auch niemand einsehen, für etwas (das im Überflußda ist) mehr zu bezahlen.
Außer es kommt wieder mal ein "Fleischskandal", der die Konsumenten wieder mehr zum "Käse-essen" bringt.
Also ich gehe mal davon aus, daß der Preis weiter fallen wird, und hier wird auch die IG nicht viel ausrichten können. (in einem Jahr sind wir brutto bei 25 cent)
(bin zwar selber Mitglied, aber solange überliefert wird, und noch um jeden Preis Kontingent gekauft wird, wird schon noch genug verdient werden)
Aber immer gut, wenn unter Gentechfrei und auch unter Bio gewisse Mengen am Markt zusätzlich untergebracht werden können, dann ist es für "normale" Milch auch besser.


Name: helmar antwortet um 04-08-2005 08:51 auf diesen Beitrag nach oben

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>Lieber Realist! Du nennst dich nicht nur so, du bist auch einer! Auch ich bin bei der IG und meine dass es schon ein Erfolg ist, wenn der Milchpreis in Zeiten der Überlieferungen überhaupt gehalten werden kann.
.....und noch eines ist irgendwie komisch: es kalkulieren alle mit der Milchprämie, Molkereien, Handel, auch die Gewerkschaften wissen davon, nur an den Bauern ists irgendwie noch immer vorbei gelaufen.
Ich habe mir die Arbeit gemacht und zum Auszahlungspreis des Vorjahres die Prämie dazu gerechnet....und bin im Durchschnitt um eine allerdings winzige Spur, über dem Durchschnitt des Vorjahres gelegen!
Manche glauben noch immer dass die "anderen" nicht wissen was läuft...
Mfg, helmar


Name: theres antwortet um 04-08-2005 10:39 auf diesen Beitrag nach oben
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gentechnikfreie Milch der NÖM
> Hallo Helmar,
ich vermute, dass Handel, Molkereien und alle Marktbeteiligten ganz genau wissen, wieviel und welche Prämien an die Bauern ausbezahlt werden- und danach ganz klar den Preis ausrichten.
Scheinbar können alle anderen Marktpartner sehr genau rechnen und kalkulieren.
Es wird der Preis so gerichtet, dass gad noch ein bisserl Luft übrig bleibt.
Nur in der Landwirtschaft stehe ich manchmal staunend fassungslos und fragend, kann jetzt ich nicht mehr rechnen- oder die anderen?
Bei Quoten- und Pachtpreisen scheint eine andere Preisebene zu sein.
herzl. Gr.
regi


Name: raps antwortet um 24-10-2005 01:27 auf diesen Beitrag nach oben

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gentechnikfreie Milch der NÖM
Das Unüberlegte Vorpreschen der NÖM AG in Sachen gentechnikfreie Milch war und ist für uns Bauern schlichtweg eine Katastrophe.
Hier wurde wieder einmal deutlich, daß unsere Molkereien aufgrund der Uneinigkeit untereinander nicht in der Lage sind unsere Milch zu vermarkten, sie verscherbeln sie einfach nach dem Motto : Wir nehmen was wir dafür kriegen und zahlen den Bauern was unten übrig bleibt.

Auch ich bin IGM Mitglied, bin aber im Gegensatz zu euch überzeugt, daß wir sehr wohl einiges erreichen können. Das größte Problem ist, daß viele Bauern einfach zu faul sind aktiv mitzuarbeiten. Die IGM vertritt 35 % der österreichischen Milch, also verschlafen wir unsere Chance nicht.

Ein Trauerspiel ist jedoch, wenn man sieht wie unsere Vertreter damit umgehen. Bei den Rübenbauern stehen sie vorne und brüsten sich bei jeder Veranstaltung, was sie nicht alles unternehmen. Bei uns Milchbauern finden sie es nicht einmal wert ernsthafte Gespräche mit uns zu führen. Ist ja auch klar. Es gibt auch keine Milchbauern in den höheren Gremien, da diese ja aufgrund der Stallarbeit nicht wie die Ackerbauern jederzeit abrufbar sind.
Ich bin überzeugt, daß die Zeiten für uns Bauern wieder besser werden können, aber nur wenn wir endlich lernen uns selbst zu vertreten.
lg

Name: helmar antwortet um 24-10-2005 08:07 auf diesen Beitrag nach oben

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gentechnikfreie Milch der NÖM
.....ein Trauerspiel ist es wie unsere Vertreter damit umgehen.....genauso ist es! Man hat ja auch in der NÖ-LLK es geschafft, z.B. Steiner( man kann zu ihm stehen wie man will, aber der war dort der letzte der sich auch den Mund betreffend Milch aufzumachen getraut hat) loszuwerden.
Du hast recht wenn du meinst dass man sehr wohl etwas erreichen kann, aber nicht mit Demos, sondern mit Quotendisziplin, Investitiosreduktionen( welche zumindest vom Halbmayr/IG bei der Varanstaltung in Petersbaumgarten abgelehnt wurden) Rückbesinnung auf Futtermittel von hier und vieles mehr........aber solange von einem Produkt ein Überschuß da ist, ist es so gut wie unmöglich, egal wie, eine Erzeugerpreissteigerung zu erreichen. Beim Fleisch ist der Schirnhofer voll in die Genfreischiene reingestiegen, bis heute habe ich im Forum nur wenig davon mitbekommen dass dies für Ochsenhalter etc. so schlecht sein soll. Ich war bio aus Überzeugung bis mir dies einerseits die gestiegene Leistung meiner Rindsviecher, abgehobene Kontrollore und vor allem Verkäufer von naja nicht so ganz trockenem Biogetreide abgewöhnt haben.......
aber mit den genfrei Bedingungen kann ich leben! Und angenommen, es ist aus irgendeinem Grund nicht möglich z.B. Soja zu importieren, tja, dann werden halt heimische Alternativen dazu auch was wert sein! Vorher aber leider nicht!
Mfg, helmar

Name: raps antwortet um 24-10-2005 11:03 auf diesen Beitrag nach oben

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gentechnikfreie Milch der NÖM
Hallo Helga !!
Ich war bisher auf 3 Veranstaltungen der IG Milch.
Was die Quotendisziplin betrifft, muß ich dir widersprechen, weil die IGM bei jeder Gelegenheit daraufhinweist, daß sie unbedingt notwendig ist. Obwohl sie auch immer wieder sagt, daß keine einzige Molkerei bereit ist, Milch auch nur in der Überschußzeit abzugeben. In Wahrheit ist es doch so, daß ein gewisser Überschuß vorhanden sein muß, um die lokale Versorgung sichern zu können und das Ganze mehr oder weniger als Ausrede für die Molkereien herhalten muß.
Zu den Demos möchte ich sagen, daß das Echo der Alllgemeinbevölkerung und auch bei den Medien gut ist und es doch sehr wichtig war endlich auf unsere Probleme hinzuweisen, denn ohne mediale Unterstüzung ist das Vorhaben unserer Organisation unmöglich umzusetzen, da wir eben keine Vertretung haben (das mit dem franz. Rebellen hat mich auch gestört ).
Weiters glaube ich, wird es notwendig sein, massiven Druck von der Basis an die Bauernbaundspitze auszuüben, damit wir endlich ernstgenommen werden.
Zum Thema Soja habe ich meine eigene Vorstellung. Ich füttere seit heuer keinen Soja mehr, da man sehr oft hört, daß schon lange niemand mehr für seine Genfreiheit garantieren kann. Ich bin umgestiegen auf Rapskuchen, da bekomme ich von meinem Lieferanten auch noch Rapsöl, das ich in meinen Traktoren verheizen kann. Beim derzeitigen Dieselpreis höchst interessant.

Name: theres antwortet um 24-10-2005 17:32 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo raps,
wir haben uns auch vom Soja verabschiedet. Mich würde interessieren, wieviel Rapskuchen verfütterst du pro Kuh und Tag im Höchstfall. Hast du noch andere Eiweißkomponenten in der Ration?
Wir verfüttern bisher Rapsschrot, weil angeblich der Rapskuchen mit seinem Restölgehalt den Kühen nicht unbedingt guttun soll.
Aber wenn es eine Möglichkeit gäbe, kuh- und rationsverträglich Rapskuchen zu verfüttern, dann wären wir dabei.
frdl.Gr.
regi

Name: raps antwortet um 24-10-2005 21:56 auf diesen Beitrag nach oben

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Grüß dich theres !

Hab leider auch noch keine Erfahrung damit, da ich Rapskuchen erst seit kurzer Zeit ( 3 Monate ) einsetze. Ich mische ihn mit Rapsschrot. Mein Stalldurchschnitt liegt bei etwa 7000kg, deshalb gibt es auch keine Probleme damit, weil ich nur max. 1,5 kg Eiweißfutter (gemischt 1:1) in die Ration einbaue.
lg

Name: helmar antwortet um 25-10-2005 00:03 auf diesen Beitrag nach oben

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Frage an raps: wieviel % Rapsöl mischt du zu, und bei welchen Traktoren?
Mich würd weniger der Kuchen sondern das Öl interessieren, vorrausgesetzt es ist bei einem 650 Steyr möglich.
Mfg, helmar

Name: theres antwortet um 25-10-2005 06:32 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo raps,
bei dieser Menge kann ich mir vorstellen, dass damit keine Probleme auftauchen.
Die Idee, Rapskuchen und Rapsschrot 1 : 1 zu füttern, das erscheint mir recht vernünftig.
Wir liegen in einem ähnlichen Leistungsbereich-
danke für den Tip.
Fütterst du mehr Vitamin E dazu?
Seit heuer füttern wir unsere paar Bullen und Mastkühe auch mit Rapsschrot,
bisher scheinen sie von den Tageszunahmen her ähnlich zuzunehmen, als mit Soja.
Ausserdem hat Raps noch einen Vorteil, er hat ein sehr günstigesOmega 3 Fettsäurenverhältnis, das sich dann auch im Fleisch befindet,
ausserdem ist die Butter sehr schön streichfähig.
frdl.Gr.
regi.


Name: Praktiker antwortet um 25-10-2005 10:16 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo Leute mich Interessieren wo ihr denn Rapskuchen und das rapsöl Bezieht.
Denn ich weis nicht wo ich das herbekommen soll hätte aber großes Interesse daran.

Name: raps antwortet um 25-10-2005 12:48 auf diesen Beitrag nach oben

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An hlemar:
Mische derzeit ca 15% dazu, weil es Probleme mit der Lieferung gibt.
Ich beziehe nämlich Kuchen und Öl von einer Privatperson, und da happert´s noch ein wenig in Sachen Filterung. Ich teste dann die Beimischung von 1/3 Rapsöl zum Diesel. Ein Bekannter von mir ist vorigen Winter mit seinem umgebauten A4 ohne Kältezusatz gefahren und hatte keine Probleme. Deshalb werde ich diesen Winter ein Drittel dazumischen. Ich habe 3 Steyr - 760 - 975 - 9094 und ein Sharan nascht auch noch mit
Das Rapsöl kostet knapp unter 70ct, also derzeit ein interessante Alternative, gilt auch für Kettenöl.
lg

Ohne Filteranlage muß Rapsöl 4 Monate lange stehen, damit sich die Feststoffe am Boden absetzen. Erst dann kann man es für Motoren verwenden. Wir verwenden auch in der Küche dieses kaltgepreßte Rapsöl.(Fritter, usw.)

Als Kettenöl für die Motorsäge kann man es sofort verwenden. Aber dazu
teste ich derzeit altes Rapsöl aus der Frittöse. (Fritteröl)

Name: raps antwortet um 25-10-2005 12:55 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo theres,
hab ich mal überlegt, aber noch nicht gemacht.
Im Sommer verwende ich eine stinknormale Mineralstoffmischung, im Winter setze ich manchmal Betacarotin ein.
mfg

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